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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 14.12.2018, 00:10   #34
weiblich Unar die Weise
 
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Zum einen Thema...
Oh, ich hab bestimmt auch von beiden Richtungen etwas.
Das finde ich sehr stimmig.

Zum anderen Thema...
Ich erlebe mich nicht sehr selbstbewußt.
Selbstbewußt würde ja bedeuten, dass ich mir selbst bewußt bin.
Und das bin ich mir ja so gar nicht.
Ganz im Gegenteil, manchmal kenn ich mich nicht.

Das geht euch bestimmt auch manchmal so.
Hoff ich doch.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2018, 18:56   #35
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
Zitat von Georg C. Peter Beitrag anzeigen
@ Silbermöwe:

Hallo Silbermöwe,

damit es keine Mißverständnisse gibt:
Ich habe nur geschrieben, dass "sich selbst aufessen" masochistisch interpretiert werden KANN (obwohl ich Unar als sehr selbstbewußt erlebe).

Ich denke, dass fast jeder Mensch gewisse Sodo- und Maso- chistische Tendenzen hat, wenn das ein gewisses Maß nicht überschreitet, ist das o.k. für mich.



Dazu schreibt Wikipedia:
Der Begriff Masochismus wurde im Jahr 1886 erstmals von dem deutsch-österreichischen Psychiater und Rechtsmediziner Richard von Krafft-Ebing wissenschaftlich verwendet. Er bezieht sich auf den Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch (1836–1895), der in mehreren Werken (...) Schmerz- und Unterwerfungsverhalten in Beziehungen zu Frauen schildert.

Viele Grüße von Georg
Lieber Georg,

als praktizierende BDSM'lerin kann ich dir versichern, dass Masochismus und Unterwerfungshaltung nicht zusammen gehen müssen. Nur weil es bei Sacher-Masoch so war, muss das nicht bei jedem so sein.

Allerdings machen viele diesen Fehler, zu glauben, diese beiden Dinge gehören grundsätzlich zusammen. Und jemand, der maso und nicht unterwürfig ist, hat es da manchmal schwer.

Was das allerdings alles mit sich selbst aufessen zu tun hat, erschließt sich mir immer noch nicht. Ich würde nicht darauf kommen, dies als masochistisch zu interpretieren.

Viele Grüße
DieSilbermöwe
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Alt 14.12.2018, 19:06   #36
weiblich DieSilbermöwe
 
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Beiträge: 4.238

Zitat:
Zitat von Unar die Weise Beitrag anzeigen
Zum einen Thema...
Oh, ich hab bestimmt auch von beiden Richtungen etwas.
Das finde ich sehr stimmig.

Zum anderen Thema...
Ich erlebe mich nicht sehr selbstbewußt.
Selbstbewußt würde ja bedeuten, dass ich mir selbst bewußt bin.
Und das bin ich mir ja so gar nicht.
Ganz im Gegenteil, manchmal kenn ich mich nicht.

Das geht euch bestimmt auch manchmal so.
Hoff ich doch.
Ich habe von der einen Richtung sehr viel und von der anderen sehr wenig

Selbstbewusst heißt sich selbst bewusst? Interessant, ich dachte, Selbstbewusstsein sei so etwas wie stolz auf sich zu sein, allerdings nicht in Richtung Arroganz.

Aber dass man sich selbst nicht kennt, das geht mir auch manchmal so. .

LG DieSilbermöwe
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Alt 14.12.2018, 22:30   #37
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.824

Liebste Silbermöwe,
stolz auf sich zu sein hat bestimmt auch damit zu tun. Und das darf man schließlich auch.

Das Georg so interpretiert hat fand ich auch spannend. Ich dachte erst wieso, aber dann naja warum nicht.
Ich meine das zwar wirklich nicht in diese Richtung, vielleicht ist aber nicht unbedingt abwegig, dass eine gewisse Sehnsucht danach, mal nicht stark, selbstbestimmt, verstandsgesteuert, hart und kontrolliert sein zu müssen hineinspielt.
Die teils freiwillige, teils aufgebende Hingabe an den beherrschenden Schmerz; die Tatsache, dass ich ihn nicht ausreichend bekämpfen kann, es enorm viel Energie kostet, ihn umzulenken, wegzudenken; lässt mich zu weilen devot vor ihm niederknien.
Manchmal kann ich mich nur ergeben. Und dann kommt der Punkt, den ich meine.

Aufgeben, Nicht-mehr-aushalten-müssen, Verschwinden...
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2018, 18:08   #38
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.269

Lieber Unar die Weise,
gefällt mir sehr gut, bis auf den Schlussreim. Da hätte ich ein offene Ende gewählt und den Leser im Unklaren gelassen.

Die Angst hat mich
noch nicht vergessen.
Verliere, schwinde nun und ich
gebe mich auf und werde mich ….

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2018, 22:58   #39
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.824

Standard Guten Abend lieber Gylon,

ich freue mich über deinen Kommentar und akzeptiere deine Meinung.
Mir war der letzte Satz jedoch der Schlüsselsatz. Er ist unverzichtbar als Aussage.
Mit diesem Gedanken fing das Gedicht nämlich an.

Gruß zum 3. Restadvent.
Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2019, 21:53   #40
weiblich Schnulle Köhn
 
Dabei seit: 05/2017
Ort: am Ende der Welt
Alter: 59
Beiträge: 928

Liebe Unar,
wie gern würde ich wieder einmal Gedichte wie die kleine Feldscheune von dir lesen. Deine Werke in letzter Zeit sind sehr düster. Aber diese Stimmungen gehören auch zum Leben und du hast die Angst in diesem Gedicht so gut vermittelt, dass es mich berührt. Es gibt schon schlimme Momente, die sich im Kopf abspielen. Trotzdem sehr gern gelesen.
LG Schnulle
Schnulle Köhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2019, 23:14   #41
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.824

Standard Liebe Schnulle,

wie gern würde ich ein solches Gedicht mal wieder schreiben.
Aber ich...
ich kanns nicht.
Im Moment bringe ich überhaupt nichts zu Papier.

Ich danke dir.

Dir wünsche ich ein wunderschönes neues Jahr.
Deine Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
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atemnot, nachtangst, verschwinden

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