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Sonstiges Gedichte und Experimentelles Diverse Gedichte mit unklarem Thema sowie Experimentelles.

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Alt 16.09.2005, 07:01   #1
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard Wortspiele

Zu spät zu spät,
schau her, wie die Zeit vergeht.
Kein Zeiger will weilen,
und doch keine Sekunde verstreichen.

Einst trug der Wind dich fort,
zu spät gesehen,
zu spät gespürt.
Eine Reise ohne Wiederkehr beginnt.

Ein letzter Blick,
ein letzter Hauch.
Die Erlösung ist zum greifen nah.

Doch ich lasse dich nicht ziehen,
sperre dich in mir ein,
unterdrücke das Abschied nehmen.

Zu spät. zu spät,
ich kann und will dich icht mehr halten.
Ich lasse dich als Engel hinfortschweben,
wissend, dass du immer an meiner Seite bist.

Ein letzter Blick,
ein letzter Hauch..

.. und du bist frei.


16. September 2005
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2005, 18:34   #2
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

zusammengekauert sitzt er da,
bebend und schreiend,
einen ausweg suchend.

er will von ihr weichen,
sie nicht mehr länger festhalten,
sich vor ihr entblößen.

doch sie lässt ihn nicht gehen.
warum? aus angst.
aus angst, vor dem völligen vergessen
aus angst, vor seiner stärke
und aus angst, vor seinem zorn.
aus angst, vor ihrer kompletten zerstörung.

stets versuchte er, sich einen weg zu bahnen
einen weg, um ihr zu verstehen zu geben
einen weg, der alles besser werden lässt.

doch sie versuchte stets, ihn zu unterdrücken.
zu ignorieren.
zu zerstören.

doch was tat sie?
sie zerstörte sich selbst.

irgendwann kommt der tag,
da wird er ihre mauern durchbrechen.
sie befreien.
sie fallen lassen,
ins bodenlose.

doch bis es soweit ist wird er weiter brodelnd in ihr schreien.
er; der zorn, der schmerz, die trauer.
er, der sie bestimmte, sie lenkte und nun aufzugeben vermag.
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2005, 19:28   #3
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Wieder einer dieser Momente
in dem die Stille zur Qual wird,
in dem alles schmerzt;
Gedanken, Erinnerungen und Ängste.

Ich koste diesen Moment aus,
versinke in ihm,
schmecke ihn
und stelle fest:
alles, was ich sehe
alles, was ich denke und fühle
ist nichts anderes als die bittere Realität.

Meine Gedanken halten mich fest,
lassen die Zeit still stehen,
fesseln mich.
Der einst so süße Geschmack wird bitter,
blutig,
immer intensiver.

Plötzlich wird mir klar:
Es gibt kein zurück,
kein Entrinnen.
Der weg zur Flucht ist versperrt.
Ich stelle mich.

Ich beginne,
den blutigen geschmack zu genießen,
ihn zu verinnerlichen,
und zu verstehen:

Alles ist endlich.
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2005, 20:05   #4
Clown
 
Dabei seit: 11/2005
Alter: 31
Beiträge: 7

häftig.... aber auf seine weise sehr schön.
Clown ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 12:30   #5
KleinerRiese
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: Zeuthen
Alter: 32
Beiträge: 4

hmmm... was soll man dazu sagen??? wirklich gut geschriebene gedichte, die mich sehr berührt haben, und nicht oft werden durch gedichte solche gefühlsregungen in mir wach... also RESPEKT! echt toll...
KleinerRiese ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 23:20   #6
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Die letzten Worte;
sie klangen so schön,
so glücklich,
so hoffnungsvoll..

Der letzte Blick;
er war voller Liebe,
voller Vertrauen,
voller Zuversicht.

Wie oft ich daran denke;
ich kann es nicht mehr zählen.

Deine Worte;
sie werden mich stets begleiten.
Dein Blick;
ich werde ihn nie vergessen.

Noch immer bist Du ein teil von mir,
geliebt,
geachtet,
unvergessen.

Bis in alle Ewigkeit.
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Alt 18.12.2005, 22:58   #7
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard ..ohne worte.

Und wieder legt sich etwas auf meinen Schultern nieder;
Das Gefühl der Trauer,
das Gefühl des Vermissens,
und das Wissen, Dich nie wieder zu sehen,
zu hören,
zu spüren.

Könnte ich Dich noch einmal sehen,
würde ich Dir all das sagen,
was die Zeit versäumte.

.. Doch dieser Wunsch bleibt mir verwehrt.

Die vergossenen Tränen sind nur für Dich;
als Zeichen der Trauer,
der Aufrichtkeit
und des Gefühls, eine geliebte Person, Dich, verloren zu haben..

Ich denke an Dich.



[ 16.12.2005; elli ]
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2006, 21:36   #8
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard ..wenn freundschaften zerbrechen.

Es war so schön,
sollte nie enden,
war perfekt.

Es war.

Es war und wird nie mehr so sein.

Ich spüre was geschieht,
wenn man zwischen Wirklichkeit und Traum nicht unterscheiden kann.
Spüre, wie es ist,
wenn man denkt, alles sei nur ein böser Traum.
Aber was,
wenn die Wirklichkeit bedrohlich wird?
Was,
wenn diese Realität den Untergang bedeutet?

Ich will nicht erwachen,
die Augen nicht öffnen,
nicht wahrhaben,
von dir gänzlich verstoßen zu werden.

Es tut so weh;
Was hab ich dir getan?
Du ziehst weiter,
rücksichtslos.
Du ignorierst mich,
eiskalt.
Du erhörst mein Flehen nicht,
wohlwissend.
Du missachtest meine Tränen,
siehst mich am Boden liegen,
trittst weiter auf mich ein.

Zerreiß mich,
zieh weiter,
verschwinde!

Für uns wird es kein heute geben,
kein morgen,
und auch kein damals.


(20. Februar 2006)
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2006, 22:25   #9
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard Kind des Wahnsinns.

Kleine, zarte Kinderhände,
schützend vor das weiche Gesicht gehalten.

Kleine, panikerfüllte, strahlend blaue Augen
blinzeln durch die verkrampften Finger hindurch.

Ein blasser, dürrer Körper
zittert, bebt.

Funkelnde Tränen,
heiß über die geröteten Wangen laufend.


Große, kräftige Hände
zerbrechen das sanfte Gemüt des Kindes.

Tiefe, drohende Worte
prasseln auf das Kind ein.


Ein lauter Schrei, ein letzter Versuch zur Flucht;
Das Leid wächst.
Die Stille zerreißt.

Das Kind;
Mit den einst strahlenden Augen,
trüb ins Leere starrend.
Innerlich tot.


Jahre vergehen.


Das Kind;
Von Hass erfüllt.
Von blutige Rache besessen.

Das Kind;
Es ist nicht mehr das,
was es mal war.

„Es“ ist das Kind des Wahnsinns,
bereit zur Abrechnung.


(20. Februar 2006)
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2006, 22:36   #10
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard ... der/die jenige weiß schon.

Es ist lange her.
Nichts ist,
wie es mal war.

Das vertraute Gefühl;
Es scheint so fern,
nicht greifbar.

Die Erinnerungen an das Vergangene;
Sie schmerzen,
hören nicht auf, sich in die Gedanken zu schleichen.

Du warst für mich da.
Du gabst mir Schutz und lehrstest mich,
mehr Vertrauen zu geben.

Die Zeit verging.
Nichts scheint,
wie es mal war.

Heute, im Hier und Jetzt, bin ich froh,
dich an meiner Seite gehabt zu haben,
dir vertraut zu haben,
dich zu kennen.

Noch immer.

Noch immer tut die Entwicklung weh,
schmerzt,
pocht.

Was passiert ist?
Ich weiß es nicht.
Doch es tut mir leid,
dass es soweit kommen musste..

(20. Februar 2006)
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.03.2006, 21:32   #11
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard ~

Da steht sie;
Mit stechender Brust,
Tränen in den Augen,
blutverschmierten Händen.

Ein Schritt,
nur ein letzter noch.
Danach ist alles vorbei.

Zitternd blickt sie in die Dunkelheit.
Von der Angst gepackt steht sie starr,
bewegunglos.

Ein Schritt,
nur ein letzter noch.
Danach ist alles vorbei.

Verzweifelt blickt sie um sich.
Mit erstickter Stimme ruft sie in die Finsternis hinaus.
Es ist niemand da.
Nur sie, ihr Schmerz und der immer näherkommende Abgrund.

Ein Schritt,
nur ein letzter noch.
Los, geh ihn!

GEH, verdammt nochmal.
GEH! Brüllt eine innere Stimme.

Sie geht.
Es war der letzte Schritt,
sie fällt,
schreit,
wacht schweißgebadet auf.

War das alles nur ein Traum?
Verschlafen reibt sie sich die Augen
und spürt ihr feuchtes Gesicht,
hört ihr Herz pochen
und schmeckt ihr eigenes Blut.

Ein Schritt,
nur ein letzter noch.
Er wird ihre Realität sein.

Sie geht ihn.

Die Verzweiflung weicht,
der Tränenfluss hört auf
und sie hat ein Lächeln auf den Lippen.

Hinfort.


20.März 06
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2007, 08:21   #12
chrysalis
 
Dabei seit: 08/2003
Alter: 31
Beiträge: 13

Standard .. nur so.

Die Kinderhand,
die sich nach dir streckte - abgewiesen.

Die Tränen,
die wegen dir vergossen worden - ignoriert

Der Schmerz,
der in mir tobte war zu stark.
Erst litt ich,
dann resignierte ich,
und nun starb ich meinen letzten Tot.

Nun schreibe ich dir diese Zeilen um dich zu fragen:
"Mutter, wieso tust du das?"

Doch für mich gibt es keine Antwort auf diese Frage.
chrysalis ist offline   Mit Zitat antworten
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