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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 09.11.2017, 21:02   #1
männlich Radiokopf
 
Dabei seit: 11/2017
Ort: Bayern
Alter: 25
Beiträge: 3

Standard Der unsichtbare König

So hatt‘ ich die Frage, ob Schrot oder Brot
Verborgen im Käfig, behütet von Angst
Erkennst du die Trauer der wahrhaft‘gen Not?
Verfolgt mich der Wahnsinn, den du fühlen kannst?

Da steh ich noch aufrecht, alleine am Steg
Und schau in die Ferne, ob da jemand spricht
Recht viele am Ufer, die andern auf See
doch fehlt jede Mühe der weiteren Sicht

Nun tret‘ ich ins Leere, doch nirgends ein Schrei
Gestohlene Träume, vor Jahren vorbei
Wer bin ich zu glauben, dass mich jemand kennt?
Allmählich wird’s dunkler, kein Herz, das mehr brennt
Radiokopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2017, 23:24   #2
männlich number11
 
Benutzerbild von number11
 
Dabei seit: 10/2017
Alter: 18
Beiträge: 187

Wirklich geniales Gedicht, gefällt mir unglaublich gut

Du hättest vielleicht noch eine letzte Strophe mit zwei Zeilen als Abschluss oder Wendepunkt einbauen können, aber es ist auch so super

Weiter so!!

11
number11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2017, 23:54   #3
männlich Radiokopf
 
Dabei seit: 11/2017
Ort: Bayern
Alter: 25
Beiträge: 3

Danke für dein Feedback und schön, dass es dir gefällt (das ist mein erster eigener Text/Gedicht jemals)
Eine genauere Auflösung am Ende hab ich allerdings bewusst weggelassen
Radiokopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 08:15   #4
weiblich Skaylar
 
Benutzerbild von Skaylar
 
Dabei seit: 10/2017
Alter: 20
Beiträge: 279

Ich kann mich 11 nur anschließen, das Gedicht ist wunderbar!
Weiter so, wirklich gut!

Liebe Grüße und guten Morgen,
Skaylar

PS: Nachträgliche Willkommensgrüße...
Skaylar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 12:50   #5
männlich Laie
 
Benutzerbild von Laie
 
Dabei seit: 04/2015
Ort: Oberpfalz
Alter: 28
Beiträge: 870

Hallo Radiokopf,

für einen allerersten Text ist dein Gedicht gut gelungen, finde ich. Vor allem gibt es keine Stelle, an der ich beim Lesen gestolpert bin. Das ist viel Wert und zeigt, dass du ein Gefühl für den Rhythmus hast.

Der Inhalt ist düster. Das LI als Unsichtbarer unter anderen. So ist auch sein Leid unbemerkt und sein Selbstmordversuch(?). Was mich hier an meiner eigenen Interpretation stört, ist, dass man - außer als Nichtschwimmer - eher nicht stirbt, wenn man von einem Steg in einen See springt. Womöglich irre ich mich auch komplett.

Gern gelesen.

Willkommensgruß,
Tiger
Laie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 14:09   #6
männlich Radiokopf
 
Dabei seit: 11/2017
Ort: Bayern
Alter: 25
Beiträge: 3

Danke nochmal für das tolle Feedback!

@Tiger Falls man das mit dem Wasser wörtlich nimmt, kann man das oft verwendete Motiv aus Filmen heranziehen, dass jemand Selbstmord begeht, indem er langsam vom Strand ins Meer geht, oder eben ein Nichtschwimmer . (Wobei mein LI noch nicht unbedingt tot ist ) Meine Intention war, dass es eine (mit Abstrichen) offene Interpretation des Selbstmord(versuch-)hergangs geben kann, z.B. kann der Steg auch die Kante eines Hochhausdaches sein, oder U-Bahn-Gleise. Danach kann man das Ufer, die See oder den Schrei dazu passend unterschiedlich interpretieren.
Radiokopf ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
depression, traurig, trostlos

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