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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 25.08.2011, 19:36   #1
Thing
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Standard Für Felix

Du letztes Kind in meinen Armen:
Dein Auge mußt ich brechen sehn.
Es gab kein "himmlisches" Erbarmen,
und zehnmal hieß es: von Dir gehn.

Ich hielt Dich. Konnte mich nicht trennen.
In Deine kalten Haare habe ich geweint.
Wie damals wollen heut noch meine Tränen brennen.
Erst wenn i c h tot bin, werden wir vereint.

Ich liebte Dich. Ich war ganz Dein.
Du mochtest mich, so ohne Heucheln, ohne Schein.
Du lagst so oft, so lieb in meinem Arm:
Ach Gott, erbarm!


24.08.2011
(c)
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Alt 04.09.2011, 09:30   #2
männlich Heinz
 
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Standard Für Felix

Lieber Thing,
mit eigenen Worten kann ich meinen Gefühlen nach der Lektüre Deines Gedichts keinen Ausdruck geben. Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an und ich beginne immer mehr zu verstehen, wenn es bei Goethe heißt: ... und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide.
Ein ergreifendes Gedicht. (Die An- und Abführung beim himmlischen Erbarmen halte ich für überflüssig).
Liebe Grüße,
Heinz
PS.
Felix, der Glückliche, steht in einem seltsamen (gewollten?) Kontrast zum Inhalt.
Klärst Du mich auf?
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Alt 04.09.2011, 10:52   #3
Thing
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Halli Hallo, lieber Heinz -


Felix war mein rotgetigerter Kater, der mit nur 14 Jahren starb.
Da wir kinderlos waren....

Hab Dank für Dein Mitgefühl!


LG
Thing
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Alt 04.09.2011, 14:08   #4
weiblich Ilka-Maria
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Kann ich gut nachfühlen, Thing. Ich durfte meine Kätzin über 17 Jahre haben, trotzdem oder gerade deshalb: Der Abschied war schwer. Ich hatte Bekannte und Verwandte immer damit geschockt, zuzugeben, daß ich meine Kitty mehr liebte als meinen eigenen Sohn. Dabei ist es ganz einfach zu erklären: Mein Sohn wurde erwachsen und ist für sich selbst verantwortlich, hat sein eigenes Leben und trifft seine eigenen Entscheidungen. Mein Stubentigerchen aber war von mir ein Leben lang abhängig (litt etliche Jahre an Epilepsie, nicht auszudenken, wenn sie an jemanden geraten wäre, der damit nicht umgehen kann).
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Alt 04.09.2011, 16:10   #5
männlich Heinz
 
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Standard Für Felix

Lieber Thing,
da habe ich mal völlig daneben gelegen. Ich ging vom Schmerz eines Elternteils beim Tode des Kindes aus. Vielleicht ist mein Irrtum begreiflich, wenn ich Dir verrate, dass mein Sohn Felix heißt (und der sich bester Gesundheit erfreut). Ich versuche, das Leid eines Katzen-/Katerbesitzers nachzuvollziehen (meiner war rot und hieß Tiger), aber zurückschrauben muss ich bei allem Verständnis die großen Worte, die ich aus dem Gedächtnis zitiert hatte. Sie wären beim Tod eines Menschenkindes angebrachter.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 04.09.2011, 16:13   #6
Thing
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Halli Hallo, Ilka-Maria -

Danke!

Lieber Heinz -

das kommt auf die Intensität des Schmerzes an, der beim Sterben eines Mitgeschöpfes entsteht.


Thing
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Alt 04.09.2011, 16:22   #7
männlich PeterB
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Halli Hallo, lieber Heinz -


Felix war mein rotgetigerter Kater, der mit nur 14 Jahren starb.
Da wir kinderlos waren....

Hab Dank für Dein Mitgefühl!


LG
Thing
Ich sehe dieses wunderbare Gedicht erst jetzt...

Es erinnert mich an den Tod meines Katers Chee, der ein Jahr nach seiner geliebten Katzenschwester Pu starb, beide 16 Jahre alt. Und diese beiden Tode haben meine Frau und mich damals fast zerrissen...

Ich freue mich sehr, hier zu spüren, dass es Menschen gibt, die durchaus verstehen und nachempfinden können, dass man "nur ein Tier" "so sehr" lieben kann (mit letzterem meine ich nicht Dich, Heinz!)...

Danke.

P.
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Alt 04.09.2011, 16:24   #8
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Ich versuche, das Leid eines Katzen-/Katerbesitzers nachzuvollziehen, aber zurückschrauben muss ich bei allem Verständnis die großen Worte, die ich aus dem Gedächtnis zitiert hatte. Sie wären beim Tod eines Menschenkindes angebrachter.
Liebe Grüße,
Heinz
Lieber Heinz,
dem ist beizupflichten. Aber: In der heutigen Zeit überleben die meisten Eltern ihre Kinder. Dagegen ist das Leben eines Haustieres in der Regel zu kurz, als daß einem das Leid erspart bliebe, es sterben zu sehen. Auch sind viele domestizierte Tiere vom Nutztier zum Kameraden und Lebensgefährten übergegangen, an vorderster Front Hunde und Katzen. Es ist deshalb eine Pflicht, sich um sie entsprechend zu kümmern. Da kann es gar nicht ausbleiben, daß sie einem ans Herz wachsen. Außerdem sind sie intelligent. Wenn Du mal einem Nymphensittich beigebracht hast, "Hänschen klein" zu singen und wie man Seilhüpfen spielt, weißt Du, was der Unterschied zu einem Huhn auf dem Bauernhof ist.

Und außerdem: Ein Mensch ist auch nur ein Tier.
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Alt 04.09.2011, 16:25   #9
männlich PeterB
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
In der heutigen Zeit überleben die meisten Eltern ihre Kinder.
Ist es nicht umgekehrt, Ilka-Maria?

Gruss

P.
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Alt 04.09.2011, 16:33   #10
weiblich Ilka-Maria
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Natürlich meinte ich es umgekehrt, könnte es noch ändern, aber jetzt lasse ich es eben so stehen.

Danke, Peter. Aber ich denke, Du hast es richtig verstanden. Die Zeiten von Pest und Cholera oder frühem Kindstod sind zum Glück längst vorbei.

Aber wer weiß: Meine Mutter ist schon 82, und wenn sie hundert werden sollte, könnte es doch sein, daß sie mich überlebt.

Heute habe ich eine Todesanzeige gelesen, da war die Verstorbene 103 Jahre alt - mannomann!
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Alt 04.09.2011, 16:34   #11
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Natürlich meinte ich es umgekehrt.

Danke, Peter. Aber ich denke, Du hast es richtig verstanden. Die Zeiten von Pest und Cholera oder frühem Kindstod sind zum Glück längst vorbei.

Aber wer weiß: Meine Mutter ist schon 82, und wenn sie hundert werden sollte, könnte es doch sein, daß sie mich überlebt.
Ja, sicher. Ich dachte mir, dass es ein Dreher ist.

Lieben Gruss

P.
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Alt 06.09.2011, 00:12   #12
männlich Heinz
 
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Standard Für Felix

Lieber Thing und
liebe Teilnehmer/innen dieser Runde,
ganz ohne Zweifel, und glaubt mir, dass ich keinem Tierliebhaber zu nahe treten wollte, ist der Tod eines Haustieres eine herzzerreißende Angelegenheit. Die Trauer und der Schmerz beim Abschied für immer sind mir nicht fremd. Aber dennoch bitte ich alle, die Kirche im Dorf zu lassen. Zu sehr werden mir hier menschliche Gefühle auf die Tiere übertragen. Geht es um ein Kind, dann gehe ich im Normalfall davon aus, dass es mich überlebt, geht es um ein menschliches Wesen, darf ich davon ausgehen, dass jeder weiß, dass unser Leben endlich ist.
Ein Tier "schaffe" ich mir an und projiziere möglicherweise meine menschlichen Gefühle in die Beziehung Mensch - Tier, wohl wissend, dass z.B. ein Hund, wenn es hoch kommt 15 Jahre alt wird (und er, sollte er mich überleben, sehr traurig sein kann und vielleicht auf meinem Grab verhungert). Aber wer hätte so etwas je von einer Katze gehört? Es geht nicht darum, dass der Hund/die Katze "nur" ein Tier ist. Es sind Lebewesen, die einem mächtig ans Herz wachsen können und natürlich ist der Verlust sehr schmerzlich.
In dem mecklenburgischen Dorf Bellin habe ich mal einen Grabstein gefunden, auf dem ein rührendes Liebesgedicht stand. Irritierend war, dass der Autor einen Vers eingefügt hatte, in dem stand, sie habe ihn durch viele Länder getragen. Die Alten im Dorf befragt, was der Trauernde wohl gemeint habe, erntete ich großes Gelächter: Der Herr von Bronsart hatte seiner Stute ein Grabmal mit Stein inkl. Inschrift gesetzt.
Ich weiß nicht, ob aus meinen Worten hervor geht, was ich meine. Etwas genauer ausgedrückt: Der Verlust eines geliebten Menschen, ob Kind, Partner oder Mutter/Vater hat eine andere Qualität.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 06.09.2011, 07:47   #13
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Zitat:
Der Verlust eines geliebten Menschen, ob Kind, Partner oder Mutter/Vater hat eine andere Qualität.
Das kann man nicht verallgemeinern, es kommt auf die Qualität der Beziehung an, wie stark die Trauer ist und welche Züge sie trägt. Ob es sich um einen Menschen handelt oder um ein Tier, ist nicht das entscheidende Kriterium. Auch sind Gefühle nicht beliebig steuerbar. Ich kenne zwei Brüder, von denen der ältere den schlaganfallgeschädigten Vater regelmäßig im Heim besucht; der jüngere nicht, denn seiner Meinung nach macht dieses Schicksal seinen Vater nicht zu einem besseren Menschen, als er früher war. Ich bin sicher, dieser Sohn wird ihm keine Träne nachweinen. Solche Konstellationen kann man nicht leugnen, auch wenn sie in der Minderzahl sind.
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Alt 06.09.2011, 08:07   #14
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Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Der Verlust eines geliebten Menschen, ob Kind, Partner oder Mutter/Vater hat eine andere Qualität.
Wenn man das Wort "geliebt" hervorhebt, dann trifft das vermutlich auf mich zu. Aber es starben in meinem Umfeld auch schon Menschen, zu denen ich keine gute Beziehung hatte, und deren Tod mich nicht oder wenig berührte, auf jeden Fall weniger als der Tod meiner Katzen. Der Mensch ist nicht per se "wertvoller" als ein Tier, es kommt auf die Intensität der Beziehung an. Aber das möchte ich nicht näher ausführen, weil es meine Privatsphäre zu sehr tangiert.

P.
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Alt 06.09.2011, 09:25   #15
Ex-Kaleidoskop
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Hallo Thing,

auch ich hatte den Eindruck, dass es sich um ein Kind handeln würde, das verstorben sei. Denn der Wunsch der Wieder-Vereinigung nach dem Tod ist im Religiösen zu sehen und meines Wissens der Menschheit aufbehalten.

Ob der Verlustschmerz ein Größerer oder ein Gleichwertiger ist, kann wohl nur der sagen, der schon beides erlebt hat. Doch sollte man diese Frage wirklich zum Anlass einer Debatte nehmen?

Da aber der Anlass dieses Gedichtes erst später erklärt wurde, darf man ohne Untertreibung sagen, dass hier echte Emotionen verarbeitet wurden.

Mich hat dein Gedicht berührt und nur darauf kommt es an. Was auch immer uns den Anstoß gibt, ein Gedicht zu schreiben, er ist persönlich und sollte wertfrei bleiben.

lg
kaleidoskop
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Alt 06.09.2011, 09:43   #16
Thing
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Halli Hallo zusammen!


Danke für Eure Ausführungen!
PeterB hat mitten ins Schwarze getroffen.


LG
Thing
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Alt 06.09.2011, 11:34   #17
männlich Erich Kykal
 
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Hi, Rom., hi, Katzenpartner!

Da muss ich selbst auch noch meinen Senf dazugeben!

Ursprünglich hatte ich 2 Katzen, Kater Wuzl und Mädi Katz (aus dem Tierheim). Als meine Eltern noch lebten, besorgte ich ihnen ein Jahr später auch 2 Kater, Max und Moritz (Geschwister), von meinem Tierarzt.
Nachdem meine Eltern tot waren (7 Jahre später), erbte ich sozusagen diese beiden und lebte nun mit 4 Stubentigern glücklich und zufrieden (außer wenn eins wieder mal auf den Teppich kackte oder in mein Bett pieselte...)

Letzten Herbst nun musste ich Mädi einschläfern lassen wegen eines bösartigen Bauchtumors - mit 16. Ich tat alles, was möglich war, aber als sie in meinen Armen starb, kam ich mir wie ein Mörder vor.
Kaum 5 Monate später starb Moritz (auch 16) innerhalb von Minuten an einem Schlaganfall oder einer Vergiftung, ebenfalls in meinen Armen.
Nun steht Wuzl (18) mit Bauchspeicheldrüsenkrebs seit einem halben Jahr sozusagen "auf Abruf". Er war mein Erster, deshalb ist er etwas Besonderes, so lieb die anderen auch sein mögen! Er wiegt nun nur noch 2 Kilo und schläft 23 Stunden täglich.
Nur mein Maxi (17) ist noch gesund und fängt wöchentlich mehrere Mäuse, die er stolz heimbringt und präsentiert - und dann vor meinen Augen zerbeißt und auffrisst! Ich darf die Innereien wegmachen...
Er ist der größte Schmuser vor dem Herrn der Katzen und wird mir auch besonders fehlen, wenn es denn mal soweit ist...

Nun, das mit dem Schmerz ist so wie hier beschrieben: Es kommt auf die Nähe an, und für Einsame ist das Tier oft näher als irgendwelche Menschen, verwandt oder nicht.
Ich verhehle nicht, beim Tod meiner Tiere öfter geweint zu haben als beim Tode meiner eigenen Eltern. Warum? Letztere hatten ein langes Leben, und schon Jahre vor ihrem Ableben distanzierte ich mich räumlich wie emotional von ihnen, weil ich es kommen sah. Das ist ein unbewußter Prozess, der das Leid erträglicher machen soll, denke ich.
Ich war sozusagen abgenabelt, unabhängig. Bei den Katzen ist das anders, denn so abhängig, wie sie von dir sind, so abhängig wirst du von ihnen, und wenn eins geht, ist das wie der Verlust eines Familienmitglieds - oder schlimmer! Denn die Liebe zum Tier ist so authentisch wie es selbst und bedarf keiner Filter und Schutzfunktionen - sie ist direkt und offen. Der Schmerz natürlich dann ebenso!
Ehe ich Katzen hatte, habe ich mich über Tierfriedhöfe lustig gemacht und solche Leute sentimental und weltfern geschimpft. Nun liegen "die Meinen" in meinem Garten begraben (Scheiß auf's Gesetz! Sie bleiben bei mir!!!), und ich werde mich hüten, nochmal so arrogant und oberflächlich zu urteilen.
So, das wollte ich alles mal gesagt haben.
Das alles soll auch nicht bedeuten, dass ich Tiere lieber mag als Menschen - sie sind mir nur näher, und das habe ich mir selbst so ausgesucht.

LG, eKy
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 12:04   #18
Ex-Kaleidoskop
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Zitat:
Letztere hatten ein langes Leben, und schon Jahre vor ihrem Ableben distanzierte ich mich räumlich wie emotional von ihnen, weil ich es kommen sah. Das ist ein unbewußter Prozess, der das Leid erträglicher machen soll, denke ich.
Ich war sozusagen abgenabelt, unabhängig. Bei den Katzen ist das anders, denn so abhängig, wie sie von dir sind, so abhängig wirst du von ihnen, und wenn eins geht, ist das wie der Verlust eines Familienmitglieds - oder schlimmer! Denn die Liebe zum Tier ist so authentisch wie es selbst und bedarf keiner Filter und Schutzfunktionen - sie ist direkt und offen. Der Schmerz natürlich dann ebenso!
Es wurde vermutet, dass in diesem Gedicht ein Kind stirbt, nicht ein alter Mensch. (Was furchtbar genug ist...)
Und wie ist es wenn ein Kind stirbt, eky?

Zitat:
Das alles soll auch nicht bedeuten, dass ich Tiere lieber mag als Menschen - sie sind mir nur näher, und das habe ich mir selbst so ausgesucht.
Hier liegt wohl der Hase begraben.

Nachdenkliche Grüße,
kaleidoskop
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Alt 06.09.2011, 13:04   #19
männlich Erich Kykal
 
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Hi, K.!

Die Missverständlichkeit dieser Zeilen über Felix resultiert aus ihrer emotionalen Dichte und Wucht. Es IST kein Kind gestorben, und diesen verständlichen Fehler des Lesers wollte ich in meinem Beitrag auch gar nicht abhandeln.
Mir ging es nur darum, die emotionale Nähe zu Tieren zu erläutern.

Aber wenn du es wissen musst:
Wäre es mein Kind oder eines, das ich gut kenne - es wäre wie bei den Katzen - nur noch viel schlimmer.
Ist es ein Kind in den Nachrichten oder auf Kriegswebsites, so bin ich zwar empört und traurig - zu Tränen kann es mich aber nur selten rühren (nur wenn die Umstände stimmen, ZB bei besonders rührseliger Stimmung oder emotionaler Labilität).
Ich denke, damit bin ich sozusagen im großen statistischen Pool mit dabei.

Dass du mir dieses Exempel auf meinen Beitrag hin allerdings auf's Brot schmieren musstest, empfinde ich als leicht unfair und aus dem eigentlichen Kontext meiner Zeilen gerissen.

Und noch was: Wenn alte Leute sterben, muss das nicht zwangsläufig leichter erträglich sein als der Tod eines Kindes.
Was uns aber den Kindstod so unerträglich macht, ist einerseits die Plötzlichkeit, mit der es uns entrissen wird, und andererseits - im Falle eines Siechtums - zumindest das Gefühl der Unfairness des Geschicks, das diesem Leben nur eine so kurze Spanne zumaß.

Ich denke, deine Frage ist damit ausreichend beantwortet.

LG, eKy
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 13:15   #20
weiblich Ilka-Maria
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Noch ein Aspekt:

Haustiere sind nicht nur Zeitvertreib und falsche Tierliebe. Sie helfen zum Beispiel alten Menschen in ihrer Einsamkeit, sie führen Blinde, sie nehmen Teil an der Therapie von psychisch Kranken oder von Kindern, die wegen Krebs lange Behandlungen ertragen müssen. Wie kann es sein, daß so etwas nicht verbindet? Meiner Meinung nach gar nicht, die Bindung ergibt sich zwangsläufig.

Vor kurzem habe ich in der Zeitung über einen Hund gelesen, der eigens darauf abgerichtet wurde, einer Behinderten den Alltag zu erleichtern: Er konnte ihr beim Ausziehen der Kleidung helfen, Türen öffnen, Sachen bringen usw. Die Ausbildung eines solchen Tieres dauert lange, denn der Hund muß richtig verstehen lernen: Wenn die Schuhe gebraucht werden, sollen auch die Schuhe gebracht werden und nicht die Zeitung oder ein Handtuch. Ein solcher Hund ist sehr teuer, die Anschaffung liegt im fünfstelligen Bereich. Die behinderte Frau, die diesen Hund bekommen hat, ist mehr als nur glücklich, denn hier handelt es sich nicht um eine Dienstleistung gegen Geld für den Hund - der weiß von den Kosten nichts -, sondern darum, daß der Hund seine Rolle akzeptiert und dem Menschen hilft, was eine starke soziale Kompetenz dieses Tieres beweist.

Was vielleicht ein Hinweis ist, daß die Grenzen zwischen Tier und Mensch fließend sind und es eine eindeutige Wertzuteilung nicht gibt.
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Alt 06.09.2011, 15:07   #21
Thing
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Die Tiefe des Schmerzes unterscheidet nicht zwischen "Mensch" und "Tier".
Es kommt auf die Innigkeit der Verbundenheit an.

Schmerz läßt sich nicht qualifizieren -
er läßt sich lediglich empfinden.


Thing


(Übrigens habe ich damals, als "Laika" im Raumschiff sterben mußte, auch mitgelitten, ohne die Schäferhündin "persönlich" zu kennen.)
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Alt 06.09.2011, 15:18   #22
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Zitat:
(Übrigens habe ich damals, als "Laika" im Raumschiff sterben mußte, auch mitgelitten, ohne die Schäferhündin "persönlich" zu kennen.)
Das ist aber eher ein Identifikationsproblem. Man stellt sich vor, in dieser Haut zu stecken, ohne sich wehren zu können, und bekommt Gänsehaut.

Wie z.B. auch, wenn Hunde nur zum Spaß bei lebendigem Leib verbrannt werden, weil sich ihr Geschrei so "lustig" anhört - man mag gar nicht darüber nachdenken, selbst dieses Tier zu sein.

Oder wie kürzlich einer Ente widerfahren: Jugendliche "spielten" mit dem Tier "Fußball", bis es qualvoll verendete. Es kam zu einer Anzeige, aber was wird Jugendlichen vom Gesetz schon großartig abverlangt?
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Alt 06.09.2011, 15:21   #23
Thing
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Du bereitest mir schlaflose Nächte.
Die ich zur Genüge (aus o.g. Gründen) kenne.
Ich winde mich in Qualen.


Ausgenau diesem Grund konnte ich mich mit Doris Lessing nicht "anfreunden", bzw. mit ihrer drastischen Schilderung.

Die uns anheimgegebene Fauna ist hilflos.
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Alt 06.09.2011, 15:32   #24
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Du bereitest mir schlaflose Nächte.
....
Die uns anheimgegebene Fauna ist hilflos.
Schlaflose Nächte machen nichts ungeschehen.

Die Fauna ist nicht hilflos, sondern harmlos. Zumindest ein Teil davon. Es geht aber auch anders: Die entlaufene Kuh Yvonne ergab sich nicht kampflos, das ging nur mit heftiger Betäubung. Eine andere Kuh, die ihr Kalb schützen wollte, trampelte eine Fußgängerin tot.

Die Tiere kennen ihre Stärke nicht, sonst wären sie weniger unterwürfig. Vielleicht liege ich falsch, aber ich denke, das liegt auch daran, wie sie die Körpersprache des Menschen deuten. Wenn ein Tier auf eine Schlange oder einen Skorpion trifft, ist erst einmal Gefahr im Verzug, egal ob giftig oder nicht. Aber auf einen Menschen? Es gibt Tiere, die lassen sich sofort auf diese Begegnung ein, andere wiederum sind mißtrauisch. Wie soll man das verstehen?
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Alt 06.09.2011, 15:42   #25
Thing
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D a s wurde bei mir nicht angetippt:

Ich hatte die wirklich dem Menschen ausgelieferte Fauna im Kopf:

Affen, denen Drähte im kägigummantelten Kopf stecken.
Katzen, die notgedrungen Zigaretten rauchen müssen.
Ratten und Mäuse, die lebendigen Leibes gehäutet werden.
Hunde, denen man das Cerebrum in Teilen entfernt, um Rückschlüsse auf die verschiedensten genuinen Fähigkeiten zu ziehen...

Es geht nicht um die "Friß-oder-stirb!" - Natur. Die besteht.

Jetzt geh ich mal in die Küche, schalte die Herdplatte an und versuche den ultimativen Schmerzpunkt der Bärentatze zu erkennen.
Oder Schmelzpunkt. Oder Röstpunkt.
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Alt 06.09.2011, 18:10   #26
Ex-Kaleidoskop
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Hallo eky,
Der Tod und der damit verbundene Schmerz ist ein sehr emotionales Thema. Das merkt man an den hier hinterlassenen Kommentaren.

Der Text des Gedichtes legt nahe, dass es sich um den Tod eines Kindes handelt, die Missverständlichkeit liegt im Text. Mir ging es ja nicht alleine so.

Hier die Zeilen aus dem Gedicht, die für mich persönlich mißverständlich sind:
Zitat:
Du letztes Kind in meinen Armen:
Zitat:
Erst wenn i c h tot bin, werden wir vereint.

Niemand hat die Intensität des Gedichtes angezweifelt, auch ich nicht. Das habe ich bereits in meinem ersten Kommentar erwähnt.
Ich wollte keine Diskussion anstoßen, nur einen Gedankenanstoß geben, dass Menschen verschieden empfinden.

Es ist doch legitim, zu zitieren. Ich habe nichts aus dem Kontext gerissen und es kann ja auch jeder deinen Kommentar im Ganzen nachlesen – ich habe dich nicht unfair behandelt.
Ich wollte dir nicht zu nahe treten.
Sollte ich das getan haben, entschuldige ich mich dafür.
Ich möchte aber meine Ansichten vertreten dürfen.

Lg,
kaleidoskop
Ex-Kaleidoskop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 18:32   #27
Thing
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Der Text legt m.E. nicht nahe, daß es sich um ein Menschenkind handelt.

Ein totes Kind wird unverzüglich entweder zum Bestattungsunternehmer oder in die Autopsie gebracht.
Häusliche Aufbahrungen sind seit 1961 verboten.

Der Autor lief immer wieder zu seinem toten Herzband und zurück, danach hielt er dieses unlösbare Band bis zur bitteren Anerkenntnis in seinen Armen.

Genug!
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 18:51   #28
männlich PeterB
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Ich habe jetzt ein wenig das Gefühl, hier wird eine "Einheitstrauer" gefordert. Trauer ist intim und individuell, und wenn jemand um ein Tier genauso oder sogar intensiver trauert als um einen Menschen, so ist das moralisch doch nicht verwerflich! Ich verstehe es...

P.
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Alt 06.09.2011, 18:54   #29
Thing
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Deswegen bin ich Dir innerlich sehr verbunden
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Alt 06.09.2011, 19:10   #30
männlich Martho
 
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Ich mach's kurz: Als mein Vater tot - mir egal. Als meine Katze tot - heul.
Tut mir Leid, so war's.
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Alt 06.09.2011, 20:43   #31
männlich Erich Kykal
 
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@ kaleidoskop

Schon okay, ich war nicht gekränkt. Ich dachte bloß, ich hätte da über einen ganz anderen Aspekt geschrieben als diese Verwechslungskiste, nämlich den Unterschied von Schmerz beim Tod von Menschen und Tieren, und wie es mir damit geht. Das war eine weitere im Zuge dieses Fadens aufgeworfene Thematik, deshalb fand ich deine Frage unpassend, weil sie sich auf etwas bezog, das ich gar nicht behandelt hatte.

Kein Problem jedenfalls, und du sollst immer deine Meinung sagen. Tu ich ja auch...

LG, eKy
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2011, 00:33   #32
männlich Heinz
 
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Lieber Thing,
liebe Kommentatoren,
das Gedicht hat dazu geführt, dass in ganz unterschiedlicher Weise und leider nicht immer tief gegründet diskutiert wird. Da geht es um die Liebe, den Tod (welch gewichtige Themen!) und um die Trauer. Für mich sind einige Äußerungen Hinweis auf ein Verständnis von Liebe (und Tod und Trauer), das mit meinem nur wenig zu tun hat. Ich zitiere, liebe Ilka-Maria, einen Satz von Dir, der ein Schlaglicht auf die Problematik wirft: "Sie helfen zum Beispiel alten Menschen in ihrer Einsamkeit, sie führen Blinde".
Ich nehme an, Du sprichst in diesem Fall von Hunden. Kein Hund käme auf die Idee (Du siehst, auch ich vermenschliche das Tier), einem Menschen zu "helfen", den Blinden zu führen, ihm die Zeitung oder die Pantoffeln zu holen, Koffer und Taschen nach Rauschgift oder anderen Sachen zu durchschnüffeln, ihm die Jagdbeute zu apportieren. Den Hund, den ich ja nicht gezeugt habe wie ein Kind, kaufe ich mir, lass ihn mir schenken oder nehme einen, der frei herumläuft z.B. aus Spanien mit. Und dann bringe ich ihm all die Kunststücke bei, nutze seinen angeborenen Spieltrieb und andere Hundeeigenschaften, damit er mir alle die Gefälligkeiten erweist und auch dafür belohnt wird. Dass sich zwischen Mensch und Hund, Mensch und Katze (bei ihr ist es schon sehr viel schwieriger, weil sie leichter korrumpierbar ist), Mensch und Pferd usw. eine Beziehung entwickelt, bestreite ich gar nicht. Aber hier von Liebe zu sprechen ist mir zu waghalsig. Richtig verstandene Tierliebe ähnelt der Liebe zur Natur, zum Leben. Sie kann aber nicht auf der Ebene der menschlichen Liebe angesiedelt werden. Natürlich ist es schön, wenn man nach Hause kommt und der Hund sich wie verrückt freut, auch dann, wenn ich schlechte Laune habe, wie ein Berserker stinke, unrasiert oder besoffen bin. Da bekäme man mit seiner Angetrauten Probleme. Die hat man mit dem Hund nicht. Aber ich weiß von vorneherein, dass das Leben eines Hundes, wenns hoch kommt 15 Jahre dauert. Natürlich bin ich traurig gewesen, als meine wunderschöne Hündin von einem Auto angefahren und die Hüfte gebrochen war. Und ich behaupte mal: Aus Liebe zu diesem Tier habe ich es vom Arzt töten lassen. Meine Angetraute ist bisher noch nicht mit so einem Hüftschaden nach Hause gebracht worden. Aber mit Sicherheit weiß ich, dass kein Arzt bereit gewesen wäre und ich auch nicht auf die Idee gekommen wäre, sie durch eine Spritze zu erlösen. Da schreibt einer, dass er beim Tode seines Tieres geweint hat, beim Tode seines Vaters die Augen trocken blieben. Das sagt mir nichts über die Tierliebe, sondern nur etwas über ein gestörtes Sohn-Vater-Verhältnis.
Bei aller Trauer meiner Freunde um ihren Hund, den sie wirklich sehr liebten: Er wurde regelrecht bestattet und - nach einem Jahr schafften sie sich einen neuen Hund an, bei dem sie nun ihr Bedürfnis nach einem treuen Gefährten befriedigen (vielleicht dient er auch als Kindersatz, da sie selbst keine Kinder bekommen können). Mein letzter Kater, eigentlich gehört er meiner Frau, ist seit mehreren Monaten mit seiner Besitzerin ausgezogen. Wir (der Kater und ich) mochten uns sehr, aber er hat noch kein einziges Mal versucht, mich aufzusuchen, trotzdem die Entfernung wirklich sehr klein ist. Also, missversteht mich nicht: Ich bin ein großer Tierfreund (und all die schrecklichen Sachen, die mit Tieren veranstaltet werden, empfinde ich als großes Verbrechen an diesen armen Kreaturen), aber bitte, lasst die Kirche im Dorf.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 08.09.2011, 01:02   #33
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Zitat:
Mein letzter Kater, eigentlich gehört er meiner Frau, ist seit mehreren Monaten mit seiner Besitzerin ausgezogen. Wir (der Kater und ich) mochten uns sehr, aber er hat noch kein einziges Mal versucht, mich aufzusuchen, trotzdem die Entfernung wirklich sehr klein ist.
Es hätte auch Dein Kind sein können. Das passiert im Sekundentakt. Eher ist es doch so, daß bei einer Trennung und bei einem Streit um ein Tier jeder der getrennten Partner eine Chance hat. Bei einem Kind ist das anders, da hat die Mutter meist die stärkere Stellung. Und der ganze Hickhack mit Besuchsrecht usw. wäre für alle Beteiligten ohnehin nur eine Belastung. Ich habe noch keinen Fall erlebt, bei dem die Kinder dem Vater nachgetrauert hätten.

Das soll keine Bewertung sein, nur eine Feststellung.
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