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Alt 02.05.2019, 09:12   #1
männlich DerArmePoet71
 
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Standard Gustav II. Adolf - Thema in zwei Teilen

Weiße Segel vor Peenemünde

Die Anlandung Gustav II. Adolf´s
auf der Insel Usedom
Anfang Juli 1630


Durch die Ostsee pflügte die stolze Flotte aus dem Norden,
eine milde Brise ließ die leuchtenden Segel nur träge blähen:
Gustav II. Adolf von Schweden war zum Einsatz gerufen worden -
man sah aufrecht ihn am Bug des anführenden Schiffes stehen!

Schon über zehn Jahre wütete auf dem Kontinent der Krieg:
die Lutheraner, sie hatten eine Depesche an den König gesendet -
des Gegners Heere, sie errangen in Norddeutschland Sieg um Sieg,
es bestand kaum noch Hoffnung, daß sich das Blatt noch wendet!

Die Dünung war kaum wahrzunehmen, die Sonne strahlte herab,
es fühlte sich tatsächlich an, wie die Ruhe vor dem großen Sturm:
Gustav II. Adolf dachte: `Viele meiner tapferen Mannen finden in Europa ihr Grab!´
Während dieser trüben Gedanken drehte sich ihm sein Magen herum!

Doch seinen Getreuen gegenüber sprach er voller Zuversicht:
"Der gereinigte Glauben, er wird den Sieg Christi´s erringen!
Er führt unser Heer gegen die Katholiken in ein Gottesgericht!"
Im Geiste bestärkt, so hörte man die schwedischen Krieger singen.

Am Ende der Kimm, dort erkannte man bereits die pommersche Küste -
Usedom, so hieß das grüne Eiland - von der Ostsee lind umspielt:
"Wenn die feindlichen Heerführer von unserem Kommen nun wüssten!
Unsere heilige Streitmacht ihnen in ihrer Heere Flanke bald zielt!"

Die ersten Schiffe, ihre schweren Anker versanken bereits ins Meer -
die Beiboote brachten die Vorhut unweit der Peenemündung an Land:
Der Schwedenkönig betrat es als Erster, sein Antlitz leuchtete hehr -
voller Gottesfurcht sank er am Strande in den pommerschen Sand.

Der Schutzherr des lutheranischen Glaubens, er schwor seinen Eid:
"Die Protestanten Deutschlands vom katholischen Joche zu befreien,
so zog ich vom Norden heran, um zu beenden des Volkes Leid!"
Der Jubel seiner Soldaten brandete tosend durch die dichten Reihen!

DerArmePoet71
30. April 2019




In Gottes Hand


Gustav II. Adolf´s, des Schwedenkönigs,
Appell in einer Höhle im Schwarzachtal



Nach schlachtenreichen Tagen, der Blutzoll, er war hoch -
lagerten die schwedischen Krieger, nahe der Schwarzach felsigem Tal:
von Sandstein umwölbt in einer Höhle, ein kümmerliches Loch:
dicht gedrängt warteten sie auf des Königs Rat, Erlösung aus unheilverheißender Qual!

Das schwedische Vaterland, es erschien den Recken so weit,
Des Gegners Schlag, er hatte überraschend ihr Unglück begründet -
keimt auf frischer Mut, welcher sie aus dieser mißlichen Lage befreit?!
Oder verliert sich alle Hoffnung, ihr Schicksal in den Untergang mündet!?

Plötzlich erklang das Getrappel eines einzelnen Pferdes,
ein Kundschafter nahte, um zu erstatten seinen Bericht:
Gustav II. Adolf hörte gefaßt zu, hier auf der fränkischen Erde
sollten die Reste seines Heeres auch erleiden des Ewigen Gericht!

Seine Durchschlagskraft war geschwächt, zu stark der Feind -
an Unterstützung aus Sachsen war vorerst nicht zu denken:
"Lasset uns prüfen, ob es unser Herrgott gut mit uns meint -
unser tapferes Heer wird nach Norden marschieren, seine Fahne niemals senken!"

Leichter Wind kam auf, er erlauschte der grünen Eichen Rauschen:
"Hier im schönen Frankenlande soll sich unser Glück erweisen!
Mit welchem feigen Hunde wollten wir im Ehrenkampfe jemals tauschen?!
Unsere Klingen, sie kämpfen ums Recht, lasset uns den Höchsten preisen!"

Im Glauben an Gott und an Martin Luthers gerechten Weg -
es sanken die schwedischen Banner hinab auf heiligen Grund!
"Im Sturme nach Norden finden wir den sicheren und festen Steg -
auch wenn wir blutig sinken werden, in böser Schicksalsstund´!"

DerArmePoet71
30. April 2019
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Stichworte
dreißigjähriger krieg, gustav adolf, schwedenkönig

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