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Alt 23.08.2012, 20:01   #1
weiblich Lostmywings
 
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Standard Wings 1

Hey, also immer wenn ich sehr traurig bin, dann schreibe ich Geschichten, aber ich habe so viele Einfälle, und wenn ich eine Seite hab finde ich einen anderen Einfall besser. Aber diese Geschichte find ich besser. Diese schriebe ich zuende. Bitte sagt mir, wie ihr sie findet, ich weiß, mein Stil ist nicht berauschend. Ich habe noch viel zu lernen.
Wings

Dies ist die Geschichte von einem Mädchen, welches die Welt retten will doch nichtmal sein eigenes Leben auf die Reihe kriegt. Ach ja, außerdem findet sie noch einen Drachen.
Es war ein viel zu heißer Sommertag. Die Sonne schien unbarmherzig auf die Erde hinab, schien nicht eher aufhören wollen zu strahlen bis auch die letzte Pflanze vertrocknet war, bis der letzte Mensch einen Sonnenbrand hatte.
Es war ein perfekter Tag um schwimmen zu gehen. April ging nicht schwimmen. Alle ihre Freunde schienen etwas besseres zu tun zu haben, und es war undenkbar, einsam Bahn um Bahn in einem Baggersee voller kichernden, und, zumindest schien es so, unzertrennlichen Freundinnen zu schwimmen. Also stand sie in ihrem Garten, HulaHoopte und las ein Buch.Ihre braunen langen Haare hingen schlaaf runter bis zu der Hälfte ihres Rückens. Ihre blauen Augen blinzelten überdurchschnittlich oft. Ihr mit 42 Kilo bei 1,60 eher zierlicher Körper schwang im Krei herum. In ihrem Kopf drehten sich die Kalorienzahlen. Heute waren es schon zwei Stunden HulaHoop, dazu noch 100 SitUps, aber heut morgen hatte sie dafür ein Sojajoghurt gegessen... Ich bin so fett. Voller Selbsthass schaute sie auf die Kirchturmuhr. Noch zwanzig Minuten, dann reichte das an Sport.
Sie schmiss das Buch ins Gras. „Elfenkind- Geschichte einer Magersucht“. Ach, wenn sie doch nur magersüchtig wäre... Dann würden alle merken wie schlecht es ihr ginge!
Schlecht vor Hass auf diese Welt und sich selbst.
Hass auf diese anmaßenden Menschen, die den Genuss, in ein Schinkenbrötchen zu beißen über das Leben eines Tieres stellten. Menschen, die zuließen, dass für ihr Frühstücksei ein Huhn, das nie die Sonne erblickte, zusammenkrachte, weil die Krankheiten, die er sich von den hunderten Hühnern um sich herum geholt hatte, nur noch durch Unmengen Antibiotika in Schach gehalten wurden. Menschen, die stolz darauf waren, den Rassismus abgeschafft zu haben, und sich dafür in den Speziesismus flüchteten.
Und am allermeisten Hass auf sich selbst, dass sie nicht ihren fetten Arsch aufraffte und was dagegen tat. Nein, stattdessen ritzte sie sich, versuchte abzunehmen und mit allen Mitteln Aumerksamkeit zu erregen und träumte nur von ihrem späteren Leben als Tierrechtlerin.
Erbärmlich.
20 Minuten waren vorbei. Sie ließ den Hulahoop fallen, verbeugte sich vor ihrem imaginären Publikum. Nahm den HulaHoop in die Hand und holte das Buch. Besser gesagt: wollte das Buch holen. Denn als sie den ersten Schritt gegangen war, durhczuckte ihren Körper ein gewaltiger Schlag. Alle ihre Muskeln schienen wie Gummibänder, die man gespannt hat und dann löslässt, , sich ruckartig zusammenzuziehen. Dann war es vorbei. Wow. Jetzt passiert endlich etwas spannendes in meinem Leben. Vielleicht werde ich von Aliens getötet. Oder die Welt geht unter. Sie schaute sich um, blickte in alle Richtungen, suchte im strahlend blauen Himmel nach Anzeichen von etwas spannendem. Und da sah sie es. Vor ihren Füßen lag ein fußballgroßer, grüner Stein. Blaue Schlieren zogen sich um seine ovale Form. „Das ist bestimmt ein Drachenei. Irgendwie klischeehaft, dieser Auftritt. Wie bei Eragon, als Arya das Ei herteleportiert. Wow. Bestimmt ist das doch nur ein blauer Stein, wie jedes Mal wo ich irgendetwas in dieser Art gedacht habe.“
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Alt 25.08.2012, 11:40   #2
weiblich Lostmywings
 
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Verbesserte Version und weitergeschrieben
Wäre nett wenn mir jemand antwortet:*
Ich würde mich echt für Verbesserungsvorschläge interessieren, ich habe eure Geschichten gelesen und weiß ihr seid allesamt besser als ich, aber sonst könnte ich ja auch nichts lernen, also sagt mir eure Meinung, bitte

Wings

Dies ist die Geschichte von einem Mädchen, welches die Welt retten will doch nichtmal sein eigenes Leben auf die Reihe kriegt. Ach ja, außerdem findet sie noch einen Drachen. Doch nun genug der schönen Worte am Anfang, ihre Neugierde wurde hoffentlich durch meine subtilen Anspielungen auf den Fortgang der Geschichte geweckt, und sie können es kaum erwarten, dass die ersten Kämpfe stattfinden. Lassen sie uns also beginnen.
Es war ein viel zu heißer Sommertag. Die Sonne schien unbarmherzig auf die Erde hinab, schien nicht eher aufhören wollen zu strahlen bis auch die letzte Pflanze vertrocknet war, bis auch der letzte Mensch einen Sonnenbrand hatte.
Es war ein perfekter Tag um schwimmen zu gehen. Der Sprung in das kühle Nass war die einzige Rettung vor der unbarmherzigen Hitze. Zu tausendsten pilgerten die Menschen an den nahegelegenen Baggersee, die Schwimmtaschen mit Keksen und Wasserflaschen gefüllt. April ging nicht schwimmen. Alle ihre Freunde schienen etwas besseres zu tun zu haben, und es war undenkbar, einsam Bahn um Bahn in einem Baggersee voller kichernden, und, zumindest schien es so, unzertrennlichen Freundinnen zu schwimmen. Also stand sie in ihrem Garten, HulaHoopte und las ein Buch. Ihre braunen langen Haare hingen schlaff runter bis zu der Hälfte ihres Rückens. Ihre blauen Augen blinzelten überdurchschnittlich oft. Ihr mit 42 Kilo bei 1,60 eher zierlicher Körper schwang im Kreis herum. In ihrem Kopf drehten sich die Kalorienzahlen. Heute waren es schon zwei Stunden HulaHoop, dazu noch 100 SitUps, aber heut morgen hatte sie dafür ein Sojajoghurt gegessen... Ich bin so fett. Voller Selbsthass schaute sie auf die Kirchturmuhr. Noch zwanzig Minuten, dann reichte das an Sport.
Sie schmiss das Buch ins Gras. „Elfenkind- Geschichte einer Magersucht“. Ach, wenn sie doch nur magersüchtig wäre... Dann würden alle merken wie schlecht es ihr ginge!
Schlecht vor Hass auf diese Welt und sich selbst.
Hass auf diese anmaßenden Menschen, die den Genuss, in ein Schinkenbrötchen zu beißen über das Leben eines Tieres stellten. Menschen, die zuließen, dass für ihr Frühstücksei ein Huhn, das nie die Sonne erblickte, zusammenkrachte, weil die Krankheiten, die er sich von den hunderten Hühnern um sich herum geholt hatte, nur noch durch Unmengen Antibiotika in Schach gehalten wurden. Menschen, die stolz darauf waren, den Rassismus abgeschafft zu haben, und sich dafür in den Speziesismus flüchteten.
Und am allermeisten Hass auf sich selbst, dass sie nicht ihren fetten Arsch aufraffte und was dagegen tat. Nein, stattdessen ritzte sie sich, versuchte abzunehmen und mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erregen und träumte nur von ihrem späteren Leben als Tierrechtlerin.
Erbärmlich.
20 Minuten waren vorbei. Sie ließ den Hulahoop fallen, verbeugte sich vor ihrem imaginären Publikum. Nahm den HulaHoop in die Hand und holte das Buch. Besser gesagt: wollte das Buch holen. Denn als sie den ersten Schritt gegangen war, durchzuckte ihren Körper ein gewaltiger Schlag. Alle ihre Muskeln schienen wie Gummibänder, die man gespannt hat und dann löslässt, , sich ruckartig zusammenzuziehen. Dann war es vorbei. Wow. Jetzt passiert endlich etwas spannendes in meinem Leben. Vielleicht werde ich von Aliens getötet. Oder die Welt geht unter. Sie schaute sich um, blickte in alle Richtungen, suchte im strahlend blauen Himmel nach Anzeichen von etwas spannendem. Und da sah sie es. Vor ihren Füßen lag ein fußballgroßer, grüner Stein. Blaue Schlieren zogen sich um seine ovale Form. Das ist ja wie in einem Buch! Das könnte ein Drachenei sein. Genauso wurden Dracheneier immer beschrieben. Irgendwie klischeehaft, dieser Auftritt. Wie bei Eragon, als Arya das Ei herteleportiert. Wow. Bestimmt ist das doch nur ein blauer Stein, wie jedes Mal wo ich irgendetwas in dieser Art gedacht habe.
Vorsichtig streckte sie die Hand aus, den Stein zu berühren, wollte herausfinden ob sich der Schlag wiederholen würde.
Ihre Fingerspitzen streckten sich aus, bis sie vorsichtig mit ihrem Zeigefinger die Oberfläche berührte. Nichts geschah, kein Verkrampfen ihrer Muskeln, keine plötzliche Wärme, weder starb sie plötzlich noch passierte sonst etwas außergewöhnliches. Nein, nur die weiche Oberfläche ihres Zeigefingers traf auf die lederartige, raue Oberfläche des vermeintlichen Eies. 37° Celsius trafen auf 38,5°. Vorsichtig fuhr der Finger die blauen Rillen nach. Dann senkte sich auch die restliche Hand hinab, die andere ließ das Buch und den Reifen fallen und schloss sich der anderen Hand an, wollte nicht nutzlos herunterbaumeln während die andere den seltsamen Stein aufhob. Dann ging der gesamte Körper vorsichtig, mit kleinen, achtsamen Schritten in Richtung Haus.



Sie huschte in ihr Zimmer, ging möglichst leise die gebogene alte Steintreppe hinauf, ja darauf bedacht keine Aufmerksamkeit zu erregen, wollte sie doch diesen seltsamen Fund erst mal ganz für sich allein haben. In ihrem Zimmer angekommen, zog sie vorsichtig eine ihrer alten, nun uncoolen Schultaschen heraus und polsterte sie sorgsam mit alten, ehemals rosanen Schlafanzügen aus. Dann legte sie den blauen Stein vorsichtig in die Mitte. Im Schneidersitz hockte sie sich davor, ganz still, wartete darauf dass etwas passierte. Von unten hörte sie die Türe zuknallen, ihre Mutter war nun fort, hatte ihre Brüder und Schwestern mitgenommen, sie hatten sich den Jüngern des Baggersees angeschlossen und beteten nun den Gott des Wassers an.
Vielleicht sollte ich mit dem Ei reden. In der Feuerreiter-Reihe lernen die Drachen die Sprache schon im Ei. Was woll dieser Stromschlag bedeutete... Ich vermute, dass der Drache mich erkannt hat, dass er jetzt vielleicht auf mich geprägt ist, aber von so was habe ich noch nie gelesen. Mal gucken, ob aus dieser Geschichte Realität wird, nicht wie sonst, wo ich mir einbildete, dass man Leben spannend werden würde. Nun, die Körpertemperatur des Drachen liegt über meiner, was nahe legt, dass er wirklich ein Wesen der Wärme oder des Feuers ist, was wiederum bedeutet, dass ich ihn vielleicht warm halten sollte. Aber im Sommer ist unsere Heizung abgestellt.
Ihre Gedanken ausführend, fing sie an, mit dem Ei zu sprechen.
„Hallo, Drache. Ich heiße April. Wie der Monat. Du bist einfach so in meinem Garten aufgetaucht! Ich hoffe, du magst mich. Wir könnten so werden wie Temeraire und Laurence, oder Saphira zu Eragon. Ich werde erst mal niemandem von dir erzählen, sie werden das nicht verstehen, sie werden dich wie ein Tier behandeln, auch wenn du sprechen kannst. Sie behandeln ja auch Delphine als Tiere, na ja also, Tiere sind schon Tiere, aber Menschen sind auch Tiere... Ach, das interessiert dich vermutlich nicht. Obwohl, wenn du älter wirst, vielleicht wenn sie einsehen dass du intelligent bist, dann müssen sie auch einsehen, dass andere Tiere intelligent sein können. Auch wenn sie keine geeigneten Stimmbänder zum Sprechen haben. Da fällt mir ein, du wirst vermutlich Fleisch essen müssen, Drachen sind in allen Büchern die ich gelesen habe rein Carnivor, oder wennschon nur zu einem kleinen Teil omnivor. Aber wenn du ohne Fleisch stirbst, ist das okay. Aber ich kann auch ohne Fleisch oder Muttermilch von anderen Tieren und auch ohne Eier überleben. Deswegen esse ich das alles nicht, kleiner Drache! Ob du wohl ein Junge oder ein Mädchen bist?“ Und so ging das in einem fort, sie sprach sich ihre Gedanken vom Hals, froh, sie endlich jemandem mitteilen zu können, der nicht so leblos war wie ihr Tagebuch. Immernoch sprechend, holte sie aus der Schublade ihres IKEA-Schreibtisches, der vollgepackt war mit Büchern, Fresszetteln und vereinzelten Schulsachen, ein halbes Dutzend noch nicht geknickte Handwärmer, die sich im Winter großer Beliebtheit erfreuten, bei allen, die an kalten Haltestellen stehen mussten. Sie knickte zwei, spürte wie sie warm wurden, und bettete sie dann in das Taschennest rechts und links neben das Ei. Sie verstummte, besah sich ihr nicht sehr anmutig und drachenwürdig wirkendes Werk und fuhr dann ihren schwarzen, alt wirkenden Laptop hoch. Sie schaltete ihn auf stumm, denn aufgrund irgendeines Fehlers ertönte beim Hochfahren jedes Mal ein sehr unangenehmer, lauter Piepston. Ungeduldig prasselten ihre Finger auf die Tastatur, AnshKAJhssbdsnbhkjJHSd, in der Hoffnung, dass ihr Computer diese Zeichen erkennen würde, sich vielleicht dieses eine Mal dazu entschließen würde, sich zu beeilen, nicht mehr wie ein Opa mit 60 Jahren auf dem Buckel gemächlich hochzufahren. Doch wie jedes Mal passierte nichts, der Opa flanierte langsam den Gehweg entlang, bis er dann endlich nach 5 endlos langen Minuten am Altersheim ankam. Sie öffnete Chrome, das mit stolzgeschwellter Brust in der Mitte ihres Desktophintergrundes prangte, hatte es doch Firefox in die linke untere Ecke verbannt, in einem fairen Kampf hatte Chrome durch seine Schnelligkeit bestochen, und nun wurde Firefox keines Blickes mehr gewürdigt. Ungeduldig wurden Wörter in die Suchleiste getippt, „Echter Drache“, Anzeigen kamen, 18Jährige in einem grünen Drachenkostüm, dessen Augen größer waren als der Bauch des Drachen. Minderjährige, dessen einzige Bekleidung ein Drachentattoo war, das auf ihrer unnatürlich großen Brust prangte. Beides war nicht das, was sie suchte, natürlich nicht, also neue Wörter, „Drachenei“, „Drachenei finden“, und vieles mehr, aber es kamen nur neue Werbungen, für Bücher, für Filme, für alles mögliche, für Asche die angeblich von einem Drachen stammte... Und so verflog die Zeit, während das Mädchen sich durch nervtötende Annoncen klickte, wartete der Drache in seinem Ei, beruhigt durch die Gegenwart desjenigen, an den er nun voller Zuneigung dachte, auch wenn sein kleines Drachenhirn noch in diesem Dämmerzustand war, der den Drachen in ihrer ersten Heimat hilft, den Kampf gegen die Langeweile nicht zu verlieren. Doch sein Hirn wurde wacher, langsam, nun, da dieser jemand da war, an den er so zärtlich dachte...
Die Tür klingelte, dreimal hintereinander, April schrak auf, schob den Drachen unter die Winterklamotten in der Schublade ihres Kleiderschrankes und rannte nach unten. Die Klingel wurde wieder gedrückt, wieder, wieder, ihre kleine Schwester schrie: „MACH ENDLICH AUF MACH AUF MACH AHAUF!“ und boxte gegen die Tür. „Jaja, ich bin ja schon hier, könnt ihr nicht ENDLICH mal WENIGER klingeln, OKAY? Das NERVT total ICH WAR OBEN und ich MUSS NUNMAL ERST DIE TREPPE RUNTERLAUFEN!“ Ihre Mutter schnaubte, „Was?“ fragte April, „NICHTS, was soll denn sein?“. Entnervt ging April wieder hoch. Kaum war sie oben, hatte es sich wieder bequem vor dem Laptop gemacht, war versunken in der Welt der Anpreisung und des Egoismus, gespickt mit ein paar vereinzelten brauchbaren Informationen, da ertönte von unten die laute Stimme: „ESSEN! ABENDESSEN!“
Sie schaltete den Laptop aus, beeilte sich, doch zu spät: „APRIHIL! WO BLEIBST DU??? ESSEN!“ „KOMME GLEICH!“
Sie hastete die Treppe herunter, hielt sich in der Kurve am geländer fest, um keinen Schwung zu verlieren, sprang die letzten 4 Stufen herunter und lief dann in die Küche. Ihre gesamte Familie saß versammelt an dem Glastisch, der schon einige Kratze hatte und nicht mehr sehr hübsch aussah, ihr kleinster Bruder, der schon angefangen hatte zu essen, mit seinen 4 Jahren noch nicht zu Höflichkeit fähig, ihren zweitjüngsten Bruder, der zwar schon 9 war, aber lieber wie ein kleines Kind behandelt wurde, auch er belegte sich schon ein Brot mit Käse, Marmelade und Wurst, er war nicht sehr glücklich über ihre Ernährungsart, ließ abfällige Kommentare fallen, doch wenn man darauf antwortete war beleidigt. Dann waren da noch ihre beiden kleinen Schwestern, beide 10, sie waren Zwillinge und beide Vegetarier, sie saßen da, lächelten sie an als sie in die Küche kam, ihr Teller war noch nicht beladen. Und natürlich ihre Eltern, die ein wenig verloren schienen in dieser Kindermenge, dieser Masse an Geschrei, Gelächter und schlechten Manieren. Sie passten sich zwar sehr gut an, aber man sah ihnen an, dass es sie forderte, die Horde zu bewachen. Natürlich nicht immer, nein sie waren sehr glücklich mit ihren Kindern, aber April wusste, dass ihre Mutter manchmal vor Erschöpfung einfach nur dalag, sich nicht bewegte, dann, nach dieser Ruhepause sprang sie wieder auf und spielte Memory. April versuchte sie zu verstehen, aber sie hasste dieses Gebrüll, dass niemand sie wirklich wahrnahm, und wie fast alle Kinder mit so vielen Geschwistern wünschte sie sich, ein Einzelkind zu sein. Zu ihrem Pech war sie mit 15 Jahren auch noch die älteste, so musste sie immer die Verantwortung tragen, sie war das Versuchskani chen in dem Erziehungslabor der beiden Laboranten namens Eltern. Sie nahm sich eins der Vollkornbrötchen mit Körnern, die außer ihr nur ihre Mutter und ihre Schwestern aßen und beschmierte es mit veganem Brotaufstrich. Ich darf nicht soviel essen. Doch, ich darf, ich kann es jetzt hinter mir lassen, wenn das wirklich ein Drache ist, dann hat mein Leben einen Sinn, ich brauche es nicht aufzufüllen mit dieser Kinderkacke! Aber dann wird morgen wieder eine 3 hinter der 4 erscheinen auf der Waage. Dem Drachen wird das egal sein, wenn er mich nicht mag liegt das an meinem Charackter, und er mag bestimmt keine Mädchen, die alle Klischees erfüllen und nur Essen im Kopf haben. Herzhaft biss sie in das Brötchen, froh, es ohne schlechtes Gewissen essen zu können. Morgen würde es wieder anders sein, sie würde morgens und abends nix essen, das wusste sie, aber im Moment genoss sie einfach nur diesen Augenblick Normalität, der durch ihre Speiseröhre rutschte, und sich im Magen sofort in Fett umwandelte.
Hastig aß sie auch noch den Rest des Brötchens, dann noch eins und noch eins, bis ihr Magen sich unangenehm voll anfühlte, und sie doch ein schlechtes Gewissen kriegte. Hastig sprang sie auf, doch wurde sie zurückgehalten, sie schauen doch noch einen Film, hast du das etwa vergessen? „Melancholia“. Den Film wollte sie zwar schon lange schauen, war gefesselt von der Anfangsszene, die zwei Schatten der Sonnenuhr, die Dramatik des Augenblicks, die melancholische Stimmung, die sofort in ihr aufkam, doch nun kriegte sie keine Szene mit, in Gedanken war sie schon dabei, gemeinsam mit ihrem Drachen gegen das Unrecht zu kämpfen, Gesetze zu erlassen die Fleischessen verboten, gleich unter dem Verbot des Mordens. Auch beim Zähneputzen und Umziehen war sie ganz woanders, sie hastete nach oben, und holte das Drachenei aus der Schublade, umklammerte es zärtlich, hielt sich fest an dieser Personifizierung all ihrer Träume und Hoffnungen. Dann stellte sie das Nest mitsamt dem Ei vorsichtig unter ihr weißes Bett, legte sich hin, doch konnte lange nicht einschalfen, jetzt, wo sie endlich eine Chance hatte gegen die 7 Milliarden Menschen, wo sie sich abhob, wo sie etwas erreichen konnte im Kampf gegen die Sklaverei.
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Alt 25.08.2012, 12:15   #3
männlich Twiddyfix
 
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Standard Hallo Lost.....

ich habe Deine Geschichte gelesen und finde sie gut.
Beim Schreiben hätte ich mehr Absätze eingegeben, es liest sich dann übersichtlicher.
Aber eines Stört mich.....ich bezweifel daß Du erst dreizehn Jahre bist.

Ich kann Dich /Deine Geschichte nicht kommentieren, weil mich die Altersangabe stört.
Sollte ich Unrecht haben, dann sorry.

Aber schreibe weiter, Du schreibst interessant.

LG von mir
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Alt 25.08.2012, 13:24   #4
weiblich Lostmywings
 
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Hey Danke erstmal, ja, ich habe die Geschichte in Word geschrieben, und die Absätze sind verloren gegangen... Genauso wie die veränderte Schrift bei den Gedanken des Mädchens
Ich bin wirklich 13 Jahre alt, ich hatte in den Ferien Geburtstag, allerdings habe ich eine Klasse übersprungen, und in der Klasse in der ich jetzt bin sind manche schon 15. Vielleicht wirke ich deshalb älter
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Alt 25.08.2012, 14:47   #5
männlich Twiddyfix
 
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Standard Hi Lost.....

danke für Dein feedback, also ich hätte Dich für 21 Jahre gehalten, Du schreibst mit viel "Erfahrung", daher mein Zweifel.
Ich hatte früher oft mit jungen Menschen zu tun....Du übertriffst sie alle.

Mach weiter so

Gruß von mir
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Alt 25.08.2012, 15:01   #6
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Danke
Ich glaube diese Geschichte wird zulange für ein Thema in diesem Forum, aber naja...

Mitten in der Nacht schreckte sie auf. Das Ei glimmerte grünlich, es schien zu leuchten, doch erhellte es nicht die Gegenstände, wie es eigentlich Licht tun sollte, trotzdem ging Licht von ihm aus. Doch nicht das hatte April aufgeweckt, so merkwürdig es auch war, nein, etwas hatte sich bewegt, dass hatte sie gefühlt, mit allen ihren Sinnen. Schon wieder, etwas schien sich zusammenzuziehen und wieder auseinanderzuschnellen, und diesmal sah sie auch, wovon es ausging: Das Ei pulsierte. Wie der Schlag des Herzens bei Menschen pochte das Ei in einem regelmäßigen Rhythmus, etwas langsamer als der Herzschlag des Homo Sapiens im Ruhezustand, es hatte eine beruhigende Wirkung und April schlief wieder ein. Der Dämmerzustand des Drachens war jetzt gänzlich fort. Seine Gedanken waren wach,
wenn auch noch ein wenig verwirrt, ob der Tatsache dass er sich immer noch in einem dunklen Ei befand, und die Erinnerungen an Licht waren nur in dem Teil des Gehirnes gespeichert, der von Drache zu Drache weitergegeben wurden. Doch trotzdem war er sich eines sicher: er wollte hier raus! Doch nicht jetzt...
Am nächsten Morgen erwachte April früh, trotz der Sommerferien. Noch schlaftrunken und in der Welt ihres wirrenTraumes gefangen, öffnete sie die Augen, blinzelte ein, zweimal und fuhr dann auf. Das Ei hatte sich wieder in ihr Bewusstsein gedrängt, und mit einem Mal tauchte ein Gedanke in ihrem Kopf auf: „Sprich mit mir. Ich bin da“.
Er war einfach da, doch nicht wie diese halb in Bildern gedachten Gedanken, die sonst so in den Köpfen der Menschen herumspuken, sondern wie etwas was man hört, so klar und deutlich, und doch wusste sie sogleich dass es nicht wirklich gehört war. Rasch zog sie das Ei unterm Bett hervor, hob es aus dem behelfsmäßigem Nest mit den erkalteten Handwärmern darin und starrte es an. Ihre Augen konnte nicht begreifen was ihre Ohren gehört hatten. Das Ei, nein, eher der Drache, konnte mit ihr sprechen! In ihrem Kopf! Sie wartete, doch das schien alles zu sein, was dieses seltsame Wesen von sich zu geben hatte. Vielleicht strengt ihn das an. Er ist ja noch ein Embryo. Nennt man das so bei Drachen?
Bemüht, dem Wunsch folge zu leisten, plapperte sie los, erzählte dem kleinen Drachen von fernen Ländern, von Pferden, von ihrer Familie, wie das Universum entstand, von den Büchern die sie gelesen hatte, dass sie sich nicht sicher war ob wir in der Matrix leben und dass ihr Mathelehrer sie hasste. Schließlich erzählte sie ihm sogar von ihrem gestörten Essverhalten sowie ihren vernarbten Oberschenkeln, wegen denen sie beim Schwimmen Shorts tragen musste. Das Ei pulsierte in einem regelmäßigen Rhythmus, und sie saß auf ihrem zerwühlten Bett mit der grünen Bettdecke und sprach leise mit einem Stein.
Als die Kirchturmuhr mit ihren lauten, dumpfen Schlägen ankündigte, dass es Acht Uhr war und ihre Mutter schon längst in der Küche stand und werkelte, legte sie das Ei behutsam wieder in sein kleines Schloss und vergrub dieses unter den geduldig auf die kalte Jahreszeit wartenden Winterklamotten. Fröhlich ging sie die Treppe herunter, ihre Schritte waren ausgreifend und ihre Arme schwangen hin und her. Als sie die Küche betrat verlangsamte sich die Bewegung ihrer Beine, unsicher, wie ihr Kopf das Frühstück überstehen sollte.
Nicht essen! Du hast gestern zuviel gegessen. Bitte werde nicht fett! Doch ihre Beine führten sie zu dem Glastisch ihre Hände griffen nach dem Brötchen, zu ihrem Entsetzen schmierten ihre Finger mit einem der Silbermesser Margarine aufs Brot, dann Seitanwurst und dann schaltete ihr Kopf ab, während sie aß. Kauen, schlucken, kauen, schlucken. Bis ihr Bauch sich wölbte.
Dann schlich sie wie ein geprügelter Hund auf ihr Zimmer, ignorierte das Ei und machte Liegestütze. Sie versank in der Welt des Kalorienzählens, bis die Stimme ihrer Mutter sie daraus hervorholte: „ESSEN!“ Doch April hatte keinen Hunger, musste weiter Sport machen, wurde gezwungen von einem Körper, der nicht mehr ihr gehörte. Plötzlich sank sie auf den Boden, heulte lautlos, keine Tränen wollten aus ihren Augen kommen, nur ihr Körper zuckte und ihre Gedanken liefen anstelle der Augen über. So schrecklich ging es ihr, bloß wegen eines vollen Magens. Sie nahm ein Streichholz, zündete die verhasste rote Kerze an, die ihr Bruder ihr geschenkt hatte, hielt ihre linke Hand über die Flamme, flüsterte immer wieder „Ich bin fett“ wie ein Zauberspruch, der sie erlösen würde.
Der Schmerz wurde unerträglich, automatisch zuckte ihre Hand zurück, 5 Sekunden gönnte sie sich, dann schob sie die Hand wieder über das flackernde Licht, der Schmerz kam und ging in Wellen, sie überstand eine besonders starke, ohne zurückzuzucken, dann kam ein riesiger Brecher, der sie tief ins Salzwasser schleuderte, ihre Beine stießen sich vom Meeresgrund ab, ihre Lungen rebellierten, ihr Kopf durchstieß die Wasseroberfläche und ihr Mund umschloss die schmerzende Hand mit kühler Spucke. 5 Sekunden, sie nahm die Hand heraus, wischte den Sabber an ihrer Hose ab, die Hand bewegte sich nach vorne, wurde angezogen von dem Licht wie eine Motte in der Nacht, Nein. Der Drache hatte gesprochen. April blies die Kerze aus, überwältigt vor Scham. Der Drache musste die starken Emotionen aus ihrem Kopf herausgefiltert haben, er konnte nicht nur mit ihr sprechen, er konnte auch ihren Kopf lesen.
Sie holte das Ei aus seiner Höhle, drückte es an ihre Brust und rollte sich mit dem Ei in der Hand in Säuglingshaltung zusammen. Die Haustür fiel zu, als ihre Familie auszog ins Kino zu gehen und auf eine große Wand zu starren als sei sie der Schlüssel zum ewigen Leben, und im selben Moment schlossen sich auch ihre Augen, ihr Geist holte sich die dringend benötigte Ruhe und Regeneration. Sie wachte erst auf, als das Ei zerplatzte. Schon oft hatte April schlüpfende Küken gesehen, als Veganerin musste man eine tägliche Dosis Tiervideos anschauen, doch das Schauspiel, das sich ihr beim Verlassen des Traumlandes bot war etwas gänzlich anderes. Das Ei schein von innen heraus zu explodieren, Schalenteile flogen in alle Richtung, alle sehr klein, und als ihre Augen sich an das Licht gewöhnten sahen sie das Wesen.
Sein Leib war ähnlich geformt wie der eines Pferdes, die Brust nach vorne gereckt, doch der Hals war lang, so lang dass sie sich fragte wie er den großen Kopf tragen konnte. Der Schwanz war ebenso lang wie der Hals, er wurde zum Ende dünner und endet in einer Art Stachel, die, wenn der Drache größer wäre, sicher eine gute Waffe abgeben würde. Vom Kopf bis zum Hals maß der Drache bestimmt einen halben Meter. Zwei lange Flügel wurden ausgebreitet, auch sie einen guten halben Meter lang. Sie schienen aus einer dünnen Membran zu bestehen. Zwischen Hals und Flügel war eine Kuhle, die geeignet schien, darin zu sitzen. Die Beine waren sehr muskulös, und im Vergleich zu dem restlichen Drachen stämmig. An den Füßen befanden sich lange Krallen. Um den Kopf herum war in einer ähnlichen Membran wie bei den Flügeln eine Art Kragen. Der Kopf ähnelte dem eines Alligators, nur mit einer kürzeren Schnauze. Und die Augen blickten viel lebendiger, als würden sie zu einem höheren Bewusstsein gehören. Sie schimmerten orange. Die Oberseite des Drachen war in verschiedenen Grüntönen gehalten, die schimmerten und im Wald bestimmt unauffällig waren, der Bauch hingegen war in Himmelsblau gehalten, mit einzelnen weißen Flecken, die Wolken ähnelten. Der ganze Körper schillerte, als sich der Drache aufrichtete. Sein Mund öffnete sich, und drei Reihen von Zähnen kamen zum Vorschein, die hintereinander standen und pechschwarz waren.
Und der Drache sprach seine ersten Worte: „Hallo April. Ich bin nun du. Du bist nun ich. Wir gehören zusammen. Gib mir einen Namen.“
Und in ihrem Kopf, der überfordert war mit dem Versuch zu begreifen was da geschah, hörte sie Gib mir einen Namen. Ich bin keine sie, ich bin kein er, ich bin ein Drache. Gib mir keinen Frauennamen, gib mir keinen Männernamen, gib mir meinen wahren Namen. Und April dachte, einem Impuls folgend der aus den Tiefen ihres Gehirns stammte, die man nicht kontrollieren kann Solaile. Und Solaile existierte.
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depression, drachen, veganismus

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