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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 17.01.2017, 22:50   #1
weiblich Ex-Richmodis
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Standard Der Stalker

Du erlaubtest mir nicht, Dich zu lieben.
Du verbietest mir gar, Dich zu sehen.
Du meinst wohl, Du hast mich vertrieben.
Doch genau das wird niemals geschehen.

Werde nachts um dein Haus herumschleichen
In der Hoffnung, bei Dir brennt noch Licht,
Einen Blick auf Dich zu erheischen.
Ich sehe Dich. Doch du siehst mich nicht.

Das Messer, dass ich mit mir führe,
es trennt eine Rose vom Stiel.
Ich denke an Dich, meine Rose.
Du bedeutest mir doch so viel.

Ich liebe dich so sehr, mein Leben
Ich möchte ganz nah bei Dir sein.
Ich will Dir nur schnell noch was geben.
Ach, lass mich doch bitte hinein.

Geändert von Ex-Richmodis (18.01.2017 um 00:16 Uhr)
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Alt 17.01.2017, 23:01   #2
weiblich Unar die Weise
 
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Liebe Suchende,
sollte es in der vorletzten Zeile nicht Dir heißen?
Jetzt kannst du es noch ändern.

Ein wenig gruselig ist die Vorstellung ja schon, wenn jemand ums Haus streicht.
Man muß doch auch ein "Nein" akzeptieren können.

Liebe Grüße, Unar.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2017, 23:03   #3
weiblich Ex-Richmodis
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UUpsi klar sollte das Dir heißen

Lieben Dank für den Hinweis
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Alt 18.01.2017, 00:07   #4
weiblich Ex-Richmodis
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Liebe Unar,

ich habe nach deinem Kommentar noch den Dritten Abschnitt mit dem Messer eingefügt, weil es das noch was gruseliger macht. Ich weiss nicht ob so nachträgliche Änderungen erlaubt sind. Wenn sowas nicht gern gesehen wird, lass ich es künftig. LG
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Alt 18.01.2017, 00:18   #5
männlich Heinz
 
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Guten Abend, Du Suchende,
hätte ich den Titel nicht gelesen, wäre ich nicht gleich auf Stalker gekommen.
Als junges Kerlchen - o Gott - wie oft bin ich abends ums Haus einer Angebeteten geschlichen, Messer - hatte man immer am Mann, und dennoch - ein Stalker war ich nie; ein Romantiker, der es aber nicht bis zum Troubadur inkl. Ständxhen gebracht hat und irgendwann einsah, dass der ersehnte Moment, in dem "sie" sich ausgerechnet gleich hinter der Gardine der Klamotten entledigte, wohl doch nicht eintraf, vielleicht.
Aber Stalker (denke ich) sind widerlicher, angsteinflößender, unabweisbarer und kriminell.
In Deinem Gedicht kommt m.E. das Gruselige nur andeutungsweise zum Ausdruck. Beim Stalker gehört noch ein Schuss mehr der Wille zur Macht über das Opfer hinein. Hier wäre die Überschrift "Der unglücklich Verliebte" eher angebracht.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 18.01.2017, 00:30   #6
weiblich Ex-Richmodis
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Guten Abend, Heinz,

ich denke, vom unglücklich Verliebten bis zum Stalker ist der Übergang manchmal fließend. Ich glaube, kein Mensch kann von sich mit 100%iger Sicherheit behaupten, er würde so etwas niemals machen, da keiner in seine Zukunft sehen kann und wissen kann , wohin er sich entwickelt.
LG
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Alt 18.01.2017, 00:37   #7
männlich Heinz
 
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Du hast natürlich Recht!
H.
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Alt 18.01.2017, 12:31   #8
weiblich Unar die Weise
 
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Na, ihr zwei...
Ich glaube, der Titel "Stalker" passt schon. Sie verbot ihm ja, den Umgang und er hält sich nicht daran.Schon dreist. Da nützt auch kein Liebesgeheische.

Hallo Suchende,
Klar darfst du ändern, so lange es geht.
Drum nehme ich darauf nochmal Bezug.
Gefällt mir als Ergänzung gut. Hoffentlich vergeht er sich mit dem Messer wirklich "nur" an den Rosen.
Ich würde ihm aber auch da schon den Hosenboden langziehen, die schönen Blumen.

Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 13:08   #9
männlich Heinz
 
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Liebe Unar,
nichts liegt mir ferner, als das Unwesen eines Stalkers zu verharmlosen!
Einen richtigen Begriff habe ich davon erst bekommen, als sich eine Freundin (die ich nach Hause begleitet habe) ständig umdrehte, um zu kontrollieren, ob ihr wieder mal jemand auf den Fersen war. So ein Verhalten war mir (als Mann) völlig unbekannt und ich bekam eine leichte Ahnung von der Angst, die sie jedesmal befiel, wenn sie allein durch spärlich beleuchtete Gassen nach Hause ging.
Mir fiel an dem Gedicht nur auf, dass da eher ein verliebter Trottel nicht auf die Aufforderung reagierte, sie doch gefälligst in Ruhe zu lassen, sondern die Hinterherlatscherei nicht aufgab. Da hilft vorerst nur ein Annäherungsverbot, d.h. eine Anzeige bei der Polizei, um dem Unwesen ein Ende zu setzen.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 18.01.2017, 14:03   #10
weiblich Unar die Weise
 
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Lieber Heinzi,
Den hinterherlatschenden Trottel finde ich höchst amüsant. Das ist so schön formuliert.
Da hat man fast Mitleid mit dem armen Tropf.

Was du über deine Freundin schilderst finde ich schlimm. So eine Angst muß lähmend sein. Da hört das Spässle auf, gell!

Liebe Suchende,
es ist wunderbar, zu welchen Gedanken und Diskussionen dein Werk anregt.
Es berührt offenbar zwei Urinstinkte: die Angst und die Trottelei der Verliebtheit.
So gegensätzlich und doch für jeden verständlich.


Grüße an euch beide, Unar.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 14:44   #11
weiblich Ex-Richmodis
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Standard Die Suchende

Hallo nochmal Ihr beiden,

Schon schwer, wenn bei einem -einseitig - Liebenden Wunsch und Realität so weit auseinanderklaffen. Bei entsprechender Anfälligkeit kann da schonmal einer anfangen, am Rad zu drehen.

Bevor er SIE kennenlernte, hätte er gesagt: "So was würde ich NIEEEEE machen". Armer Tropf.

Eure Resonanz freut mich. Vielen Dank.

Ich geh jetzt was essen. Dichten macht hungrig.

LG
Ex-Richmodis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 14:50   #12
männlich Heinz
 
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Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Poetenschülern/innen ist hiermit eindeutig auf den Punkt gebracht:
Du gehst was essen - und ich geh was trinken.

Guten Appetit (Dein leises "Prost" habe ich gerade noch vernommen)

Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 18:03   #13
männlich Ex-Poesieger
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Musste unbedingt sein, nicht wahr?
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 22:48   #14
männlich Heinz
 
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Meinst Du mich, Beate?
H.
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 22:50   #15
männlich Ex-Poesieger
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Ja leck mich da wo es kitzelt!
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2017, 14:25   #16
Thing
R.I.P.
 
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Welcher romantische Mensch ist nicht schon auf leisen Sohlen um das Haus gestrichen, in dem das Idealbild schlief?

Mir waren vierzehn Kilometer nicht zu viel.
Ernte:
Ein gediebter Rosenstrauch.

Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 13:12   #17
männlich Ex-Ralfchen
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Zitat:
Werde nachts um dein Haus herumschleichen
In der Hoffnung, bei Dir brennt noch Licht,
Einen Blick auf Dich zu erheischen.
Ich sehe Dich. Doch du siehst mich nicht.
erinnert mich ein wenig an den interessanten werbespot von NIKE, der dann von den networks verboten wurde...

https://www.youtube.com/watch?v=Rcq6UpXIZeI
Ex-Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 19:32   #18
weiblich DieSilbermöwe
 
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Das nenne ich ein gelungenes Gedicht mit nicht alltäglichem Thema! Gut gemacht.
DieSilbermöwe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 20:04   #19
männlich AndereDimension
 
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Zitat:
Das Messer, dass ich mit mir führe,
mache hier vielleicht noch ein das aus dass...lenkt ansonsten zu sehr ab

Zum Gedicht:

Mir ist das zu "direkt" - ein interessantes Thema...das man auch gerne etwas subtiler abhandeln darf. "Um das Haus schleichen", "brennendes Licht", "Messer.."...das alles bedient mir zu sehr das Klischee.

Gruss, A.D.
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Alt 24.01.2017, 20:17   #20
weiblich Ex-Richmodis
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Zitat:
Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
mache hier vielleicht noch ein das aus dass...lenkt ansonsten zu sehr ab

Zum Gedicht:

Mir ist das zu "direkt" - ein interessantes Thema...das man auch gerne etwas subtiler abhandeln darf. "Um das Haus schleichen", "brennendes Licht", "Messer.."...das alles bedient mir zu sehr das Klischee.

Gruss, A.D.

Danke, Silbermöve und A.D. für eure Kommentare.
Das "dass" kann ich leider nicht mehr ändern, oder? Die Option wird nicht mehr angezeigt. Und, ja: subtiler wäre gut. Vllt. lässt du mal deine Fantasie spielen.
Grüße an euch.
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Alt 24.01.2017, 20:28   #21
männlich AndereDimension
 
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Ich kann meine Fantasie spielen lassen, aber es ist dein Gedicht - und das soll es auch bleiben. Ohne jetzt konkrete Vorschläge zu machen...kann ich Dir den Tipp geben: Bleibe mehr auf der Gefühlsebene...suche dir für die Gefühle Metaphern...verschlüsselte Botschaften...
AndereDimension ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 20:32   #22
weiblich Ex-Richmodis
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Ok. Ich glaube, ich habe verstanden.
Ex-Richmodis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2017, 14:26   #23
weiblich Ex-Richmodis
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Beiträge: 376

Du erlaubst mir nicht, dich zu lieben.
Verbietest mir gar, dich zu sehen.
Nun denkst du, du hast mich vertrieben?
Mein Schatz, das wird niemals geschehen.

Da haben Polizisten und Richter
meine Liebe in Schande verkehrt.
Aber glaub mir, du Herzenvernichter,
auch du bleibst mir nicht unversehrt.

Von hauchdünnen Wolken umkleidet
zeigt der Mond mir sein fahles Gesicht.
Nur er sieht den Menschen, der leidet,
Aber du mein SCHATZ, du siehst ihn nicht.

Vor deinem Zuhause ein Garten,
der Mond, er streift ab sein Gewand.
Ich habe viel Zeit. Ich kann warten.
Eine Klinge ruht in meiner Hand.

Sie trennt eine Rose vom Leben
Mein Schätzchen, ich bringe sie dir.
Meinen Leib durchschüttelt ein Beben.
Öffnest du mir noch einmal die Tür?


(so etwa, AD? Dat Messer musste wieder rein, egal wie! )
Ex-Richmodis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2017, 04:45   #24
weiblich Schreibfan
 
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Hallo, Richmondis. Also ich finde beide Versionen deines Gedichts gut. Ich mag es, wie du schrittweise eine sehr gruselige Stimmung aufbaust und gebe Dir recht: das Messer muss auf jeden Fall mit rein!
Gruß Schreibfan
Schreibfan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2017, 15:11   #25
weiblich Ex-Richmodis
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Huhu, Schreibfan,

vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.
AD hat aber auch Recht. Man könnte es subtiler machen, das Thema läd dazu ein. Aber das ist nicht mein Ding, krieg ich nicht hin. Vllt. irgendwann mal. LG
Ex-Richmodis ist offline   Mit Zitat antworten
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