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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 19.10.2019, 03:00   #1
männlich Wortklauber
 
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Standard Herbstzeit

Feuchter Nebel steigt von nassen Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Die Blätter im Gezweig bunt sprießen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

In kalten Winden schütteln sich die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Braune Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das alte Jahr ist nun bald aus.
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Alt 19.10.2019, 09:57   #2
weiblich frankaaimy
 
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Hallo Wortklauber -

Ein schönes Gedicht! Hier meine Version mit nur wenigen Anpassungen!
Übernimm, was du brauchen kannst, oder lass Deins so!

Ein feuchter Nebel steigt von nassen Wiesen,
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt,
Die bunten Blätter im Gezweig, die sprießen, (eigentlich fallen die bunten blätter)
Die Herbstidylle hab ich wirklich satt.

In kalten Winden schütteln sich die Bäume,
Das tote Laub bedeckt das Dach vom Haus,
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume,
Das neue trägt das alte Jahr hinaus.


Gern gelesen!


- A.
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Alt 19.10.2019, 17:30   #3
männlich Ralfchen
 
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servus WK -

nebel sinkt und steigt nicht. das ist also hygrothermisch falsch, was auch die vorkommentatorin nicht zu wissen scheint.

Feuchter Nebel sinkt auf nasse Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Die Blätter im Gezweig bunt sprießen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

eitler glanz und sonne passen gar nicht. weil unser muttergestirn keine gefühle und menschlichen verhalten haben kann. natürlich spriesst im berbst kein buntes blatt. und bäume schütteln sich nicht sondern schwanken, weil sie keine eigenbewegungen haben können,. und die winde wehen durch baum und strauch und nicht die bäume u.st. in den winden. wieso öffnen ackerfurchen neue räume? es wird jedes jahr geackert und darunter ist immer ein und die gleiche erde, die nur ein wenig molekular verändert aber nicht neu - ist. also ein ziemlich fehler-schwankender und komischer text. er könnte anders geschrieben schön sein. aber so eben nicht.

vlg
r
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Alt 19.10.2019, 17:50   #4
weiblich frankaaimy
 
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@Wortklauber,

lass Dir nichts einreden von dem.
Der hat den Begriff der stilistischen Mittel noch nie in seinem Leben gehört.

Der Glanz der Sonne kann sehr wohl eitel anmuten.

- A.
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Alt 19.10.2019, 17:54   #5
männlich Ralfchen
 
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na ja du kannst dir von der typin natürlich jeden quatsch einreden lassen. all das ändert nichts an meiner konzisen beurteilung des textes. alles andere ist unhaltbarer stuss.

vlg
r
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Alt 19.10.2019, 18:34   #6
männlich Wortklauber
 
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Guten Tag und meinen dackeligen Dank für eure Kommentare!

Ein feuchter Nebel ruht auf nassen Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Die Zweige bunte Blätter hissen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

Die kalten Winde schütteln nun die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das neue trägt das alte Jahr hinaus.

Hab gern eure Anregungen aufgegriffen und hoffe, dass es so stimmiger ist.

Dankeschön und liebe Grüße
Wortklauber
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Alt 19.10.2019, 20:29   #7
männlich Ralfchen
 
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servus -

wesentlich klarer und zügiger. super

vlg
r
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Alt 19.10.2019, 21:29   #8
männlich Wortklauber
 
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Hey

Schön, dass es dieCOMMUNITYgibt! Finde Anregungen und Tipps sehr hilfreich.

LG Wortklauber
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Alt 19.10.2019, 21:31   #9
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
eitler glanz und sonne passen gar nicht.
Es passt sogar hundertprozentig. Weil es in der Poesie nicht um wissenschaftliche Fakten geht, sondern um die subjetive Wahrnehmung. Da kann ein Mensch durchaus Eitelkeit in den Sonnenglanz hineininterpretieren, besonders dann, wenn der Sonnenschein nicht zu seiner augenblicklichen Stimmung passt.
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Alt 19.10.2019, 22:08   #10
männlich Ralfchen
 
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ok das kann man so sehen oder nicht. aber auch in der poesie gibt es grenzen die die aussage nicht ausbeuten dürfen. dann könnte man ebenso sagen...

verschämter mond

etc.


EITEL



WIE KANN DIE SONNE... viel Wert auf die eigene äußere Erscheinung legen

WIE KANN DIE SONNE...bestrebt sein, als schön (und klug) zu gelten


WIE KANN DIE SONNE... kokett
WIE KANN DIE SONNE... putzsüchtig
WIE KANN DIE SONNE... dandyhaft
WIE KANN DIE SONNE...eingebildet
WIE KANN DIE SONNE...geckenhaft
WIE KANN DIE SONNE...gefallsüchtig
WIE KANN DIE SONNE...selbstgefällig
WIE KANN DIE SONNE...affig
WIE KANN DIE SONNE...stutzerhaft

sein????????????????


oder:


bedeutungslos
belanglos
inhaltslos
nichtssagend
nutzlos
ohne Bedeutung/Belang
ohne Sinn/Wert
unwichtig
vergeblich
wertlos
zwecklos
nichtig
substanzlos
hohl
leer

sein????????????

nicht bei mir ausser man schreibt eine posse...

Die Sonne stand vor ihrem Spiegel,
daneben ein Kosmetik-Tiegel.
Der schmolz bei einer Mill'jon Grad.
Da sah sie, dass von eitel man nix hat.
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Alt 19.10.2019, 22:19   #11
weiblich frankaaimy
 
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a) Alles lässt sich personifizieren
b) ist die Sonne das Zentrum unseren Lebens und in jedem Wetterdienst kann sie lachen

Die Liste ist endlos lang ...
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2019, 22:25   #12
männlich Ralfchen
 
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na ja Franka -

das zentrum unseres lebens ist unser planet und darauf das wasser in verbindung mit der richtigen entfernung zur sonne. und natürlich dem sonnenlicht für diverse prozesse. und das wasser kam aus dem weltraum in form von trilliarden tonnen kosmischem eis - wahrscheinlich aus dem kuiper belt. die restlichen planeten drehen sich auch um die sonne und bis auf den jupitermond europa (mag sein) findet sich leben egal in welcher form nicht mehr im sonnensystem. ich bin nur kein freund von übergespragelten adjektiven. aber natürlich ist die dichtung völlig frei in ihrer ausübung. ist halt meine meinung.
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Alt 19.10.2019, 22:26   #13
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
dann könnte man ebenso sagen...

verschämter mond

etc.
Na klar. Weshalb nicht? Super Beispiel. Den "beschämten Mond" muss ich mir merken.

In der Poesie ist alles beseelt. Wie in der Phantasie eines Kindes.
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Alt 19.10.2019, 22:30   #14
männlich Ralfchen
 
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ok - ich akzeptiere das alles wie berist an franka adressiert. ungeachtet dessen finde ich diese bezeichnung völlig unpassend. der rest des textes ist schön zu lesen.

Ich sah zum Mond und war gelähmt!
Der Trottel lachte ganz verschämt.


wie gesagt, der WK hat i.g.g. einen ernsten text verfasst und keine iocusade. und da würde ich auf solche assoziationen verzichten.
Ralfchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2019, 23:43   #15
weiblich frankaaimy
 
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Ein feuchter Nebel ruht auf nassen Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Die Zweige bunte Blätter hissen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

Die kalten Winde schütteln nun die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das neue trägt das alte Jahr hinaus.
Hallo,

leider ist es so nicht stimmiger, weil die Metrik inkorrekt ist.
So ein Gedicht wie dieses, brauch aber zwingend einen korrekten Rhythmus!
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Alt 19.10.2019, 23:55   #16
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
WK hat i.g.g. einen ernsten text verfasst und keine iocusade.
Einen Text, der rhythmisch nicht stimmt, weil er zwischen Jamben und Trochäen wechselt und deshalb holpert.
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Alt 20.10.2019, 00:37   #17
männlich Ralfchen
 
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wie du weißt habe ich von poetischer technik keine ahnung Ilka. somit kann ich dazu nix sagen. das ist dein metier und das von einigen der großen menschen hier.
Ralfchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 02:04   #18
männlich Wortklauber
 
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Neuer Versuch, ihr Lieben!

Feuchter Nebel ruht auf nassen Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Bunte Blätter fallen, diese fiesen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

Kalte Winde schütteln nun die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das alte trägt das neue Jahr hinaus.


Tschüß
WORTKLAUBER
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Alt 21.10.2019, 10:22   #19
weiblich frankaaimy
 
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Hallo,

beschäftige dich am besten mit Dingen wie mit dem Jambus und Trochäus, damit du das Versmaß lernst! :-)

- A.
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 11:34   #20
männlich MiauKuh
 
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Hier stand von mir Quatsch.

Sorry! Lieber doch nicht posten, ist nur Mist gewesen :-)
MiauKuh ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 12:15   #21
männlich Wortklauber
 
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Hey, das mit dem Versmaß hab ich nicht drauf. Ich schreibe nach Gefühl für Rhythmik und Aussage und schau was dabei rauskommt.
... Hebung, Senkung, betont oder auch nicht - das ist doch urkompliziert!
Entweder der Text passt oder eben nicht, dann hilft nur noch die Community.

Lg Wortklauber
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Alt 21.10.2019, 12:48   #22
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Entweder der Text passt oder eben nicht, dann hilft nur noch die Community.


Frankaaimy hatte das Gedicht bereits in durchgehende Jamben verbessert, also wobei soll die Community noch helfen? Und was soll an Jamben und Trochäen kompliziert sein? Einfacher als diese beiden kann ein Metrum gar nicht sein.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 13:32   #23
weiblich frankaaimy
 
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
... Hebung, Senkung, betont oder auch nicht - das ist doch urkompliziert!

Lg Wortklauber
Nein... Ist wirklich ganz einfach...


- A.
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 16:25   #24
männlich Wortklauber
 
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Liebe frankaaimy,

wenn es so einfach ist, bitte ich dich herzlich um Verbesserung meiner letzten Fassung, damit ich vielleicht kapier was du meinst.
Mein Dank im voraus.

LG Wortklauber
Wortklauber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 16:58   #25
weiblich frankaaimy
 
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Ja, es ist ganz einfach...

Und ich habe bereits die erste Version von dir angepasst.

Ich bin aber so nett und benutze für Dich google und poste ein Video, das idiotensicher ist... :-)

https://www.youtube.com/watch?v=04qvuuwKmgU

Schaus Dir an und passe das Gedicht an und danach werde ich nochmal drüber schauen.


- A.

PS: Den Trochäus empfinde ich beispielsweise nicht als beruhigend, sondern als eindringlich und auffordernd, was an seiner betonten Silbenpräsenz liegt.

Hast dus denn noch nicht verstanden,
dass die Englein niedergehn?
Fühlst du nicht die Zeit versanden,
Gott wird in uns auferstehn!
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Alt 21.10.2019, 18:19   #26
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Neuer Versuch, ihr Lieben!

Feuchter Nebel ruht auf nassen Wiesen
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Bunte Blätter fallen, diese fiesen
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

Kalte Winde schütteln nun die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das alte trägt das neue Jahr hinaus.


Tschüß
WORTKLAUBER
Hallo Wortklauber, hier ist mein Vorschlag:

Feuchter Nebel ruht auf nassen Wiesen
Eitler Glanz der Sonne ist nun matt
Bunte Blätter fallen fiese
Herbstidylle hab ich ehrlich satt

Kalte Winde schütteln Bäume
Tod wie Krankheit schleicht ums Haus
Ackerfurchen öffnen neue Räume
Altes Jahr trägt neues bald heraus.

Wie gefällt dir das?

LG DieSilbermöwe
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Alt 21.10.2019, 20:40   #27
männlich Wortklauber
 
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Danke Silbermöwe für deine Antwort.

Gefällt mir recht gut, scheint mir aber noch nicht die Endfassung zu sein.Es hakt bei:
Wiesen... fiese
Altes Jahr trägt neues bald heraus... passt das?

Nochmal Danke
Wortklauber
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Alt 21.10.2019, 21:25   #28
männlich Wortklauber
 
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Neuer Versuch

[B]Auf nassen Wiesen ruht der Nebel
Der eitle Glanz der Sonne ist nun matt
Bunte Blätter durch die Lüfte schweben
Die Herbstidylle hab ich ehrlich satt.

Kalte Winde schütteln nun die Bäume
Krankheit und Tod schleichen ums Haus
Die Ackerfurchen öffnen neue Räume
Das alte trägt das neue Jahr hinaus.


Hey Leute, hab mich gequält mit Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst... Besser kann ich es nicht. Mag nicht mehr.

Mit lieben Grüßen
WORTKLAUBER
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Alt 21.10.2019, 21:54   #29
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Hey Leute, hab mich gequält mit Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst... Besser kann ich es nicht. Mag nicht mehr.
Glaube ich dir. Bei allen Versuchen, dir auf die Sprünge zu helfen, wurdest du wuschig gemacht, und besser wurde das Gedicht dadurch nicht. Es kommt eben nicht nur auf das Metrum, sondern auch auf den Wortschatz an. Manchmal ist es besser, sich von Bildern zu trennen und neue zu finden, wenn man nicht weiterkommt. Literatisches Schreiben ist mit Mühe verbunden.

Zumindest hast du schon mal den "feuchten Nebel" aufgegeben, was ich gut finde, denn einen trockenen Nebel habe ich noch nie gesehen. Ein Glanz kann nicht gleichzeitig matt sein. Nebel/schweben ist kein Reim. Und mit dem Jambus/Trochäus stehst du immer noch auf Kriegsfuß.

Außerdem ist ratsam, Wörter auf -heit und -keit zu vermeiden, denn sie klingen nicht poetisch. Ich habe statt "Krankheit" das Wort "Verfall" gewählt, weil es auch besser zum Herbst passt. Denn am Herbst ist nichts krank, er ist lediglichlich die Jahreszeit des Vergehens.

Kurze Wörter sind übrigens immer schöner als lange, deshalb habe ich den Ackerfurchen die Flure entgegengesetzt.

Auch habe ich die ICH-Perspektive entfernt, weil sie zum Gedicht ingesamt nicht passt.

Mal sehen, ob dir das Ergebnis gefällt:

Von nassen Wiesen steigen Nebel,
der eitle Sonnenglanz wird matt,
die Krähen putzen ihre Schnäbel,
der Herbst ist welken Blattes satt.

Schon schütteln Winde kahle Bäume,
Verfall und Tod umringt das Haus,
die Flure öffnen neue Räume
und treiben neues Leben aus.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 22:06   #30
männlich Wortklauber
 
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Wau, Ilka-Maria

Du hast die Nuss geknackt! Bin zu 100% mit deiner Version einverstanden, sie soll die Endfassung sein!
Wenn ich könnte, bekämst du einen Strauß Blumen von mir.

LG Wortklauber
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Alt 21.10.2019, 22:11   #31
weiblich frankaaimy
 
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Worte, mit den von Dir benannten Endungen klingen nicht poetisch?

Ewigkeit, Herzlichkeit, Barmherzigkeit usw usf. sind gerade Worte, die pure Poesie sind!
Shakespear, Goll, Rilke, Schiller, Heine - all die großen Dichter...

Nein, ich sage nichts mehr dazu. 😂

Das habe ich in meinen knapp 34 Jahren im Literaturbetrieb noch nie gehört.
Kannst du zu dieser Äußerung bitte eine Quellenangabe machen?
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 22:28   #32
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von frankaaimy Beitrag anzeigen
Ewigkeit, Herzlichkeit, Barmherzigkeit usw usf. sind gerade Worte, die pure Poesie sind!
Wörter auf "-ung" gehören auch dazu, also möglichst vermeiden.

Großmeister wie Schiller, Heine u.a. sind keine Belege für das Gegenteil. Ich bin sicher, dass sie diese Wörter nur sparsam gebraucht haben. Denn die Gefahr bei diesen Endungen besteht immer darin, dass auf "-heit" Wörter mit "-keit" gereimt werden - ist schließlich das Einfachste. Und dann wird es in der Tat unpoetisch. Beispiele dafur gibt es massenhaft. Außerdem klingen sie hart.

"Literaturbetrieb" ist kein Argument, hier geht aus ausschließlich um Lyrik.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2019, 22:35   #33
männlich Wortklauber
 
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Von nassen Wiesen steigen Nebel
Der eitle Sonnenglanz ist matt
Die Krähen wetzen ihre Schnäbel
Die Herbstidylle hab ich satt.


Schon schütteln Winde kahle Bäume
Verfall und Tod schleichen ums Haus
Die Flure öffnen neue Räume
Das alte Jahr ist nun bald aus.


So hab ich das Gedicht bei mir schlussendlich abgespeichert - ein Gemeinschaftswerk!

Tschau WORTKLAUBER
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