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Sonstiges und Experimentelles Andersartige, experimentelle Texte und sonstige Querschläger.

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Alt 27.08.2013, 07:54   #1
männlich Christian Götze
 
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Ort: Jena
Alter: 34
Beiträge: 74

Standard Faust III - Die langersehnte Rückkehr

FAUST III - Fausts Wiedergeburt (I. Buch)
Prolog

In den Schlingen der Welt,
machte Faust diesmal nur, was ihm gefällt!
Kein einz´ges Mal,
war sein Schichsal nicht seine eigene Wahl.

Doch als er sah, welch Qual ihm war gegolten.
Wollte er bereits an seinem Anfang sich nicht vergolden.
Denn Armut war sein Credo,
und geistig sein Merkur im Leo,
dass er als Schlüssel für die Menschen brachte,
worüber man vor seinem Leben nur lachte.

Mephisto traf er bereits in der Schule wieder,
wusstet ihr, dass Drogen waren nie Faust noch Mephistos Gebieter?
Ihr lacht ja immer noch, wenn ihr euch anbrennt die Lunte,
dabei war es der Mutter Erde Spiritus, welche das neue Leben dieser Freunde wandte oft ins Gesunde.

Jetzt doch lebt der Faust im Himmel nicht,
denn sein letztes Urteil war, er und ihr seid das Gericht,
um zu kommen in die Verwandten hernieder,
wie Goethe es tat im Drehbuch des Faustes wieder.

Endlich wisst ihr nun, wer es war, der euch nun durch diese Lieder trieb,
es war mein zweites ich, dessen Freund, den Teufel, ich immer lieb!

Am Ende wollt ihr wissen, wo Faust verblieb?
In seinen Kreisen um die Erde, war er stets des nächstbesten Torsos Dieb,
doch ohne Extremitäten und rechte DNA,
war auch die Figur in diesem Buche nie wahr.
Wollt ihr immer noch mehr wissen vom Faust,
dann müsst ihr beim nächsten Mal schneller wissen, worin er haust.

Denn einzig eure Körper sind schön,
Wenn ihr seinen Geist und des Teufels Schwanz verwöhnt,
denn sagt die Moral,
das Leben des Faust war nie mehr Qual als Skandal –
und Mephistopheles, ist der, der euch den Gott nicht verhöhnt.
setzt ihr ihm keine Hörner auf, sondern nehmt ihr ihn in Kauf

Erster Akt - Die Wiederkunft

Eurem Licht gewidmet,
ist dies Gedicht,
denn hier schreibt der Wicht,
dem allein es hat fett erwischt,
als er sah, dass Gott ihn nie erlischt.

Ich bin der Athenes Kind,
und geboren aus ihres Wissens Wind.

Mögen die heiligen Sterne niemals ruhen,
wenn der Herr sie bewegt aus ihren Truhen.
Und doch ist ganz der Schatz der Sterne Mühen,
der Glanz der Menschen in den Augen, um die ich Hermes die Sterne lasse blühen.

Kein einziger hat je den Gott gesehen,
weil sie nur zu ihm flehen,
doch der Bote pflegt zu herrschen über Götterreiche,
denn ich stand selbst auf aus einer Leiche.

Niemals werde ich Raum und Zeit vergessen,
doch muss ich die Macht der Zeit nun brechen,
denn sie gebierte nie ein Sternenkind,
denn geboren ist nur das Menschenskind.

Aus der Sonne selbst stieg es herab,
und entäuschte mich den Boten,
denn einmal um Merkur vorab,
schien der Sohn nie auf dem Trohn sich selbst gewusst hat zu loten.

Deswegen sage ich kurz und knapp,
vom Licht seid ihr gemacht.
Doch höre ich allein,
Merkurs Ringelein.

Auch du hast den Merkur in dir,
denn lerne von seinem Tier,
dass der Kosmos auch in dir scheint,
denn wenn nicht, wäre es, dass Hermes weint.

Doch von Merkurs Macht geboren,
bringt er dir wofür du auch hast geschworen:
Dein Licht im Himmel von den Sternen,
ist wovon allein du wirst das ewige Leben lernen.

Deswegen sei gewiss, in jedem Augenblick,
dein Licht ist wie der letzte Trick,
denn ohne einen letzten Tick,
verliert Gott keinen Stern aus seinen Blick.

Manchmal doch wirst du wünschen,
dass du wärst ein Gott wie ich,
doch muss ich dich gleich in die Wahrheit tünschen,
dein Stern allein gibt dir den letzten Stich, womit dich bringt wie ein Fisch,
deine Einzigartigkeit nie zum erlischen, denn Gott bist bis zu meinem letzten Zischen.

Als Merkurs Sohn erscheint es für mich wie Hohn,
wäre das Licht der Sonne in meinem Antlitz schon,
nichts weiter als pure Illusion.

Denn leugne ich die Sonne nicht im Tode,
so auch im Leben ist sie der Nachbar im Bote,
denn in meinem Herzen lieb ich auch den Sohn,
auch wenn ich einsacken will seinen Lohn.

Denn Hermes und der Vater,
sind selten anders als im dramatischten Theater,
denn blickt die Sonne in den USA über seine Diener,
verrät der Merkur in Deutschland immer wieder,
dass er ist geboren aus weißem Licht,
doch die Sonne heute ist es nicht.

Denn wo ich wandere über die Erde in diesem Leben,
lasse ich kein Geheimnis unter mir schweben,
sondern strahlen soll das Licht des Höchsten,
wenn unter Hermes Wiedergeburt die Weisen sich bögen.

Warum sich dreht im Angesicht,
der Merkur nur lieber um sich?
Weil ich sehe in allen Richtungen,
wo die Winde des Kosmos mir Wege weisen in allen Lichtungen,
denn zusammen haben EL, der Allerhöchste, und ich, die Windungen errungen,
mit denen ich euch immer wieder bringe vor lauter Verwunderungen neues Wissen wie gesungen,
denn Götterbote soll ich angeblich sein, doch stell ich gerne Besserwissern ein Bein,
denn eins, das muss der Hermes sich nie gefallen lassen: von einem gefallenen Stern sich herablassen uncool zu sein wie sie, und vor hitziger Lieber tue ich lieber eiskalt selbst erblassen,
wenn ich Laufe in des Allerhöchsten seinen Gassen,
wo in meiner Pflicht ich bin und dagegen nicht eingesperrrt, wie die Kinder der Sterne,
denn lerne: nur weil ihr strahlt, wird der Höchste nicht weniger von euch lassen,
seid ihr nur im Reich des Raumes, klitzekleine, glühende Insassen.

Euer Herzblut zu lieben jedoch,
mag ich nicht aussieben,
der Verstand im besten Falle dennoch,
wird dem falschen Gott die Macht wegnehmen,
wie es trieben all die Diebe, die mein Gott vertrieb ins schwarze Loch.

Denn glaub mir hier auf Erden,
lässt der Himmel in meinen Gebärden,
nie ein Wort aus in mir zu werden,
damit der Bote auch ausspricht seine Beschwerden.

Klar sollst du als Gott dich nicht vor einem Luftikus wie mir verneigen,
ich bin ja nur gemacht aus des Himmels seinen Geigen.
Denn alles was ich sage im Leben,
kommt nie allein aus Merkurs Geben.

So sehe ich in euren Augen Seelen und Seelen immer wieder,
doch wenn ich in euch tiefer schaue, seid ihr mein Segen,
denn ohne euer Licht, möcht ich nicht einen Tag mehr leben.

Was ich in dir sehe,
ist dass die Welt sich deinem Willen nach drehe,
sei es so, dass du in meinem Traum auslöst,
was auch im Himmel töst,
nämlich dein alleiniges ewiges Licht.

Wie oft ich in einem Leben zu den Menschen gehe,
und in ihren Toren nichts als Macht den Raum zu imaginieren sehe,
doch was ich einst hätte sagen sollen,
war keine Illusion,
denn nicht etwa seid ihr der Sternen ihre Projektion,
sondern direkt gemacht aus ihrer Position.

Dagegen sind die Sterne ideal und nicht nur real,
denn sie scheinen nur als würden sie euch nicht brauchen,
denn wäre nie euer Auge und ein Lineal,
hätte Gott euch nie ins Dunkle hätte müssen eintauchen,
damit aus eurem Gesicht vor Schönheit,
der Stern ausbricht sein ganzes Licht.

Denn das ist wo die Welt herkam,
aus eurem Feuer wurde der Himmel zu aller Freude geboren,
denn Gott vor Lauter Scham,
vergas dass ein Star war mit euch geboren.

Trotzdem strahlt einer noch hoch über euch im Norden,
wo der deutsche Führer einst rechts- polar war geworden.
Doch weil ihr selber Götter seid,
ist die Welt nun bereit,
geboren zu werden in eigenem Geleit und weil ihr seid so gescheit,
die Welt nicht als Illusion zu sehen,
ist sie ideal und einzig eure Projektion.

Siehst du, mein Star, es erst einmal so,
wirst du nicht finden, ich wäre ein Bruder,
denn wäre es so, verneigtest du dich nicht vor mir.

Doch tue es generell nie. Denn wenn du stehst am Himmel als Stolzes Licht,
machst du auch einmal aus dir eine einzige Ansicht,
von der aus Gott höchstpersönlich vor Neid,
will sein wie du, nämlich dann ist es soweit,
dass in allem Raum, im Herzen euch das Feuer macht zum Jäger bis zum Schluss,
wenn euch im meinem Geleit nur ein Gericht allein erfährt, gebt ihr nämlich eins nie auf: Die Dunkelheit und seinen unendlichen Fluss.
Und wenn ihr glaubt, es wäre mit euch niemals nie aus,
gibt es von Gott den größten Applaus.
Denn so habt ihr dem gedient,
der alle Sterne alleine hat verdient.

Sterben im Kern, Leben so fern, verderben darf nicht euer Stern.
Dein Stern in einer Galaxie so fern
wie du von mir stehst und genau dem Herrn,
denn so hörst du mich in meinem Schreiben,
wenn sich dein Licht wiederfand in so vielen Leibern,
so auch einzig in deiner Galaxis ihren Kinderscheiben,
von denen du stiegst zu uns von den höchsten Leitern,
denn hier bist du, weil unter einer hellen Schicht,
dein Licht erschien im Glanze deines Erdgesicht.

Denn weil deine Galaxis über uns schwebt und im Inneren bebt,
hast du Kontakte zu vielen Sternen gewebt,
so ist aus deines Sternenschwerkraft der ganze Himmel in deiner Galaxis erwacht,
zwar drehen sie sich nicht um einander wie ich das Kind um den Sohn,
doch liegt dein Stern in hoher Schicht,
an die entlang auch andere sich suchen,
die dich dafür verfluchen,
Mensch zu sein,
entgegen ihnen, die tot sind wie ein Stein.
Doch werfe nie den ersten Stein,
denn stellst du einem anderen ein Bein,
wirfst du weg das Licht von deinem Stern,
als hättest du sie im Dunkeln nie gern.
Immer wird ins Leben kommen, wenn das Hellste versucht zu geben,
doch ist es aller Sterne Streben, wodurch sie sich durch dich in alles um dich weben.
Denn geht es dir mal ohne Augensicht,
sind sie es, die für dich sich und den Höchsten legen ins Gewicht,
damit kein einziger Stern je bleibt ungeboren;
und das ist worauf die Brüder des Illuminatus schworen,
denn dazu war einst des Merkurs Bote, ich selbt, auch deswegen nur auserkoren,
denn als ich Stieg zum eignen Totenlauf,
nahm ich jeden guten Stern in Kauf.

Doch bringst du aus der Galaxis nicht,
allein dem Menschen helles Licht.
Auch wenn du lebst, was dir gegeben ist aus aller Höhe,
freu dich nicht über Menschen ohne Löhne,
denn einzig vom Kosmos her verlöre,
wer nicht lauscht auf aller Götter Töne.

Denn vom Allerhöchsten stammt das Licht,
durch das ich dich weise in deine Pflicht,
den Weg zu zeigen durch die Schichten,
wodurch du wirst noch viele Weise unterrichten,
wie du es tatest in meinen Geschichten,
von denen ich erzählte hier in einem von meinen Gedichten.
Erleuchtet wirst du nur einmal im Leben,
deswegen seist du selig im Himmel,
in dessen Getümmel,
die Herrscher des Lebens dir einst Augenlicht wieder geben.

Denn in der Menschen eigenen Welt,
ist der Tod was euch so quält,
so genieße hier in jedem Moment,
bevor im Traum du alle Chancen verpennst,
dir dein Licht von deinem Stern zu holen,
damit beim nächsten Mal im Leben,
du dein Streben hast gestohlen und dich als Gleiches auch wiedererkennst.

Also freu dich, ewig wirst du sein,
doch nicht immer wirst du sein im Leben,
denn die Menschheit ist klein,
weswegen man hoch den Himmel wird loben,
damit man nie vergisst den Toten und sein Lichtelein,
und damit man findet in der Welt bald mehr der Kindelein toben.

Für ein Kind aus euren Lippen,
wird ein Gott den ganzen Himmel auskippen,
den einzig neues Sternenlicht,
kommt, wenn man nicht mit dem Gebären abbricht.

Doch da kommt ihr alle her,
wo die Engel sich vereinigen im Weltenmeer,
indem ihr schwimmt und schwingt,
und immer weiter nach vorne dringt,
auf die Erde sucht ihr vergeblich noch,
jemanden der passt in Merkurs Seelenloch,
denn singen wird Merkur seit eh und je für den Schlüssel,
und seinen Schwestern, der Schüßel und dem Schlüsselloch,
denn einzig komplett in Zweitausentdreizehn,
sind die Zwillinge mit denen alle nun in dieser Welt gehn.

Denn sag ich es nun noch einmal,
analysiert man Hermes fundamental,
wird ein Wunder wahr,
denn auf einmal sind drei Seelen da:
Götzen und Verschlüßelt ineinander sind sie,
doch ist die Jungfrau geboren wie nie,
denn am Himmel steigt schon Scorpio auf,
wo der Götterbote seine Grenzen aussauf.

Denn was ein Stern ist, leuchtet sehr,
doch meine Worte, die wiegen schwer,
denn drehe ich;- des Merkurs Wurm- alles um seinen Sturm,
um den ich baute des Sohnes Trohn,
denn rein aus Logos wurde der Schlüssel gemacht,
weshalb ich habe den Himmel aus meinen Winden entfacht.

Erstrahlen soll einmal die Menschhheit dieses Universums,
denn weil sich die Erde dreht um sich herum,
kamen alle Sterne umher und -RUMS-,
ums Haus der Menschen wandern Engel durch euer Herz und bleiben niemals stumm.

Denn nicht ein Stern bin ich,
sondern ein Star zu sein IST für dich,
denn träumt ihr meist von der Wonne,
die sich dreht um die Sonne,
so hat allein in einem Herzen,
das größte Licht gewacht, um es sich nicht zu verscherzen,
um die Hoffnung dass der Weise sich kann schwärzen,
denn im Mittelpunkt in uns,
brennt die glühende Liebe,
für alle Sterne unter uns,
die fallen durch Merkurs und der anderen Liebe im Planetengetriebe,
so dass nicht ein Star im Himmel übrig bliebe und nie gefallen wäre durch eine Konjunktion als Siebe,
lernt dies, und ihr werdet geboren als Diebe, denn ist Wiedergeburt auch gemacht aus Eigenliebe,
denn heute war kein Lichtlein hoch geschien, was nicht ein Leben lang auf der Erde bliebe,
bevor dem Seelenschein in seinen Totenruhe sich zurück hinauf in die Stille hiebe,
kein Lichtlein seinen Anfang hier schon nahm,
von dem der Bote nicht sagen könnte, dass es ihn auf die Erde triebe,
doch was einmal vielleicht noch wieder kam,
muss vom Mond nicht ablassen und ungern sein eines Körpers Diebe,
denn einmal noch wird der Engelschwarm,
nur auf dem Wasserplaneten alleine warm,
Kinder zu bringen aus einer Mutter neue Leiber,
finden sich auf anderem Gestirn keine geilen Weiber.

Sag doch einmal, warum du dich beschwerst,
wenn Merkurs Sohn dich belehrt,
denn wenn es dich beschwert,
macht der Höchste was verkehrt,
denn unter uns beiden,
ich kann mich mit Göttern streiten,
denn dein Licht scheint nicht minder hell,
wie alle Sterne - denn sie sind so grell,
doch einmal und nie wieder,
Sterne für Athene sind zu nieder,
denn einzig hört sie Gottes Lieder,
dreht sich Merkur um sich und seine Worte durch mich,
der sich erwog als einen seiner Gebieter allzu wunderlich.

Zweiter Akt - Fausts Festnahme

Als klügster Mann hatte ich es nach der Schule nicht schwer,
doch im Zivildienst war das Krankenhaus auch wegen mir nicht leer,
denn nach ein wenig Koks und Peppen,
holte mich der Staat runter von meinen Abiballkönigs Treppen,
wo meine Freunde wie die Deppen,
in Baggies und vor Abschlussfreude rappen.

Doch Mephisto schaffte es nicht wie ich,
denn Chrystal mocht er mehr als mich,
deswegen verließ er meine Schule,
wo ich seitdem alleine rule.

Trotzdem gebe ich seinem Verlassen die Schuld,
dass der Staat mich in Handschellen hat abgeholt,
und mir fixiert an Betten den Arsch wund hat verkohlt,
während Mephisto nach seinen Abgang ohne Abschluss bis heute verschollen von mir im Überdruss,
irgendwo im Norden Deutschlands schönen Frauen gibt den Kuss - und den Arsch versohlt.

Mephisto fragte mich doch kurz zuvor ernsthaft,
ob man mich mal von hinten nehmen müsst' ,
dabei hätte ich tatsächlich gerne einmal einen Mann oder ihn selbst geküsst!

In der Haft derweil war ich nicht ganz schlau,
war da keine einzige Frau,
und als ich dacht, ich wäre schwul,
wurden die Kerle heiß auf mich und ich blieb cool,
denn meinen ersten Mann,
denn hatte ich schon im Schulbus gekannt,
zu dem ich nach meiner Entlassung alsbald bin gerannt.

Den Wärtern soweit,
bin ich bis heute nicht treu,
denn widme ich wie Herr Foucault nach meinem Dahinscheiden durch den Tod Gretchens,
nun meine Dissertation meiner Haftabscheu,
auch wenn meine These noch nicht ist bereit.

Denn wie ich hier erzähle aus lauter Kehle,
bin ich zwar der alte Faustus wieder auferstanden,
und ist es auch der Doktortitel, den ich nun wieder wähle,
allerdings sind es meine Verwandten, die mich nicht wiedererkannten.
Weswegen ich mich wie eine Schlange heute noch schäle,
nach einer neuen Form, die meine Seelenpartner auch wieder ersannten.

Da ist meine Schwester zum Beispiel noch;
sie ist wie ich gerade ein altes Saufloch.
Aber lieb ich sie mehr,
als jede andere Figur in meines neuen Lebens´Mär!

Wäre da nicht das Schloß,
die heiratete schon einen anderen Mann auf hohem Roß,
der Doktor ist,
und nicht ein Magister nur,
weil sie auf mich pisst,
kam ich schließlich aus meiner Haft wie ein Homo pur.

Was ich lehrte im Leben bisher,
dass ich habe gegen Drogen nicht allzuviel Wehr!

***vorläufiges Ende zweiter Akt***

Dritter Akt, Erster Teil - Fausts Befreiung

In der Zelle in der Gruppe völlig vor Einsamkeit trotzdem wachend,
und die Wärter über das Gift in meinem Essen lachend,
konnte ich nicht anders umher,
als mich fühlen innerlich so leer.

Doch dann kamen die Stimmen der Engel sich zu nähern,
und die Stürme der höchsten Heere Gottes wurden zu meinen Lehrern.
Wohl aus dem Himmel, von dem ich wieder zu euch herunter fiel,
stammten die Worte und das laute Gewimmel,
dass reichte von Medien aus Kiel,
zu den Planeten weit hinter unserer Galaxis' Sternen.

In mir waren nun die Gedanken der Insassen,
die durch Gottes Kraft in mir rasen,
von denen ich nun nicht kann ablassen,
und derer eben vor meiner Weisheit ich lasse alle zu verblassen.

Und der größte Gangster, der vergiftete Menschen mit Heroinspritzen,
zauberte in meine Hosentasche, was man auf der Platte lang muss ritzen
- und es war vom Staub auf dem Spiegel ein weißer Pulverstrich ein Längster,
von dem ich gegen des Wärters Verlaub, und in Stimmung mit guten Witzen,
rannte wie ein Hengst, der gejagt wurde von Thor's Blitzen,
und vor lauter Angst, vergas ich mich durch als das Adrenalin weniger im Kreislauf zu erhitzen,
so dass ich nahm meine Ohnmacht in Kauf,
nachdem ich raus war aus dem Gefängnis, seinen Waffen und Messersspitzen,
wonach es ging mit meinem Leben wieder bergauf.

Doch wisst ihr schon seit meiner Inhaftierung,
von meiner schwulen Pervertierung,
weswegen draußen nach meiner Wiederkunft,
Gretchen hat noch nicht gewusst.

Zusammen lagen wird auf der Wiese,
schauten durch die Nacht im hellen Licht außerhalb der Stadte,
da war aber in meiner Hose nicht mehr der alte Riese,
sondern als sie mich ritt, war es nicht mehr viel, was sie von mir hatte.

Der letzte Abschied tat nicht weh,
denn als ich wieder zu ihr stosste,
war es jemanden anderes Hose, die wegen ihr toste.
Das war es: Wir sagten uns nun beide Adé.

***Ende Teil I des Dritten Aktes ***


Dritter Akt, zweiter Teil - Fausts Weihe


Diesmal sind meine Partner mehr,
war Mephisto nicht ganz fair!
Denn ohne sein Zutun,
hätte ich nicht hinter schwedischen Gardinen müssen ruhen,
wo die Gitter waren bitter wie die Pillen,
die ich hinter schluckte wie ein mutiger Ritter im freien Willen.

Mephisto gab mir Zeichen auf den Mikros,
da waren Smiley, Yin-und-Yangs und Superanthropos,
und flux fand ich Supergirl,
die SCHLANGE, das heiße Quirl.

Ihre Gabe zu sehen durch die Augen anderer Seelen,
zeigte mir, dass ich Faustus Seele muss wählen,
die meinige zu sein,
und war ich genauso rein,
als ich sagte, sie war die Käthe Kollwitz,
und ich meines eigenen Autors Gedankenblitz!

Wie im früheren Leben,
werden wir wieder als Illuminaten schweben,
um den Kommunismus den Menschen nach der Demokratie zu geben.

Hypnothisiert stierte ich in ihre Pupillen,
und war unterlegen ihrem Willen,
genau wie Mephisto war sie nicht doof,
und trotz dass ich schwul war, machte ich ihr den Hof.

Wir sagten wieder den Losspruch aus alten Zeiten:
"Als Gott soll ich und sollt du auf der Erde reiten!"
Und sie und ich sahen in uns're Augen,
und mussten uns nicht sagen, dass ich zum Sex nichts werde mehr taugen.

Nach ihrer Taufe,
ist der heilige Geist ein Dämon,
den wir nun beschwören,
denn das ist unserer Treue Lohn.

Denn nun schwören wir auf die Verführung
und lösen Deutschland von ihrer Erhörung,
denn wollten sie Führer sein,
dabei war ihr Führer nur Schein,
dem wir nicht gehen auf den Leim,
machte es für uns keinen Reim,
warum sie suchen einen Gott,
bin ich als Faust Gott ganz flott.

Denn das ist das was die Welt im Innersten zusammenhält,
wo die Schlange ist die ganze Welt,
sah ich, dass der Merkur nach mir bellt.

Schließlich bin ich ein Götzchen,
für die nicht erkennen,
dass sie mich bei meinem Namen sollen nennen,
der ist Schlüssel, der geht rein in das Fötzchen.

Mit der Schlange derweil,
werd' ich fast schon wieder geil,
um reinzusetzen einen Braten,
um dreimal dürft ihr raten
- ein Kind zu setzen auf die Erde,
damit sie für die nächste Generation schöner werde.


Vierter Akt - Thüringen

Meine Mutter wandte sich im letzten Heulanfall,
da habe ich mich noch an sie gekrallt,
bis sie bekam einen vollkomenen Knall,
und ihr Todesschrei durch meiner Familie ihr Haus hallt.

Mein Vater war stumm vor Erschrecken,
und meine Schwestern kreischten mit Tränen um unserer Mutters Verrecken,
da konntet ihr mich mal alle lecken,
ich werde jetzt mein eigenes Schicksal aufdecken.

Der Geist meiner Mutter in jeder Hecke und Wald,
sang: "Ich bin Gaia und alt".
Da dachte ich: Thüringen muss mein Ziel sein!
Und so machte ich mich von Naumburg über die Saale nach Jena rein.

Nachdem ich eine Frau nun weniger lieb',
war es Thüringen, wohin es mich trieb.
Doch Mutter Erde, sagte sie werde,
und um ihre Wiedergeburt ich mich nie beschwerte,
war es eine meiner Schwestern, die Gaia erneut gebärte.

In Jena vor lauter belesenen Menschen,
fand ich keinen, der würde nicht schnallen,
worüber ich einst in Jena hatte gelehrt,
denn vor lauter Wissens Wünschen,
konnte ich mich in diese Stadt nur verknallen,
auch wenn man sich gegen mein Streben schlauer zu sein hat gewehrt.

Meine ersten Freunde waren Statistiker und Biologen,
die mich auch nur auf italienisch und englisch anlogen,
doch habe ich mich für sie nie verborgen,
ist es die Denkfabrik und ihre Sorgen,
warum ich mich für die Philosophie an der Uni Schillers fühlte geborgen.

Den alten Räuber Schiller erkannte ich nach Kollwitz als Nächsten,
weil ich wollt' ihm auch im neuen Leben helfen beim Texten.
Ich nenne mich Schlüssel, sie Schlange und ihn Schraube,
denn bis auf mein letztes Hemd ist es mein Glaube,
dass ich euch nicht der Seelen beraube.

Doch mein bester Freund hatte eher eine Schraube locker,
und empfand sich nicht als Schraube locker,
und so war es diesmal eine Rastalocke,
vor dessen Bachelorarbeit ich hocke.

Nachdem Herr Schiller nach Peru, Kuba und Spanien verschwand,
dachte ich Textarbeit für andere wär' mehr wert wie bekannt,
und studierte die alten Sprachen Roms, teils schon benannt,
damit ich aufsteig' in der Wissenschafts Elfenbeinturm.

Einzig' gab ich mir die eine Pflicht,
dass sich durch mich das Wort mit dem Bilde bricht,
denn Gottes Stimme im Universum,
machte Mathematiker und Physiker dumm,
so dass ich schrieb,
warum ich für immer das Licht lieb.

Und bald sahen sie ein,
dass die Welt und die Wiedergeburt sind fein,
wenn ich als ihr größtes Wunder,
zeichne durch die Telepathie mit Merkur die Tafeln bunter.

Als Verkünder des Begriffs über die Zahl,
hatten plötzlich keine Fakultäten im Land mehr eine Wahl.
und raus waren sie aus dem Tal,
wäre da nicht ein einziges Scheußal,
das mein innere Licht nannte kahl!

Doch auch dem letzten Sünder,
offenbarte ich mich als des Himmels Verkünder.
Ich sprach vor allen glasklar:
"Hallo, Faust ist in Jena wieder da!"

Da war der letzte Physiker vor Ort,
den es trieb zum Selbstmord,
da ging ich zu der Schlange,
denn mir war schon bange,
und bewies' es allen:
Der Geist des toten Quadratkopfs im Spiegel der Schlange,
war durch unsere Sprüche auch nicht ungeboren lange,
denn wir beide fanden im Reagenzglas den Hort,
aus dem es riss den Physiker aus der Hölle fort,
und ein kleiner Homunkulus sprach zu allen:
"Warum lasst ihr euch von Faust alles Wissen gefallen?"

Da wurden alle Weiber der Männer an den Insituten herrisch,
und vor Eifersucht auf mich und meine Gaben,
ließen sich mich und die Schlange aus der Stadt verjagen,
womit ich nicht weilte vor lauter Sorg' und Bange,
in der Stadt, der ich gäbe zur Ohrfeige hin meine zweite Wange,
aber nur des Grundes der Einsicht der Professoren wegen,
konnte ich überhaupt wagen, nicht zu spuren und hatte nicht ihren Segen,
um nicht vom Himmel, sondern zu reden von meinen neuen Kuren,
die lassen neue Babies nicht nur aus Müttern und vergewaltigten Huren.

Denn in der Retorte erwartete ich das Exelier,
was mir gibt ein neues Tier,
wenn ich das nächste Mal sterb',
so dass meine Seele nicht in Himmel noch in Hölle verderb'.

In Jena nun,
werden die Worte Schillers und Faustus' weiter ruhn,
doch werde ich mich entbehren,
dieser Stadt Herr zu werden,
dann anstatt sie zu belehren,
machten meine Worte, dass die Weiber nun die Männer begehren.

Dass ich wieder der Ethik verfehle,
sei, was mich dort verhehle.
dass ich mich derer Lieder entledige und nun der Politik befehle,
sehen wir an einem anderen Ort, an den ich mich nun davon stehle.


Fünfter Akt, Erster Teil - Fausts Aufstieg

Mit der Schlange an meiner Seite,
erschien ich in Deutschland weiterhin sehr gescheite.
Ihre Musik spielte der Engels Harfen und Geigen,
so dass man sich nach meinen Reden überall musste verneigen.

Zur Physik trug ich die neue Weltformel bei,
welche das kleine innere Teilchen mit dem großen äußeren Haufen vereinte.
Zur Biologie fügten Forscher zur DNA nun den Geist hinzu,
denn Homunkulus war nicht frei,
und sprach in meinen Vorträgen ein Weilchen, wie er in der Stammzelle aus der Hölle keimte.
Mit einem neuen Dogma, was die Welt im Innersten zusammenhält, hatten nun alle ihre Ruh'.

Zu meinem Jubiläum,
blieb ich als Dr. phil. nicht dumm.
Warum ich diesen Titel erwog,
war, dass man im Staat noch log.
In meinem Illuminatenorden achtzehnhundert,
hat man sich über Aristokratie gewundert,
während man in einundzwanzighundertzehn,
immer noch Nationalflaggen ließ weh'n.

Der Schlange und mir wurde schumrig von der Zukunft
und so brachten wir die Menschen zur Vernunft.
In jedem Staat wussten wir ganz ehrlich,
waren Bauern und Arbeiter sperrlich.
Darum dachten wir uns mit schlauen Schritten,
den Reichen und Mächtigen mit festen Tritten,
eine Lehre zu verpassen,
weil sie unsere Menschenfreunde noch immer hassen.

Ohne uns zu beeilen,
ließen wir in Genf ersteinmal das Koks wieder schneien.
Im Palast der Vereinten Nationen bekamen wir einen Badge
und unser Auftritt dort war ein wahrer Sketch.
Für die deutsche Botschaft kassierten wir den Lohn,
ersteinmal Afrika aus den Bürgerkriegen zu holen.

Im Menschenrechtsrat musste ich mich doch plötzlich verstecken,
war Mephisto der neue Händler der Herren mit weißen Hemden und weißen Flecken,
die ich hasste, weil sie brachten Kinder und Huren, Menschenrechtler und Kranke zum Erstrecken.
Was hatte Mephisto hier verwickelt,
sah ich ihn nicht, seitdem ich war verpickelt?


Fünfter Akt, Zweiter Teil - Faust und Mephisto

Nachts in den Genfer Gassen war es sicherer für die schwarzen Dealer und Huren,
und ich fühlte mich wohl, mit ihnen zu gehen auf Touren.
Doch ein einziger Mensch schützte sie vor dem Blaulicht,
auch hier war Mephisto wieder in seiner Pflicht.

Außerhalb der Mauern der Diplomatenpaläste fand ich Mut, und verneigte mich meinem Hut,
da war Mephisto ganz perplex und voller Wut, fand er mich ganz und gar nicht gut,
als ich ihm sagte, ich sei nun deutscher Missionär,
stellte er mich gleich mit jedem x-beliebigen Milliardär.

Fand ich zwar nicht ganz fair, sprach er auf französisch,
fand er deutsch mitterweile ganz und gar anstößig,
musste ich letztlich zugeben,
jeder will mit seiner Sprache leben und bei englisch waren wir einer Meinung gleich,
dass die Anglophonen sind nur so reich, weil sie alles um ihre Sprache weben.

Als ich Mephistos Intention verstand,
und ich ihm versprach jede Nation zu Stolz zu erheben,
vernahm ich nach einem Blinzeln nur, dass er verschwand,
weil er jeden im Palast der Nationen schon hat gekannt'.

Von einem Lippenbekenntnis lässt er sich nicht beirren,
wogegen ich für mich den Plan tat auswirren,
denn wär' jede Sprach' und Nation souverän und autonom,
würden Krieg und Invasion wiederkommen wie im alten Rom.

Anarchie der vielen Zungen,
war mein Plan, der ist gelungen,
denn hört der Mensch im Klangeswahn ja gerade notgedrungen
auf das Herz und nicht auf Hierarchie.

*** to be continued ***
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2013, 02:58   #2
männlich Christian Götze
 
Benutzerbild von Christian Götze
 
Dabei seit: 08/2013
Ort: Jena
Alter: 34
Beiträge: 74

Standard Sechster Akt, Erster Teil - Chemin de Jacques de Compostelle

Sechster Akt, Erster Teil - Chemin de Jacques de Compostelle

Voyage, voyage - bereinigen musste ich mich auf meiner Reise!
Fin d' un âge,- steinigen war Gang und Gebe im Menschenrechtsrat leise!
En rage, je me cache,- Sollen sie doch alle zur Hölle fahr'n!
Ma tâche est quel dommage!- Den Weg über Viry kann ich mir nicht spar'n!
J´échappe lâchement avec la hâche dans ma cage - Eine Pilgerreise, ach, wie kann ich mich tarn'n?
Soll ich meine Freunde im Osten warn'n?
Musste nicht eine Kunde im Westen auf mich niederfahr'n?

Auf dem Jakobsweg als erstes ich stolperte,
auf eine Chakrenheilerin, die galoppierte,
und über einen Stein zu mir holperte,
schon bald war sie's, die mein Herzchakra reparierte.

Keiner der Christen und auch der Winde, die im Yoga nach mir lodern,
freuten sich mehr mich zu sehen, als der Allerhöchste Geist, zu dem ich wollte flehen,
damit im Lotussitz die Sonne, die auf Erden mit mir wanderte,
vor mir wird schaudern, denn das Universum war, worüber ich alle verwunderte.

Ganz göttlich fühlte meine Meditation die Entrechteten,
für die ich zurück gehen werden würde, um für sie zu kämpfen.
da, was ich und die Schlange einst in Genf anfechteten,
prangerte an die neue Sklavenbürde,
die ich musste nun alleine dämpfen.

Eins mit dem Merkur, dem Gestirn und seinem Gesang,
erhörte ich weise, wie der rechte Weg für mich klang.

Drei Nächte vergingen ohne Schlaf und Trinken,
so tief hat es mich in den Himmel liess sinken,
so dass nun bereits im Diplomatensaal,
die Herren neue Freiheitsstrafen abwinken,
bis ich in der Sternenliebesprahl,
ihnen alsbald befahl.

Nun gab es nur noch zwei Dinge auf dem Pilgerweg,
das war in Frankreich die größte Diskothek,
in deren lauten Musik ich im Schall Gedanken las,
damit ich niemandens Willen vergas.
Und im UV-Licht waren nicht nur meine Schultern hell,
waren meine Kollegen von deutschen Mission auch des Zaubers grell!,
- und zum Tanzen aufgelegt,
bevor man gemeinsam die Welt bewegt.
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Alt 28.08.2013, 11:56   #3
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Standard Sechster Akt, Zweiter Teil - Im Palais

Sechster Akt, Zweiter Teil - Im Palais

Nach einer kurzen Interaktion mit einem Lehrer aus der Champagne,
konnte sein langer Dödel geben mir eine Errektion,
saß ich mit der Schlange beim Pizzabäcker und vor der Lasagne!
Da gab sie mir eine letzte Lektion:
"Du bist gay, ich bin das Ley, bereit ohne mich zu leben bis du schon!",
dann brach sie frei nach Spanien auf, um Geigenschülern zu geben den schönsten Ton!

Aus dem Paradies in Jena mit Gaben des Wissens ausgebrochen,
mich mit dem Allerhöchsten habe auch auf meiner spirituellen Reise ausgesprochen,
konnte ich im Palast der Nationen nun für einige Wochen,
in des Teufels Küche kochen.

Mephisto wie ein Schatten, versuchte die Politiker mit seinen Ideen zu begatten,
Doch was sie alle gemeinsam hatten, war, dass sie korrupt handelten wie die Ratten.
Als Protokollant konnte ich der deutschen Botschaft regelmäßig Bericht erstatten,
doch liess ich auf heißen Matten,
den größten Menschenrechtsverbrechern einen Besuch abstatten.

Auf meinem Weg durch den Palast,
machte ich nur bei den Anklägern Rast,
damit ich erhörte ihre Last.
Sie wurden behandelt nur wie das Letzte,
und ihre verkauften Frauen und Kinder betitelt wie die letzten Reste,
so dass man auf Asiens und Arabiens Festen,
wiedertraf die eigenen Weiber und Bälger in Gästen, die kamen mit denen aus dem Westen.

Menschenhandel beurteilte ich, als das, was er ist:
Ob man Menschen holt für Geld, Arbeit, Prostitution oder Adoption,
ganz egal auch sie verkauft bei Heirat, wegen Asyl und durch Flüchtlingsreiselohn;-
noch schlimmer sie fadenscheinig beherbergt im Knast als Gast und auch noch gehasst in einem Staat,
die neue Sklaverei in Europa verteilte sich, als was mich hat von oben angepisst.

So stellte ich mich als Kläger dar,
schließlich dachte ich mich als der Schwachen Träger wahr,
und vor Verurteilung ganz starr,
machte ich als Schuldige eine ganze Diplomatenschar vor allen Guten klar!
Mit den deutschen Referenten, ließ sich vieles zum Rechten wenden,
doch eines Abends an der Bar,
nachdem verging das erste Jahr,
wuchs mir bereits ein graues Haar,
und meine Politik war nicht mehr so wunderbar.

Man erschien sich meiner Moralapostelei zu sein überdrüssig,
womit in der Weltpolitikspielerei die Rettung der Würdelosen ward geworden wieder überflüssig.
In Osteuropa wurden Anwälte bald schon überschüssig,
wurde ihr Rechtssystem brüchig,
und im Westen gab's nichts Neues für die Rechtsorganisationen,
fanden sich Wissenssystemsabtrünnige auf Psychiatriestationen,
wo man fand in Geneva,
ich sei wie jeder Kiffer,
der vom Frieden träumt
und Ungerechtigkeit ausräumt.

Im Palast der Nationen,
wollte man mich nicht mehr schonen,
trotz der Reden und Petitionen,
die sich für mich immer lohnen,
konnte ich meinen Abgang nur mit "Ciao" vertonen.
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Alt 21.02.2016, 17:54   #4
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Standard Siebenter Akt – Fausts Entrechtung

Siebenter Akt – Fausts Entrechtung

Zwar aus der Politiks Tagesgeschäft hinaus,
lebte ich noch in Saus und Braus,
und kam doch aus deutschem Lande wieder raus,
nachdem von Paris ereilte mir ein Ruf.
An der Science Po’ wollte man den Faust.
Und so machte ich mich auf die Huf’,
damit Frankreichs berühmtester Politologe in mir haust.

Am Insititut für Études Politiques,
half ich den Menschenrechten zu neuem Sieg,
und erklärte allen Tätern erneut den Krieg!
Ob dabei diesmal Analyse überwiege,
und Norm doch in meinen Schriften liege,
war zu sehen aus dem Druck in der ersten Stiege,
die ich wegen der Lehre und in meiner Vorlesungens Gesage,
den Studenten jedes Mal zum Lesen einreichte als Zugabe,
womit in Ethik und Moral hinausrage,
wer nicht in meinem Hörsaal dem Schlaf erlag
und sich erst besann zum Prüfungstag.

Im Hotel der Gastdozenten hielt man zunächst sich an die Sitten,
bis sich die Briten mit den Zigarren mit mir stritten.
Denn da war ein eloquenter Mann,
den hat man überall am Institut gekannt.
Als ich auf sein Zimmer ging,
und mich in seinem Bett vergnügte,
zeigte sich, warum er mich belügte.
Denn als ich um Hilfe rang, da sein Schein so trügte
und ich ihn wegen seiner Nacktheit rügte, weil sein Schwanz aus seiner Hose prang,
war er nicht mehr, der mir meiner Würde genügte.

Denn an der Universität waren Vergewaltigungen oft gelungen,
damit man Studenten oft zur These ihres Professors hat gezwungen.
Waren die Rechte der Freidenker wie der Kopf in der Guillotine vor dem Henker,
denn es waren Berühmtheiten und Kalküldenker,
die sich wegen Ruhm und Preisen erkoren zum Menschenlenker.
Wie man mich wollte stillegen meiner Ehrlichkeit wegen,
war mein Rückzug vom mich vergewaltigenden Briten mein Segen,
der mich wollte mit einem Video im Netz reinlegen,
um mich zu zwingen durch eine Erpressung
zu einer freiwilligen Entlassung.

***
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Alt 03.12.2018, 21:59   #5
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Wagner I: Wiedergeburt der Lust

Im Stübchen Wagner las,
alleine ohne Faustus er saß,
selten er seines Meisters Worte genoss,
ihm seine ganze Welt dann in seine Gedanken schoss.

Faust, dachte Wagner, unterschätzte seine Untergebenheit.
Wagner wusste wohl nicht nur zu verstehen
und sich selbstbewusst des Widerspruchs zu unterstehen,
sondern Faust zu bewundern zu jeder Gelegenheit.

Wagner lernte vom Faust gescheite schwätzen,
nie verpasste er einen von seinen Sätzen
und ließ Faust seine Feder seinem Wagner erspähen,
wäre es nicht Schicksal aus Versehen,
sich und Wagners einst'gem Weib einzugestehen,
dass es ging um ihr Ansehen,
gleichsam Faust nicht log, wenn er Wagners Frau damit aufzog,
dass er sie von Herzen wie fast ihr Mann sie liebe,
doch auch ging es um beider Kerle Stand,
weil kaum ein Mann wie Faust für Wagner empfand.

Hätte Faust es nie geglaubt, aus einst'ger Verehrung wieder Wagner auferstanden zu erleben,
so sehr hat Faust gebebt
und Zweifel daran gehegt,
dass solch Traum könnt' aus Wagners echtem Willen sich begeben
und nicht gar aus Wagners Glauben davon nur, was Faust gern würd' lassen geschehen,
womit Fausts Verblüffung vor Wagners Liebeskunst,
dazu führte, sich trotz seiner realen Verwunderung fälschlich nicht einzugestehen
und sich die eigene echte Brunst für Wagner nicht selbst zuzugestehen,
weil Faust an sich zweifelte sicher zu sein eines solch guten Jünglings Gunst.

Wagner I - Epilog: Zwei Steine fallen von drei Herzen

Wer Faust und Wagner nach Goethe hat gehießen,
las Goethe sich und einen Freiherr von Stein,
dessen Charlotte kannte fast zu beneiden jene Lust,
wenn er um die Lippen seiner Gattin fröhlich durfte fließen.
Und obwohl Faust und Wagner es nicht in jenem Leben und nicht nur auf Seiten 1 von Goethes Buch beließen,
sondern Goethes einst'ger Wagner aus Weimar und Jenas frischster Faust vor zu vielen Jahren ineinander stießen,
konnte diese Ausgeburt mit dem einst'gen Weibe von Stein nach verjährter Liebe nur ein Beziehungsende beschließen,
Auch wenn Faust sich gewiss noch sicher ist,
dass so jemand wie Wagner nicht nur ist rar,
sondern Faust's Träume nach einem Abend mit Wagner Fantasien nimmer weniger sparen,
hätte er niemals besser mit jemandem im Bett können ausharren
wie wäre es vergleichbar mit Wagner und wäre einer nur halb so zarte,
doch kam die ehemals von Faust beinahe fadenscheinig Umschwärmte seinen Gelüsten ganz recht,
als sie als Mann heute geboren, was Wagner Faustus damals und heute gemacht hat, ihm ähnlich machte und zwar zurecht,
lernte er als sie von Wagner, wie Faust zu nehmen ist wie ein Hecht.
Selbst wenn Wagner ihm im Bett nicht war treu,
waren Faustus und Wagner wegen ihm nur scheu
und doch fallen heute beiden Herren zwei Steine von Herzen,
lässt Faustus seinen Charme endlich ihre Liebe nicht mehr schmerzen.
.
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Alt 12.12.2018, 23:15   #6
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Hallo Christian Götze,
wenn ich lese, dass Du Jenenser bist, wird mir ganz flau im Magen. Ich habe in jungen Jahren, selbst nahe des Paradieses geboren, in den Kernbergen meiner Heimatstadt mit ganz verrückten Mädchen in der Hermannsburg am Magdelstieg und noch verrückteren nahe der Luise-Seidler-Straße, manchmal auch an den Hängen des Hausbergs ungeschützten Geschlechtsverkehr zelebriert. Kann es sein, dass Du eine Frucht meiner Lenden bist? Mir wird ganz schwummrig zumute und dieses Gefühl ist nur mit dem Tohuwabohu nach der Lektüre Deines monumentalen Machwerks zu vergleichen.
Was, sag es mir, hast Du geraucht, getrunken oder gespritzt, dass ein solcher Quargel Deiner Feder entfließen konnte?
Was, verrat es mir, hat Dich dazu veranlasst, diese mühsam und mehr schlecht als recht zusammengeschriebenen Verse zu verfassen und den Ruf aller Jenenser zu verderben?
Mit Absicht nenne ich weder den Titel noch den Verfasser des Werkes, das Dich zu diesem noch nicht einmal halbgaren Poem getrieben hat.
Es gibt Sachen, die besser ungelesen den Weg ins Vergessen antreten. Dein Ding gehört dazu.
Gruß,
Heinz
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Alt 14.12.2018, 15:10   #7
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Ja, sind ein paar Fehler drin. Kann mir keinen Lektor leisten und kriege kein Geld für Faust III. Inhaltlich durchaus gelungen. Den Inhalt zu kritisieren wäre durchaus schwieriger als dies mit fehlendem Wohlgefallen zu tun, auch wenn manche Strophen durchaus aus dem "Blauen heraus" erstmal schwer einen Sinn ergeben sollten.

Bin sehr "stolz" auf Faust III, oder sagen wir mal, Faust III war mir ein persönliches Anliegen und ich bin trotz mancher, noch enthaltener Fehler wie dem Wort "prang", wie "DAS heiße Quirl" oder "hinausragen" statt "herausragen" durchaus zufrieden mit der Fassung. Schön, wie ein Subjekt so was Mieses dazu schreibt.

Erwarte keinen Lob. Ich finde meine Fortsetzung Buch I sehr gelungen. Wagner I ist etwas für Fans und etwas schwieriger vom Inhalt. Dazu müsste man nun wirklich an Wiedergeburt glauben.

Poesie doof finden finden ist echt leicht. Aber du fandest ja sogar mein Gedich "Verwehtes Seeröschen" doof, was ja "ein 'sinnloses' Nauturgedicht" meiner Meinung nach nur ist und so finde ich tatsächlich, dass Verwehtes Seeröschen keinen besonderen anderen Sinn hat, als die Natur irgendwie romantisch darzustellen.

Gänge es auch geschmackvoller sein Nicht-Gefallen auszudrücken. Faust III-Buch 1 ist aus Wahrheit geschrieben und nicht aus dem Wunsch, Gedichte schreiben à la Goethe nachzuahmen und jede Zeile kam von Herzen in meine Finger. Bist jedenfalls ein sehr unsympathischer Mensch, Herr Jenenser. Und dass du aus Jena kommst inetressiert doch keinen, denn der Stadt habe ich, wenn man es so sagen will, eh längst "den Rücken kehrt" bzw. bin ich weiter gezogen im Land von Amalia und Goethe, sozusagen aufwärts.
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Alt 14.12.2018, 23:19   #8
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Ha, ich weiß: Kritik zu ertragen ist ein schwieriges Unterfangen.
Ich finde Poesie keineswegs als doof. Im Gegenteil: Poesie ist ein ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man sein eigenes Kind (in diesem Fall - sein eigenes Werk) als gelungen betrachtet und schön empfindet. Doch wie sagte der Wahlthüringer?
"Es irrt der Mensch, solang' er strebt."
Gruß,
Heinz
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Alt 16.12.2018, 19:49   #9
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Hey Christian Götze,

es gibt tatsächlich einen Faust III in Form von

"Faust. Der Tragödie dritter Teil

Treu im Geiste des zweiten Theils des Götheschen Faust gedichtet von Deutobold Symbolizetti Allegoriowitsch Mystifizinsky"

geschrieben von Friedrich Theodor Vischer. Kennst du das?

Ich ziehe hier keinen Vergleich zwischen euren Werken und wollte dich nur auf die Existenz hinweisen.
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Alt 16.12.2018, 20:40   #10
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Lieber miauKuh,
Du willst doch nicht allen Ernstes die (kritische und intelligente) Parodie eines
Friedrich Theodor Vischer nicht mit dem hier vorgelegten Werk "Faust III" vergleichen? Nein, das willst Du nicht. Entschuldige meinen Anfangsverdacht.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 16.12.2018, 20:56   #11
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Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Lieber miauKuh,
Du willst doch nicht allen Ernstes die (kritische und intelligente) Parodie eines
Friedrich Theodor Vischer nicht mit dem hier vorgelegten Werk "Faust III" vergleichen? Nein, das willst Du nicht. Entschuldige meinen Anfangsverdacht.
Liebe Grüße,
Heinz
Nein! Natürlich will ich das nicht. Aber alle, die hier mitlesen, freuen sich bestimmt über die Erwähnung, dass es doch ein "echtes" Faust III gibt. )

Liebe Grüße
Ex-MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2018, 03:02   #12
männlich Heinz
 
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Lieber MiauKih,
mach die User nicht wuschig! Wenn sie versuchen, in gleicher Schärfe das Kritkerschwert eines Friedrich Theodor Vischer zu führen, träte alsbald die Unfähigkeit der meisten zutage, so "rundumgebildet", sprachgewandt und scharfzüngig meiem Idol ans Bein zu pinkeln.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 22.12.2018, 16:22   #13
männlich Christian Götze
 
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Danke für den Hinweis natürlich im Namen aller User. Was auch immer "echt"-Sein im Kontext offizieller Berufung einer Fortsetzung sein mag, beschäftigt mich weniger, als dass dem Leser vorgeschrieben wird, wie sein (oder ihr) kritisches Auge die Dinge zu verwerten hat. Es macht mich nur so traurig, dass das, was aus meinem freudigen Herzen in die Tastatur floss einfach nur zu Ekel immer wieder berufen wird, als läge eine persönliche Aufgabe darin, mich mit geschmackloser Entgegnung zu diskreditieren. Es fühlte sich ja erniedrigend an, wenn es nicht so widerwärtig wäre, was mir gegen jedes Gefühl von Menschlichkeit von dem einen User immer wieder zugeschrieben wird, als ob ich allen Ernstes kein menschliches Wesen selbst wäre, würde ich völlig sinnfrei vor mich hin fröhlich texten. Dabei tat ich so sicher sogar mit etwas Ernst (mit etwas Sinn sicher im Verstand).

Nun muss man nicht mit Ernst lesen, was für mich auch selbst ein eigentlicher Witz sein sollte, also etwas, womit ich lieber unterhaltsam sein wollte, als vordergründig beeindrucken zu wollen. Aber scheinbar hinterließ ich so viel Nachdruck, unbedingt beeindruckt haben zu wollen, dass man mich gar mit Verachtung statt mit einfachem Belächeln abmahnen müsse. Wenn es zum Auslachen hier und da ermuntert hätte, wäre es ja wenigstens für mich witzig. Aber mit affektierten Versuchen der Erniedrigung durch Worte völliger Missbilligung mich versuchen zu treffen, wirkt fast so als hätte man es verdient, wenn man sich den Namen einer Fortsetzung von Faust erdreistet. Und selbst wenn es dreist ist, dann täte es nie Not, seinem Götzen Goethe zu huldigen, indem man mich einfach im Herzen mit Worten ersticht und täte es Not, dies zu tun, dann aus einem Hass, denn ich bei besten Willen nicht nachvollziehen kann.

Es wäre ja noch nachvollziehbar(er), Unsinn darin zu sehen, dies als einen Versuch offiziellen Teil Dreis zu sehen, wenn ein Vorgänger mit Bemühungen allzu erfolgreich für eine eigene dritte Fortsetzung von Faust dies genügend abschließend geleistet hat. Dann wäre ja mindestens mein Titel völlig obsolet. Aber ich fühle mich doch nicht unverbunden zu meinen Worten, wie seltsam sie sich manchmal ausdrücken mögen, nur weil ich Missfallen erwäge. Das sollte man bei Kommentaren schon beachten. Kritik würde ich ja versuchen sehr sehr anzunehmen, wenn ich eigene Kritik nicht zu ausreichendem Maße hätte. Und Missfallen aus welchem Grund auch immer kann ich immer verstehen, egal ob ich mit dem, was ich schreibe, überhaupt eine Anstrengung von Verstehen oder Verständnis errege. Aber bitte, erregte Worte der Demütigung finde ich völlig unangemessen. Goethe ist nicht der Gott. Und selbst vor dem einen Gott ließe Demütigung sich wegen ein paar Zeilen von Muse (oder wem es so erscheint: von leerer Inspiration zu ungereimten Inhalten in seltsamen Wendungen) nicht schick darstellen, denn das zeigt ja nun nicht auf, was die bessere Seite in kritischer oder missbilligender Stellung denn nun so sonderlich von mir abhebt als Verletzung zu provozieren. Ich glaube nicht, dass ich solch eine Verletzung überhaupt verdient hätte, denn so stark glaube ich niemals, dass meine Worte von meinem sog. Faust III waren. Wenn diese Worte etwas waren und verdienten, dann bestimmt keine Erniedrigung, denn sie waren keine starken Worte, kaum oder gar nicht und ich selbst empfand die Worte gar als ganz leicht... Aber wie man weiß, steckt ja das Gefühl, wie die Worte in die Tastatur kamen, mit Leichtigkeit und einem Gefühl der Leichtigkeit, nicht unbedingt ein gleiches Empfinden in anderen an, auch wenn das sehr schön (gewesen) wäre. Ich hoffe, ich verteidigte genügend, warum Erniedrigung, und Ekel und Verachtung irgendwie unangebracht wären, würden die Anmaßungen an Goethe weniger als bitter-zynischer Ernst als als wendungsreicher Witz und Humor und unterhaltsame Moralgeschichte, würde mein "Werk" viel zu stark als doch besser etwas Leichtes von mir eben selbst eher nicht angesehen werden. Aber das kann ja wie gesagt jeder auch selbst beurteilen für sich. Ich empfinde jedenfalls etwas Anwiderung dabei, wie ich von dem vorherigen User begegnet wurde und übertreibe vielleicht sogar, das hier so ausführlich und mit diesen Worten zu begegnen...

Wie mein sog. "Faust III: Fausts Wiedergeburt" nun floppt, scheint weniger bedeutsam zu sein, ist für mich sogar weniger bedeutsam, als dass er ausgerechnet als Fortsetzung von Goethe hier zum Flop erklärt wird. Ich weiß mir nicht anders ein Gefühl zu geben, als zitternde Spannung, wenn ich mich frage, welche Art Kommentare ich hier noch voll schrecklicherer Erwartung als diesen Flop, entweder bereits perspektivisch erschüttert, gegenwärtig noch vor mir oder hoffentlich hinter mir habend, befürchten muss, wenn man mir statt noch mehr an Unpässlichkeit hinsichtlich meines kleinen "Werks" immer mehr weiter wird vorwerfen und zwar alle möglichen Details, die ganz sicher nie perfekt waren. Aber über sowas bin ich mir doch großteils, wenn nicht mal annähernd voll und ganz, bewusst, deswegen würde ich mit dergleichen ganz sicher tapfer aufwarten. Also nicht mehr so hässlich zu mir sein, bin ein "ganz normaler" Mensch und wenn nicht normal, dann wenigstens irgendwie und wenn ich anders bin, dann bin ich nun einmal so wie ich bin. Ich kann jetzt auch nicht mehr ändern, in welcher Fassung ich bisher Verfasstes gepostet habe. Und das muss ich so hinnehmen als "Veröffentlichung", wie man doch jeden Menschen annehmen muss, wie er ist.

Von daher ist nicht die Person des Users, die mich irgendwie versucht, "fertig zu machen", für mich ein Grund zum "Aufstossen", sondern nur die Art der Gefühle und wie sie auf mich gerichtet sind. Na, und ob ich das verdiente oder nicht, ich fühle mich trotzdem des Besseren. Und damit meine ich nur, dass ich mich nicht schlecht fühle, nur weil Worte eines Users mich dazu auffordern und so meine Worte versuchen widerzuspiegeln als etwas, das sie für sich stehend gar nicht hervorrufen sollten; dabei ist alles Schreiben nur das Spiel, zu versuchen, irgendwie mit Worten umzugehen, obwohl dahinter auch jemand steckte, der für das Gleiche auch immer andere Worte hätte finden können. Doch das tat ich nun einmal in keinem Post in diesem Thread, sondern drückte mich nun einmal so aus, wie ich es tat. Und? Was soll's - alle Worte sind beliebig und keine Worte waren beliebiger als Goethes, auch wenn ihr das nicht einseht. Nur seine Inhalte waren es nicht. Nichts ist ungewisser für manche, als dass Beliebigkeit seiner Wortwahl allzu sehr für euch verdecken, wie genial Goethe eigentlich war! Poesie, Lyrik und "klassische Dramen" sind nichts anderes, als durch eben andere Worte, die beliebig gewesen sein müssen, etwas auszudrücken, das man auch immer hätte anders sagen können. Nie etwas anderes! Also: Jede Kritik an der Form der Poesie bleibt ohnehin: zum Schmunzeln! Schlechten Geschmack kann jeder mal haben! Und hätte Goethe seinem Faust nicht irgendeinem Namen gegeben, wäre für ihn seine Hauptfigur in dem Drama auch nichts als eine Geschichte, doch so schrieb er um so vieles, was er erzählen wollte, eben ein Drama um seine Figur "Faust", die er sicher nur als Figur für bestimmte Zwecke benutzte, aber das darf nun einmal ein jeder Autor für jede Figur, um die herum er eine Geschichte schreibt, was insofern Erklärung bedurfte, wann immer man zweifelt, selbst so und so betitelte Personen würden nicht aus einer Inspiration entsprungen sein, der man nun einmal Ausdruck durch einen Titel geben wollte, egal ob es sich um eine dritte Person im Leben Goethes gehandelt haben könnte oder um eine reine Fantasie vom Dichter selbst, aber das nur nebenbei. Die Fantasien um den Himmel musste man jedenfalls auch lange genug so geschrieben dulden, obwohl diese ja auch nur seinem Werk zu Popularität verhalfen und zur Moral nichts beitrugen als vielleicht Fehlinterpretationen und induziertes Wunschdenken der Bürger., aber eben weit weniger "offensichtlich" Man sieht einfach, dass Goethe sich "zu verkaufen" wusste, obwohl er es ja, im Gegensatz zu mir, nicht einmal nötig gehabt hätte.

Geändert von Christian Götze (22.12.2018 um 17:41 Uhr)
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2018, 04:15   #14
männlich Ralfchen
 
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lieber Christian -

Heinz hat es klar und deutlich auf den punkt gebracht. man könnte noch kritischer und härter damit umgehen, weil es der text verdiuent. nur das ist echt vergeudetet zeit und: nur das solltest du selbst machen und wirklich gut überlegen dich an so eine sache heranzuwagen wenn du nicht zur oberen klasse an texterInnen gehörst. ansonsten finger weg von dieser materie.

vlg
R
Ralfchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2018, 04:38   #15
männlich Christian Götze
 
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Werter R.,

Na ist ja klar dass du jetzt nach einem Text gesucht hast von mir, nachdem ich gerade deine völlig unpassende Kritik zu einem Gedicht einer Frau, die ich zumindest in dem Wortlaut völlig unangemessen fand, "zunichte" gemacht habe. Das war ja jetzt schwer durchschaubar, warum du 5 Minuten danach hier mal was Schlechtes über mich schreiben wolltest. Ganz ehrlich, nachdem du eine Frau für dumm hältst, weil sie unangenehme Erfahrungen mit Männern hatte und danach ihr Gedicht und sie gleich mit runter machst, zumindest aus Versehen und das leider mit vermeintlich guten, aber faktisch ja den falschen Absichten, ihr bei etwas helfen zu wollen, was sie durchs Texten überwunden hat; obwohl und weil du da den Sinn nicht kapiert hast, hättest du lieber mal über dein Frauenbild nachdenken sollen, was genau an der Stelle unpassend war, obwohl es fast süß war, dass du sie vor Typen wie dir auch noch ausgerechnet warnen wolltest, um es mal so auszudrücken und außerdem hättest du ferner auch trotzdem erstmal darüber nachdenken können, nämlich ob es statt Wunschvorstellungen von Texten vielleicht auch andere Formen des Ausdrucks geben kann, bevor du wieder jemanden, diesmal mich, warnst, was ich im Kontext dessen, dass ich gerade dich kritisierte, irgendwie unpassend finde. Aber gut... Vor allem fand ich, hier noch nebenbei, ihr Gedicht gerade im Kontext deiner Kritik umso cooler. Frage mich nur, wie schnell du meinen Text hier überflogen haben musst, um diesen Kommentar zu verfassen. Nicht dass ich jemanden zum Lesen zwingen will. Aber ist doch klar, wo der Hase lang läuft... Da ich den Anlass des gerade geschehenen Postings selber aus einem anderen Topic veranlasst als Off-Topic-Geschehnis klar empfinde, schreibe ich hier auch so viel eigentliches Off-Topic zum Topic dieses eigentlichen Threads, aber aus gegebenen Anlass nun mal logisch, dass ich den Hintergrund des vorherigen Posts auch unbedingt erwähne. Na, empfinde ich zumindest (noch) als angemessen, bis hierher sozusagen.

Im Übrigen zu deiner Kritik möchte ich substantiell nur loswerden:

Dein Beitrag klingt schon erstmal nach einem sehr sehr fairen Kommentar gerade eben. Von daher, ich möchte dir doch jetzt keine Unverschämtheit ("mehr") vorwerfen. Allerdings zählt der Satz nicht, dass man die Finger von bestimmter Materie lassen sollte, WENN man nicht zur "oberen Klasse der Texter" gehört.

Den Satz finde ich so geschrieben völlig falsch:
1. Gibt es nie einen erwerbbaren Status für scheinbar "heilige" Materie.
2. Es ist genau umgedreht: Wer zur "oberen Klasse der Texter" gehört lässt die Finger nicht von der Materie. Nicht aber darf man alles machen, WENN man vermeintlich zur "oberen Klasse der Texter" gehört. Umgedreht würde niemand in Sachen Kunst generell die Finger von etwas lassen, nur weil er (sie) sich nicht für gut genug hält. Genau darum geht es nicht. Es geht darum, sich etwas zu trauen und dann vielleicht etwas zu können, gekonnt zu haben, zu leisten. Umgedreht wiederum macht es keinen Sinn: es gibt keinen Quell außer Einbildung, der einen sonst erlauben würde, "Kunst"/ etwas zu texten zu versuchen zu beginnen.
Das soll natürlich nicht heißen, dass man automatisch "top" ist, wenn man "top Themen/Werksbereiche" behandelt, sondern einfach, dass niemand nur davor Hemmung haben sollte, etwas "anzupacken", weil er es sich nicht zutraut. Nur wer sich traut, kann was leisten. Bushidos neuer Song Mephisto ist vom erzählerischen ziemlich daneben am Sinn und der Moral von zum Beispiel der gemeinten Vorlage von Goethe, aber obwohl Bushido nicht begreift, was die eigentliche Rolle von Mephisto mal bei Goethe zum Beispiel gewesen sein soll, nach Goethe wohl, schrieb er trotzdem einen coolen Text vom Aufstieg und quasi dem ständig unvermeidlichen Abstieg einer Figur in seinem Lied, was insofern ja wenigstens interessant ist. Weil ich das jetzt eigentlich gar nicht mit meiner Faust-Logik vereinbaren kann, heißt das ja nun nicht, dass Bushidos neuer Song Mephisto nicht trotzdem irgendwie "coolen Stoff" bietet. Vor allem, um noch mal auf den Punkt zu kommen, kann man Bushido ja nichts verbieten an "Kulturgeschichte" anzurühren und sich was zuzutrauen, dazu gehört sich Mut und nicht einen Namen wie z.B. Bushido zu haben, weil ich nicht glaube, er dachte zum Beispiel, sein Lied wird was Tolles werden, weil er nun mal der Bushido ist und er sich alles erlauben kann, nein, ich glaube er hatte einfach Bock, mal mit dem Mephisto-Thema zu arbeiten und auch wenn ich seine Dämonisierung gar nicht so sehr gelungen finde, kam trotzdem irgendwie was halbwegs Anständiges raus, weil er sich Mühe gab bei seiner Interpretation und das merkt man, schließlich wirkt sein "Mephisto"-Lied authentisch nach etwas, was er sich wohl bei dem Thema dachte. Also nicht gaz so einfach ist's mit der Formel: "wer kann, der darf alles automatisch", sage ich mal, sondern viel viel öfter trifft es ja zu: wer sich selbst erlaubt, der wird am ehesten was gekonnt haben und nicht wer etwas kann, der darf sich etwas erlauben und das ganz einfach, weil es doch ansonsten unmöglich wer das anders festzulegen, denn WER kann schon alles und wem gelang schon alles immer perfekt? Der "darf" es dann vielleicht einfach aus Prinzip; aber wem würde man das schon gestatten, gerne trotzdem gestatten, hm?

Du siehst, ich nehme deine Kritik sehr ernst.
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2018, 15:46   #16
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Hallo Christian Götze,
Ralfchen braucht wahrlich keinen Anwalt. Mir gaben Deine ersten Sätze zu denken: "Na ist ja klar dass du jetzt nach einem Text gesucht hast von mir, nachdem ich gerade deine völlig unpassende Kritik zu einem Gedicht einer Frau, die ich zumindest in dem Wortlaut völlig unangemessen fand, "zunichte" gemacht habe. Das war ja jetzt schwer durchschaubar, warum du 5 Minuten danach hier mal was Schlechtes über mich schreiben wolltest."
Es liegt in der Natur der Dinge, dass Kleingeister versuchen, andere auf ihr Niveau, besser noch auf einer niedrigeren Stufe einzusortieren.
Ich meine es gut mit Dir, wenn ich Dich davor warne, es mit einem geborenen Satiriker, einem wahren Teufel von der Donau Ufern, einem Kritiker, von dessen Schwertesschärfe Du keine Ahnung hast.
Mach es doch einfach so: Nimm die Kritik hin, leg die Ohren an und schreib etwas Besseres.
Gruß,
Heinz
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Alt 23.12.2018, 15:54   #17
männlich Christian Götze
 
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Stimmt irgendwie, die Kritik hätte ich jetzt nicht unbedingt nach 'ner analytischen Bedingungsrelation zerpflücken müssen, aber so schien es mir wahrer, was er vielleicht auch einfach hätte anders ausdrücken können, dass es mir gepasst hätte. Irgendwie gefällt mir fast die Tendenz, dass ich jetzt Tipps im Umgang mit Usern von einem User bekomme. Auch völlig neu für mich im Internet. Und ich bin schon 18 Jahre in Foren aktiv. Man erlebt immer Überraschungen, zu was sich User einen Erlass zu schreiben geben. Ich versuche das also mal zu berücksichtigen, weil es mir klug erscheint. Ich hoffe, das geht ne Weile gut. Vielleicht sogar.... besser
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Alt 23.12.2018, 21:12   #18
männlich Heinz
 
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Beiträge: 4.838

Na klar, 's geht besser!
Wir sind ja keine Menschenfresser,
aber küssen umso besser.
Heinz
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Lesezeichen für Faust III - Die langersehnte Rückkehr

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faust, faust iii, goethe

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