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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 04.02.2019, 10:11   #1
männlich AndereDimension
 
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Dabei seit: 06/2009
Beiträge: 3.352

Standard Sehnsucht (Neufassung)


Umarme mich, will mit im Winde schaukeln,
Der flüsternd unter deinen Blicken weht,
Und fliehen - vor Gedanken, die mir gaukeln,
Es wäre für uns beide schon zu spät.

Tauch ein mit mir, ins Rot der Abendstunden,
Dort wo das Herz am Puls der Sehnsucht schlägt,
Vertraue, mit der Ewigkeit verbunden,
Dass eine Nacht uns alle Hoffnung trägt.

Bewahre, was die Liebe einst gesponnen,
Und glaube, was ich dir jetzt sagen will:
Ich habe in der Ferne nichts gewonnen,
Denn nur in deinen Armen ruh ich still.
AndereDimension ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 16:42   #2
männlich Heinz
 
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Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.283

Hallo A.D.,
Sehnsucht - ja sie streckt ihre Arme aus, um mich aufzufangen, bevor ich in diesem blubbernden Born verschwurbelter Pseudolyrik vollends ersaufe.

Umarmt möchte auch das LI werden und im Winde schaukeln,
der flüsternd unter seinen Blicken weht und fliehen möchte es vor Gedanken die ihm gaukeln. Postiv zu bemerken ist an diesen Versen, dass sie sich reimen.
"Dort wo das Herz am Puls der Sehnsucht schlägt", möchte das LI ins Rot der Abendstunden tauchen, erwartet Vertrauen - unter Ewigkeit läuft da nix -, auf dass eine Nacht das LI und LD alle Hoffnung (worauf?) trägt.
Was spinnt die Liebe denn da so? Ein unzerreißbares Fädchen?
Glauben erwartet das LI, Glauben daran, dass es in der Ferne nichts gewonnen hat. Begründung: Denn nur in den Armen des LD ruht es still.
Auf der Schleimspur rutschen unbedarfte kleine Mädchen aus und ich warte gern auf die lobenden Zuschriften, die Deinem Wortgeklingel auf den Leim gehen.
Es gab Zeiten, da hast Du Besseres geschrieben.
Heinz

Geändert von Heinz (04.02.2019 um 20:04 Uhr)
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 19:25   #3
männlich Wüstensand
 
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Dabei seit: 04/2010
Alter: 42
Beiträge: 131

Hallo Heinz,

dein Kommentar sieht mir sehr nach "das hätte ich selber gern geschrieben" aus.
Hast wohl mit Romantik nix am Hut.
Wo wenn nicht in dieser Rubrik kann man seine romantische Ader ausleben?

Hallo AD,

bin zwar kein "Mädchen" und unbedarft schon gar nicht -Heinz -, aber deine Zeilen gefallen mir.
Sind wohltuend schön im Reigen der vielen giftenden Gedichte hier.

MfG Wüste
Wüstensand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 19:46   #4
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 11.661

Hallo WS -

ich habe beim text ebenfalls gezögert, da mir manche etwas zu verschwurbelte sätze komisch vorkamen. Heinz ist da einer der kompetentesten im forum und hatte das klar ziseliert.

auch ich bin der meinung dass dieser texter ab und zu - wenn auch selten - wesentlich bessere arbeiten präsentierte.

gruß
ralfchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 20:03   #5
männlich Pit Bull
 
Benutzerbild von Pit Bull
 
Dabei seit: 08/2012
Ort: Berlin
Alter: 53
Beiträge: 1.704

Hallo AnDi!

Gern hätte ich die Ur-Fassung gelesen - vielleicht lieferst du sie mir noch nach.

Mir gefallen die Zeilen, denn sie wirken wohltuend in einer Zeit teilweiser emotionaler Kälte.
Verstehe ich die Zeilen richtig, daß einer der beiden den anderen zunächst verlassen hat / ggf. fremd gegangen ist und nun merkt, was er am Anderen hat?

Heinz, der über sich meint, schon Besseres von dir gelesen zu haben, schwächelt selbst auch mal zwischendurch; daher alles nicht so Ernst nehmen

Gern gelesen.

VG Pitti
Pit Bull ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 20:13   #6
animar
 
Dabei seit: 10/2012
Beiträge: 56

Hallöchen AnDi,

deine Zeilen hier gefallen mir sehr gut, vielleicht deshalb, weil ich ein Mädchen bin? Oder auch vielleicht weil ich schon immer romantisch veranlagt bin?

Nee, im Ernst jetzt, sie gefallen mir einfach so gut, weil sie sich so wohltuend und zärtlich anhören. Laß dir nicht was andere reinreden...

Habe sie gern gelesen...
animar
animar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2019, 20:16   #7
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.283

Lieber Wüstensand,
ich glaube nicht, dass Deine Vermutung stimmt. Vielleicht hilft ein Blick auf meine Gedichte der letzten zehn Jahre um festzustellen, dass ich mich durchaus auch das eine oder andere Mal mit "romantischen" Gedichten gemeldet habe.
Nein - da ist kein Neid, da ist ein kritischer Blick auf Formulierungen, die A.D. bei ruhiger Betrachtung selbst als grenzwertig einstufen würde.

Lieber Pit Bull,
natürlich schwächele ich auch mal. Wer nicht? Und natürlich gefallen mir Verse,
die sich gegen emotionale Kälte wenden. Aber man kann auch eine Torte überzuckern und/oder kitschig verzieren.

Liebe Grüße Euch beiden!
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2019, 14:58   #8
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.240

Hallo AndereDimension,

mich sprechen Deine Verse durchaus an. Mit der Überzuckerung ist es eine eigene Sache. Im Zustand der "Unterzuckerung", das weiß jeder Diabetiker, aber man kann es auch allegorisch sehen, ist der schiere Zucker lebensrettend. Ich finde hier nicht zu viel Zucker und überhaupt keinen Kitsch.

Allensfalls finde ich den folgenden Vers etwas "lahm".
Zitat:
Ich habe in der Ferne nichts gewonnen,
Falls er wirklich auf ein Fremdgehen des LyrIs anspielt, dann wäre er für mich, denke ich mich in die Rolle der betrogenen Frau, nicht so ein starker Grund an eine erneuerte, tiefe Liebe zu glauben. Denn diesen Vers könnte man auch so lesen: In der Fremde habe ich nichts Besseres gefunden; daher komme ich zurück.

Trotz dieser für mich irritierenden Zeile enthält das Gedicht eine glaubhafte Stimmung der Sehnsucht nach einem Neuanfang.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2019, 15:29   #9
männlich Nöck
 
Benutzerbild von Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.953

Hallo AD,

in der von dir gewählten Rubrik ist dein Gedicht genau richtig und deine etwas ungewöhnlichen Metaphern müssen ja nicht jedem gefallen.

Zitat:
Zitat von Heinz
Auf der Schleimspur rutschen unbedarfte kleine Mädchen aus und ich warte gern auf die lobenden Zuschriften, die Deinem Wortgeklingel auf den Leim gehen.
Ich wage es, trotz der im Vorraus von Heinz geäußerten (unsportlichen) Unterstellung, dass man dir auf den Leim geht, positiv zu kommentieren und sage, das gefällt mir.

Liebe Grüße
Nöck
Nöck ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2019, 15:17   #10
männlich AndereDimension
 
Benutzerbild von AndereDimension
 
Dabei seit: 06/2009
Beiträge: 3.352

Vielen Dank euch!

Ich bedanke mich ausdrücklich für alle Kommentare...ob Zuspruch oder Ablehnung, alles ist wertvoll.

Inspiriert durch ein Antwortgedicht auf meinen Text...kam es zu einer Fortsetzung...zu Teil 2



Nein, gehen will ich nicht. Ich möchte bleiben,
Auf allen Meeren und im Wind der Zeit
Stets unter der Piratenflagge treiben.
An deiner Hand, im Strom der Zweisamkeit

Ein unbestelltes Land für uns entdecken,
Um es sodann, um jeden Trieb bemüht,
Schon bald zu neuem Leben zu erwecken,
Damit es dir an allen Ufern blüht
AndereDimension ist offline   Mit Zitat antworten
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