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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 23.06.2021, 12:49   #1
männlich viopaol
 
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Ort: Aschaffenburg
Beiträge: 7

Standard Das Jahr des Aufbruchs

Das Jahr des Aufbruchs

Seht eure Taten nicht, hört eure Worte nicht.
Heutzutage tun wir viel für unser zweites oder drittes Gesicht.
Wir schwelgen in solchem Kummer, Verachtung und Wut,
denn diese Zeiten gerade tun uns alle nicht gut.

Die Menschen wachen Tag für Tag auf in dieser Welt.
Manche für Liebe und Glück, andere für Macht und Geld.
Viele für Schönheit und Selbstsucht, andere für Frieden und Gerechtigkeit.
Die Menschen schlafen Nacht für Nacht mit verlogener Trägheit.

Wie konnten wir unsere Menschlichkeit tagtäglich verlieren?
Ihr beachtet die Augenhöhe als ein Kampf wie bei rachsüchtigen Tieren.
Argumentiert bis in die Ewigkeit ohne ein Kompromiss zu finden.
Denn Recht zu haben füllt die Lücken vergeblich mehr als sich menschlich zu binden.

Wir kommen ohne jeden seelischen Makel auf diesen Planeten.
Die Perfektion verschwindet wie steigende Raketen.
Schmerzen entstehen und wir fangen an zu beten.
Doch unser Weg ist vorherbestimmt von Gott, den wir weinend anflehten.

Die Viren fliegen durch die großen Mäule und hohen Nasen.
Durch das Jahr des Aufbruchs entsteht ängstliches Herzrasen.
Unser Vertrauen so täuschend und instabil wie Seifenblasen,
denn wir leben lieber in unseren falschen und kalten Ekstasen.

Grollender Hass durch Pigmente in der Hautfarbe.
Rassismus vergiftet und schneidet tiefer in die Herzensnarbe.
Die Menschen brauchen einen Grund für das fantastische Drama,
denn sie wollen auf jeden spucken wie ein genervtes Lama.

Ach, du dreckiger Egoismus, wieso gibt es deine Existenz?
Musstest du uns dieses Jahr besuchen mit deiner Präsenz?
Durch dich denken viele sie erreichen die gewünschte Intelligenz.
Mit Egoismus erwartet einem eine überraschende Konsequenz.

Der Mond steigt auf und singt die Hymne der Meere.
Jede Nacht strahlt das weiße Licht wie eine Weltpremiere.
Die Natur kümmert sich bedingungslos um uns Tyrannen,
obwohl wir Natur, Tierliebe und Menschlichkeit verbannen.

In dieser einen Welt, im Sandkorn des Universums,
sind wir die Akteure eines gigantischen Publikums.
Wir schreiben Tag für Tag unsere Geschichte im Buch des Lebens.
In einem Sandkorn des Nehmen und Gebens.
viopaol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2021, 22:55   #2
weiblich Ilka-Maria
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Mehr Epik als Lyrik. Zu ausufernd, an vielen Stellen schlecht formuliert, die Metaphern sind unpassend und wirken meist komisch. Dazu ist der Text gespickt mit Grammatikfehlern. Wo ist der Respekt für die Sprache?
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
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Alt 31.08.2021, 16:59   #3
männlich Walther
 
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Zitat:
Zitat von viopaol Beitrag anzeigen
Das Jahr des Aufbruchs

Seht eure Taten nicht, hört eure Worte nicht.
Heutzutage tun wir viel für unser zweites oder drittes Gesicht.
Wir schwelgen in solchem Kummer, Verachtung und Wut,
denn diese Zeiten gerade tun uns alle nicht gut.

Die Menschen wachen Tag für Tag auf in dieser Welt.
Manche für Liebe und Glück, andere für Macht und Geld.
Viele für Schönheit und Selbstsucht, andere für Frieden und Gerechtigkeit.
Die Menschen schlafen Nacht für Nacht mit verlogener Trägheit.

Wie konnten wir unsere Menschlichkeit tagtäglich verlieren?
Ihr beachtet die Augenhöhe als ein Kampf wie bei rachsüchtigen Tieren.
Argumentiert bis in die Ewigkeit ohne ein Kompromiss zu finden.
Denn Recht zu haben füllt die Lücken vergeblich mehr als sich menschlich zu binden.

Wir kommen ohne jeden seelischen Makel auf diesen Planeten.
Die Perfektion verschwindet wie steigende Raketen.
Schmerzen entstehen und wir fangen an zu beten.
Doch unser Weg ist vorherbestimmt von Gott, den wir weinend anflehten.

Die Viren fliegen durch die großen Mäule und hohen Nasen.
Durch das Jahr des Aufbruchs entsteht ängstliches Herzrasen.
Unser Vertrauen so täuschend und instabil wie Seifenblasen,
denn wir leben lieber in unseren falschen und kalten Ekstasen.

Grollender Hass durch Pigmente in der Hautfarbe.
Rassismus vergiftet und schneidet tiefer in die Herzensnarbe.
Die Menschen brauchen einen Grund für das fantastische Drama,
denn sie wollen auf jeden spucken wie ein genervtes Lama.

Ach, du dreckiger Egoismus, wieso gibt es deine Existenz?
Musstest du uns dieses Jahr besuchen mit deiner Präsenz?
Durch dich denken viele sie erreichen die gewünschte Intelligenz.
Mit Egoismus erwartet einem eine überraschende Konsequenz.

Der Mond steigt auf und singt die Hymne der Meere.
Jede Nacht strahlt das weiße Licht wie eine Weltpremiere.
Die Natur kümmert sich bedingungslos um uns Tyrannen,
obwohl wir Natur, Tierliebe und Menschlichkeit verbannen.

In dieser einen Welt, im Sandkorn des Universums,
sind wir die Akteure eines gigantischen Publikums.
Wir schreiben Tag für Tag unsere Geschichte im Buch des Lebens.
In einem Sandkorn des Nehmen und Gebens.
dieses konvolut an sprachfehlern habe ich mal davor bewahrt, nach einer möglichen korrektur nicht mehr vorhanden zu sein,
lb viopaol.
auch hier muss ich Ilka recht geben. das ist keine dichtung, also dichte, gut formulierte sprache, das ist gedankliche inkontinenz, die sich zwanghaft nach irgendwie gefassten langversen reimen muss.
diesen text solltest du einer löschung zuführen. zu mehr taugt er nicht.
leider habe ich keine bessere nachricht für dich.
lg W.
Walther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 18:38   #4
männlich MiauKuh
 
Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 2.126

Nur wird das den Autor nicht interessieren, Walther. Es ist ärgerlich, wenn man sich die Mühe des Kommentierens macht und der andere, der dringend Hilfe und Unterstützung gebrauchen kann, nichts damit anstellt.
MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 22:13   #5
männlich petrucci
 
Dabei seit: 05/2021
Beiträge: 69

@MiauKuh

Muss man als Kommentator nicht damit rechnen, dass der Kritisierte Kritik auch abwehren darf? Wenn du ein Leben lang die Farbe Blau liebst und einer kommt und sagt: "Du musst Rot lieben". Da würde ich auch nein sagen.

Dogmen in der Lyrik sind nicht gut.

Ich sehe das immer individuell und die Lyrik bietet viele unterschiedliche Ufer, daher wäre es klug den Kritisierten an seinem Ufer abzuholen.

Durch unreflektierte Bewertung erwirkt man oft das Gegenteil.
Der Kritisierte fühlt sich angegriffen und macht dicht. Kritik möchte aber etwas anderes sein und nicht mehr in einem abgetragenen Kleid von vor 100 Jahren daherkommen. Schließlich wurden Umgangsformen ja auch moderner und philanthropischer.

a) Erkennen welche Fähigkeiten der Autor zu dem Zeitpunkt besitzt
-> Dort andocken und zum Level zwei mitnehmen.

b) Destruktive Bewertungen vermeiden, wenn man möchte, dass der Autor Offenheit zeigen soll

c) Am besten mit Kompetenz Lösungen aufzeigen (Bücher, Quellen, oder konkrete Überarbeitungsvorschläge, die nah am Stil des Autors verwurzelt sind).

Das setzt ein gewisses Maß an Empathie und Arbeit voraus.
Inkompetenz wäre es, zu sagen: "Ich weiß, wie es sein muss, deswegen musst du es so tun". Das ist von Lyrik, Kritik und Empathie so weit entfernt, wie die Laus von einem Elefanten.

Und da kann man sich im Vorfeld darüber klar werden, ob man diese Arbeit als Kommentator überhaupt leisten will. Denn als Kommentator lässt es sich ordentlich versagen.

Die Erwartungshaltung zu senken, schützt vor Enttäuschung.

Und die Kritik, die hier gegeben wurde ist meiner laienhaften Meinung nach, auch keine gewesen. Er reagiert eingeschnappt und ihr reagiert eingeschnappt. Da muss ich mir den Kopf kratzen.

Ein konkretes Richtig oder Falsch existiert in der Lyrik nicht.
Lyrik spiegelt den Zeitgeist. Die erfolgreiche Lyrik in 2021 heißt #instapoetry respektive #instapoesie oder man betrachtet die erfolgreichen Autoren unserer Moderne. https://www.lyrikline.org/de/startseite/ - wäre eine gute Seite, um erste Einblicke in dieses Konstrukt zu erhalten.

Aber ein formgebundenes Richtig oder Falsch findet man da nicht. Eher ein "Funktioniert es" oder "Funktioniert nicht", alles auf Basis eines hohen sprachlichen Niveaus, dass bei dem Text leider nicht in Gänze vorliegt.

Wird ein Text besser, wenn er mehr den eigenen Erwartungen entspricht?

Das könnte man in der Tat mal disputieren.
petrucci ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 22:38   #6
männlich MiauKuh
 
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Hallo petrucci,

Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
@MiauKuh

Muss man als Kommentator nicht damit rechnen, dass der Kritisierte Kritik auch abwehren darf? Wenn du ein Leben lang die Farbe Blau liebst und einer kommt und sagt: "Du musst Rot lieben". Da würde ich auch nein sagen.
Ich habe mit meinem Kommentar gemeint:
Wenn der Autor sich überhaupt gar nicht über Kommentare schert, aber den Forenadmin angreift (anderer Thread), ohne auf dessen Kommentar überhaupt einzugehen, ist es der Mühe nicht wert.

Warum kommentiere ich z.B.? In der Regel deswegen, weil ich a) Gefallen oder b) Missfallen aber dann mit Erklärung ausdrücken möchte oder c) Weil ich über das Thema diskutieren mag.

Wenn nun aber der Autor keinerlei Interesse an irgendeiner Form Kommentare oder Diskurs hat, finde ich, sollte er das gleich unter seine Texte schreiben.

Die drei Punkte a) b) und c) die du anführst, sehe ich wie du, und finde es gut, wenn sie vom Kommentatoren an den Autoren gebracht werden.

Die Realität zeigt allerdings hin und wieder
- Eintagsfliegen-Autoren, die nur kurz in Erscheinung treten und an einem Austausch, egal welcher Art, absolut gar nicht interessiert sind, stattdessen laden sie einfach nen Text ab, aus welchem Grund auch immer
- Autoren, die keine Lust auf Diskussionen haben und handwerkliches ihres sein lassen wollen

Das ist keinesfalls vollständig und gilt schon gar nicht pauschal für alle.
Und beides ist vollkommen ok! Man weiß nur bei neu in Foren eingetretenen nicht, wen man erwischt hat.

Selbstverständlich sind kritisierte Autoren ab und an auch zutiefst beleidigt und fühlen sich herabgewürdigt und in ihrer Ehre angegriffen. Das ist ja nichts neues und auch okay.

Wenn der Autor und der Kommentator beide zusammen am Text arbeiten wollen, entsteht eine schöne Symbiose.

Und weil du die Frage aufgeworfen hast:

Wie neue Lyrik auszusehen hat, weiß vorher keiner.
Alte Lyrikformen aber, bei denen ist das Aussehen bekannt, die kann man, wie ein Bildformat, füllen.
Manchmal gibt es dafür schon bekanntes Werkzeug und die Technik, um damit zu arbeiten.

Richtig und falsch gibt es nur bei der Anwendung von festen Techniken den festen Gedichte-Formen.

Ansonsten kann jeder machen wie er will.
Ja, ich sehe es auch so, dass es ums "Funktionieren" geht.

Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
Wird ein Text besser, wenn er mehr den eigenen Erwartungen entspricht?

Das könnte man in der Tat mal disputieren.
Meinst du, ob ein fremder Text als für den Kommentator besser empfunden wird, weil der Autor die Anmerkungen des Kommentators eingebunden hat?

Für den Kommentator sollte das sicher zu einer "Verbesserung" führen, denn ihm gefiele es so besser, sonst hätte er die Kommentare nicht geben müssen.

Persönlich finde ich, das ein fertiger Text so sein sollte, dass der Autor selber nichts mehr daran ändern möchte und sich das auch alles sehr genau durchdacht hat.

Mal von den einfachen Fällen abgesehen wie: Rechtschreibung unabsichtlich falsch, Grammatik ungünstig falsch, faktische Fehler .. sowas sollte man auch als Autor korrigieren.

Liebe Grüße!
MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 00:07   #7
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
@MiauKuh

Muss man als Kommentator nicht damit rechnen, dass der Kritisierte Kritik auch abwehren darf? Wenn du ein Leben lang die Farbe Blau liebst und einer kommt und sagt: "Du musst Rot lieben". Da würde ich auch nein sagen.
Bei dieser Argumentation könnte man auch die Betriebsanleitung für eine Waschmaschine als Lyrik durchgehen lassen.

Nun hat aber Lyrik etwas mit Poesie und mit Sprachkunst zu tun. Und deshalb lässt sie sich nicht darauf reduzieren, ob jemand lieber die Farbe Rot oder die Farbe Blau liebt. Solche Fragen gehören ohnehin eher in die bildliche Kunst, also zu den Pinslern und Filmleuten.

Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
Dogmen in der Lyrik sind nicht gut.

Es geht nicht um Dogmen, sondern um guten und schlechten Sprachgebrauch. Um guten Sprachgebrauch zu fühlen, bedarf es lediglich der Liebe zur Sprache. Aber leider ist für viele Menschen die Sprache nur eine Hure, die man nach billigem Gebrauch der Müllabfuhr überlässt.

Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
Die Erwartungshaltung zu senken, schützt vor Enttäuschung.
Sonst noch was? Du glaubst also nicht daran, dass du für ein Essen im Restaurant etwas Anständiges für dein Geld erwarten kannst? Du frisst in dich rein, was immer dir vorgesetzt wird, weil du deine Erwartungshaltung gesenkt hast? Dann bist du ja nicht enttäuscht und kannst die rosa Brille aufbehalten. Gratulation!

Ich habe das anders gehalten und dem Koch den Zunder unter dem Hintern heißgeblasen.

Mit deiner Mahnung, keine Erwartungshaltung aufzubauen, um einer Enttäuschung vorzubeugen, wäre nie ein großer Geist zur Entfaltung gekommen. Zum Glück brechen aber große Geister frühzeitig aus ihren Gefängnissen aus, sonst hätten wir nicht Kafkas Romane, Beethovens Symphonien, Schillers Balladen, Fritz Langs Filme, Einsteins Relativitätstheorie, Freuds Entdeckung der Psyche, Marx' Kapitalismuskritik u.a.m., was nur auf deutschem Boden gedieh. In der Welt war noch viel mehr los.

Alle diese Leute, die unsere Kultur bis heute prägen, hatten Hürden zu überwinden. Über Erwartungshaltungen dachten sie nicht nach, das war für sie überhaupt kein Thema. Sie dachten nur darüber nach, wie sie ihren inneren Drang entfalten konnten, ohne dafür bestraft zu werden. Eine Denkart, die heutigen Jugendlichen völlig abstrakt ist. Ihre Freiheit besteht nur noch im Besitz eines Smartphones, von dem sie sich fernsteuern lassen.

Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
Ein konkretes Richtig oder Falsch existiert in der Lyrik nicht.
Lyrik spiegelt den Zeitgeist. Die erfolgreiche Lyrik in 2021 heißt #instapoetry respektive #instapoesie oder man betrachtet die erfolgreichen Autoren unserer Moderne. https://www.lyrikline.org/de/startseite/ - wäre eine gute Seite, um erste Einblicke in dieses Konstrukt zu erhalten.
Ja, da kratz dich mal wirklich am Kopf. Gassensänger gab es auch schon in meiner Kindheit - ohne Internet.

In der Lyrik existiert Freiheit - wie überall in unserer demokratischen und kulturell westlichen Welt. Das heißt aber nicht, dass alles gut und richtig ist. Entscheidend ist das Sprachgefühl, und das hat eine Menge mit Liebe und mit Respekt vor der Sprache zu tun. Man muss ihr Wesen erkennen und pfleglich mit ihr umgehen. Es ist wie mit einem Pferd, ein empfindsames Geschöpf, dem man nicht mit Züchtigung beikommen kann, sondern nur mit dem Gewinnen von Zutrauen.

Sprache kann man nicht gewaltsam zureiten. Man kann sie zum Tragen bitten, und wenn sie zu dir vertrauen hat, trägt sich dich, wohin du willst.

Der Text, der diese Diskussion ausgelöst hat, ist von alldem weit enfernt. Er gleicht einer Heuschreckenplage.
__________________

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Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 02:09   #8
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So ein schlimmer Fehler mich auf dieser Seite angemeldet zu haben. Das ist keine Kritik, sondern mehr durch die Blume einen anzugreifen, weil ich meine Lyrik anders formuliere.
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Alt 01.09.2021, 02:20   #9
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Zitat:
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@MiauKuh

Muss man als Kommentator nicht damit rechnen, dass der Kritisierte Kritik auch abwehren darf? Wenn du ein Leben lang die Farbe Blau liebst und einer kommt und sagt: "Du musst Rot lieben". Da würde ich auch nein sagen.

Dogmen in der Lyrik sind nicht gut.

Ich sehe das immer individuell und die Lyrik bietet viele unterschiedliche Ufer, daher wäre es klug den Kritisierten an seinem Ufer abzuholen.

Durch unreflektierte Bewertung erwirkt man oft das Gegenteil.
Der Kritisierte fühlt sich angegriffen und macht dicht. Kritik möchte aber etwas anderes sein und nicht mehr in einem abgetragenen Kleid von vor 100 Jahren daherkommen. Schließlich wurden Umgangsformen ja auch moderner und philanthropischer.

a) Erkennen welche Fähigkeiten der Autor zu dem Zeitpunkt besitzt
-> Dort andocken und zum Level zwei mitnehmen.

b) Destruktive Bewertungen vermeiden, wenn man möchte, dass der Autor Offenheit zeigen soll

c) Am besten mit Kompetenz Lösungen aufzeigen (Bücher, Quellen, oder konkrete Überarbeitungsvorschläge, die nah am Stil des Autors verwurzelt sind).

Das setzt ein gewisses Maß an Empathie und Arbeit voraus.
Inkompetenz wäre es, zu sagen: "Ich weiß, wie es sein muss, deswegen musst du es so tun". Das ist von Lyrik, Kritik und Empathie so weit entfernt, wie die Laus von einem Elefanten.

Und da kann man sich im Vorfeld darüber klar werden, ob man diese Arbeit als Kommentator überhaupt leisten will. Denn als Kommentator lässt es sich ordentlich versagen.

Die Erwartungshaltung zu senken, schützt vor Enttäuschung.

Und die Kritik, die hier gegeben wurde ist meiner laienhaften Meinung nach, auch keine gewesen. Er reagiert eingeschnappt und ihr reagiert eingeschnappt. Da muss ich mir den Kopf kratzen.

Ein konkretes Richtig oder Falsch existiert in der Lyrik nicht.
Lyrik spiegelt den Zeitgeist. Die erfolgreiche Lyrik in 2021 heißt #instapoetry respektive #instapoesie oder man betrachtet die erfolgreichen Autoren unserer Moderne. https://www.lyrikline.org/de/startseite/ - wäre eine gute Seite, um erste Einblicke in dieses Konstrukt zu erhalten.

Aber ein formgebundenes Richtig oder Falsch findet man da nicht. Eher ein "Funktioniert es" oder "Funktioniert nicht", alles auf Basis eines hohen sprachlichen Niveaus, dass bei dem Text leider nicht in Gänze vorliegt.

Wird ein Text besser, wenn er mehr den eigenen Erwartungen entspricht?

Das könnte man in der Tat mal disputieren.
Vielen Dank, dass es hier jemanden gibt der wirklich konstruktiv Kritik äußern kann. Dankeschön petrucci. Wünsche dir nur das Beste. Da können sich die anderen eine Scheibe von dir abschneiden.
viopaol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 07:25   #10
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von viopaol Beitrag anzeigen
So ein schlimmer Fehler mich auf dieser Seite angemeldet zu haben. Das ist keine Kritik, sondern mehr durch die Blume einen anzugreifen, weil ich meine Lyrik anders formuliere.
Der Fehler liegt nicht in deiner Anmeldung und nicht im "anders Formulieren", sondern darin, dass du schlecht formulierst und mit deinen Versen nur hohle, sinnlose Aussagen produzierst. Dieses Urteil ist begründbar.

Zitat:
Seht eure Taten nicht, hört eure Worte nicht.
Heutzutage tun wir viel für unser zweites oder drittes Gesicht.
Der erste Vers ist ein Widerspruch: Er fordert die Menschheit auf, ihre Worte und Taten zu ignoieren, obwohl ihr sodann in einem wortreichen Sermon genau dies unter die Nase gerieben wird. Allerdings mit einem Perspektivwechsel. Der Autor kommt vom "Ihr" zum "Wir". Warum? Schließt er sich mit ein, oder ist das nur rhetorisch gemeint? Und was soll das "zweite oder dritte Gesicht" sein, für das "wir" angeblich viel tun? Und warum nur heutzutage? Was ist mit den tausenden von Jahren zuvor, seit es die Menschheit gibt?

Das "zweite Gesicht" ist ein feststehender Begriff, ist also mit einer Bedeutung besetzt. Es meint die Fähigkeit der außersinnlichen Wahrnehmung, die in verschiedenen Formen auftreten kann. Menschen, die über diese Fähigkeit verfügen, tun nichts dafür, sondern sind ihr in der Regel ausgesetzt. Die meisten leiden darunter und hätten diese Begabung lieber nicht.

Es ist also völlig unverständlich, was der Autor mit dem "zweiten oder dritten Gesicht" auszudrücken beabsichtigt.

Zitat:
Wir schwelgen in solchem Kummer, Verachtung und Wut,
denn diese Zeiten gerade tun uns alle nicht gut.
In den nächsten Versen wird auf "solchen Kummer", dabei hat er zuvor überhaupt keinen Kummer deutlich gemacht. Was soll der Leser damit anfangen? Wo ist der Rückbezug?

Grammatikalisch ist der Vers fehlerhaft, denn es müsste der unterschiedlichen Deklination wegen heißen: "Wir schwelgen in solchem Kummer, in solcher Verachtung und Wut". Das Problem hätte vermieden werden können, wenn der Autor das unnötige Füllwort "solcher" weggelassen hätte.

Im nächsten Vers auch wieder ein Bezug: "diese Zeiten". Welche Zeiten genau erfährt der Leser jedoch nicht. "gerade" gibt darüber keine Auskunft, sondern ist ein unschönes, überflüssiges Füllwort, das obendrein invers steht. Es wäre einfach gewesen, zu schreiben: "... denn die heutige Zeit tut uns allen nicht gut ..."

Zitat:
Die Menschen wachen Tag für Tag auf in dieser Welt.
Manche für Liebe und Glück, andere für Macht und Geld.
Viele für Schönheit und Selbstsucht, andere für Frieden und Gerechtigkeit.
Die Menschen schlafen Nacht für Nacht mit verlogener Trägheit.
Wieder ein Perspektivwechsel: Der Autor begibt sich vom der Ihr-Ansprache über das Wir auf die personale Ebene. Hat er sich als Erzähler zuvor noch einbezogen, geht er jetzt auf Distanz. Was dabei herauskommt, ist zunächst eine Binsenweisheit: Die Menschen wachen Tag für Tag auf, und zwar in dieser Welt. Nun ja, schlafen ist ein Grundbedürfnis, und in welcher Welt als dieser sollten sie das tun? Warum die Zweiteilung von Schönheit und Selbstsucht auf der einen Seite und Friede und Gerechtigkeit auf der anderen Seite? Warum sollte der Mensch nicht von vielen Emotionen, Vorstellungen, Wünschen, Überzeugungen und Anstößen gleichzeitig vorangetrieben werden? Tatsächlich ist es so, dass der Mensch Emotionen nicht beliebig ein- und ausschaltet, sondern von einem Konglomerat vermischter Emotionen, verbunden mit kognitiven Detail-Entscheidungen, gesteuert ist.

Letzter Vers: Im Schlaf ist der Mensch weder träge noch verlogen. Das Gegenteil ist der Fall. Er verbraucht ebenso Energie wie im wachen Zustand, und im Träumen steigen verdrängte Wahrheiten hoch. Lügen kann im Unterbewusstsein nicht stattfinden, sondern nur als eine kognitive Hochleistung, die darauf gerichtet ist, jemanden zu täuschen.

Zitat:
Wie konnten wir unsere Menschlichkeit tagtäglich verlieren?
Ihr beachtet die Augenhöhe als ein Kampf wie bei rachsüchtigen Tieren.
Argumentiert bis in die Ewigkeit ohne ein Kompromiss zu finden.
Denn Recht zu haben füllt die Lücken vergeblich mehr als sich menschlich zu binden.
Dritte Strophe:
Abermals Perspektivwechsel, und zwar gleich doppelt. Der Autor kommt wieder zum "Wir", aber im zweiten Vers zum "Ihr". Im ersten Vers beschuldigt er sich selbt mit, seine Menschlichkeit verloren zu haben, aber sodann zeigt er auf das "Ihr". Ja, was nun? Ist er einer von ihnen, oder ist er es nicht? Wie ein Schulfuchs steht er mit mahnendem Finger da: Ich auch, aber ihr, ihr, ihr, ihr ... ihr seid es ...

Die "Augenhöhe" des zweiten Verses kann der Leser vielleicht noch begreifen. Es geht wohl darum, dass das Streben nach Gleichsetzung Widerstand hervorruft. Aber was soll der Vergleich "wie bei rachsüchtigen Tieren"?

Welches Tier auf dieser Erde ist so menschengleich, dass es niedere Gedanken wie Rachsucht in sich tragen könnte? Rachsucht ist auf Planung in die Zukunft gerichtet, ist also auf Wesen beschränkt, die einen Zukunftsbegriff haben, der selbst gedacht, also nicht wie z.B. der Nestbau im nächsten Frühjahr, instinktgesteuert ist. Tiere nehmen Erfahrungen mit, um zu überleben, aber nicht, um nach Rache zu streben (wofür auch?) und darüber vielleicht ihre Instinkte zu verlieren. Derartige Gelüste sind dem Menschen vorbehalten, der nicht mehr im Überlebenskampf steht und sich deshalb jeden gefühlsgesteuerten Luxus leisten kann.

Sorry, lieber Autor, aber ein rachsüchtiges Tier müsste von Verhaltensforschern erst nachgewiesen werden.

Nächster Vers:
Der Autor bemängelt ein endloses Argumentieren ohne das Ergebnis eines Kompromisses. Er sollte der Dikdatur das Wort reden, dann wäre er diesen Vorwurf los. Vielleicht wäre ihm unter einem solchen Regime wohler.

Der vierte Vers ist ein verschwurbelter Nonsens, den ich beim besten Willen nicht mehr zu analysieren vermag. Da müssen einige Relais durcheinandergeflogen sein.

Deshalb mache ich an dieser Stelle Schluss.

Weshalb die Arbeit?

Es geht nicht um den Autor. Vielleicht ist er auf anderem Gebiet genial. Vielleicht wäre er sogar in der der Lage, irgendwann ein gutes Gedicht zu schreiben. Es geht um dieses Gedicht, dessen ersten drei Strophen ich meinen Schweiß gewidmet habe, um zu zeigen: So macht man es nicht! Das ist keine Lyrik, sondern episch ausgewalztes, aber dennoch hohles, undurchdachtes Geschwätz, das den Leser mit Defätismus beeindrucken will. Ach ja, die abgrundschlechte, verwerfliche Menschheit ... und ausgerechnet als Mensch anstatt als Wurm oder Nacktmolch muss man geboren worden sein. Welch grausames Schicksal, am Ende der Nahrungskette zu stehen und sich um sein Spiegelbild kümmern zu dürfen!

Der Mensch ist arm dran in seiner fast erreichten Göttlichkeit.
__________________

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Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 09:15   #11
männlich Walther
 
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Zitat:
Zitat von viopaol Beitrag anzeigen
Vielen Dank, dass es hier jemanden gibt der wirklich konstruktiv Kritik äußern kann. Dankeschön petrucci. Wünsche dir nur das Beste. Da können sich die anderen eine Scheibe von dir abschneiden.
lb viopaol,
wenn wir vom armen petrucci uns eine scheibe abschneiden, und zwar alle, bleibt bald nichts von ihm übrig.
an diesem satz kann man übrigens eines deiner formulierungsprobleme gut erkennen und herausarbeiten. die berufsschriftstellerin Mara Laue nennt das in ihrem hervorragenden schreibratgeber, den ich gerade mit vergnügen lese, "stilblüten".
ich darf ein bisschen werbung machen und auf ihre onlinetipps hinweisen, die sie regelmäßig bei zugetextet.com postet: http://www.zugetextet.com/?tag=schre...ann-man-lernen ich scanne gerade meine texte während der überarbeitung nach ihren vorschlägen. was man da findet, erstaunlich.
aber zurück zu thema. lyrik mag keine dogmen. kann man drüber streiten. gute sprache schon. da ist streit absolut ausgeschlossen. die muss auf jedenfall sein.
aber es gibt hoffnung. wie man oben lesen kann.
lg W.
Walther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 11:15   #12
männlich petrucci
 
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@MiauKuh

Eine kleine Geschichte aus meinem damaligen Studium. Die Hauptrolle nahm ein Kommilitone ein und zwei unterschiedliche Gestalten im "Lehrstuhl". Der eine war alt und ging wenig später ins Krankenhaus, der andere, der ihn dann ersetzte, war jünger, aber beide besaßen die gleichen Titel. (Das soll nichts aussagen, dient nur der Hierarchie).

Der erste Herr war bereits im fortgeschrittenen Alter und einer von der alten Schule "Vorschlaghammer". Später stand wissenschaftliches Arbeiten auf dem Plan und das wurde natürlich bewertet. Mein Mitstudent gab damals seine Arbeit ab und der Professor rastete aus, nahm den Wisch, sagte "Was erlauben Sie sich so einen Mist bei mir abzugeben", und warf ihn ins Eck.

Zwei Wochen später musste der Herr ins Krankenhaus. Und ich riet meinem Kumpel, der mit der Welt völlig fertig war, sein Studium abbrechen wollte, depressiv wurde, sich eine zweite Meinung einzuholen. Er war sehr fleißig, aber sein Erfolg war mäßig. Da sind Zweifel verständlich. Wenn Kritik und Zweifel amalgamieren, kann das schwierig werden.

Als er sich die zweite Meinung einholte, verlief einiges anders.

Die Arbeit war in der Tat nicht die beste Arbeit, so auch die zweite Meinung.
Die zweite Meinung war jedoch in der Lage, durch gezielte Förderung, durch gute Pädagogik, Neugier zu wecken, sie schuf Interesse und setzte bei den Stärken der Arbeit an.

Und ein halbes Jahr später hatte mein Kumpel Bestnoten und legte später seinen Doktor mit Auszeichnung und Ehre ab. Er hatte mich komplett überschattet.

Für gute Umgangsformen und für Wohlwollen, jemanden wirklich zu helfen, bedarf es kein Studium. Es bedarf großes Glück um gute Eltern und einen guten Charakter, der empathisch sein will. (Und hier geht es um Wollen).


Wer aber dieser harten Welt der "Internetkompetenz" angehören will, die weder einen Bildungshintergrund noch Seriosität aufweist, hobbyistisch wirkt und die Slots durch Profilneurosen füllt, sollte mit dieser einfach sympathisieren, um auf keine Widerstände zu stoßen. Auch wenn man die User in Wirklichkeit nicht mag.

Ich für meinen Teil mache das nicht. Sprache liegt mir am Herzen und im gleichen Zuge auch das Wohl der Autoren. Zugegebenermaßen bin ich dafür nicht zuständig, aber ich kann Rücksicht üben oder von meiner Eloquenz gebrauch machen und mir Worte suchen, die weniger schadhaft sind. Anstatt Worte zu suchen, die gezielt schaden sollen.

Das Forum hier ist für jeden frei zugänglich.

Und Ilka wird dieses Argument sicher aufgreifen und sagen, dass jeder Autor, der hier postet mit Gegenwind rechnen muss. Ja, natürlich ist das richtig.

Falsch ist es aber, jemanden fertig zu machen.
Und wie ich zwischen den Zeilen lese, möchtest du dich, MiauKuh, dieser Strömung anscheinend anschließen, oder? Wäre das etwas, worauf du stolz sein könntest? Ein Löwe hinter dem Bildschirm zu sein?

Ich warne ausdrücklich davor. Das ist zwar nur ein Forum, aber hinter den Bildschirmen sitzen immer noch Menschen.

In dem Sinne.

Dir eine schöne Woche, MiauKuh!

@viopaol

Verschaff dir eine dickere Haut und lerne zwischen Wohlwollen und Idiotie zu unterscheiden. Du kannst dir von allen Meinungen eine auswählen. Den Rest kann man ja ignorieren. Schau, ich mache das auch.

Dir alles Gute!
petrucci ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 12:23   #13
männlich Walther
 
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... Das ist zwar nur ein Forum, aber hinter den Bildschirmen sitzen immer noch Menschen. ...
Hi Petrucci,
das bestreitet niemand. kritik schmerzt immer - egal, wie man sie äußert. die konsequenz aus den reaktionen wäre demnach: bitte sagt zu texten nichts mehr. die erfahrung in foren zeigt nämlich, dass freundliche versuche, hinweise zu geben, exakt so enden wie deutliche, mit einem unterschied. deutliche hinweise helfen selten, aber doch, sanfte wirken so gut wie nie.
es besteht dabei ein unendlich großer unterschied zwischen virtueller und haptischer debatte. im gespräch kann man nachjustieren. man kann auf den gegenüber empathisch eingehen. in forendiskussion ist das schlicht und ergreifend unmöglich. die diskussion ist in ihrer sensitivitat und sensibilität so flach die der bildschirm. es gibt schwarz und weiß, und das ist es dann auch. alle anderen überlegungen scheitern an der eindimensionalität der debattenumgebung.
nix für ungut. deine gedanken habe ich sehr wohl verstanden, deine befürchtungen auch. eine änderung scheitert am medium des gesprächs. daran muss man sich gewöhnen. das gilt für kritisierte wie kritiker. dabei sei vorausgesetzt, dass hier niemand absichtlich schmerz zufügen will - wenigstens im fall von MiauKuh, Ilka und mir kann und muss man das.
lg W.
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Alt 01.09.2021, 12:31   #14
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Lieber petrucci,

dein Ansinnen in Ehren, aber dein Gleichnis ist völlig unpassend. Walther, MiauKuh und ich haben niemanden fertiggemacht, sondern einen Text besprochen, und zwar einen durch und durch grottigen Text. Einen Text kann man jedoch nicht fertigmachen, denn er ist keine Person.

Dein Gleichnis ist auch insofern unpassend, als der Autor unsere Kritik gar nicht zum Anlass nehmen will, seine Schreibfertigkeit zu verbessern. Er zieht es vor, in den Sack zu hauen.

Es gab in diesem Forum klügere Reaktionen auf berechtigte Kritik, nämlich die Frage nach Vorschlägen, wie man den Text verbessern könnte. Kurz gesagt: Wer an sich arbeiten will, muss erstens selbst die Bereitschaft dazu haben, und zweitens muss er den Gegenstand seiner Arbeit lieben. Nur so wird ein Schuh daraus. Mit Bauchpinselei ist hingegen niemandem geholfen.

In deinem Beispiel hat der Student nicht aufgegeben, sondern eine zweite Meinung eingeholt und sich zudem weiter anleiten lassen, und das war richtig. Jeder User in Poetry hat die gleiche Chance, er muss sie nur ergreifen wollen. Ich habe ganze Nächte damit verbracht, die Romanmanuskripte junger Schreiber zu lesen und ihre Texte zu besprechen. Nicht öffentlich, sondern per PN, denn diese User wollten eine ehrliche Meinung haben, keinen Welpenschutz. Hätten sie Angst haben müssen, persönlich fertiggemacht zu werden, hätten sie sich kaum jemals an mich gewandt.

Ilka
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Alt 01.09.2021, 13:02   #15
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Zitat:
Zitat von Walther Beitrag anzeigen
Hi Petrucci,
das bestreitet niemand. kritik schmerzt immer
Hallo Walther,

es gibt einen Unterschied zwischen:

"Deine Arbeit ist der letzter Schrott und gehört entsorgt"

und

"Lass uns das gemeinsam angehen, ich zeige Dir, wie man es besser oder anders machen könnte, ich kann dir xyz Bücher oder xyz Künstler empfehlen und setze dich mit xyz auseinander, dazu wäre xyz Hintergrundwissen sehr hilfreich + Quellen und das sind momentan deine Schwachstellen und das deine Stärken".

Beide Varianten sind Kritiken, aber nur eine davon schmerzt. Wer das Gegenteil behauptet, der ist einfach nicht seriös.

Es gibt auch den Anspruch, dass Leute einfach nicht gut schreiben wollen, sondern nur schreiben wollen, um das Schreiben als Ventil zu benutzen, aber völlig ohne Anspruch. Therapeutisches Schreiben ohne jegliche Literarizität.
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Alt 01.09.2021, 14:17   #16
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Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
Es gibt auch den Anspruch, dass Leute einfach nicht gut schreiben wollen, sondern nur schreiben wollen, um das Schreiben als Ventil zu benutzen, aber völlig ohne Anspruch. Therapeutisches Schreiben ohne jegliche Literarizität.
Richtig, petrucci. Dafür gibt es Tagebücher und die heimische Schublade. Da kann man sich nach goodwill austoben. Wer jedoch veröffentlicht, will ein feedback haben.

Es gibt auch die Möglichkeit, seinem besten Freund oder seiner besten Freundin Briefe zu schreiben und darin seine Befindlichkeiten mitzuteilen. Seit einigen hunderten Jahren haben das Menschen so gehalten, und zwar in einem so bestechend guten Stil, dass ihre Briefe noch heute veröffentlicht und gelesen werden, obwohl sie keine Literaten waren. Sie brauchten das Schreiben nicht als Wissensfach zu studieren, wie es heute üblich ist, sondern sie bekamen es in jeder kultivierten Familie von Kindheit an beigebracht, sich gut auszudrücken.

Man kann es dem modernen Menschen nicht vorwerfen, dass unser Bildungsniveau seit über einem halben Jahrhundert den Bach runtergeht und die deutsche Sprache nur noch larifari gehandhabt wird. Man sollte sich dessen aber bewusst sein. Wer trotzdem meint, sich ausgerechnet lyrisch äußern zu wollen, sollte der Sprache Liebe und Respekt zollen oder das Schreiben besser lassen. Dieses Forum braucht nicht zwangsläufig noch einen Beweis mehr, dass die Abiturienten von heute weder richtig schreiben noch rechnen können, aber die Studenten sein werden, bei denen ich vielleicht später, nach ihren Abschlüssen und einem dubios erworbenen Doktortitel, auf dem Operationstisch liegen muss.

Petrucci, du hast offensichtlich die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Qualität war gestern. Heute gilt nur noch: Alles, und zwar ohne Anstrengung und sofort. So wurde die Jugend seit den 70er Jahren erzogen: Alles Prinzen und Prinzessinnen, die allein deshalb schon gefeiert werden müssen, weil sie vorhanden sind. Sie können dir jeden Mist erzählen, er wird trotzdem unter "hochbegabt" für jeden sichtbar an den nächsten Baum genagelt.

Unterschiede werden nicht mehr gemacht, Lehrer haben mit Inklusion ihren Schaff, wo Experten ran müssten. Sie können ihren Stoff nicht mehr vermitteln, weil sie zu Hobby-Psychologen abkommandiert sind. Die Verdummung unserer Gesellschaft nimmt messbar zu (das ist keine Behauptung von mir, sondern nachgewiesen).

Leider ist der Niedergang der deutschen Sprache (damit meine ich nicht ihre natürliche Entwicklung) nur eins der vielen Anzeichen, dass wir auf einen Abgrund zurasen, weil wir vor allem, was den Ideologien der vergangenen fünfzig Jahre nicht standgehalten hat, immer noch die Augen zudrücken.
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Alt 01.09.2021, 15:29   #17
männlich Walther
 
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Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
... "Deine Arbeit ist der letzter Schrott und gehört entsorgt" ... Therapeutisches Schreiben ohne jegliche Literarizität.
Hallo Petrucci,
ad 1) das habe ich bewusst nicht so geschrieben. und ich habe begründet, warum der text so wenig brauchbar ist. meine formulierung war hart, aber nicht beleidigend und verletzend. ich bitte darum, mich in zukunft korrekt zu zitieren. wer kritisiert, muss zuerst einmal sauber arbeiten. das ist der anfang von allem.
ad 2) therapeutisches schreiben hat nichts in foren zu suchen. es gehört auf die private festplatte oder ins webhosting. es gibt, auch das gehört zum respekt vor den anderen, noch leser in foren, die textarbeit machen wollen. es gehört sich also, erst einmal selbst kritisch zu prüfen, ob der eigene text veröffentlichungsreif ist.
foren, lb. Petrucci, sind öffentlichkeit und damit publikationsorte. da gelten gewisse mindeststandards. darauf kann man übrigens ohne gesonderten hinweis von selbst kommen.
alles andere gehört ins private. und auch da muss man wissen, was man wem zu gehör oder vor augen bringt.
lg W.
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Alt 01.09.2021, 16:05   #18
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Hallo Walther,

etwas anderes geht es euren Kritiken nicht hervor, nämlich, dass es Müll und grottig ist und kein Respekt vor der Sprache herrscht. Der Duktus lässt nichts anderes zu, als die Annahme der Herabwertung. Jedenfalls empfinde ich das als jemand, der die Kritiken liest.

Die positiven Seiten wurden nicht erwähnt. Die Rechtschreibung könnte viel schlechter sein, das Gleiche gilt für die Orthographie. Ein Katastrophentext sieht anders aus. Hier wurde erst kürzlich einer veröffentlicht, bei dem sich meine Nerven blank legten.

Auch hat der Autor sich einen Kopf über die Form gemacht. Die Strophen sind voneinander abgegrenzt und es wurde sich um Interpunktion bemüht.

Es ist kein Text, der lieblos wirkt. Lieblosigkeit und Grottigkeit sehen völlig anders aus.

Außerdem wurden die Kritiken (weniger von Dir, Walther) sehr absolut ausgelegt. Ich bezweifle es im höchsten Maße, dass ein erfolgsloser Hobbyist, der selbst nicht ansatzweise mediokere Werke schreibt, einzuschätzen vermag, was es überhaupt mit Literarizität auf sich hat. Kommt dann noch unbegründete Härte dazu, wirkt das eben inkompetent.

Hier wird sich viel mehr auf Standardbücherwissen berufen, das man irgendwann mal in einem Lehrgang aufgeschnappt hat. Jedenfalls kommt mir das so vor. Daran ist nichts Schändliches. Schändlich ist es, genau jenes als absoluten Maßstab anzusetzen. Hier wäre es klüger zu sagen: "Auf mich wirkt es wie folgt" anstatt zu schreiben: "Es ist." Denn das Dümmste, das es auf dieser Welt gibt, ist eine Meinung, die glaubt, sie sei die einzig gültige.

Der Autor hat sich mit den neun Strophen, im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten, viel Arbeit gemacht. Also besteht Respekt zur Sprache und ein Verlangen sich auszudrücken.

Für mich ist Respektlosigkeit der Sprache gegenüber der Genderwahn (siers, ersie, *ens, usw...) und die berüchtigte "Kanaksprakk".

Deswegen, ich würde mir wünschen... Wenn schon harte Worte fallen, dann sollten auch gute Worte fallen, die die Schläge etwas abmildern. Denn so schwierig wie ein gutes Gedicht, kann das doch nicht sein.

Und ja, der Text ist nicht der Beste, es gibt aber wesentlich schlechtere Texte. Deswegen nicht in den Müll. Weg mit Redundanz, Grundlagen pauken, aufs Wesentliche reduzieren und neu schreiben. Rhythmus ist in 2021 bei weitem nicht mehr so wichtig wie im 19. Jhrd.

Und wenn der Autor das nicht möchte, dann kann keiner hier etwas daran ändern. Das hat man zu respektieren, ohne nachzutreten.

Für mich erklärt sich die Reaktion des TE von selbst. Friss oder stirb und dann erwartet man noch Unterwürfigkeit. Auf diese Weise funktioniert Diktatur, aber keine literarische Förderung.
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Alt 01.09.2021, 16:08   #19
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Ich verstehe sie beide echt nicht, @Walther @Ilka-Maria. Ich habe im Internet nachgeschaut wo man Gedichte posten kann um einfach seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, aber anscheinend gibt es hier wohl echt harte Gesetze. Ich komme mir ja vor wie in Nordkorea. Mir wurde vorgeschlagen, dass diese Seite einfach zum Teilen von Gedichten dient, aber anscheinend gibt es hier wohl Hobby-Kritiker, die nicht mal genau wissen was es bedeutet Kritik zu geben oder einfach die Arbeit eines anderen so dermaßen schlecht zu reden um ihn von dieser Plattform wegzujagen. Ich muss mich hier nicht beweisen mit meiner Art wie ich Gedichte schreibe das obliegt ganz allein in meiner Hand. Sie können so viel schlecht argumentierte Kritik abgeben wie sie möchten diese kommt, aber bei mir nicht an. Diese Art ist einfach nur zum Würgen wirklich. Hier Fehler, da Fehler, das ist der letzte Schrott. Ich dachte im Alter kommt die Reife und man weiß wie man mit seinen Mitmenschen redet, aber das ist wirklich das Allerletzte. Ich werde auf dieser Seite nichts mehr veröffentlichen, da es diese Seite einfach nicht verdient. Ich habe schon mehrere Gutachten von Dichter*innen und Lyriker*innen der Frankfurter Bibliothek erhalten und diese Kritik nehme ich gerne an, weil diese Menschen Ahnung haben von dem was sie tun. Also bitte eignet euch etwas Knigge an und seid nicht so herablassend zu neuen Usern. Schönen Tag euch noch.

PS: Das Gutachten war so gut, dass mehrere Gedichte in ein persönliches Buch der Frankfurter Bibliothek mit eingebunden war.
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Alt 01.09.2021, 16:14   #20
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@viopaol

Ganz unberechtigt ist die Kritik nicht, nur das "Wie" ist fragwürdig.

Die Frankfurter Bibliothek ist Pfeifentabak und in meinen Augen sogar unseriös.

Leipzig wäre ein Lob, das uns allen aber nicht zu teil kommen wird.
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Alt 01.09.2021, 16:36   #21
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Ist diese ganze Diskussion hier eine Satire auf den Zeitgeist? Falls ja, finde ich sie sehr gelungen...

Zitat:
Ich komme mir ja vor wie in Nordkorea.
Ohne Worte...
klaatu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 16:48   #22
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[QUOTE=petrucci;565772...
Die Frankfurter Bibliothek ist Pfeifentabak und in meinen Augen sogar unseriös.

Leipzig wäre ein Lob, das uns allen aber nicht zu teil kommen wird.[/QUOTE]Hi,
in der tat, pfeifentabak ist noch eine nettigkeit. sorry, aber Leipzig ist ein closed-shop und daher nicht satisfaktionsfähig. auf deren urteil gebe ich ebenfalls nichts, aber aus anderen gründen.
lg W.
Walther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 17:04   #23
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Zitat:
Zitat von viopaol Beitrag anzeigen
Ich habe schon mehrere Gutachten von Dichter*innen und Lyriker*innen der Frankfurter Bibliothek erhalten und diese Kritik nehme ich gerne an, weil diese Menschen Ahnung haben von dem was sie tun.
Dem kann - und muss ich sogar - ohne jeden Gewissensbiss widersprechen. Diese Menschen mögen Ahnung haben, aber für ihr Geschäftsmodell brauchen sie diese Ahnung nicht. Was sie betreiben, ist knallharte Abzocke. Diese Leute leben von Naivlingen, die sich großartig fühlen, wenn ihre Gedichte abgedruckt werden. In Wahrheit nimmt die Brentano-Gesellschaft jedoch alles, was sie bekommen kann, um jedes Jahr einen Band zusammenzubekommen, den sie dann diesen Schreibern verkaufen können - bevorzugt kurz vor Weihnachten, damit diese dann ihre Exemplare den Verwandten und Freunden schenken können. Dafür müssen sie ungefähr 1.000 Texte - Gedichte kann sie meistens nicht nennen - zusammenbekommen.

Ich habe einen dieser Bände versuchsweise erworben - einmal und nie wieder. Lektorat? Praktisch nicht vorhanden. Die Gedichte sind größtenteils nicht nur handwerklich und inhaltlich unterirdisch, sondern voller Rechtschreib- und Grammatikfehler. Das alles ist den Leuten von der Brentano-Gesellschaft egal, es geht nur ums Geschäft.

Die Bibliothek deutschsprachiger Gedichte hat das gleiche Geschäftsmodell, geht aber bei der Auswahl etwas wählerischer vor. Dort nehme ich jedes Jahr am Wettbewerb teil, und einmal habe ich sogar etwas gewonnen. Aber mir genügte der Kauf eines einzigen Bandes, um zu sehen, dass auch hier auf korrekten Umgang mit der Sprache nicht geachtet wird und es vornehmlich darauf ankommt, eine gewisse Anzahl von Seiten für den Jahresband zu füllen. Diese Gesellschaft hat noch nie ein Gedicht von mir abgelehnt, jedes Jahr erscheint also eins von mir im aktuellen Band; aber ich werde den Teufel tun, nochmal einen zu kaufen, denn das wäre rausgeschmissenes Geld.

Klar, dass beide Unternehmen - denn es handelt sich um nichts als profitorientierte Unternehmen - auch die Fertigung persönlicher Gedichtbände anbietet. Doch dafür muss der Autor bezahlen, und nicht zu knapp.

Auch werden Lehrgänge für lyrisches Schreiben angeboten, ebenfalls zu horrenden Preisen.

Dies aber nur zur Auffrischung, denn über das Wesen solcher Wettbewerbsvereine hatten wir schon in der Vergangenheit in diesem Forum debattiert. Es sind reine Abzocker-Gesellschaften, die sich die Kreativität ihrer "Kunden" zunutze macht, ohne ihnen dafür einen Cent zu bezahlen. Insofern hat petrucci völlig recht, wenn er sie unseriös nennt.

Von nix kommt nix. Ich habe in den vergangenen fünf Jahren für drei Lehrgänge in kreativem Schreiben, Romanschreiben, Drehbuchschreiben und Psychologie, durchgeführt von der Studiengemeinschaft Darmstadt, über 5.000 Euro bezahlt und mich durch geschätzt 250 Bücher über kreatives Schreiben, Filmtheorie, Psychologie, Mythologie und Kriminologie gewühlt, deren Kosten zu evaluieren ich mir nicht die Mühe machen will - abgesehen von den vielen Stunden, die ich mit Videos im Internet zu diesen Themen verbracht habe.

Und da kommt mir so ein Naivling mit der Frankfurter Brentano-Gesellschaft daher, die man für ihren irreführenden Namen verklagen müsste. Das letzte, was diese Abzocker im Sinn haben, ist die Pflege der Literatur.
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Alt 01.09.2021, 17:07   #24
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Zitat:
Zitat von petrucci Beitrag anzeigen
...
etwas anderes geht es euren Kritiken nicht hervor, nämlich, dass es Müll und grottig ist und kein Respekt vor der Sprache herrscht. Der Duktus lässt nichts anderes zu, als die Annahme der Herabwertung. Jedenfalls empfinde ich das als jemand, der die Kritiken liest.

...

Und wenn der Autor das nicht möchte, dann kann keiner hier etwas daran ändern. Das hat man zu respektieren, ohne nachzutreten.

...

Für mich erklärt sich die Reaktion des TE von selbst. Friss oder stirb und dann erwartet man noch Unterwürfigkeit. Auf diese Weise funktioniert Diktatur, aber keine literarische Förderung.
ad 1) man darf einen schlechten text einen schlechten text nennen. das ist geschehen. ich will bewusst den duktus nicht bewerten, weil er zu großen teilen nicht der meine ist. man kann sich über formulierungen immer trefflich streiten. was du hier als "abwertend" betrachtest, sehen andere nicht so. meine erfahrung zeigt, dass jede kritik, wie auch immer sie dargelegt wird, ähnliche reaktionen auslöst. der autor verhält sich also erschreckend "normal". wer foren länger kennt, weiß das.
ad 2) der autor ist immer herr seiner texte. er kann schreiben, was und wie er möchte, solange er sich im rahmen des rechts bewegt. der kritiker darf zugleich seine ansicht über das gelesene in der form ausdrücken, wie immer er möchte, solange er sich im rahmen des rechts bewegt. beide müssen damit leben. ich kann mit beidem leben. der autor kann es offensichtlich nicht. meine sicht der dinge ist: sein pech, nicht meines.
ad 3) von unterwerfung hat hier niemand gesprochen. das ist wieder eine - sagen wir es einmal freundlich - unzulässige unterstellung. es bringt nichts, wenn dinge in kritiken, auch wenn sie scharf formuliert sind, hineininterpretiert werden, die dort nicht stehen. diese art der argumentation bringt übrigens niemandem etwas. dem autor nicht, der sich in seiner ablehnung auch des substantiellen teils der kritik bestätigt fühlt, weil er die kritiker auf diese weise getrost ablehnen darf, ohne sich zu fragen, woher die harte kritik denn sachlich kommt, und dem kritiker nicht, weil man ihn so vor die wand stellt, indem man ihm mitteilt, er habe sich ungehörig verhalten.
ad 4) schade drum. lerneffekt auf allen seiten ist exakt null. jetzt wird sicher klar, warum ich weiter oben überspitzt formuliert habe, ob man kritik nicht besser ganz sein lässt. der verlauf dieses fadens lässt durchaus den schluss zu, dass man besser nichts sagt. geholfen ist damit keinem. aber zeit und emotionale kraft wird auf diese weise eingespart, um in eigene textprojekte investiert zu werden.
das ist exakt der grund, warum ich wenig kritisiere - und dann warum die anmerkungen meist kurz und sehr pointiert sind.
so long. W.
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Alt 01.09.2021, 17:08   #25
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Ich habe schon mehrere Gutachten von Dichter*innen und Lyriker*innen der Frankfurter Bibliothek erhalten und diese Kritik nehme ich gerne an, weil diese Menschen Ahnung haben von dem was sie tun.
Dem kann - und muss ich sogar - ohne jeden Gewissensbiss widersprechen. Diese Menschen mögen Ahnung haben, aber für ihr Geschäftsmodell brauchen sie diese Ahnung nicht. Was sie betreiben, ist knallharte Abzocke. Diese Leute leben von Naivlingen, die sich großartig fühlen, wenn ihre Gedichte abgedruckt werden. In Wahrheit nimmt die Brentano-Gesellschaft jedoch alles, was sie bekommen kann, um jedes Jahr einen Band zusammenzubekommen, den sie dann diesen Schreibern verkaufen können - bevorzugt kurz vor Weihnachten, damit diese dann ihre Exemplare den Verwandten und Freunden schenken können. Dafür müssen sie ungefähr 1.000 Texte - Gedichte kann sie meistens nicht nennen - zusammenbekommen.

Ich habe einen dieser Bände versuchsweise erworben - einmal und nie wieder. Lektorat? Praktisch nicht vorhanden. Die Gedichte sind größtenteils nicht nur handwerklich und inhaltlich unterirdisch, sondern voller Rechtschreib- und Grammatikfehler. Das alles ist den Leuten von der Brentano-Gesellschaft egal, es geht nur ums Geschäft.

Die Bibliothek deutschsprachiger Gedichte hat das gleiche Geschäftsmodell, geht aber bei der Auswahl etwas wählerischer vor. Dort nehme ich jedes Jahr am Wettbewerb teil, und einmal habe ich sogar etwas gewonnen. Aber mir genügte der Kauf eines einzigen Bandes, um zu sehen, dass auch hier auf korrekten Umgang mit der Sprache nicht geachtet wird und es vornehmlich darauf ankommt, eine gewisse Anzahl von Seiten für den Jahresband zu füllen. Diese Gesellschaft hat noch nie ein Gedicht von mir abgelehnt, jedes Jahr erscheint also eins von mir im aktuellen Band; aber ich werde den Teufel tun, nochmal einen zu kaufen, denn das wäre rausgeschmissenes Geld.

Klar, dass beide Unternehmen - denn es handelt sich um nichts als profitorientierte Unternehmen - auch die Fertigung persönlicher Gedichtbände anbietet. Doch dafür muss der Autor bezahlen, und nicht zu knapp.

Auch werden Lehrgänge für lyrisches Schreiben angeboten, ebenfalls zu horrenden Preisen.

Dies aber nur zur Auffrischung, denn über das Wesen solcher Wettbewerbsvereine hatten wir schon in der Vergangenheit in diesem Forum debattiert. Es sind reine Abzocker-Gesellschaften, die sich die Kreativität ihrer "Kunden" zunutze macht, ohne ihnen dafür einen Cent zu bezahlen. Insofern hat petrucci völlig recht, wenn er sie unseriös nennt.

Von nix kommt nix. Ich habe in den vergangenen fünf Jahren für drei Lehrgänge in kreativem Schreiben, Romanschreiben, Drehbuchschreiben und Psychologie, durchgeführt von der Studiengemeinschaft Darmstadt, über 5.000 Euro bezahlt und mich durch geschätzt 250 Bücher über kreatives Schreiben, Filmtheorie, Psychologie, Mythologie und Kriminologie gewühlt, deren Kosten zu evaluieren ich mir nicht die Mühe machen will - abgesehen von den vielen Stunden, die ich mit Videos im Internet zu diesen Themen verbracht habe.

Und da kommt mir so ein Naivling mit der Frankfurter Brentano-Gesellschaft daher, die man für ihren irreführenden Namen verklagen müsste. Das letzte, was diese Abzocker im Sinn haben, ist die Pflege der Literatur.

Im übrigen wäre ich dir, vioapol, sehr verbunden, dieses Forum mit dem hirnrissigen Gendern zu verschonen. Wir sind Dichter und Autoren, auch ohne Sternchen. Mit deinem vorauseilenden Gehorsam gegenüber einem derartigen Schwachsinn hättest du in Nordkorea ein heimisches Nest.
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Alt 01.09.2021, 17:22   #26
männlich petrucci
 
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@Walther

In der Tat bin ich in der Forenwelt neu und kenne Kritik nur aus der Uni, ausm Schreiberkreis und ausm Beruf. Da geht es in der Tat anders zu. Das ist jedenfalls meine Erfahrung und die war bisher ein fruchtbarer Nährboden und Kritik war sehr angenehm und hilfreich.

Und ja, man darf einen schlechten Text schlecht nennen.
Nur, was hat man als kluger Mensch davon?
Vielleicht bin ich blöd, aber eine Antwort finde ich nicht.

In dem Sinne, Weiteres fällt mir nicht mehr ein.
petrucci ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 17:37   #27
männlich Walther
 
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Zitat:
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@Walther

In der Tat bin ich in der Forenwelt neu und kenne Kritik nur aus der Uni, ausm Schreiberkreis und ausm Beruf. Da geht es in der Tat anders zu. Das ist jedenfalls meine Erfahrung und die war bisher ein fruchtbarer Nährboden und Kritik war sehr angenehm und hilfreich.

Und ja, man darf einen schlechten Text schlecht nennen.
Nur, was hat man als kluger Mensch davon?
Vielleicht bin ich blöd, aber eine Antwort finde ich nicht.

In dem Sinne, Weiteres fällt mir nicht mehr ein.
Hi,
wie ich weiter oben schrieb: wenn man angesicht zu angesicht ist, sieht alles ganz anders aus. das ist leider die realität.
in foren ist alles ein wenig anders. es fehlen die haptischen teile der kommunikation. sie sind entscheidend für die schattierungen dessen, was man sagt und wie man es sagt.
am ende herrscht die verbreitete ansicht, gedichte zu schreiben wäre einfach. das ist ungefähr das falscheste, das man glauben kann. je kürzer und verdichteter die sprache, umso schwieriger wird es, etwas brauchbares zustande zu bringen.
lg W.
Walther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 17:41   #28
männlich MiauKuh
 
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Zitat:
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[...]

Und wie ich zwischen den Zeilen lese, möchtest du dich, MiauKuh, dieser Strömung anscheinend anschließen, oder? Wäre das etwas, worauf du stolz sein könntest? Ein Löwe hinter dem Bildschirm zu sein?

[...]
Hallo petrucci,

neee, da hast du dich zwischen den Zeilen verlesen. Wie kommst du darauf, dass ich jemanden fertig machen will? Weder will, noch wollte, noch werde ich das. Mir geht es bei dem Miteinander hier um die Texte und ihre Themen. Die Autoren dahinter kenne ich überhaupt gar nicht. Ich setze mich doch auch nicht mit sinnloser Wut heraus hier hin und schreibe zu irgendwem irgendwas garstiges und bösartiges und will ihn damit verärgern und dann freue ich mich auch noch??? Son Quatsch. Und nun ist aber mal gut

Liebe Grüße
MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2021, 17:51   #29
weiblich Ilka-Maria
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petrucci, zwar hast hast du Walther angesprochen, aber ich traue mich dennoch, mich einzumischen.

Was du sagen willst, kommt durchaus an. Nur hast du bei deinen Argumenten übersehen, dass es sich um zwei Welten handelt, wenn man sich persönlich gegenübersitzt und somit Auge in Auge diskutiert oder wenn man anonym im Internet streitet. Dabei sollte doch eigentlich das Problem dieses unterschiedlichen Verhaltens hinlänglich bekannt sein.

Du gehst von deinen Erfahrungen an der Uni aus. Dort befandest du dich jedoch bereits in einem "handverlesenen" Kreis mehr oder weniger Gleichaltriger mit ähnlicher Sozialisierung. Auch bei noch so unterschiedlichen Meinungen ward ihr auf einem ungefähr gleichen Level, diskutiertet auf gleicher Augenhöhe und wolltet euch keine Feindschaften einhandeln, denn ihr wolltet ja auch in Zukunft noch zusammenkommen und diskutieren. Ihr kanntet euch mit all euren Liebenswürdigkeiten, Ecken und Kanten und hattet dadurch die Möglichkeit, immer die Balance zu halten. Vielleicht kamen auch noch Interessen außerhalb der Uni dazu, die zusammenschweißten.

Hier im Forum sieht die Sache völlig anders aus. Hier kommt alles zusammen, aus jedem Jahrgang, aus jeder Schicht, auf jedem Level, von unterschiedlichsten Interessen usw. usf. Gerade deswegen ist die Person hinter den Texten nicht relevant, denn niemand kennt sie. Bewertet wird allein der Text. Er steht völlig nackt und preisgegeben da, und wie beim Kauf eines Pferds schaut man ihm ins Maul. Dann fällt das Urteil: tauglich oder nichttauglich.

Niemand fragt nach dem Verkäufer. Er kann ein Junker mit eigenem Gestüt oder ein Rosshändler vom nachbarlichen Markt sein, vielleicht auch ein Pferdedieb ... den Käufer interessiert nur das Pferd.

So ist es mit den Texten, die in Poetry veröffentlicht werden. Sie sind gut oder schlecht. Beides muss gesagt werden dürfen. Wenn sich die Person dahinter damit identifiziert, wenn sie nicht unterscheiden kann zwischen Tun und Sein, ist das ihr Problem. Ein Gedicht mag Teile des Autors in sich tragen, es ist aber nicht der Autor, sondern nur es selbst. Wie auch der Autor nur er selbst ist und bleibt.
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Alt 01.09.2021, 18:13   #30
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@Ilka-Maria -

Es ist wie es ist, Ilka-Maria.
Von einer intelligenten und erwachsenen Person mit einem erhöhten Bildungsstandard, wie du ihn besitzt, kann man in der Regel mehr erwarten als das Eisen-Amboss-Prinzip.

Ein Knigge muss nicht sein, aber Worte die Interesse wecken, statt es abzutöten, wäre schon nicht ganz ohne. Die Skills hättest du, die Ausführung hinkt.
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Alt 01.09.2021, 19:29   #31
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@Ilka-Maria -

Es ist wie es ist, Ilka-Maria.
Von einer intelligenten und erwachsenen Person mit einem erhöhten Bildungsstandard, wie du ihn besitzt, kann man in der Regel mehr erwarten als das Eisen-Amboss-Prinzip.
Solches Bauchgepinsel brauche ich nciht, petrucci. Ich mache so oder so mein eigen Ding.

Zu meiner Zeit konnte jeder Schüler nach dem sechsten Schuljahr mit Sprache sauber umgehen. Er beherrschte den Ausdruck und die Regeln der Deklination und Konjugation.

Heute lässt man die Endungen weg, vergewaltigt die Syntax, bläht Texte mit Adjektiven auf, entfremdet Wörter und spaltet sie obendrein mit Gendersternchen oder Doppelpunkten. Der Irrsinn bedankt sich und zieht den Hut vor so viel Huldigung.
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Alt 01.09.2021, 23:21   #32
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Diese(r)*** Texti:innen verdienerinnen drei Gendersterninnen
sagt der Aborigin*E
Orakel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 09:42   #33
männlich Walther
 
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Zitat von Orakel Beitrag anzeigen
Diese(r)*** Texti:innen verdienerinnen drei Gendersterninnen
sagt der Aborigin*E
du solltest früher schlafen gehen.
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Lesezeichen für Das Jahr des Aufbruchs

Stichworte
gesellschaft, jahr, tiefgründig

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