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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 15.10.2016, 16:19   #1
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.591

Standard Reinkarnation

Lass´mich ein Berg sein,
oder ein Tal;
lass´mich ein Flussbett sein,
breit oder schmal;
lass´mich groß sein,
oder auch nicht;

nur ein Mensch sein, das will ich nicht!

Lass´mich hoch sein,
oder tief;
lass´mich perfekt sein,
oder primitiv;
lass´mich die Dunkelheit sein,
oder das Licht;

nur ein Mensch sein, das will ich nicht!

Ich kann der Stolz sein,
oder der Neid;
kann Liebe schaffen,
oder Leid;
kann die Wahrheit sein,
und tun was man verspricht;


nur ein Mensch sein, das kann ich nicht!

Lass´mich ein Stein sein,
vielleicht Basalt;
lass mich ganz jung sein,
oder alt;
lass mich ein Riese sein,
oder ein Wicht;

nur ein Mensch sein, das will ich nicht!

Lass´mich das Meer sein,
oder die Sterne;
lass´mich die Heimat sein,
oder die Ferne;
lass´ mich der Nebel sein,
oder die Sicht;

nur ein Mensch sein, das will ich nicht!

Ich könnte das Leben sein,
oder der Tod;
kann Freude bringen,
oder die Not;
Ich wär´gern die Möglichkeit,
oder die Pflicht;


nur ein Mensch sein, das könnte ich nicht...
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2016, 14:42   #2
männlich Gylon
 
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Liebe Unar die Weise,
zum Glück ist unser Lebenspanne sehr kurz, das wird bestimmt noch was.
Gern gelesen!

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2016, 17:33   #3
gummibaum
 
Dabei seit: 04/2010
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hinter so eine humanphobie könnte die gefahr, die vom menschen ausgeht, stecken.

gern gelesen, unar.

lg g

die seele in der zwischenwelt
kehrt gern in alles ein,
was irgendwie die welt erhält,
um nur kein mensch zu sein...
gummibaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2016, 21:17   #4
weiblich Unar die Weise
 
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Vielen Dank an euch beide, dass ihr euch die Zeit genommen habt mein Gedicht zu lesen.Ich freue mich sehr über die positive Resonanz. Nun habe ich den Mut, mehr von mir preis zugeben.
Bis zum nächsten Gedicht, es grüßt euch eure Unar.

lieber Gummibaum; schön ,der kleine Vers...
Mit der phobischen Veranlagung könntest du durchaus Recht haben.

Geändert von Unar die Weise (16.10.2016 um 22:29 Uhr)
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Alt 25.10.2016, 11:37   #5
männlich Skylandair
 
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Standard Danke für dieses Gedicht

Ich bin sehr beeindruckt.
Skylandair ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2016, 11:49   #6
weiblich Unar die Weise
 
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Ich gebe mich hoch erfreut, aber auch etwas beschämt, über solch großes Kompliment. Werter Skylandair.
Es dankt, mit einem Knicks, Eure Unar.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2016, 18:50   #7
Thing
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Standard Liebe Unar, die Weise -

Ich schließe mich gummibaum an!
Positiv.


Lieben Gruß
von
Thing
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Alt 25.10.2016, 19:42   #8
weiblich Unar die Weise
 
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Danke, für dein Interesse an meinen Zeilen.

Der Mensch ist das höchstentwickelte Wesen und somit als Wiedergeburt erstrebenswert.
Aber, er ist auf Grund seiner Vielfältigkeit eben auch das Komplizierteste.

Wenn man zwischen den Zeilen liest, so ist alles zusammen gesehen, was sich das LI als Alternative wünscht, in seiner Gänze, menschlich.

erklärend, die Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2016, 21:02   #9
männlich fennigpfux
 
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Assoziationen;
Allenthalben ist zu lesen, dass dies oder das unmenschlich sei.
Mit der unscharfen Vokabel hofft der Anständige sich vom Unanständigen ausreichend distanziert zu haben.
Nun kann aber der Mensch per se nur menschlich sein; das Lieben und jedwede gute Tat stehen nun mal im selben Katalog wie das Morden und das Zündeln.
Nur dem Getier ist das Unmenschliche möglich, den Dingen so wie so.
In der Wiedergeburt als Kronkorken steckt also Potential!

fx
fennigpfux ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2016, 21:19   #10
weiblich Unar die Weise
 
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Werter fennigpfux,
höchst interessante These. Gewagt, doch durchaus zu überlegen, so ein Leben als Kronkorken. Bewahrt man doch damit recht wertvolle Genussmittel vor dem Verfall. Und nach dem Öffnen, gibt es ein Zweitleben als Pinnwand, woran man auch wieder Gedanken vor dem Verfall bewahrt.
Sehr durchdacht... Kompliment,
von Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 12:40   #11
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
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Hallo Unar die Weise,
mich hat der Titel "Reinkarnation" gelockt und was finde ich? Ein trotzig aufstampfendes Mädchen mit viermal "will ich nicht!", einmal "kann ich nicht!" und einem abmildernden Konjunktiv "könnte ich nicht!" Alles mögliche wärest Du lieber (und fennigpfux setzt mit dem Kronkorken noch eins drauf) als ein Mensch. Bist Du aber - also her mit der Reinkarnation. Nur -"reinkarnieren" in Unbelebtes oder in Adjektive, in Gedachtes (mit Ausnahme des Wichts oder des Riesen) - das geht nicht. Vielleicht möchtest Du, unzufrieden und auf der Suche, einfach nur ein anderer Mensch sein. Setzte ich anstelle "nur ein Mensch sein" einen anderen Versbeginn, z.B. "nur eine Frau sein, das will ich nicht!", wäre eine hübsche entwicklungspsychologische Betrachtung ganz spannend. Wiedergeboren als eine andere Frau mit all den angesprochenen Eigenschaften - das wäre doch was!
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 14:17   #12
männlich Ralfchen
 
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der text brüllt förmlich nach einem antonymo. für den rest schliesse ich mich heinzelinchens worten an.ein ewig rundum abgelutschtes thema völlig ohne fanatisie und phantasie...sooo schade
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 14:28   #13
männlich talking head
 
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Standard Frau Mann

Liebe Unar,

dein Gedicht
trägt Dein Gesicht;

Selten war es
so vielfach verdeckt,
auch gut versteckt,
dass es
mir scheint,
sein eigentliches Gewicht
liegt schwarz gehoben
vor dem schnaufenden
hinter her laufenden
"nicht",
das hinten sich anstellt
wie zu spät bestellt.

Das ist wie mit dem rosa Elefanten im Wohnzimmer,
der mit dem Wort verneint,
tatsächlich aber rosa scheint.
So ist's hier auch
oder steh' ich auf'm Schlauch?

Willst Mensch sein sicherlich
doch anders, mehr oder weniger;
jedenfalls kein geringerer
als im aktuellen Ich.

LG
talking head
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Alt 26.10.2016, 14:42   #14
Thing
R.I.P.
 
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Kleiner entreact:

Wahlspruch meiner Mutter: Anders als die andern.

LG
Thing
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Alt 26.10.2016, 17:24   #15
weiblich Unar die Weise
 
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Werter Heinz,
danke für deine ehrliche Meinung.
Unbedingt, ist der Ton des LI´s trotzig. Es will sich ja auch erfolgreich wehren.
In den Strophen, die andere Möglichkeiten des "Seins" anbieten, ist "sie" ja ehr umschmeichelnd und fest überzeugt, was "sie" alles vermag.
Nun, wie "sie" sich nun entscheidet, kann ich noch nicht sagen.
Wenn du das Gedicht jedoch auf mich beziehst, so muß ich dich enttäuschen.
Dieses ist nicht autobiografisch. Ich weiß sehr wohl, was ich bin und wie ich bin. In jedem meiner Leben. Und aussuchen konnte ich sie mir bis dahin nicht.
Trotzdem erfüllt mich jedes mit Zufriedenheit.
Brauchst dir also um mich keine Gedanken zu machen.
Mich hat dein Beitrag zum Gedicht geehrt, herzlichst, die Unar

Wertes Ralfchen,
schade, das ich deinen Geschmack damit nicht treffen konnte.
Und ja, mit Fantasie hat das Thema in der Tat wenig am Hut.
Sei es drum, auch dir Dank für deine Ehrlichkeit.
Jedwedes Interesse an meinen Gedichten ehrt mich.
Bis zum nächsten Mal, herzlichst, die Unar

Talking Head,
Dank für deine kreativen Zeilen. Eine schöne Art zu kommentieren.
Du hast den Kern gut erfasst.
Viele möchten "anders" sein, aber nur die wenigsten schaffen es auch, als solches gesehen zu werden.
"Anders" zu sein, erfordert innere Stärke.
Und in Wahrheit, sind wir alle "anders".
danke für die Ehre , herzlichst Unar

Liebes Thing,
immer anders als die Anderen, weil sonst monoton.
Gruß von Herzen, Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 18:32   #16
männlich Heinz
 
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Liebe Unar die Weise,
über Deine Reaktion habe ich mich gefreut! Keine Bange - ich setze schon aus Selbstschutzgründen niemals voraus, dass Auto/in und LI deckungsgleich sind. (Was wäre ich dann? Mörder, Casanova, Verdurstender usw.).
Dennoch - ein bisschen von eigenen Wünschen, Gedanken, Gefühlen gelangt unversehens immer in unsere Gedichte.
Mach Du mal schön weiter, auch wenn Ralfchen (auch in seinen Beiträgen steckt immer was von ihm) keuleschwingend durchs Forum tobt.
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 19:01   #17
weiblich Unar die Weise
 
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Ach, Heinz, das Ralfchen stört mich in keinster Weise.
Ganz im Gegenteil, eine Art Gegendarstellung zu meinem Gedicht schreiben zu wollen, ist ehrliches Interesse.
Und man muss sich mit diesem Werk auseinander setzen, ob es einem nun gefällt, oder nicht.
Lass ihn nur mal machen. Er darf das.

Recht hast du, in jedem Gedicht steckt ein Stückchen von einem Selbst.

" Ich bin die Unar, aus meiner Sicht.
Jemand anderes sein, das will ich nicht!"

In diesem Sinne, Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2016, 21:48   #18
männlich Ralfchen
 
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na ja liebe UDW...du bist schon ein ziemliches wichtel mit deinem nick undavatar...hhhhhhh...lass dich von diesem uralten und gebrechlichen heinzelmännchen nicht einschleimen. nur die härte und kälte - wie sie aus mir strömt - kann dir weiterhelfen...
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 12:41   #19
weiblich Unar die Weise
 
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Ralfelchen, du Guter.
Da triffst du einen Nerv.
Zuckerbrot und Peitsche.
Manchmal ist Zuckerbrot eben alle...
Tu´was du willst, jeder braucht seinen Meister, schleim, schleim...


Mit ergebenen Grüßen , der Wichtel (ja, 1,59 m iss nich groß)
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 13:52   #20
männlich Ralfchen
 
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Niki ist auch eins59. aber es kommt auf die perfekten körperlichen proportionen an. wenn alles stimmt wirkt DIE PERSON GROSS
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 14:29   #21
weiblich Unar die Weise
 
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Niki?
Tja, wer´s hat, hat´s halt.
Ich mach die Kürze mit einer großen Klappe wett. Ist aber auch was dahinter.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 14:52   #22
Thing
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Die erste und die vierte Strophe haben mich tief beeindruckt.
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 15:35   #23
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Unar die Weise Beitrag anzeigen
Niki?
Tja, wer´s hat, hat´s halt.
Ich mach die Kürze mit einer großen Klappe wett. Ist aber auch was dahinter.
Niki ebenso...
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 15:37   #24
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Unar die Weise Beitrag anzeigen
Niki?
Tja, wer´s hat, hat´s halt.
Ich mach die Kürze mit einer großen Klappe wett. Ist aber auch was dahinter.
Niki ebenso...

http://up.picr.de/21100436kq.jpg
http://up.picr.de/27249025tf.jpg


frechheit siegt...hier gerade mit einer traumhaften L.V.-brille, die sie mir 10 minuten davor rausgelockt hatte...hhhhhh
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 15:49   #25
Thing
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Die Sonnenbrille ist doll!
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 17:05   #26
weiblich Unar die Weise
 
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Standard An Ralf

Ach, die Niki kenn´ich nicht!
Schön, muß man neidlos zugeben.
Auch wenn sie mir kein bisschen gleicht.

Na, du bist ja spendabel.
Aus LV und was weiß ich nicht was für Brillen, mach ich mir nichts.
Doch alles nur Fassade...
Ich bleib da doch lieber beim Leinennachthemd.
Die sind aber auch teuer, Mist Eigentor.

flattergewandige Grüße
Ach, schönes Auto.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 17:07   #27
weiblich Unar die Weise
 
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Standard An Thing

Danke nochmal für so viele liebe Worte.

Sei gedrückt, die Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 22:32   #28
männlich Ralfchen
 
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ich finde leinennachthemden süss...

sein

Eigener Tor
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2016, 23:25   #29
weiblich Unar die Weise
 
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gut zu wissen...

Naja, süß sind sie nicht. Man sieht darin aus, wie der eigene Hausgeist.
Aber sie sind so angenehm, und so leicht hochzuschieben...
Huch, zuviel Information.

Tja, spätestens seit dem Mittelalter geschätzt.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2016, 09:24   #30
männlich talking head
 
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Standard zier

welch schönes zierchen
für deines tierchens
plaisierchen

betrachtet sie's durchs gläschen
über dem hübschen näschen
bekommt's schwänzchen
eine hübsche farbe

ralfchen, mit tobender keule (so das Heinzchen)
du durchs forum ziehst
rummst auf, doch ohne Beule,
bist kein biest
reißt keine narbe.
talking head ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2016, 10:40   #31
Stachel
 
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Liebe Unar,

dein Gedicht bietet sehr interessante Ansätze für philosophische oder meditative Auseinandersetzungen.


Zitat:
Zitat von Unar die Weise Beitrag anzeigen
Wenn man zwischen den Zeilen liest, so ist alles zusammen gesehen, was sich das LI als Alternative wünscht, in seiner Gänze, menschlich.
Das verstehe ich nicht. Wieso sind ein Berg, ein Fluss, ein Stein, etc. in ihrer Gänze zwischen den Zeilen menschlich?

Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Nur -"reinkarnieren" in Unbelebtes oder in Adjektive, in Gedachtes (mit Ausnahme des Wichts oder des Riesen) - das geht nicht.
Das ist gerade der entscheidende inhaltliche Punkte, der den Sachtext von einem lyrischen Text unterscheidet. Der Inhalt geht weit über die eigentliche Bedeutung der Worte hinaus. Es werden neue Zusammenhänge offenbar, neue Perspektiven. Das scheinbar Unmögliche wird hinterfragbar, ja, es zwingt zu hinterfragen.
Natürlich kann man sich die Frage stellen, warum eine Inkarnation von belebter Materie möglich sein soll, aber nicht von unbelebter. Das an der Wortbedeutung ("Fleisch") festzumachen wäre wohl etwas kurz gesprungen.

Jedenfalls schließen sich hier noch viele weitere Fragen an. Das macht in meinen Augen einen wesentlichen Aspekt dieses Gedichtes aus.


Es stellt sich allerdings die Frage, ob das LI menschlich ist. In den Erklärungen wurde das bisher zwar bestätigt, aber es ergibt sich nicht unmittelbar aus dem Gedicht. Gerade da so viele verschiedene Möglichkeiten als Ziel der Wiedergeburt angegeben werden, kann das LI nicht einfach per se auf der menschliche Ebene angesiedelt werden.
Das Konditional des letzten Verses schließt sogar die Menschlichkeit quasi aus, denn man kann nicht sein, was man nicht sein könnte.

Gummibaum hat eine mögliche Ursache für die Antropophobie angesprochen.
Ich bin bei meinen Überlegungen ebenfalls, entgegen der obigen Ausführung, von einem menschlichen LI ausgegangen und bin zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Dein Gedicht, liebe Unar, hat mich zu einer Weiterführung inspiriert:

Seh ich die Menschheit
mal prüfend an,
frag ich: Was stellt sie
mit Zukunft an?
Wir töten alles,
sogar das Licht.

Darum: Ein Mensch sein, dass will ich nicht.

Das Land wird sterben,
die Luft, das Meer.

Nochmal: Ein Mensch sein, will ich nie mehr!


Freundliche Grüße von
Stachel
Stachel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2016, 11:02   #32
Thing
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Standard Hallo, Stachel -

Deine Weiterführung hat mich wie ein Blitz getroffen:
Gerade d a s treibt mich seit Jahrzehnten um.
Sie ist stilistisch von Unars Gedicht verschieden; m i c h stört das nicht.

Betroffenen Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2016, 11:05   #33
weiblich Unar die Weise
 
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Wow, ich bin ganz gerührt, dass mein Werk diese Beachtung findet.
Ich siedle dieses Gedicht auch bei meinen Aussagekräftigsten an.
Danke, dass ihr mich alle bestätigt.

Lieber Stachel,
Zum ersten Zitat, nicht der Berg etc. als Gegenstand, vielmehr dass was es verkörpert, ( in diesem Fall Erhabenheit, Größe...) ist menschlich.

Zum zweiten Zitat:
Genau diese Betrachtungsweise trifft es, das LI wäre sogar lieber "nur" ein unbelebtes Objekt, oder erfülle nur eine "reduzierte" Eigenschaft, als ein Mensch zu werden.

Ja, das LI ist/ war zwingend menschlich, nur weil es all diese Facetten, in vielen Leben erfahren hat, möchte es nun nicht mehr menschlich sein.
Die bittere Erkenntnis, das seine Seele in all der Zeit, nichts retten konnte, bringt das LI zu dieser Entscheidung.
Das LI scheitert quasi an der Aufgabe, Erwartungen zu erfüllen, die Menschen an Menschen haben.
Es seht sich nach Einfachheit, Ausruhen dürfen, Zuschauer zu sein, im Trubel der Welt.
Es ist aber perse´dazu bereit, eine Aufgabe richtig zu erfüllen.

Auch spielt Angst eine große Rolle und Trauer.
Was ist nur aus uns geworden?

Danke für die Weiterführung.
Das ist großartig und vertieft mir diese Sichtweise auf mein Werk.

Tausend Dank, für deine Ausführlichkeit und deine Meinung.

Beeindruckt, Unar.
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