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Alt 21.06.2019, 18:49   #1
männlich Lovepoet 1984
 
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Standard Die Geschichte vom einsamen Hans (Kapitel 1)

1. Hans und wie ihn seine Mutter hasste

Vor langer Zeit im höchsten Norden dieser Welt, da lebte mitten in einer einsamen Landschaft ein junger Mann mit seiner Mutter. Sie lebten in einem großen, geräumigen Holzhaus, aus dessen Schornstein stets weißer Rauch in den meist dunklen Himmel stieg, denn die Sonne schien hier nur selten, und wenn, dann oft nur schwach. Das nächst größere Dorf (und mit größer meine ich nicht wirklich groß, es war eher ein kleines Örtchen, nur innerhalb der restlichen Einöde „groß“) lag einige Kilometer entfernt. Doch die beiden lebten dort gut. So schien es zumindest nach außen hin.

Aber wenn man genauer hinschaute, wusste man, dass die beiden zerstritten waren. Der junge Mann hieß Hans, war groß und stattlich gebaut, trug leicht blondes, kurzes Haar und galt somit durchaus als gutaussehend. So sahen es zumindest die weiblichen Bewohner des Dorfes. Die Mutter trug den schlichten Namen Annegret. Doch da sie sehr auf ihr Äußeres achtete, vor allem mehr als Hans, und oft elegant und divenhaft aussah in ihren edlen, dunkelfarbenen Kleidern und sie eine Vorliebe für die alten, düsteren Märchen besaß, wurde sie von allen nur „Die Mondäne“ genannt. Ihren richtigen Namen kannte kaum jemand. Sie empfand Hans als hässlich, ja, sogar überflüssig und schalt‘ ihn damit. Denn sie hatte ursprünglich auch eine ältere Tochter geboren, die war schön, „so wunderschön, das schönste Mädchen unter Gottes Sonne“ wie die Mutter immer zu sagen pflegte. Und sie hätte diesen „Erfolg“ gerne wiederholt. Doch irgendwann, als sie älter wurde, verliebte sie sich unglücklich, in wen, das wusste niemand. Sie war so traurig und verzweifelt, dass sie „den selbstwählbaren Weg durchs Tor der Freiheit wählte“, wie es ihre Mutter immer sagte. Oft stand sie dabei am Fenster ihrer Stube und schaute nachdenklich zum Himmel empor. „Weißt Du, Hans, manche sagten, sie sei ... wie nennen sie es, „verrückt“ geworden. Dabei war sie doch einfach nur mein Mädchen,“ sagte sie und dabei kamen ihr die Tränen. „Nein, sie war nicht verrückt. Geschweige denn hässlich. NICHT SO VERRÜCKT UND HÄSSLICH WIE DU!!!“ schrie sie und drehte sich mit einem hasserfüllten Blick zu ihrem Sohn um.
„Nun, liebe Mutter“, sagte Hans dann traurig. „Nein, „verrückt“ war sie nicht. Nur „verrückt“ verliebt wie ein normales, junges Mädchen. In wen oder was auch immer. Sie und ich, wir sahen das Licht, nicht das Dunkle. Weil wir es wollten. Und „Verrückt“ sind nur die, die im Licht die Dunkelheit sehen“, sagte er, drehte sich um und verließ den Raum.

So strich die Zeit ins Land. Und das Verhältnis zwischen den Beiden wurde zunehmend schlechter. Ihnen tat die Einsamkeit dort draußen einfach nicht gut. Hans saß oft am Fenster seines nicht unbescheiden eingerichteten Zimmers, seines „eigenen Reiches“, wie er zu sagen pflegte, und schaute hinaus. Auch er vermisste seine Schwester, die Anna hieß. Mit dem wunderschönen Beinamen Amalia. So einen Beinamen hätte Hans auch gerne gehabt, aber bei ihm wollte seine Mutter es „schlicht und einfach, so wie du eben bist und auch immer sein wirst“ haben. Sie hatte genau wie die Mutter kräftiges, schwarzes Haar, das ihr wellenförmig bis zu den Schultern reichte. Ihre Augen waren ebenfalls schwarz, „tiefschwarz“, wie Hans es gerne bezeichnete. Sie trug gerne dunkelfarbene Kleider, die aber ihre Natürlichkeit und ihren Charme noch unterstrichen. Und wenn sie lachte, bildeten sich feine Grübchen an ihren Mundwinkeln. „Ja, sie ist tatsächlich wunderschön, da hat Mama Recht. Ausnahmsweise“, dachte Hans oft.
Die beiden hatten als Kind viel Zeit miteinander verbracht. Oft waren sie durch die Wälder getobt und spielten Verstecken. Oder wahlweise „Die Schöne und das Biest“, wobei gerade da die Rollen klar verteilt waren. Ihr Lieblingsspiel war allerdings „Hänsel und Gretel“, das kannten sie aus den Erzählungen, die ihre Mutter ihnen oft abends vor dem Schlafen gehen vorlas. Dabei liefen sie immer ganz tief in den Wald und stellten sich vor, wie es wohl wäre, wenn sie einfach dortbleiben würden. Und was sie wohl machen würden, wenn sie auf ein auf ein Haus ganz aus Lebkuchen treffen würden. „Stell dir mal vor, Hans. Ein Lebkuchenhaus ganz für uns“, sagte Anna eines frühen Abends, als sie mal wieder unterwegs waren. „Das wär doch was. Überlege mal, wie lange wir wohl bräuchten, um das alles aufzuessen. Dann müssten wir niemals hungern. Natürlich müssten wir erst die böse Hexe besiegen. Aber so eine gibt es wohl nicht, oder?“
Hans dachte nach. „Doch, die gibt es. Mama ist eine Hexe. Nur dass die nicht in einem Haus aus Süßigkeiten lebt, sondern am liebsten in einem Schloss komplett aus Diamanten leben würde. Sie kommt einfach nicht damit klar, dass Papa sie mit uns sitzen ließ. Und lässt ihren Frust an ihren Mitmenschen aus. Vor allem an mir“, sagte er und sah Anna dabei gequält lächelnd an. „Nur an dir nicht. Dich mag sie. Und nicht nur irgendwie. Ich meine, sie mag dich wirklich“, sagte er und sah ihr dabei tief in die Augen. Die Luft zwischen ihnen wurde warm, glühend warm und eine unangenehme Stille trat ein.
„Nein, das geht nicht. Das dürfen wir nicht. Vor allem ich nicht,“ flüsterte Anna traurig, befreite ihren Blick von ihm und stand rasch auf.
„Lass uns nach Hause gehen. Es ist kühl geworden und die Dämmerung bricht an. Hoffentlich hat Mama uns was Leckeres zu essen gemacht. Ich habe Hunger und bin müde.“ „Ja, das bin ich auch. Sehr sogar,“ sagte Hans missmutig. Doch dann stand auch er auf und die beiden machten sich auf den Heimweg. Sie ahnten nicht, dass das ihr letzter gemeinsamer Abend sein würde.

Am nächsten Tag stand Hans wie jeden Morgen um sieben Uhr auf und ging in die Küche, um sich etwas zum Frühstück zu machen. Es war alles ruhig, viel ruhiger als sonst. Aber das fiel Hans erst nicht auf, denn er hatte Hunger. Er hatte am Abend vorher nicht viel gegessen, da Anna und seine Mutter sich gestritten hatten.
Alles hatte damit angefangen, dass seine Mutter ihn ausschimpfte. Es war nämlich so, dass am Abendbrottisch jeder seinen eigenen, von Annegret zugeteilten Platz hatte. Der große, aus festem und edlem Mahagoniholz bestehende Tisch war rechteckig. Hans saß auf der linken Seite, Anna ihm gegenüber. Und Mutter Annegret saß wie selbstverständlich am Kopfende, damit sie auch ja den Überblick und die Kontrolle über alles hatte. Früher hatte an dieser Stelle der Vater gesessen und sie am anderen Ende, aber als er fortgegangen war, hatte sie die Seite gewechselt. „Ist besser so. Für uns alle,“ pflegte sie immer zu sagen.
Aber an diesem Abend war irgendetwas anders. Hans hatte sich missmutig demonstrativ neben seine Schwester gesetzt, sehr zum Unbehagen der Mutter. „DAS GEHT NICHT. WIE KANNST DU ES WAGEN, DICH NEBEN DEINE WUNDERVOLLE SCHWESTER ZU SETZEN,“ herrschte seine Mutter ihn an. „DU GEHÖRST AUF DIE ANDERE, AUF DIE HÄSSLICHE SEITE. STEH AUF UND SCHER DICH DAHIN. WAS BIST DU BLOß FÜR EIN IDIOT.“ „Mama, sei ruhig und lass mich machen, was ich will.“ „Was Du willst. BAH. Mir wird doch schon übel, wenn ich nur an dich denke. Du hast gefälligst das zu tun, was ich sage. Und jetzt setz dich rüber, fort von deiner wundervollen Schwester. Sie ist meine Tochter. Und nicht du, DU FEHLGEBURT. Ach, mein Prinzesschen,“ sagte sie schleimig, beugte sich zu Anna und breitete die Arme aus. „Komm zu mir. Komm in Mami’s Arme, meine kleine...“ „LASS MICH, MAMA,“ schrie Anna und erhob sich dabei. „Ich hab es satt, immer bevorzugt und umklammert zu werden. Du erdrückst mich mit deinem Getue. Und Hans ist dir egal. Er war dir immer egal und wird es auch immer bleiben. Dabei ist er so ein wundervoller Mensch und Bruder. Aber du siehst es nicht. Und du willst es auch einfach nicht sehen. Und das macht dich schlecht. Ich hab dich so satt.“ „Wie kannst du es wagen? Mich so zu erniedrigen. Und dich auf die Seite deines Versagerbruders zu stellen? Wo er doch so hässlich und dumm ist!“ „Nein, Hans ist wundervoll und schön, so schön, wie es mehr kaum geht. Du bist die Hässliche und Dumme, nicht er. Du! Aber das verstehst du eben nicht. DU WILLST ES NICHT VERSTEHEN! Du bist eine Rabenmutter. Ja, ich wünschte, jemand anderes hätte mich geboren, mich und Hans. Dann wäre ich weit fort von hier. Ja, das wäre schön. Denn du bist uns nicht wert. ICH HASSE DICH, MAMA!“, schrie sie, fing an zu weinen und rannte auf ihr Zimmer. Hans selber war da schon aufgestanden und gegangen. „Nun, mein Schätzchen. Du willst also fort,“ sagte die Mutter leise zu sich selbst. „Hmm. Der Dummkopf wäre mir lieber. Aber wenn Du es so willst, dann soll es so geschehen,“sprach sie mit einem boshaften Lächeln, drehte sich um und ging ihrerseits in ihre Kammer. „Wie Du willst.“

Geändert von Lovepoet 1984 (21.06.2019 um 21:05 Uhr) Grund: Dieser Titel scheint mir passender
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Alt 21.06.2019, 18:54   #2
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Hey, Ihr Lieben,

das hier ist mein erster Versuch, eine längere Geschichte, vielleicht sogar einen Roman zu schreiben. Ich wäre euch also dankbar, wenn ihr mich mit euren Anregungen, Ideen und Kritik unterstützen würdet. Das wäre für mich sehr hilfreich, damit das ganze auch zu einem guten Ende kommt. Also, viel Spaß und her mit euren Vorschlägen und Ideen .

Liebe Grüße,

Euer Lovepoet
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Alt 21.06.2019, 19:46   #3
männlich Ralfchen
 
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hi -

na ja nix spezielles. kein mensch - ich schon gar nicht - hat die zeit dir deinen roman zu lektoren. hab den ersten absatz gelesen und bin fast in ein prosa-koma gefallen. hab dir schwachpunkte markiert. spannungsbogen null das ist das problem. sleeper-stories gibts in literaturforen in unermesslichen zahlen.

da musst du jemand speziellen in einem verlag suchen. schick das manuskript ein und wenn du nix hörst, ist es bestätigt, dass du massiv an dir arbeiten musst. wünsch dir viel glück.

es gibt auch workshops - frage Ilka die besitzerin von poetry. und natürlich viele kurse und in ein paar jahren kannst mal einen halbwegs netten text schreiben.

viel glück
r

Zitat:
Vor langer Zeit im höchsten Norden dieser Welt, da lebte mitten in einer einsamen Landschaft ein junger Mann mit seiner Mutter. Sie lebten in einem großen, geräumigen Holzhaus, aus dessen Schornstein stets weißer Rauch in den meist dunklen Himmel stieg, denn die Sonne schien hier nur selten, und wenn, dann oft nur schwach. Das nächst größere Dorf (und mit größer meine ich nicht wirklich groß, es war eher ein kleines Örtchen, nur innerhalb der restlichen Einöde „groß“) lag einige Kilometer entfernt. Doch die beiden lebten dort gut. So schien es zumindest nach außen hin.
summary: du bewirfst den armen geplagten leser mit einem doppelmoppel nach dem anderen. wer weiß WIE ES SCHIEN, wenn die beiden würstel in der nordischesten einöde am nordpol dieser welt leben? was haben sie an haustieren? robben, Elche? wer bewacht das haus gegen geister? eisbären etc...etc...
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Alt 21.06.2019, 20:20   #4
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Ich muss dich leider auf den Teppich holen, denn von der Form eines Märchens scheinst du keine Ahnung zu haben.

Dein Text ist von einem Märchen jedenfalls meilenweit entfernt.

Märchen sind besetzt von eindimensionalen Figuren, die soweit von Eigenschaften befreit oder auch von ihnen besetzt sind, dass sich jeder mit ihnen identifizieren kann. Sie tragen keine charakteristischen Eigennamen, heißen allenfalls Hans und Grete oder Ilsebill, also Allerweltsnamen, oder sind mit Namen versehen, die an ihr Schicksal gekoppelt sind (Brüderchen und Schwesterchen, Goldmarie, Allerleirauh, Rapunzel, Rumpelstilz usw.). "Annegret" geht da gar nicht.

Jede Auschmückung und Abschweifung ist bei einem Märchen verboten!

Kurz gesagt: Märchen erzählen stringent von einem Anfang auf ein Ende zu, halten sich nicht mit adjektivischen Ausschmückungen auf und arbeiten mit klischeehaften Figuren. Königstöchter und Prinzen tragen keine Namen, sondern die Prinzessinnen sind einfach nur schön und die Prinzen die Löser des Problems.

Jeder Versuch, ein Märchen mit der Realität zu koppeln, ist zum Scheitern verurteilt. Das sollte man beim Erzählstil immer im Auge behalten.

An der Form eines Märches gemessen, müsste dein Text so beginnen:

Zitat:
Vor langer Zeit lebten im Norden in einem Holzhaus ein junger Mann mit seiner Mutter. Die Sonne schien hier nur selten und schwach. Es war eine Einöd und das nächste Dorf weit entfernt.

Mutter und Sohn waren zerstritten.

Hans war groß und blond.
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Alt 21.06.2019, 20:54   #5
männlich Lovepoet 1984
 
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Hey, Ilka, danke für deine konstruktiven Worte.
Das mit dem "Märchen" stimmt. Ist mir gar nicht so aufgefallen. Und das mit den Ausschmückungen. Ich bin auch am Überlegen, den Text vielleicht einfach als "Die Geschichte vom einsamen Hans" zu betiteln. das wäre vielleicht besser. Okay, und "Annegret" werde ich wohl auch nochmal ändern in einen für diese Geschichte passenderen Namen.

Danke für deine Tipps und einen schönen Sommerabend noch .

Lovepoet
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Alt 21.06.2019, 22:00   #6
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servus LP 1722 -

dein text müsste in die werkstatt verschoben werden, denn der braucht massive überarbeitung und - wenn du sie kriegst - ratschläge von den versierten texterInnen hier in poetry. texte die in einem derart rudimentärem versuchsstadium sind, gehören nicht in einen bereich, in dem zumindestens ein minimum an erfahrung und textqualität erwartet wird. erste versuche gehören ausnahmslos in die werkstatt oder unter experimentelles.

vlg
r
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Alt 21.06.2019, 23:08   #7
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Hallo, Ihr,

ja, ihr habt beide recht. Diesen Text in diesem Stadium online zu stellen, war nicht schlau von mir. Es war einfach eine übereilte und vorschnelle Aktion. Sorry dafür, aber ich habe in den letzten Tagen sehr viel Stress in meinem Leben und mache daher einige Dinge sehr vorschnell und ohne zu überlegen.

@Ilka: Von daher würde ich dich bitten,diesen Text nochmal zu löschen, wenn das möglich ist. Vielleicht stelle ich ihn irgendwann nochmal wieder online, wenn die Zeit reif dafür ist.

Liebe Grüße,

Lovepoet
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Alt 22.06.2019, 06:56   #8
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Zitat:
Zitat von Lovepoet 1984 Beitrag anzeigen
@Ilka: Von daher würde ich dich bitten,diesen Text nochmal zu löschen, wenn das möglich ist.
Möglich ist es, den Text zu löschen. Mit deiner Zustimmung möchte ich ihn aber lieber stehenlassen, weil er anderen Usern eine Anregung sein kann, sich mit der Form des Märchens zu befassen. Du bist sicherlich nicht der einzige User, dem das Charakteristische eines Märchens nicht klar ist und wie es sich z.B. von einer Sage und einer Legende unterscheidet.

Dein Text (den du in "Geschichte" umbenannt hast) enthält durchaus märchenhafte Elemente, so dass die Umbenennung des Titels nicht viel bringt.

Um die Elemente des Märchens kennenzulernen, genügt es vollauf, wenn du mal das schmale Büchlein von Max Lüthi "Das europäische Volksmärchen" liest. Das kostet nicht viel Zeit und ist obendrein spannend.

Mit dieser Grundlage könntest du dir dann überlegen, ob du wirklich ein Märchen aus deinem Text machen willst oder doch lieber eine Phantasystory, bei der du viel mehr Freiheiten hättest, weil sie reale Bezüge haben darf. So habe ich z.B. mal einen Fantasyroman gelesen, in dem Luzifer nicht nur eine eher tragische als böse Figur war, sondern außerdem Rowan Atkinson (Mr. Bean) ähnlich sah.

Von einer Sage grenzt sich das Märchen insofern ab, als sie wahre historische Bezüge (Ortschaften, Personen usw.) enthält. Bei der Nibelungensage wären das z.B. Worms am Rhein, Xanten am Niederrhein, Dietrich von Bern, König Etzel (Attila).

Bei der Legende steht eine religiöse bzw. heilige Figur im Mittelpunkt der Geschichte, wobei es hier Grenzüberschreitungen zur Sage geben kann (z.B. die Geschichte von Genoveva).

Dies nur mal als grober Wegweiser.

Es macht übrigens großen Spaß, sich mit diesen Genres zu beschäftigen.

VG
Ilka
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Alt 22.06.2019, 09:11   #9
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Hey, Ilka,

ja, ist in Ordnung. Lass den Text ruhig stehen. Und danke für die lieb gemeinten Ratschläge und Tipps. Ich werde sicherlich ein paar davon in Zukunft beherzigen .

Einen schönen Samstag.

Lovepoet
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einsamkeit, familie, mutter-sohn-beziehung

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