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Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt.

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Alt 19.12.2018, 12:31   #1
weiblich AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 723

Standard Fernbedienung

Wir leben von
ganz kleiner Münze.

Jeden Tag
ein gutes Wort.

Auch für die Frau
mit dem Kopftuch.

Probleme mit Bildern
aus Elendslagern
regeln wir
mit der Fernbedienung.
AlteLyrikerin ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2018, 09:43   #2
männlich Ex-MiauKuh
abgemeldet
 
Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 965

Hallo Alte Lyrikerin,

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Probleme mit Bildern
aus Elendslagern
regeln wir
mit der Fernbedienung.
das ist wirklich schlimm, aber ja. Will man das Elend nicht sehen, zappt man weiter. Das es noch da ist ... ist die andere Sache.

Ich finde, es sollte mindestens genauso viel gutes, wie schlechtes im Fernsehen gezeigt werden und eben so auch im Radio oder in Zeitschriften.

Die ganze Negativdarstellerei ist eine Katastrophe. Sie wirkt sich auf vieles aus, nur ein Beispiel:
Die unendliche Berichterstattung über Kindesentführungen.
Es ist das grausamste, was ich mir mit vorstellen kann, aber:
es ist auch ultra-selten!!! Die Berichterstattung darüber ist aber so gewaltig, dass die Thematik im Kopf omnipräsent ist.

Daher sind vielleicht auch viele Eltern heute so übertriebenschutzbedürftig für ihre Kinder. Daher entstehen die Schlangen an Autos von Eltern, direkt vor der Schule, um dann die Kinder ins Gebäude zu begleiten.

Und das ist nur ein einziges Feld. Genau wie die Berichterstattung über Terroranschläge. Der in Deutschland zum Beispiel, auf dem Weihnachtsfest vor 2 Jahren. Schlimm genug, dass es geschah, wird aber auch noch so viel darüber berichtet, dass letztlich auch das Thema "Schutz am Weihnachtsmarkt" omnipräsent ist.

Das Ergebnis? Betonbausteine, die Zufahrten zum Weihnachtsmarkt verhindern.

Einfach wegzappen hilft nicht, nein.

Können wir denn helfen? Gegen alles Elend? Zum Teil denke ich ja, aber wir können, denke ich, auch nicht alles lösen und viele wollen es auch gar nicht.
Die meisten Menschen haben ihre eigenen Sorgen und die sind viel größer und realer, als die im Fernsehen, die man wegzappen kann und die einen nicht unmittelbar betreffen, gleich wie grausam das alles ist.

Es ist eine schwierige Sache mit der Globalisierung, dem Internet, den Nachrichten aus aller Welt.

Wir kriegen ja oftmals nich die "Neuigkeiten" unserer Freunde schnell genug, geschweige denn aus dem nächsten Dorf, oder der Stadt, und da bilden wir uns ein Nachrichten über die ganze Welt sehen zu müssen.

Aber auch das ist nicht richtig von mir formuliert.

Ich weiß nicht, irgendwann formuliere ich es bestimmt richtig, aber etwas ist falsch daran, an dieser ganzen Nachrichten / News Darstellung.

Es hat alles seine Schatten und Sonnenseiten ..., wie so oft, und es erschöpfend zu diskutieren ist unmöglich.

Ja, einfach wegzappen. So ist es :-/

Die Änderung folgt dem eigenen Wunsch auf Änderung und wer nicht ändern will, der zappt weg ? Wer weiß .

Liebe Grüße, da hab ich gern mal drüber geschrieben.
Leg es nicht alles auf die Goldwaage, ja?
- MiauKuh
Ex-MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2018, 12:44   #3
weiblich AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 723

Hallo Miaukuh,

ja, es fehlt insgesamt die Berichterstattung über das Positive. In den fünfziger Jahren hat mal jemand (ich vergaß leider, wer) statt Journalisten geschrieben "Journaille". Das trifft wohl überall dort zu, wo Journalisten sich, im Sinne der Verkaufsquoten missbrauchen lassen als reine Sensationsberichterstatter (Sex, möglichst Prominente betreffend, und Crime, mit möglichst vielen Toten oder schaurigen Details).
Können wir alle Probleme lösen, bzw. bei jedem Leid helfen? Weiß ich nicht, aber versuchen müssten wir es. Vor allem auch darum, weil "wir" viele der Probleme in den ärmsten Ländern mitgeschaffen haben.
Mit "wir" meine ich unsere Ökonomie, von der wir (abgesehen von den sozial Schwachen, die es auch bei uns gibt) gut bedient werden, die aber andere Länder einfach nur ausplündert bzw. mit korrupten Systemen Geschäfte macht, wenn nur die Gewinne stimmen.
Mit "Fernbedienung" meine ich auch, "wir" haben uns in diesen fernen Ländern ganz gut bedient und klagen nun, dass die Ärmsten von dort zu uns wollen.
Schon vor Jahrzehnten war das übrigens absehbar. Wenn wir damals bereits begonnen hätten an der Gestaltung der Lebensbedingungen in den ärmsten Ländern positiv mitzuwirken, z.B. durch faire Handelspreise, dann hätten wir jetzt nicht die gewaltigste Vökerwanderung der Geschichte.
Dabei habe ich die Problmatik der Stellvertreterkriege noch gar nicht abgehandelt. Es ist also kompliziert, und Lösungen werden nicht einfach zu haben sein.
Danke für Deinen Kommentar, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist gerade online   Mit Zitat antworten
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