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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 19.12.2015, 11:31   #1
weiblich CrystalHaze
 
Dabei seit: 11/2015
Alter: 28
Beiträge: 10

Standard Die Sinnlosigkeit des Lebens

Heute möchte ich ein bisschen über die Sinnlosigkeit des Lebens und unserer Existenz philosophieren, was nicht heißen soll das ALLES scheiße ist, aber das es einfach keinen Sinn hat.
Der Mensch ist der wohl größte Fehltritt Mutter Naturs, ein misslungenes Experiment. Umso unbedeutender macht es unserer Existenz. Die Erde mit ihren Menschen ist nichts weiter als eine galaktische Müllhalde, in einer finsteren, vergessenen Ecke des Universums, für die sich kein Alien je interessieren würde und am wenigsten Gott, von dem so viele Menschen schwärmen obwohl sie ihn noch nie gesehen haben. Wir sind zum Scheitern verurteilt und zum Sterben geboren. Ja, eigentlich arbeiten wir in unserem ganzen sinnlosen Dasein nur auf diesen einen Tag hin, unser Todestag, sterben um endlich von dieser Qual namens Leben wieder erlöst zu werden und den ganzen Scheiß hinter uns zu lassen. In allem was wir tun, versuchen wir deshalb einen Sinn zu sehen, um unser Existieren erträglicher zu gestalten, doch ist und bleibt jeglicher Sinn letztendlich nur eine Illusion.
Der Mensch hat sich also im Laufe seiner Existenz ein ganzes System an Sinnlosigkeiten aufgebaut, um allen vorzugaukeln es würde ja einen Sinn geben. Geld ist hier vor allem das Stichwort! Was für eine praktische Erfindung, die jeder noch so unsinnigen Sinnlosigkeit einen Wert gibt und gleichzeitig die gesamte Menschheit zu Sklaven eines kapitalistischen, albernen Systems macht. Einer der Gründe weshalb der Mensch sich für etwas Besseres hält als alle anderen Lebensformen diesen Planetens ist, weil er während seines gesamten Lebens einen Haufen Schrott ansammelt, dem durch das Geld einen Wert gegeben wurde, also denkt man automatisch man hätte sich was tolles aufgebaut und würde viel besitzen, vor allem im Vergleich zu den Tieren die nun Mal primitiver Leben und deswegen nicht so psychische und moralische Konflikte haben wie der absolut sinnfreie und kranke Mensch, und nicht zu vergessen haben wir ja auch das Internet, Autos, Handys und Fast Food Ketten erfunden…welch brillante Einfälle die einem das sinnlose Leben leichter machen und die Sinnlosigkeit übertünchen sollen. Um uns überhaupt sinnlose Dinge leisten zu können an denen wir uns dann ergötzen, müssen wir arbeiten gehen, oft ein ganzes Leben lang um dann wiederum in Altersarmut und etlichen körperlichen Beschwerden zu verrecken, während wir uns noch selber vollpissen dabei.
Womit ich zum Thema Sterben und Tod übergehen wollte.
WIE? Ich frage mich Wie kann etwas Sinn machen, damit meine ich das Leben, wenn wir doch am Ende nichts weiter als Biomüll sind und nur leben um eh wieder zu sterben? Nehmen wir irgendetwas mit von all den tollen Besitztümern, Erinnerungen und Erlebnissen aus unserem sinnlosen Leben? Nein. Also wo bleibt da der Sinn? Wieso existiert etwas das so sinnlos ist? Nun, um dieses Problem wieder zu lösen, hat die Natur sich einen Kreislauf ausgedacht namens Leben und Tod, nur dumm das der Mensch sich wie ein Krankheitserreger bis auf den letzten Winkel der Erde vermehrt hat und aufgrund seiner krankhaften Besessenheit von Sex (durch den Begriff Liebe schön geredet/ und ein weiterer Fehler der Natur das der Mensch das als schön und geil empfinden kann, wäre es ausschließlich schmerzhaft und eklig würden sich die dummen Menschen nicht mehr so gerne vermehren wollen) sich auch immer weiter vermehren wird . Es ist ein harter Kampf um die Ausrottung unserer missgebildeten Rasse, was hat sich da die Natur alles einfallen lassen, von Naturkatastrophen über qualvolle Krankheiten bis hin zur Selbstvernichtung der dummen Menschen….
Allein der Tod ist der größte Beweis dafür wie sinnlos das Leben ist. Ist es erst mal soweit gibt es kein Zurück mehr. Wir verwesen genauso wie der gammelige Käse von vor 3 Monaten in unserem Kühlschrank. Wie erbärmlich, alles war sinnlos, alles umsonst, der ganze Ärger und die Qual in unserem Leben, um am Ende als Haufen Asche, von Maden zerfressene Leiche, aufgedunsene Wasserleiche oder Fetzen Fleisch zu enden. Aber zumindest ist man dann von der Sinnlosigkeit erlöst die dieses Leben uns bietet. Denn es gibt einfach keinen Sinn. Einige würden jetzt vielleicht sagen dass es ja auch so was wie Liebe und Freundschaft gibt, die einem das Leben so erfüllen würden und allem und jedem einen Sinn geben. Aber das ist genauso eine schwachsinnige Erfindung der Menschen um sich einzureden das Leben hätte einen Sinn. Wie sinnlos Liebe ist (Gefühle allgemein) ist wiederrum ein eigenes Thema, kommt aber aufs selbe hinaus: Sinnlos. Alles basiert auf Lügen, mag ja sein das man eine Zeit lang mal am sogenannten „Glück“ schnuppern darf und anfängt zu glauben es hätte ja doch einen Sinn hier zu sein, aber man wird schnell feststellen das es doch nur ein Wunschdenken ist um die grausame Wahrheit ertragen zu können, die sich dahinter verbirgt. Der Grat zwischen Realität und Illusion ist da sehr schmal. Was also noch hier machen auf der Erde? Es ist egal wie sehr man versucht sich einzureden das Leben wäre sinnvoll, man hat nur die Möglichkeit das ganze entweder schnell zu beenden oder man macht so weiter wie bisher und bleibt am Leben und quält sich so durch bis das letzte Stündlein endlich geschlagen hat, und selbst wenn man es vorher noch schafft all seine tollen und süßen Träume zu verwirklichen, am Ende sind sie sinnlos gewesen, denn wenn du erst einmal tot bist, hast du einen Scheißdreck davon, ja wahrscheinlich trampeln andere noch auf deinem Erbe rum oder spucken dir aufs Grab. Aber wen interessiert es, ist ja eh alles sinnlos.
Ich bin gespannt auf welche grausame Art und Weise die Menschheit zu Grunde gehen wird und ob ich diesen revolutionären Moment noch miterleben darf. Die Facetten des Sterbens sind vielfältig und grausam und dennoch längst nicht so ein Martyrium wie das Leben. Es gab Zeiten da musste man Angst haben nicht gleich gevierteilt, gerädert, gesteinigt oder verbrannt zu werden wenn man nicht derselben Meinung war die Menschen die an der Macht waren. Zwar sind die Konsequenzen des „Andersdenkens und seins“ heute nicht mehr so rabiat aber das führte auch dazu das sich die Mehrheit der Menschen zu Abschaum entwickelt hat der zu allem Ja und Amen sagt um bloß nicht von der Gesellschaft verstoßen zu werden, mit der Welle schwimmen. Wer sich nicht der Gesellschaft zu Gunsten versklavt ist nichts wert in dieser Welt. Das egoistischste was man wohl tun kann ist ein unschuldiges Kind in diese widerlich sinnlose und gefährliche Welt zu setzen (und es gibt schon genug leidende Kreaturen hier), nur um sich selber damit einen Sinn zu schaffen und jemanden zu haben den man bedingungslos lieben kann weil man ja sonst nichts anderes auf dieser Welt besitzt was ernsthaft einen Wert hätte…und somit fördert man noch den ewigen Kreislauf der sinnlosen Existenz. Ein einziges Trauerspiel, mehr nicht.
Viel Spaß noch.
CrystalHaze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 14:44   #2
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.269

Liebe CrystelHaze,
Gedankengänge dir mir nicht fremd sind und die bestimmt schon unzählige Male gedacht wurden. Wenn man über das Leben so nachdenkt, kann man schnell zu dem Schluss kommen, das das Leben einer gewissen Sinnlosigkeit unterliegt. Mir drängt sich auch manchmal der Gedanke auf, dass unser Versuch alles verstehen zu wollen dieses Bewusstsein einer Sinnlosigkeit noch verstärkt. Nun, wenn es denn so sein sollte, dass das leben Sinnlos ist, hat man verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen. Sich der Sinnlosigkeit ergeben und sich darin verlieren oder zu versuchen diesen leeren Sack mit positiven Momenten zu füllen. Ich habe mich für letzteres entschieden und kann es nur empfehlen.

Hier sind gerade auffällig viele junge Menschen mit düsteren und selbstverletzenden Gedanken im Forum. Ihr könnt euch damit gegenseitig runter ziehen oder die Chance nutzen euch zu verständigen und vielleicht etwas Positives daraus zu ziehen. Nur so ein Gedanke. Euch allen das Beste für die Zukunft und verlernt nicht das Lächeln.

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2015, 15:53   #3
weiblich CrystalHaze
 
Dabei seit: 11/2015
Alter: 28
Beiträge: 10

Keine Sorge, ich habe zwar immer noch solche Gedanken hin und wieder aber der Text an sich ist alt, ich wollte ihn dennoch hier veröffentlichen da es zu meinem letzteren Werk passte welches ebenfalls sehr misanthropisch ist.
CrystalHaze ist offline   Mit Zitat antworten
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Lesezeichen für Die Sinnlosigkeit des Lebens

Stichworte
depression, misanthrop, sinndeslebens

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