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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 16.02.2019, 16:49   #1
weiblich AlteLyrikerin
 
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Dabei seit: 11/2018
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Beiträge: 1.251

Standard Frühling

Ich weiß, ich bin viel zu früh dran. Aber bei mir im Garten ist so ein unglaublich frühlingsschwangeres Licht, und die Tulpen kommen schon überall raus, da sind die folgenden Verse auch einfach raus gekommen.

Tulpenblüten, Hyazinthenduft;
Gedichte liegen in der Luft.
Alles reimt sich unbeschwert,
als sei bei uns nichts mehr verkehrt.

Himmelsblau mit weißen Schleiern,
Strauch mit bunten Ostereiern,
milde Luft, so oft besungen,
sind mir ins Gemüt gedrungen.

Melancholie und alle kranken,
selbstverliebten Nachtgedanken
schwinden in dem klaren Licht.

Ich gewinne neue Sicht
auf das alte Lied der Erde,
das Gesetz von „stirb und werde“.
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Alt 16.02.2019, 16:59   #2
männlich Heinz
 
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Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.312

Liebe AlteLyrikerin,
Du wirst Dich nicht wundern: Das Gedicht gefällt mir, auch wenn die letzte Strophe geeignet ist Rätsel aufzugeben. Aber ansonsten höre ich schon die ersten Knospen knallen und stimme gern mit ein "und wenn du das nicht hast, dieses stirb und werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde" (klar - bei Goethe geklaut).
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2019, 19:50   #3
männlich Ralfchen
 
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Beiträge: 11.742

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Ich weiß, ich bin viel zu früh dran.

Ich gewinne neue Sicht
auf das alte Lied der Erde,
das Gesetz von „stirb und werde“.
aber hoffentlich dazu schon LL - hm?


Ich gewinne neue Sicht
nun unter der Erde,
vom Gesetz „stirb besser nicht."
in der Würmerherde.


vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2019, 20:20   #4
weiblich AlteLyrikerin
 
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Beiträge: 1.251

Herzlichen Dank Euch beiden für den Besuch.
@Heinz: So geheimnisvoll auch wieder nicht. Auch den Begriff "sterben" kann man ja metaphorisch verwenden.. Frieden z.B. kann nur werden, wenn Hass vorher stirbt.

Der Frühling ist für mich mit seinem total neu werden ein Phänomen, das ich immer etwas neidisch betrachte.
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Alt 16.02.2019, 20:23   #5
männlich Ralfchen
 
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Beiträge: 11.742

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Frieden z.B. kann nur werden, wenn Hass vorher stirbt.
das ist blanker phenomänalismus ohne hand- und klumpfuß LL. weil einfach nichts daran stimmt geschweige denn stimmen kann. schau dir die geschichte der menschheit hat.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2019, 20:26   #6
weiblich AlteLyrikerin
 
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Beiträge: 1.251

Herzlichen Dank Euch beiden für den Besuch.

@Heinz: So geheimnisvoll auch wieder nicht. Auch den Begriff "sterben" kann man ja metaphorisch verwenden.. Frieden z.B. kann nur werden, wenn Hass vorher stirbt.

Der Frühling ist für mich mit seinem total neu werden ein Phänomen, das ich immer etwas neidisch betrachte. Alte, ungewollte Prägungen hinter sich lassen, und auch künstlerisch, wie Phönix aus der Asche steigen, wäre das nicht was?

@Ralfchen: Keine Sorge. Solange mir der Rote nicht ausgeht und die Zigarren schmecken, werde ich das "stirb und werde" nur allegorisch praktizieren.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 17:01   #7
weiblich AlteLyrikerin
 
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Ort: Burglengenfeld
Alter: 69
Beiträge: 1.251

Lieber Ralfchen,

das sehe ich anders. Wo Hass existiert, ob nun in persönlichen oder gesellschaftlichen Beziehungen, ist kein Frieden möglich, weil Hass die Vernunft übersteuert.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 19:08   #8
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.269

Die Frühlingswinde
stupsen die Krokusse an
"Hey, da seid ihr ja"
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 22:48   #9
weiblich AlteLyrikerin
 
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Ort: Burglengenfeld
Alter: 69
Beiträge: 1.251

Lieber Gylon,

in meinem Garten spitzen sie schon überall aus der Erde hervor. Aber Blüten fehlen noch.

Danke für Deinen Besuch und herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2019, 01:20   #10
männlich Ralfchen
 
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Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 11.742

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
das sehe ich anders. Wo Hass existiert, ob nun in persönlichen oder gesellschaftlichen Beziehungen, ist kein Frieden möglich, weil Hass die Vernunft übersteuert.
ok das mag 600 km von der welt entfernt stimmen, wo dich bestenfalls eines deiner hühnchen oder eine ziege hassen kann, die nicht das richtige fressen ode r nur 10 statt zwanzig streicheleinheiten bekommen hatten...

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
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