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Alt 28.10.2020, 12:40   #1
weiblich Ilka-Maria
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Standard Die Frage nach dem Sinn

Richtig: Da fällt den meisten Lesern die Frage nach dem Sinn des Lebens ein. Obwohl es nur der Zufall zugelassen hat, dass wir leben. Eine Spermie unter vielen hatte es geschafft ... et voilà!

Jetzt sind wir also da, reiben uns verwundert die Augen und stellen fest, dass das Leben einfach nur zu leben bedeutet, aber keinen eigentlichen Sinn hat. Gäbe es uns nicht, wäre die Welt auch in Ordnung.

Aber es gibt uns nun einmal. Und damit stellt sich die nächste Frage: Welchen Sinn hat das Sterben?

Und diese Frage ist fundamentaler als die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir wachsen auf, entwickeln uns zu mehr oder weniger sozialen Wesen, häufen Berge an Wissen an (oder auch nicht), lernen Länder, Kulturen und Sprachen kennen, bis uns der Kopf raucht ...

... und das alles, um eines Tages unsere Kräfte schwinden zu sehen, uns niederzulegen und auf den letzten Schlag unseres Herzens zu warten?

Kann nicht wahr sein! schreit der Verstand. Wofür das alles?

Offensichtlich hat Mütterchen Natur hier einen Fehler gemacht und unbemerkt eine Masche fallen lassen. Aber was oder wer ist schon perfekt?

Unser Leben und Sterben ... ein Pullover mit Löchern. Mal sehen, ob Mütterchen Natur den Fehler erkennt und zur Korrektur bereit ist.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2020, 01:26   #2
männlich Kant
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Dabei seit: 10/2020
Beiträge: 10

Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Richtig: Da fällt den meisten Lesern die Frage nach dem Sinn des Lebens ein. Obwohl es nur der Zufall zugelassen hat, dass wir leben. Eine Spermie unter vielen hatte es geschafft ... et voilà!

Jetzt sind wir also da, reiben uns verwundert die Augen und stellen fest, dass das Leben einfach nur zu leben bedeutet, aber keinen eigentlichen Sinn hat. Gäbe es uns nicht, wäre die Welt auch in Ordnung.

Aber es gibt uns nun einmal. Und damit stellt sich die nächste Frage: Welchen Sinn hat das Sterben?

Und diese Frage ist fundamentaler als die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir wachsen auf, entwickeln uns zu mehr oder weniger sozialen Wesen, häufen Berge an Wissen an (oder auch nicht), lernen Länder, Kulturen und Sprachen kennen, bis uns der Kopf raucht ...

... und das alles, um eines Tages unsere Kräfte schwinden zu sehen, uns niederzulegen und auf den letzten Schlag unseres Herzens zu warten?

Kann nicht wahr sein! schreit der Verstand. Wofür das alles?

Offensichtlich hat Mütterchen Natur hier einen Fehler gemacht und unbemerkt eine Masche fallen lassen. Aber was oder wer ist schon perfekt?

Unser Leben und Sterben ... ein Pullover mit Löchern. Mal sehen, ob Mütterchen Natur den Fehler erkennt und zur Korrektur bereit ist.
Es ist einfach. Das ist es wirklich. Wir kommen auf den ersten philosophisch-epistemologischen semantischen Widerspruch zurück. Wir wissen, dass wir nichts wissen. Sokrates hat wirklich schon alles gesagt, was hier gesagt werden kann. Wir haben eine begrenzte Sicht der Welt. Wir können 2 Dimensionen wahrnehmen. Jedes Bild, das wir mit unserem Gehirn verarbeiten, ist ein einziges Bild, das wir dann aneinander reihen, so dass wir uns nur die dritte Dimension vorstellen können, aber das ist nicht einmal wirklich eine dritte Dimension. Wir denken zweidimensional und nicht dreidimensional, was bedeutet das also? Alles, was wir erklären wollen, können wir nur innerhalb der Welt erklären, aber wenn wir die Welt, d.h. die Existenz, erklären wollen, müssen wir eine Dimension weitergehen, um das ganze Bild zu haben, nur dann können wir verstehen, was Verstehen dann auch bedeutet. Es gibt mehr Dimensionen, man muss das akzeptieren. Es ist nicht nur eine Theorie, es ist uns jetzt klar, dass es solche Dimensionen geben muss (siehe zum Beispiel die Dunkle Materie. Wir haben sogar eine Karte von ihnen. Es gibt Dinge, die außerhalb unserer materialistischen Welt "existieren", aber wir haben keinen Zugang zu ihnen), aber das bedeutet! dass wir als Wesen, die nur zweidimensionales Denken haben, die Welt überhaupt nicht erklären können, weil wir ein anderes DENKEN haben müssen, das wir nicht haben. Deshalb, liebe Ilka, können wir keinen Sinn erkennen oder mit unseren Gehirnen erklären. Wir können nur an etwas glauben, wenn wir es wollen.

https://www.youtube.com/watch?v=jI50HN0Kshg
Kant ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2020, 01:46   #3
männlich Ex-Ralfchen
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Dabei seit: 10/2009
Alter: 74
Beiträge: 17.358

Zitat:
Zitat von Kant Beitrag anzeigen
...Sokrates hat wirklich schon alles gesagt, was hier gesagt werden kann. Wir haben eine begrenzte Sicht der Welt. Wir können 2 Dimensionen wahrnehmen. Jedes Bild, das wir mit unserem Gehirn verarbeiten, ist ein einziges Bild, das wir dann aneinander reihen, so dass wir uns nur die dritte Dimension vorstellen können,
Servus K -

Ich bin Sokratiker, und gebe dir in Bezug auf diesen großen Denker und Suchenden nach der Wahrheit natürlich 100 % recht. In diesem Zusammenhang wurde alles gesagt. Aber es ist nicht so, dass wir nur zwei Dimensionen sehen. Wir sind in der Lage bereits vier Dimensionen zu sehen und mehr Dimensionen zu erahnen.

Ich glaube der Sinn beziehungsweise dessen Suche hat mit unserer Sehnsucht nach Unsterblichkeit zu tun. Diese werden wir in etwa 500 Jahren erreichen, durch Downloads unseres kompletten persönlichen. also Identität, Erinnerungen, mind etc. und die verfügung über perfekt geklonte ICHs.

Viele liebe Grüße!
r
Ex-Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2020, 15:02   #4
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 25.720

Was ist Sterblichkeit?

Der Mensch wandelt sich nach dem Tod stofflich um und wird letzendlich zu Energie. Deshalb müsste die Aussage eigentlich heißen: Der ewige Zustand des Menschseins ist keine Option, er geht in eine Metamorphose über.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2020, 15:14   #5
männlich Ex-Ralfchen
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Dabei seit: 10/2009
Alter: 74
Beiträge: 17.358

Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Was ist Sterblichkeit?

Der Mensch wandelt sich nach dem Tod stofflich um und wird letzendlich zu Energie. Deshalb müsste die Aussage eigentlich heißen: Der ewige Zustand des Menschseins ist keine Option, er geht in eine Metamorphose über.
Absolut richtig. Über andere Aspekte zu diskutieren ist sinnlos. Denn man kommt darauf zurück dass wir gar nichts wissen.

wie aus Platon hervorgeht, kommt Sokrates im Bereich des Wissens nicht weiter und tritt offensichtlich deshalb die Flucht in den Dialog an, womit die sokratische Philosophie in ihrem Wesen leider dialogisch wurde, da ihm das forschende entdecken unmöglich schien.

damit sind wir an einem glatten resopalen Schnittpunkt der frage nach dem wissen angelangt, von der wir uns nicht entfernen können.

Geändert von Ex-Ralfchen (04.11.2020 um 17:07 Uhr)
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