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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 14.04.2011, 12:22   #1
weiblich Isabel Seifried
 
Benutzerbild von Isabel Seifried
 
Dabei seit: 03/2011
Ort: Deutschland
Beiträge: 597

Standard Schatten

Einsamkeit und dunkler Schatten
schläft des Nachts ganz neben mir,
drück mich an ihn, schmieg mich an ihn,
kann beim Schlafen nichts dafür.

Rede mit ihm und erzähle
ihm von meiner Dunkelheit,
alles, womit ich mich quäle,
er hört zu und er hat Zeit.

Denn er kennt mich wie sonst keiner,
er versteht mich, ganz und gar,
denn der Schatten, der ist meiner,
einfach so, wie ich mal war.
Isabel Seifried ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2011, 12:59   #2
gummibaum
 
Dabei seit: 04/2010
Alter: 66
Beiträge: 10.927

Hallo, Isabel,

schönes, auch trauriges Bild. Statt "ganz" in Zeile 2 hätte ich "dicht" oder "still" geschrieben.

LG gummibaum
gummibaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2011, 15:22   #3
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Halli Hallo,

ja - traurig-schön. Die Stimmung, die wohl Jeder kennt, hast Du ausgezeichnet eingefangen.
Aber mit der ersten Zeile komme ich nicht zurecht:

Einsamkeit und dunkler Schatten sehe ich hier als zwei Substantive.
Du machst aber im zweiten Vers einen Singular daraus
Wie hab ich das zu verstehen?
Sind Einsamkeit und Schatten gar "Personalunion"?

Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2011, 17:47   #4
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.304

Standard Schatten

Liebe Isabel,
ich bin manchmal nervig, aber aus einem schönen gedicht ein sehr schönes zu machen, ist manchmal gar nicht so schwer.

Einsamkeit und dunkler Schatten
schläft des Nachts ganz neben mir,
drück mich an ihn, schmieg mich an ihn,
kann beim Schlafen nichts dafür.

Einsamkeit und dunkler Schatten
schlafen nachts dicht neben mir; (sie, die Einsamkeit und der Schatten)
drück mich an den Schatten, schmieg mich an ihn -
kann beim Schlafen nichts dafür.
(wäre die vorgeschlagene Version)

Rede mit ihm und erzähle
ihm von meiner Dunkelheit,
alles, womit ich mich quäle,
er hört zu und er hat Zeit.

Rede mit ihm und erzähle
leis von meiner Dunkelheit,
alles, womit ich mich quäle -
er hört zu und er hat Zeit.


Denn er kennt mich wie sonst keiner,
er versteht mich ganz und gar, (das Komma in der Mitte weg)
denn der Schatten, das ist meiner,
einfach so, wie ich mal war.

Ein melancholisches Gedicht, nach dem man das LI in den Arm nehmen möchte.

Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2011, 21:58   #5
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

@ Heinz:


Denn er kennt mich wie sonst keiner,
er versteht mich ganz und gar, (das Komma in der Mitte weg)
denn der Schatten, das ist meiner,
einfach so, wie ich mal war.


Noch eine Anregung:

....
Dieser Schatten: Er ist meiner.
Einfach so, wie ich einst war.


@ Isabel -

hoffentlich siehst Du, wie wertvoll mir Dein Gedicht ist!


Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
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