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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 14.09.2021, 18:16   #1
männlich Pennywise
 
Dabei seit: 12/2020
Ort: Auf der Erde zwischen Rhein und Ems
Beiträge: 128

Standard Des Tagediebs Morgen

Die Sonne taucht den Tag in Farben,
der frische Himmel glimmt in Rot.
Ein Meer aus visuellen Gaben...
Ich dreh mich um, ganz ohne Not.
Ein Vogelchor singt Melodien
und immer klarer wird die Luft.
Doch jede dieser Rhapsodien,
klatscht an mein Fenster und verpufft.
Mein Kopf versinkt in weichen Kissen
und mich umspült ein schöner Traum.
Motivation? Der geht’s beschissen...
Ich geb ihr morgen wieder Raum.
Pennywise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2021, 19:20   #2
männlich Krustenteil
 
Dabei seit: 09/2021
Beiträge: 12

...mit dem Cello-Bogen geschrieben!

Beste Grüße
Krustenteil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2021, 19:42   #3
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 25.720

Sorry, Pennyweise, das Gedicht überzeugt mich nicht. Warum ist der Himmel am Abend noch frisch statt müde, ermattet, groggy, verbraucht? "Ein Meer aus visuellen Gaben"? Wessen Gaben? Aus welchen Beständen? Beide Verse ergeben für mich kein Bild.

"Ich dreh mich um, ganz ohne Not": Dieser Vers passt nicht in den Kontext, er steht in keiner Beziehung zu dem Davor und Danach, der Leser hat keine Ahnung, weshalb sich das Lyrische Ich umdreht, schon gar nicht, wenn es ohne Not ist, es also selbst offensichtlich keinen Grund dafür erkennt.

Weder Chorgesang noch eine Rhapsodie "klatschen" an irgendetwas. Musik verpufft auch nicht, sondern verklingt. Auch wenn sie abrupt endet, ist das kein Verpuffen, denn mit Verpuffen geht ein kurzes, heftiges Geräusch einher.

Ein Traum umspült einen Menschen nicht, denn er kommt nicht von außen über ihn, sondern findet - erzeugt vom Gehirn - in seinem Inneren statt. Die letzten beiden Verse sind für sich allein gesehen nicht falsch, nur fehlt der Bezug zum Gedicht. Wer einen "schönen" Traum hatte, müsste eigentlich mit genügend Motivation gesegnet sein, die Zeit nach dem Erwachen mit Schwung anzugehen.

Kurz gesagt: Mir ist nicht klar, was du mit dem Gedicht aussagen willst. Zurück bleibt lediglich der Eindruck, als seien die Verse mit Ziel zusammengekleistert worden, dass sich die Verse reimen - nicht mehr und nicht weniger.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
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