Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Gefühlte Momente und Emotionen

Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 28.05.2015, 02:43   #1
männlich goartefu
 
Dabei seit: 05/2015
Ort: Berlin
Alter: 28
Beiträge: 32

Standard Berlin Berlin

Berlin so groß,
jeder ganz klein.
Millionen Leute,
alle allein.
Nichts wie es soll,
und so muss es sein.
Berlin Berlin.
goartefu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2015, 11:18   #2
weiblich Ex-MeineEigeneWelt
abgemeldet
 
Dabei seit: 12/2014
Beiträge: 1.502

Schönen guten Morgen, Goartefu.

Berlin ist eine richtig, richtig große Stadt und auch echt sehenswert. Aber mein Dorf bleibt trotzdem für immer das Größte für mich!

Willkommen bei Poetry, hier ist auch, wie in Berlin, immer was los.

Lieben Gruß,
Lara
Ex-MeineEigeneWelt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2015, 17:03   #3
männlich Twiddyfix
 
Benutzerbild von Twiddyfix
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: kleines Nest in Bayern
Beiträge: 2.703

hallo goartefu,

das liest sich so, wie ..."an den Haaren herbeigezogen". das kannst Du doch bestimmt besser!

Berlin ist immer ein gutes Gedicht wert.

Gruß von mir...Twiddy...
Twiddyfix ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2015, 17:21   #4
männlich goartefu
 
Dabei seit: 05/2015
Ort: Berlin
Alter: 28
Beiträge: 32

Twiddyfix, könntest Du das weiter ausführen?
Was wirkt daran an den Haaren herbeigezogen?
In der Tat ist Berlin so manch poetische Zeile wert!
goartefu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2015, 09:48   #5
männlich Twiddyfix
 
Benutzerbild von Twiddyfix
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: kleines Nest in Bayern
Beiträge: 2.703

na klar,...

Berlin so groß
und jeder ganz klein. (???) Diese Gegenüberstellung, wie kannst Du sie
erklären?

Millionen Leute
alle allein. (???) Berlin ist keine Single-Stadt, hier leben mehr Pärchen zusammen als in Paris.

Nichts wie es soll
und so muss es sein.(???) Wie sollte es denn sein und warum muss es so sein?

Berlin Berlin

du hast ein großes Herz,
hier wohnt das Glück
und auch der Schmerz.
Allein in deiner großen Stadt
da fühl ich mich verloren,
ich lebe hier
und fühl mit dir,
denn ich bin hier geboren.

Sorry wenn ich etwas abgeschweift bin.

Nimm meine Kritik nicht persönlich, das..."an den Haaren herbeigezogen" ist meine persönliche Meinung, andere mögen es anders sehen.
Aber Du wirst Deinen Weg schon gehen.

Gruß von mir...Twiddy.....
Twiddyfix ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2015, 19:42   #6
männlich goartefu
 
Dabei seit: 05/2015
Ort: Berlin
Alter: 28
Beiträge: 32

Weil Berlin so groß ist und es Millionen Menschen gibt, geht jeder einzelne in der Masse unter, wird (vermeintlich) bedeutungslos, also klein.

Und wenn es drauf ankommt, stehen einem höchstens eine Hand voll dieser Menschen, oder oft auch keiner von ihnen, zur Seite. In Proportion zur Anzahl der Menschen hier ist der Zusammenhalt nicht besonders gut, egal wie viele auf engstem Raum koexistieren, am Ende ist jeder für sich, also allein.

Die letzte Zeile bezieht sich auf den von mir wahrgenommen Charakter dieser Stadt. Alles ist anders als anderswo, unter den "Zugezogenen" viele Zweitanläufer. Und gerade weil sich diese Umstände hier kombinieren, läuft es in Berlin oft etwas schräg und eigenartig, im Endeffekt aber gerade deswegen so gut.

Selbstverständlich nehme ich Deine Kritik nicht persönlich, sonst hätte ich mich wohl besser nicht auf dieser Disskussionsplattform anmelden sollen, allerdings muss gute und vor allem konstruktive Kritik meiner Meinung nach immer erklärt werden oder selbsterklärend sein. Die Aussage "das Gedicht ist an den Haaren herbeigezogen" hat mir persönlich in keiner Weise den Weg zu einem besseren Endprodukt gewiesen, deswegen habe ich nachgefragt!

Auf angeregte Diskussionen und leidenschaftliche Poesie!
goartefu
goartefu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2015, 20:59   #7
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 22.398

Ziemlich dürftiges Porträt einer geschichtsträchtigen Stadt, die vor dem Zweiten Weltkrieg die pulsierendste Metropole auf dieser Erde war, bedeutender als New York, und durch den Wahnsinn der Nationalsozialisten zerstört wurde.

Berlin ist gar nicht so groß, wie hier suggeriert wird, der Weg zur wahren Größe wurde nicht nur durch den Krieg, sondern danach durch die über 40 Jahre lange Teilung verwehrt. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Berlin anderen Hauptstädten in Europa vergleichbar (z.B. Paris, Madrid), aber hinter London hinkt es weit hinterher, und im Vergleich mit New York oder Tokio ist Berlin nur eine Kleinstadt.

Der kurze Text geht allerdings gar nicht konkret auf eine Messgröße ein - Fläche, Bevölkerungszahl, geschichtliche Bedeutung -, sondern ergeht sich im simplen Relativieren, je größer eine Stadt (in welcher Beziehung?), desto kleiner und verlorener der Mensch, der in ihr lebt. Das abgegriffene Klischee von der unvermeidbaren Anonymität des Menschen in der Großstadt.

Seltsam, dass in kleineren Städten (also alle unter der Millionengrenze) sich niemand mehr abends nach zehn Uhr vor die Tür traut, wärend in Berlin, Paris und New York die ganze Nacht hindurch ganze Stadtviertel von geselligen Leuten bevölkert werden, die sich um ihre Sicherheit keine Gedanken machen müssen.

Wenn man vom Panoramaturm aus über Berlin schaut, mögen die Menschen wohl klein erscheinen, aber was sich da unten ausdehnt und was sich nebenan in die Höhe erhebt - Sony-Center und DB-Gebäude - wurde von diesen Menschen geplant und gebaut. Die Stadt ist deshalb (inzwischen wieder) konkurrenzfähig groß, weil sie von großen Menschen erschaffen wurde und am Leben erhalten wird.

Das Ameisenbild des Menschen wird der Charaktersierung einer Stadt nicht gerecht, es passt genauso auf jeden Dorfbewohner, denn jeder Mensch ist in letzter Konsequenz auf sich gestellt und erfüllt nur seine Funktion. Das Dorf ist dafür kein wärmerer Ort als die Stadt.

Es wäre besser gewesen, über Berlin ein Gedicht zu schreiben, das der Stadt den Puls fühlt. Der hat sich nämlich in den Jahren seit dem Mauerfall beschleunigt.

Zu der Größe, die Berlin ohne den Zweiten Weltkrieg hätte erreichen können, wird die Stadt jedoch nicht mehr kommen, denn dieser Zug ist nach 1945 abgefahren.

Um ein Gedicht über das heutige Berlin zu schreiben, muss es ausgezogen und frisch eingekleidet werden.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2015, 21:59   #8
männlich Ex-Poesieger
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2009
Beiträge: 7.249

Und so traurig in seinem Glück als meine Geburtsstadt doch nicht mehr zu hinterlassen als es auch in anderen Städten gibt. Das typische fehlt mir auch. Vielleicht das Lola rennt nur hier hätte spielen können. Oder aus dem Deutschen das Internationale werden möchte.

MFG
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2015, 02:41   #9
männlich goartefu
 
Dabei seit: 05/2015
Ort: Berlin
Alter: 28
Beiträge: 32

@Poesieger: Ich verstehe Deinen ersten Satz leider nicht ganz.


@Ilka-Maria: Den Begriff "dürftiges Porträt" finde ich überzogen, zumal hier gar nicht versucht wird ein umfassendes Porträt von Berlin abzugeben, sondern mehr
die momentane Stimmung eines Individuums zu repräsentieren, welches die großen Zusammenhänge vom eigenen Standpunkt aus nicht erkennt und schlicht gesagt nun mal "so fühlt wie es fühlt".

"Es wäre besser gewesen..."... Nein. Wäre es aus meiner Sicht nicht. Ich wollte nämlich nicht den Zeitgeist und Charakter der ganzen Stadt ausführlichst beschreiben, sondern einen Gefühlsmoment zum Ausdruck bringen. Es hört sich an, als müsste jedes Gedicht das als oder im Titel "Berlin" trägt, dessen verzwickte Geschichte in ihrer vollen Gesamtheit darstellen, das war aber keineswegs meine Intention. Das Gedicht behandelt hauptsächlich Emotionserleben, nicht die Stadt Berlin an sich.

Nichtsdestotrotz vielen Dank für die Auseinandersetzung mit meiner Lyrik!
goartefu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2015, 09:52   #10
männlich Ex-Poesieger
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2009
Beiträge: 7.249

Würde ja noch da wohnen wenn es anders wäre.

MFG
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2015, 18:19   #11
männlich Twiddyfix
 
Benutzerbild von Twiddyfix
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: kleines Nest in Bayern
Beiträge: 2.703

ja mein Freund,
Du hast es klargelegt, wie Du es aus Deiner Sicht siehst, ich stelle mich hier voll hinter IM, sie hat alles bestens beschrieben.

noch viele schöne Tage hier bei uns,

Gruß vom...Twiddy...
Twiddyfix ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2016, 01:13   #12
männlich Leandra
 
Benutzerbild von Leandra
 
Dabei seit: 08/2015
Ort: NRW - Essen Umgebung.
Alter: 35
Beiträge: 780

Versteht ihr eigentlich metaphorische Ansätze nicht? Vorallem Ilka wieder mal vorne dabei alles und jeden zu zerreißen. Gönn' dir im Alter doch ein wenig Ruhe, oder lobe doch hin und wieder mal eine Schreibe. Die Mutter der Missgunst :). Ich finde die Zeilen bildlich sehr hervorgehoben, und wusste diese auch direkt zu interpretieren. Ist mir ein Rätsel wieviele Leute hier sich kaum in die Zeilen versucht haben einzulesen/leben.

Liebe nächtliche Grüße.

Geändert von Leandra (09.05.2016 um 03:39 Uhr)
Leandra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2016, 11:43   #13
männlich Twiddyfix
 
Benutzerbild von Twiddyfix
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: kleines Nest in Bayern
Beiträge: 2.703

warum gibt es hier immer solche Miesepeter, die sich versuchen, durch völlig unangebrachte Äußerungen, in den Vordergrund zu stellen?
Es sollte doch wohl Möglich sein, seinen Unmut in akzeptable Bahnen zu lenken, um sich im Forum, auch mit anderen Usern, auszutauschen.
Hier geht es nicht darum, ob jemand ein kurzes Gedicht "auch direkt interpretieren kann" (meine Hochachtung)... und sich damit auch brüstet, sondern um den etwas -ich sage mal "konfusen Text".
IM hat es richtig zur Sprache gebracht, da gehört es sich nicht, sie als -Mutter der Missgunst- zu titulieren.
Aber auch sonst scheinst Du etwas gegen IM zu haben.

Na ja, eigendlich -Viel Lärm um (einen( Nichts)

von Twiddy...
Twiddyfix ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2016, 12:58   #14
männlich Vinco
 
Benutzerbild von Vinco
 
Dabei seit: 04/2016
Alter: 30
Beiträge: 125

Uhh, eine Diskussion die völlig unnötigerweise persönlich wird ... genau mein Ding! Aber wie dem auch sei. Ich bin der Meinung, dass die Wortwahl des Gedichtes völlig legitim ist. Den Anspruch, Berlin gegen Tokyo abwägen zu müssen, halte ich für überzogen. Das einzige, was man dem Gedicht aus meiner Sicht zutreffender Weise vorwerfen kann, ist, dass es sich, entgegen des Titels, nur mit einem sehr begrenzten Teil des Großstadtlebens auseinandersetzt. Dieser Teilbereich ist sogar so klein, dass Berlin nur sinnbildlich für andere Städte spricht, aber rein inhaltlich hätte das Gedicht auch den Titel "Frankfurt, Frankfurt" tragen können. Daraus wiederum ergibt sich vielleicht, warum manche mit dem Gedicht sehr unzufrieden sind. Der Titel gaukelt dem Leser doch etwas vor, was das Gedicht nicht halten kann (und gar nicht erst halten will). Mein Vorschlag: umbenennen. "Berliner Lebensart" oder "Die Leiden des jungen Berliners" erscheint mir angemessener. Peter Fox hat sein Werk zu dem Thema "Schwarz zu Blau" genannt.
Vinco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2016, 13:13   #15
männlich Vinco
 
Benutzerbild von Vinco
 
Dabei seit: 04/2016
Alter: 30
Beiträge: 125

Oder noch besser, ein Wortspiel mit dem Hauptstadt-Kultgetränk:

Berliner Weise (Weise für Lied)

oder

Berliner Waise (Waise wie das Waisenkind)
Vinco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2016, 13:33   #16
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.119

Berlin so schmutzig,
jeder ganz rein.
Millionen Leute,
niemals allein.
Nichts ist, wie es sein soll,
und so muss es sein?

Berlin Berlin.

Die Namen vergessen,
heut ungenannt:
Ernst Reuter und
Willy Brandt.

Berlin, Berlin -

wer hat noch einen Koffer dort stehn?
Ich grüße die, die im Regen stehn
dort draußen vor der Tür.

Berlin, ick liebe Dir!


Ich schließe mich Twiddy an.



LG
Romulus Thing
(völlig unpersönlich)
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2016, 21:48   #17
männlich Leandra
 
Benutzerbild von Leandra
 
Dabei seit: 08/2015
Ort: NRW - Essen Umgebung.
Alter: 35
Beiträge: 780

Zitat:
Zitat von Twiddyfix Beitrag anzeigen
warum gibt es hier immer solche Miesepeter, die sich versuchen, durch völlig unangebrachte Äußerungen, in den Vordergrund zu stellen?
Es sollte doch wohl Möglich sein, seinen Unmut in akzeptable Bahnen zu lenken, um sich im Forum, auch mit anderen Usern, auszutauschen.
Hier geht es nicht darum, ob jemand ein kurzes Gedicht "auch direkt interpretieren kann" (meine Hochachtung)...:confused: und sich damit auch brüstet, sondern um den etwas -ich sage mal "konfusen Text".
IM hat es richtig zur Sprache gebracht, da gehört es sich nicht, sie als -Mutter der Missgunst- zu titulieren.
Aber auch sonst scheinst Du etwas gegen IM zu haben.

Na ja, eigendlich -Viel Lärm um (einen( Nichts)

von Twiddy...
Viel Lärm um einen Nichts. - Nur, dass es sich hierbei nicht um mich dreht. Aber danke für's Lärm machen :). Wie man sich widersprechen kann, ist schon peinlich.

Dennoch liebe Grüße
Leandra ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Berlin Berlin

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Berlin Meishere Humorvolles und Verborgenes 7 11.06.2014 23:08
berlin co-indi Zeitgeschehen und Gesellschaft 0 31.05.2009 22:42
Berlin tribesant Sonstiges Gedichte und Experimentelles 5 08.09.2006 02:20


Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.