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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 23.11.2017, 22:46   #1
männlich Amir
 
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Beiträge: 710

Standard Der Anfang von Amir I. und Erich Kykal Sonett

Erich Kykal hat mir dabei geholfen, dieses Sonett zu verfassen. Ich habe mich schwergetan mit der Metrik und meiner Sprachfindung. Diese zwei Versionen sind von Erich Kykal. Die originale Version werde ich beifügen, falls dafür Interesse besteht. Erich Kykal hat meine alte Version mit seiner eigenen Sprache erweitert und verbessert. Ich möchte mich bei ihm für seine schöne Arbeit bedanken.


Der Anfang

Ach Blume, lass nun los, der welke Halm ist mager.
Das hohle Herz vernimmt den Puls der Decke nimmer,
die Blätter fallen dieser trüben Tage immer
ins blasse Bild der Luft. Dein Lippensaum wirkt hager.

Das Tor umarmt den Raum, und Zeit, die heile Türe,
umrahmt ein leises Raunen voller Wind und Sünden.
Der Mai in Röte fiel, und Zeichen, die es künden,
zerrinnen dürr im Glanz der Welt, den ich noch spüre.

Ein blindes Dunkel kommt. Der Tag verliert sein Leuchten.
Ich sterbe, spüre Stiche, fühle Blut und Hiebe.
Ich lähme meinen Sinn mit Wein und Gold und Tränen.

Ein Aschenberg, um den wir unsre Träume scheuchten.
Der greise Titel dazu: Keine echte Liebe.
Ich schreibe blinde Worte, die sich ehrlich wähnen.


Der Anfang (mit fünfhebigen Jamben)

Ach Blume, lass nun los, der Halm ist mager.
Das hohle Herz vernimmt sein Pulsen nimmer,
die Blätter fallen dieser Tage immer
ins Bild der Luft. Dein Lippensaum wirkt hager.

Das Tor umarmt den Raum, der Zeiten Türe
umrahmt ein Raunen voller Wind und Sünden.
Der Mai verfiel, und Zeichen, die es künden,
zerrinnen in der Welt, die ich noch spüre.

Ein Dunkel kommt. Der Tag verliert sein Leuchten.
Ich sterbe, spüre Stiche wie auch Hiebe.
Ich lähme meinen Sinn mit Gold und Tränen.

Ein Aschenberg, um den wir Träume scheuchten.
Der Titel dazu: Keine wahre Liebe.
Ich schreibe Worte, die sich ehrlich wähnen.



A.I.

Geändert von Amir (23.11.2017 um 22:50 Uhr) Grund: -
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