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Alt 17.09.2019, 14:26   #1
weiblich Rosalie
 
Dabei seit: 09/2019
Ort: Thüringen
Beiträge: 5


Standard Ein Wink des Himmels

Ein Wink des Himmels!


Zusammenfassung

Anhand eines Fotos, was eine originelle Wolkenformation darstellte, inspirierte mich zu dieser Geschichte.
Ein Wink des Himmels, bringt zwei einsame Herzen zusammen, was mit einem tragischen Anfang beginnt und romantisch endet. Beide haben ihre Eltern durch ähnlich tragische Unfälle verloren, wobei sich beide in ihrer Arbeit vergaben, um den Schmerz und Verlust zu vergessen und ihnen den gewissen Halt gibt. Das Schicksal spielt Amor und gewinnt!


In fünf Kapiteln
1. Ein Wink
2. Zusammentreffen
3. Gemeinsames Projekt




Rosalie 30.09.2018








Ein Wink
Immer wieder hämmerte und tippte Lisa auf ihren Computer ein. Ausgerechnet heute, an so einem schönen Tag, schwanten ihr, Überstunden, wobei sie den Berg an Arbeit vor sich sah. Getrieben von diesem Gedanken, hämmert sie schneller auf die Tastatur ein, um rechtzeitig fertig zu werden.
Eigentlich liebt sie ihre Arbeit und nahm ab und an Überstunden in Kauf, aber heute hasste sie es am Schreibtisch zu versauern. Wobei es sie sich heute besonders nach der frischen Luft und den wärmenden Sonnenstrahlen sehnte. Was ihr den Ausgleich, vom tristen Büroalltag verschaffte. Sie liebte es in und durch die Natur zu streifen.
Endlich, räumte Lisa ihre Sachen vom Schreibtisch, nahm ihr Handy, steckte es in ihre Handtasche, hängte sie sich um und verließ das Büro. Setzte sich in ihren Wagen und fuhr los.
Gestresst kam sie zu Hause an, legte Schlüssel und Tasche ab, trank und aß eine Kleinigkeit, nahm ihr Handy, steckte es in die Hosentasche ihrer Shorts und flüchtete regelrecht aus den Haus, hinaus in die Flur. Weit hatte sie nicht zu gehen, nach paar Schritten, war sie auch schon auf der Wiese.
Gedankenverloren schlenderte sie über die saftig grüne Wiese und sog den betörenden Duft von Gras und Blumen ein. Wobei ihr Engelsblondes, langes Haar, leicht im flauen Wind wehte. Vorfreudig streifte sie ihre Sandalen, von ihren Füßen ab, ließ das Gefühl von Weichheit und leichte Kühle auf sich einwirken. Drehte sich vergnügt im Kreis, wie ein kleines Kind, was gerade das Gras Barfuß entdeckte. Leicht benommen, vom Drehen, ließ sich Lisa geschmeidig ins Gras fallen und streckte ihre langen wohlgeformten Beine aus. Genießerisch breitet sie die Arme aus, ließ den Blick gen Horizont schweifen und beobachtete die Wolkenformationen, die sich zu skurrilen Abbildungen formierten. Zählte die unzähligen Schäfchenwolken, die langsam und sacht dahin glitten und sich alsbald auflösten. Dann zog ein Segelschiff vorbei und verschwand hinter einer dicken Wolke oder ein Pudel sprang mit wedelndem Schwanz von Wolke zu Wolke. Ein Häschen lag ausgestreckt auf den Bauch und es sah aus, als ruhte es sich aus. Verwundert belächelte und schüttelte Lisa leicht mit dem Kopf, all diese Wolkengebilde zu sehen, die sich ihr Heute zeigten und vorbeizogen.
Plötzlich stockte Lisa der Atem und dachte. Bilde ich mir es ein oder sehe ich es wirklich? Nein dieses Gebilde ist unverkennbar! Wahrhaftig gab eine Wolkenhand, mit dem Finger einen Wink.
Beflügelt, über den Wink des Himmels, erhebt sie sich, streifte ihre Sandalen über und folgte der Wolkenhand. Wie ein kleines neugieriges Kind, was auf Entdeckung Tour geht, empfand sie in diesen Moment und fragte sich, wohin wird mich die Hand führen und wann löst sie sich auf?
Einen Augenblick später schalt sie mit sich, du machst dich lächerlich, rennst einem Wolkenwink hinterher, wie ein Schulmädchen und glaubst auch noch was zu finden! Wie naiv bist du eigentlich! Kopfschüttelnd und in ihrem Gedankenstrom gefesselt, lächelte sie verschmitzt, wobei sie geradeaus stierte, aber erprobt stehen blieb.
Blickgerichtet starrte Lisa auf den leblosen Körper, der fünfzig Fuß von ihr entfernt, am Waldrand lag. Mit sich ringend, überlegte sie, Hin und Her, ist es ein Trick, um mich auszurauben oder braucht jemand wirklich meine Hilfe? Nach kurzen tief durchatmen, schob sie ihre Vorsicht beiseite, wobei sie das zweite in Erwägung zog und handelte.
Mit schnellem Schritt näherte sich Lisa, tippte vorsichtig den männlichen leblosen Körper an, aber keinerlei Reaktion von sich gab. Um den Puls zu fühlen, nahm sie seine Hand, was schwach zu spüren ist. Nun versuchte Lisa es mit Worten und sprach sanft auf ihn ein, in der Hoffnung, er könnte sie hören, aber wiederum keinerlei Reaktion. Um keine weitere Zeit verstreichen zu lassen, zückte sie ihr Handy aus der Hosentasche, der kurzen Shorts und wählte den Notruf.
Nach ewig dauernden Sekunden, was ihr vorkamen, nahm endlich jemand den abgesetzten Notruf entgegen. Sie schilderte die vorliegende Situation, was sie unternommen hatte und gab die Koordinaten durch. Steckte das Handy zurück in die Hosentasche und sah sich den leblosen Körper, ohne jegliche sichtbare Verletzung genauer an. Weil er mit dem Gesicht zu Boden gerichtet lag, legte sie ihn vorsichtig, falls er innere Verletzungen davongetragen hat, beim Sturz oder von was auch immer, in die sichere, stabile Seitenlage und musterte sein markantes wohlgeformtes Engelsgleiches Gesicht. Sie schätzte ihn, ungefähr zwei Jahre älter, als sie selbst sei, ein.
Was ist mit dir passiert, du Engel, der vom Himmel viel? Spielten ihre Gedanken durch. Dabei geriet ihr Inneres in Aufruhr und wohliges Kribbeln erreichte ihre Magengrube. Wobei sie Irritiert mit dem Kopf schüttelte.
Der Mann fing plötzlich zu stöhnen an und blinzelte Lisa aus verklärten Augen an, aber erneut sein Bewusstsein verlor. Mit tröstenden Worten, wirkte Lisa auf ihn ein und streichelte unbewusst seine Hand. Im nächsten Moment vernahm sie erleichtert das Signal des Rettungswagens und holte tief Luft. Schnell erkannten die Sanitäter und Notarzt, was zu tun sei. Rettung in letzter Minute, sagten sie, legten eine Infusion zur Stabilisation an und verfrachteten ihn in den Krankenwagen.
Zwischenzeitlich traf auch die Polizei ein, die automatisch hinzugezogen wurde und befragte Lisa zu dem Geschehen. Bereitwillige gab, sie preis, was sie wusste, aber nicht warum sie Eigentlich in diesem Bereich der Landschaft landetet, sondern erwähnte nur einen Spaziergang. Sie wollte nicht, dass die Polizei sie als Zweifelhaft abstempeln würden, weil sie einem Wink des Himmels folgte, aber in diesem Fall goldrichtig war, sonst hätte sie ihn nicht gefunden und er wäre noch gestorben, was sie in der Zeitung hätte lesen können. Mit Vorwürfen sich dann zugeschüttet hätte, dem Wink nicht gefolgt wäre. Es sollte wohl so sein, das Schicksal forderte es heraus.

Timo sah verschwommen und schemenhaft Lisas Engelhaftes Gesicht, aber die Zusammenhänge nicht realisierte, er glaubte in einer anderen Dimension zu schweben und nicht real sei. Aber ihre wohlklingende und beruhigende, sowie besorgte Stimme, die er wahrnahm, dann wurde es dunkel und kalt um ihn.
Nach Stunden kam er wieder zu sich und sich wunderte, im Krankenhaus zu liegen und zermarterte sein Gehirn, aber es wollte ihm nicht einfallen. Als der Chefarzt nach Timo sah und zu ihm sagte: „Sie haben sehr großes Glück gehabt, sie wurden in letzter Minute gefunden und hatten mehr, als nur einen Schutzengel! Durch einen Bienenstich, hatten sie einen Allergischen Schock erlitten und ihr Zustand war sehr kritisch!“
Mit großen Augen sah Timo den Arzt an, überlegte, wann das passiert sein sollte. „Ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich gestochen wurde und allergisch darauf bin schon gar nicht! Wie bin ich eigentlich hier gelandet?“ Und sah den Arzt fragend an.
„Ich kann nur so viel dazu sagen. Eine junge Frau hat sie gefunden, Hilfe geholt und somit ihr, ihr Leben verdanken, sonst würden sie jetzt woanders liegen!“ Und sah ihn eindringlich an, Timo verstand, was der Arzt unausgesprochen zu verstehen gab.
Sichtbar geschockt sah er den Arzt an, kam ins Grübeln und somit nicht realisierte, wie der Arzt das Zimmer wieder verließ. Seine Gedanken begannen zu rattern. Hatte ich doch nicht geträumt, als ich das zauberhafte Gesicht und beruhigende Stimme vernahm. Warum kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie es dazu kam?
Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.
Ich sah die Himmlische und magische Wolkenhand, die in eine Richtung wies, ihr gebannt folgte und dadurch nicht realisierte, wie ich gestochen wurde. Erst, als mir urplötzlich schwarz vor Augen wurde und in mich zusammenbrach! Bis dahin wusste ich nicht, ich allergisch auf Bienenstiche reagiere. Was sei mir noch alles unbekannt? Ein Allergietest wir es mir sagen, ja, wird das Beste sein, dies abzuklären. Ein weiterer Zufall wird es wohl nicht geben, was mir das Leben rettet! Ich muss herausfinden, wer sie ist und mich bedanken, das bin ich ihr schuldig.

Zusammentreffen
Aufgewühlt und durcheinander ging Lisa nach Hause, nachdem alles abgewickelt war.
Die Nacht war furchtbar und immer wieder drängte sich der leblose Körper des Mannes in ihr Bewusstsein, was sie daran hinderte zu schlafen.
Angespannt und müde erschien sie auf Arbeit, was drei Kilometer von ihrem Wohnort entfernt lag und sich nicht konzentrieren konnte. Sie bekam das Gefühl, es könnten sich Fehler einschleichen und beschloss eine längere Pause abzuhalten, was mit ihrer Gleitzeit gut vereinbar war. Zielstrebig steuerte sie das Kaffee, an der Ecke an und holte sich einen starken Kaffee zum Mitnehmen. Nach kurzer Überlegung ging sie ins Krankenhaus.
An der Aufnahme erkundigte sie sich, aber keine Auskunft bekam, aus Vorschriftsmäßigen Gründen. In diesem Augenblick kam Timo an der Aufnahme vorbei, um seine Entlassungspapiere abzuholen und stutzte, die Stimme kenne ich doch!
Resigniert setzte Lisa an, zu gehen und wäre beinahe mit Timo zusammengestoßen. Zwei Augenpaare sehen sich an, sind beide für wenige Augenblicke gelähmt und nicht in der Lage was zu sagen.
Timo strahlte Lisa an. „Sie sind also meine Lebensretterin?“
Verdattert realisierte nun auch sie, mit wem sie beinahe zusammengestoßen wäre und lächelte Timo breit und nickend an. Heute sieht er noch eine Nuance besser und verführerischer aus, als gestern, sein schwarzes gewelltes halblanges Haar, passt gut zu seiner Gesamterscheinung, männlich und markant! Dachte Lisa.
Timo reichte ihr die Hand, stellte sich vor, fragte nach ihrem Namen und sog ihre Erscheinung wohlwollend in sich auf.
Erfreut sagte Lisa: „Ich bin froh das es ihnen wieder besser geht! Denn gestern waren sie mehr Tod als lebendig und hatten mir einen Schreck eingejagt. Erst dachte ich, es wäre ein Trick. Denn man hört so viele Geschichten, die in diese Richtung laufen, um sein Opfer zu überfallen.“
Timo lächelte sie verführerisch an und erwiderte: „Bin ich doch ein Glückspilz, das sie ihre Bedenken beiseiteschoben und mir zur Hilfe kamen, ohne sie würde ich das Gras von unten betrachten und Futter für die Würmer im Erdreich sein!“
Erschrocken, über seinen schwarzen trockenen Humor, sah Lisa ihn an und lächelte sogleich, als sie sein entspanntes und lächelndes Gesicht wahrnahm.
„In diesem Fall war meine Entscheidung richtig! Ich glaube, ich hätte es mir nie verziehen, wenn ein Mensch gestorben wäre, wegen unterlassener Hilfestellung. Wenn ich fragen darf, was hatte sie eigentlich außer Gefecht gesetzt?“
Timo sah sie liebevoll lächelnd an, dass es ihr ganz warm ums Herz wurde und leichte Röte ins Gesicht stieg. Peinlich gerührt sah Lisa nach unten, er sollte es nicht bemerken, aber doch tat.
Berührt von ihrer Reaktion, sagte er ohne Umschweife: „Keine falsche Bescheidenheit Lisa, mein Schutzengel! Ich bin ihnen zu Dank verpflichtet und kann es nicht oft genug aussprechen. Das Schicksal wollte es wohl so, dass wir beide uns über den Weg laufen und ein Wink des Himmels sei. Um auf deine Frage zurückzukommen, ich wurde von einer Biene gestochen und einen Allergischen Schock erlitten. Aber bis dahin keine Ahnung hatte, ich darauf reagiere!“ Nachdenklich blickte er nun drein.
Lisa hatte sich gefangen und griff das Thema wieder auf. „Um auf den Wink des Himmels zurückzukommen, nehme ich an, sie hatten auch die Wolkenformation am Horizont beobachtet, genau wie ich und ihm gefolgt sind?“ Lisa sah ihn mit schief gelegtem Kopf fragend an.
Sie ist einfach zuckersüß, wie sie so schaut. Aus dem Impuls heraus, umfasste er mit beiden Händen ihr Gesicht und küsste sie.
Lisa wehrte sich nicht, ließ es einfach geschehen und genoss es. Erneut geriet ihr inneres in Aufruhr und spürte das wohlige Kribbeln von Tausend Ameisen über und in ihren Körper krabbeln.
Sie lösten sich voneinander. Elektrisiert sah sie ihn an, noch gefangen in ihren Gefühlen und vom Kuss, ist sie wie gelähmt. Timo sagt mit leuchtenden Augen, im scherzhaften Ton: „Das alberne sie können wir aber nun weglassen!“ Und sah sie neckisch an.
Was beide zum Lachen brachte, was ein herzhaft wohlklingendes Lachen ist.
„Es wäre jetzt auch ein bisschen albern, täten wir es weiter!“ Sagte Lisa.
Timo nickte. „Ich mache dir einen Vorschlag! Ich koche uns beiden heute was Leckeres, als Dank für meine Rettung! Was sagst du dazu?“
Überrascht und gleichzeitig gerührt. „Habe ich eine Wahl?“
Eindringlich sah Timo sie an. „Nein, mein rettender Engel!“
Was habe ich zu verlieren, sag ja Lisa, solch eine Chance bietet sich nicht alle Tage. Er ist allein, hoffe ich zumindest und du bist allein! Worauf wartest du noch?
Einlenkend, willigte sie ein. „Also gut! Was gibt es?“
„Lass dich überraschen! Wo kann ich dich abholen? Ich kenne mich zwar in Aram noch nicht allzu gut aus. Da ich erst vor paar Tagen, am Randes des Dorfes, im Alten Gehöft eingezogen bin, aber ich werde dich bestimmt finden, denn all zu groß ist die Ortschaft auch wieder nicht. Oder wohnst du nicht in Aram? Ich ging davon aus!“
Überrascht sah sie in seine Rehbraunen Augen. Was für ein Zufall! Ich dachte schon er wäre rein zufällig in Aram spazieren gegangen, da ich ihn noch nie in Aram sah. Wie denn auch, wenn er erst eingezogen ist, Lisa. Schalt sie sich.
Sie rang mit sich und sagte schließlich: „Ich kann auch zu dir kommen, was vielleicht einfacher wäre! Wär kennt das alte Gehöft in Aram nicht.“
Erfreut sah er sie an. „Okay, wie wäre es mit 18:00 Uhr?“
Kurz überlegend sagte Lisa: „Könnte ich schaffe!“
„Okay, dann bis heute Abend Lisa!“
„Bis heute Abend Timo!“
Lisa ging ins Büro zurück und Timo rief sich ein Taxi, nachdem er seine Einkäufe erledigt hatte.

Sie konnte nicht mehr klar denken, spürte immer noch seinen Kuss auf ihren Lippen und ein Gedanke reichte aus, schon stand ihr Körper erneut in Flammen. Kopfschüttelnd stürzte sie sich in die Arbeit, denn sie hatte ein Ziel vor Augen, das Büro rechtzeitig zu verlassen.
Timo schmunzelte die ganze Zeit und konnte es nicht glauben. Nach wenigen Tagen, in diesem unscheinbarem Ort, seine Liebe zu finden. Was er vom ersten Augenblick an wusste, als er ihre liebliche Engelserscheinung und Stimme vernahm, wobei er dachte, er träume und schmunzelte noch breiter über den Wink des Himmels. Obwohl er eigentlich kein gläubiger Mensch sei, nach diesem Ereignis fing er an, zu Glauben oder versuchte es zumindest.
Schnell brachte er die wohnlichen Zimmer auf Vordermann, wobei, der Rest warten musste. Trillernd und pfeifend stand er in der Küche, zauberte ein Dreigänge Menü und hoffte, es würde ihr Geschmack sein. Vorspeise: Steinpilzcremesuppe. Hauptspeise: Seezunge mit Champagnerrahmsoße und Rosmarinkartoffeln, dazu einen leichten Sommersalat und zum Nachtisch heiße Himbeeren. Champagner stand im Kühl Fach, sowie Konfekt. Liebevoll deckte und schmückte Timo den Tisch, denn es sollte perfekt sein und einen guten Eindruck hinterlassen. Nach getaner Arbeit ging er ins Bad, sich duschte und ankleidete.

Pünktlich verließ Lisa das Büro und fuhr mit ihrem Kleinwagen, den sie liebevoll Bruno nannte, nach Hause. Ein Geschenk zum Abitur, ihrer Eltern, aber leider durch einen Autounfall ums Leben kamen und deshalb an diesem Wagen hing, als sei ihr Leben davon abhängig.
Nachdenklich stand sie vor dem Kleiderschrank, was ziehe ich nur an? Sacht fuhr sie mit der Hand über die einzelnen Kleidungsstücke und hielt inne, bei einem luftigen und etwas weit ausgestellten, aber immer noch sexy wirkenden Sommerkleid, in Rot. Nahm es aus dem Schrank, hielt es an sich, riskierten den Blick in den Spiegel und war zufrieden mit dem, was sie sah. Legte es aufs Bett und ging ins Bad.
Nach einer halben Stunde ging sie zu Timo, was ungefähr zehn Minuten wegstecke beinhaltete. Je mehr Lisa dem Gehöft näher kam, umso aufgeregter wurde sie.
Timo ging aufgeregt Auf und Ab, sah dauernd zum Fenster und endlich sah er sie kommen. Sein Atem stockte für wenige Sekunden, als sie, wie eine Feder, leicht schwebend auf das Gehöft zukam und ist hin und weg von ihrer Erscheinung. Ihre Goldglänzenden blonden Locken, wippten Auf und Ab, bei jedem Schritt. Was vom flau wehenden Wind, ihr Haar streifte, streichelte und leicht flatternd, wie ein Schmetterling seine Flügel durch den Wind bewegt, ließ sein Herz schneller schlagen. Nun war es endgültig um ihn geschehen! Diese Frau benebelte seinen Verstand.
Schnell ging Timo zur Tür, und öffnete sie.
Wobei Lisa, von seiner Erscheinung angenehm überrascht ist. Dieser Mann sieht verdammt und verboten gut aus! Sein dunkelblauer Anzug steht ihm sehr gut und sitzt, wie eine zweite Haut. Das weiße Hemd hebt seine pechschwarzen Haare hervor. Aus welcher Galaxie ist er entsprungen? Solch ein Exemplar kann nur vom Himmel gefallen sein! Lisa strahlte Timo mit leuchten Blaugrauen Augen an und begrüßte ihn, mit Küsschen rechts und links.
Timo sparte nicht mit Komplimenten. „Lisa, du siehst bezaubernd aus! Meine Augen sind geblendet von deiner Schönheit!“ Drehte sie im Kreis und strahlte über beide Ohren, wobei er den Blick nicht von ihr abwenden konnte.
Etwas benommen, vom Drehen und verlegen sagte Lisa: „Danke, du stehst dem nicht hinten an, auch du siehst sehr gut aus!“
„Danke, mein rettender Engel!“
Nahm Lisa bei der Hand und zog sie zum Tisch. Goss ihr Champagner ein und rückte ihr den Stuhl zurecht, worauf sie Platz nahm.
Timo setzte sich ihr gegenüber, goss sich auch ein Glas ein und prostete sich zu.
Allmählich wurde Lisa lockerer, ihre Anspannung und Nervosität legte sich und sah ihm begeistert zu.
Timo, in seinem Element, tafelte gekonnt die Speisenfolge auf und erklärte jeden Gang, in seinen Einzelheiten.
Beim ersten Bissen quittierte Lisa dies mit verklärtem Blick, wobei sie wohlwollend, die Geschmacksexplosion an ihren Gaumen verspürte und gab ein wohlklingendes „Hmm!“ von sich.
„Freut mich, dass ich deinen Geschmack getroffen habe und schmeckt!“
„Es ist hervorragend und woher wusstest du, das Fisch, eine meiner Leibspeisen ist?“
Charmant sah er in ihre verführerischen Augen, in denen er sich verlieren könnte und sagte: „Ich vermutete es, es war reiner Zufall!“
Neckisch sah sie ihn von der Seite an. „Schon wieder Zufall! Ich finde etwas viele Zufälle auf einmal. Die Himmelsbotschaft, ich auf dich traf und finden sollte, sowie das Treffen im Krankenhaus, als ich resigniert gehen wollte. Ein weitere Zufall, wir im gleichen Ort wohnen, ohne das einer vom anderen wusste und nun das Essen! Ich bin eigentlich kein gläubiger Mensch, aber langsam glaube ich, der da oben.“ Und zeigte mit dem Finger zum Firmament. „Mit seinen Engeln, er hat seine Fühler ausgestreckt und uns diesen Himmelsboten geschickt, wobei wir uns begegnen sollten! Damit ich nicht mehr so einsam und allein durch diese Welt gehen soll!“
Überrascht und liebreizend sah er sie nun an. „WOW Lisa! So ähnlich kam mir auch der Gedanke, dies Schicksal ist, wir uns begegneten und mit dem Wink des Himmels zu tun haben könnten. Auch ich bin allein und starte hier im idyllischen Ort Aram einen Neuanfang. Warum bist du allein Lisa?“
Nachdenklich sah Lisa ihn an und erzählte vom Unfall ihrer Eltern, wie sie unschuldiger Weise ums Leben kamen und ihr Elternhaus, in dem sie wohnt und von Bruno, ein Geschenk ihrer Eltern sei.
„Und warum sagst, bist du allein?“ Fragte Lisa.
„Es tut mir Leid für dich und deine Eltern Lisa und meine Geschichte ähnelt deiner! Nur mit dem kleinen Unterschied, ich meiner Vergangenheit entfloh und es nicht mehr ertragen konnte, ständig an den Verlust erinnert zu werden. Auch ich verlor meine Eltern durch einen tragischen Unfall! In den Alpen, bei einer Bergtour. Ich steckte mitten in meiner Hausarbeiten fest, als es geschah, was mir aber auch Ablenkung verschaffte, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen.“
Mit feuchten Augen sah sie ihn traurig an: „Es tut mir leid Timo und wieder so ein Zufall!“
Er erhob sich von seinem Stuhl, nahm sie bei der Hand und zog sie von ihrem Stuhl.
Sah in ihre leuchtenden Augen und küsste sie sanft und liebevoll, wobei er sie fest an sich drückte.
Werd jetzt nicht schwach Lisa, er riecht so verführerisch gut, was mir meine Sinne benebelt. Wie habe ich mich nach so einer liebevollen Geste gesehnt! Aber geht es nicht ein bisschen zu schnell? Lass dir Zeit Lisa und überstürze nichts, was du noch bereuen wirst.
Ähnlich erging es ihm. Timo reiß dich am Riemen, mach nicht alles kaputt mit deiner Ungeduld, gebe ihr die Zeit, die sie braucht. Wenn sie doch nicht so zuckersüß wäre, könnte ich den gebührenden Abstand halten. Lass es Timo! Er räusperte sich und löste sich von ihr. „Entschuldige Lisa, wenn ich zu forsch gewesen bin? Kommt nicht wieder vor!“
Paralysiert starrte sie ihn nur an, ist nicht fähig was darauf zu erwidern.
Was ihn dazu brachte, nicht länger auf das betrügende Thema einzugehen und lenkte es um. Timo nahm sie bei der Hand und führte sie in seine heiligen Hallen.
„Ich bin ein Gastronomiekind, Lisa und wie du mitbekommen hast, ist Kochen eine meiner Leidenschaften. Ich kaufte dieses Gehöft und habe noch einiges damit vor!“
Lisa sah ihn neugierig an! „Wirst du mir sagen was?“
„Wenn ich dich damit nicht langweile, gerne!“
„Mich langweilt es nicht, nein, du hast mich Neugierig gemacht!“
Erfreut nahm Timo dies zur Kenntnis und fuhr fort: „Also hier, im hinteren Teil dem Hause werde ich ein Restaurant eröffnen, erweitere es mit einem Durchbruch, was somit in die angrenzende Scheune übergeht und ersetze es mit einer großen Flügelschiebetür. Die Scheune wird zur Tanzscheune umfunktioniert, mit kleiner intrigierter Bühne, für Musiker, was das ganze abrundet. Auf der anderen Seite des Gehöftes und Hauses, werde ich Gästezimmer herrichten. Was zwar nach Arbeit riecht, aber wer nicht wagt, nichts gewinnt! Außerdem habe ich Spaß daran, was Eigenes zu errichten. Was sagst du dazu Lisa?“
Schwer beeindruckt von Timos Datendrang, was sie begeistert aufnahm und angesteckt wurde von seiner Euphorie. „Ich muss schon sagen Timo, mit was für einer Lebensfreude und Euphorie du an die Sache ran gehst, beeindruckt mich sehr und ich finde es eine geniale Idee, so was auf die Beine zu stellen, denn es gibt nichts Vergleichbares hier in unserer Gegend und ich würde es begrüßen. Nicht nur ich würde es begrüßen Timo, ich glaube all die anderen hier im Dorf auch!“ Und setzte noch einen obenauf. „Ich würde dich sogar dabei unterstützen, wenn du mich lässt? Ich könnte bei der Einrichtung der Zimmer mithelfen oder Kellnern. Das habe ich im Studium auch getan, sogar gerne oder helfe bei Buchungen und anderen schriftlichem Kram, was halt so anfällt! Somit gebe auch ich, meinem Leben einen Sinn!“
Innerlich aufgewühlt, über ihre offene Bereitschaft, obwohl sie sich im Prinzip nicht kannten und wieder doch, so kam es ihm vor, als würden sie sich schon ewig kennen. Es machte ihn überglücklich, seine Begeisterung, die sie mit ihm teilte. Wobei ihm die Worte abhandengekommen sind, sah er sie nur liebevoll an. Hob ihr Kinn leicht an und sah in ihre strahlend, funkelnde Augen und küsste sie erneut, leidenschaftlich. Soviel zu, kommt nicht mehr vor! Gins ihm durch den Kopf.
Lisa glaubte zu schweben und befürchtete, ihre Knie könnten zu Pudding werden, weswegen sie die Arme um seinen wohlgeformten Körper schlang. Mit den Fingern fuhr sie über jeden einzelnen Muskelstrang, was erotisch elektrisierende Stromstöße durch seine Adern jagte und sein Blut zum pulsieren brachte. Instinktiv zog er sie noch enger an sich, wobei ihre prallen Brüste merklich, spürbar an seinem Körper lagen und prickeln, bei ihm verursachte. Teufel und Engel kämpften miteinander, brachten seinen Körper zum Erhitzen. Er spürte, sie war willens und fand gefallen, wie er sie Küsste.
Letztendlich, siegen die Vernunft und der Engel! Er löste sich von ihr und sah in ihr erhitztes Antlitz. Jetzt wo es gerade so schön ist, hört er auf! Lisa was ist nur los mit dir? Bist du im Begriff dich zu verlieben oder liebst du ihn etwas schon? Nein, nach so kurzer Zeit kann es nicht sein oder doch! Liebe auf den ersten Blick!
Leicht benommen schwankte sie, er hielt sie fest. Ihre Augen gewannen an Leuchtkraft, was ihm nicht entging und sein Herz schlug Purzelbäume. „Mir fehlen die Worte Lisa, was für ein Kuss!“
Verklärt sah sie ihn an und nickte nur.
Er bemerkte ihren Zwiespalt und nahm daher den Faden schnell wieder auf. „Ich freue mich, dass du mit mir die Begeisterung teilst, Lisa, womit ich nicht rechnete und greife auf dein Angebot zurück, sobald es vonnöten sein sollte, wofür ich dir, liebe Lisa von ganzem Herzen danke!“ Und sah ihr fest in die Augen, was seinen Worten Nachdruck gab, wie ernst es ihm damit war und sprach weiter: „Was würdest du davon halten, wenn wir spazieren gehen, womit du mir noch etwas die Gegend zeigst und Anschließend bringe ich dich nach Hause, wenn es okay für dich ist?“
Lisa war wieder bei sich und sah ihn gefestigt an. „Okay Timo, damit bin ich einverstanden!“
Seite an Seite schritten sie nebeneinander her und Lisa erklärte und erklärte, wobei sie auch an der Stelle vorbei kamen, wo Lisa, Timo fand. Unwillkürlich richtete sich ihr Blick zum Firmament, obwohl schon lange nichts mehr vom Wink des Himmels zu sehen war, aber symbolisch im Herzen verankert blieb. Er folgte ihrem Blick und lächelte sie an und sagte: „Wir beide hatten wohl die gleiche Eingebung, wie ich sehen kann?“
Lisa sah ihn lächelnd an und erwiderte. „Scheint so!“
Hakte sich bei ihm unter, erzählten von sich, über sich und vergaßen die Zeit. Schon längst Dunkel geworden, brachte Timo, Lisa nach Hause. Wehmütig verabschiedeten sie sich, voneinander, aber nicht, ohne eine weitere Verabredung.

Gemeinsames Projekt
Weder Lisa noch Timo konnten Schlaf finden, einer sehnte sich nach dem anderen, wollten sich berühren, Küssen, erkunden, lieben, mit Haut und Haaren. Quälend verging die Nacht, für beide und zählten die Stunden, bis sie sich wiedersehen würden.
Timo schüttete sich mit Arbeit zu und stürzte sich in sein Vorhaben, mit dem Ausbau der Gästezimmer. Und Lisa quälte sich mühsam durch den Tag.
Immer wieder ertappte sie sich, wie ihre Gedanken abdrifteten und verträumt, vor sich hin starrt.
Es blieb ihr am Ende des Tages, ein Rätsel, wie sie ihr Soll schaffte. Endlich konnte Lisa das Büro verlassen, fuhr nach Hause und sprang unter die Dusche. Zog sich was Bequemes über und eilte zu Timo.
Wie versprochen, bereitet er zur angerückten Stunde, ein leichtes Essen vor und zwischendurch immer wieder ungeduldig aus dem Fenster sah. Seine Sehnsucht, nach ihr grenzte an Verzweiflung. Sowas vergleichbares ist ihm noch nie wiederfahren und er hatte schon so manche Frau am Haken, aber mehr flüchtige Bekanntschaften und nichts Ernstes. Die Chemie stimmte bislang nicht, sowie Gemeinsamkeiten fehlten.
Endlich sah er sie, rannte zur Tür, öffnete sie und nahm sie stürmisch in seine starken Arme.
Nach dem Begrüßungskuss, setzten sie sich zu Tisch, aßen Timos liebevoll hergerichtetes Essen und sprachen über jenes und dieses, wie sie ihren Tag verbrachten. Anschließend gingen sie noch ein Stück spazieren, um das Essen verdauen zu lassen. Nebenbei besprachen sie die bevorstehenden Umbauten durch, wobei Lisa Vorschläge für die Innenausstattung machte, was er positiv aufnahm.
Jedes Zimmer sollte individuell und einzigartig sein, keins sollte dem anderen gleichen. Übermütig brachte sie einen Vorschlag nach dem anderen ein und Timo ist hellauf begeistert.
„Du hast wahrlich sehr gute Ideen Lisa!“
„Es macht mir eben Spaß, wobei mir die Ideen nur so zufliegen. Danke dass sie dir gefallen!“
„Gefallen ist untertrieben Lisa, sie sind genial!“ Sie wehrte nur beiläufig ab.
„Lisa, mach dich nicht kleiner, als du bist!“ Und sah sie eindringlich an, was sie verstand und neckisch antwortete. „Ist ja schon gut, ich habe es verstanden! Aber jetzt genug davon!“
Nachdenklich wirkte Lisa nun. „Sag mal Timo, hast du eigentlich schon Handwerker an der Hand, die dir dein Vorhaben umsetzen können? Denn allein werden wir es nicht bewältigen können! Oder bist du anderer Meinung?“
Forschend sah er sie an. „Nein Lisa, ich kann zwar vieles selber machen und brauche wahrhaftig ein paar geeignete Handwerker, aber mich noch nicht darum gekümmert habe und alsbald nachhole.“
Erleichtert nickte sie ihm zu, aber dazu sagte: „Ich wüsste da einige günstige Handwerker und einen Raumausstatter, ganz in der Nähe von Aram, wo wir alles günstig erstehen können.“
Liebevoll lächelte er sie an, nahm ihre Hände und hauchte einen Kuss darauf. „Lisa, ich weiß jetzt, es war nicht nur Zufall, sondern Vorsehung, dass wir uns begegnet sind! Wir sind Jing und Jang, was zusammengehört.“
Überrascht funkelte sie ihn an und sah sein leuchten in den Augen. „Da ist was Wahres dran Timo!“
Er konnte nicht anders, nahm sie in seine Arme und küsste sie voller Hingabe, den sie erwiderte.
Sie lösten sich voneinander, wobei Lisa sagte: „Lass uns zurückgehen, deine Zeichnungen durchgehen und uns überlegen, wo wir was und wo unterbringen wollen! Prospekte habe ich auch mitgebracht, die wir durchgehe können!“
„Du überrascht mich immer mehr Lisa, du denkst wirklich an alles! Also gehen wir!“

Wie ein altes eingefleischtes Ehepaar, saßen sie vor dem Berg von Zeichnungen, Unterlagen und Prospeckten, wobei sie euphorisch dabei sind und nicht merkten, wie schnell die Zeit rannte. Daher beschloss Timo. „Lass uns eine Pause einlegen Lisa, Morgen ist auch noch ein Tag!“
„Es macht gerade so viel Spaß, aber gerne, können wir eine Pause einlegen!“
Timo legte die Unterlagen zur Seite, nahm Lisa bei der Hand und führte sie zur Ledercouch und setzten sich. Nahm die Flasche italienischen Rotwein, die auf dem kleinen Tischen schon bereit stand, machte sie auf und schenkte gekonnt ein, wobei er eines, der beiden Gläser, Lisa reichte. Sie prosteten sich, mit vielsagenden Blicken zu.
Das Knistern der erotischen Schwingungen ist greifbar, was der Wein noch zusätzlich bewirkte.
Liebenswert und verführerisch sah er Lisa in die Augen, die vor Verlangen sprühten. Ihr Körper fing zu glühen an. Abermals begannen Tausend Ameisen, ihren Körper zu bevölkern, überall kribbelte es, was die Magie, die in der Luft stand, verstärkte.
Timo stellte mechanisch die Gläser am Couchtisch ab. Nahm ihre Hände in seine und strahlte sie an, wobei er zu ihr sprach. „Die kurze Zeit, liebe Lisa die wir uns kennen, fühlt sich für mich an, als ob es eine Ewigkeit schon wäre. Die Vertrautheit, wie wir miteinander umgehen und ein eingespieltes Time sind, sowie hervorragend harmonieren, ist für mich einmalig, was ich so noch nicht erleben durfte. Ich bin sehr glücklich in deiner Nähe, ohne dich ist eine Qual. Ein Wink des Himmels brachte uns zusammen und wir verstanden uns auf Anhieb. Wir teilen die gleichen Vorlieben, sowie Interessen. Und sitzen hier und schmieden Pläne, wie ein altes Ehepaar. Ich habe dich vom ersten Augenblick in mein Herz geschlossen und du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf. Mein Körper, mein Geist schreit nach dir, will dich berühren, fühlen und schmecken. Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll, meine liebe Lisa! Für mich ist es liebe auf den ersten Blick! In der vergangenen Nacht lag ich wach und brachte kein Auge zu. Wobei ich immer nur an dich dachte, ich mich nach dir sehnte und verzehrte! Ich weiß, es klingt unglaublich, liebe Lisa, aber ich frage dich hier und jetzt, willst du meine Frau werden?“
Lisas inneres geriet aus den Fugen und glaubte ohnmächtig zu werden. Was für eine Liebeserklärung und schluckte schwer, bis sie endlich mit zitternder Stimme antworten konnte.
„Lieber Timo, wie du siehst, bin ich fast ohnmächtig vor Glück und völlig durcheinander. Diese Liebeserklärung bedeute alles für mich und ich bin total gerührt. Als ich dich leblos am Boden liegen sah, ich mit mir rang und ich im Glauben war, es sei nur ein Trick. Wobei ich meine Zweifel überwarf und dir zur Hilfe eilte, zum Glück, kann ich nur sagen! Sonst wäre dieser unbezahlbare Augenblick, den wir beide gerade erleben, nicht möglich, es gäbe ihn nicht! Als ich dich so leblos am Boden sah und dein Engelsgleiches Antlitz sah, was mich berührte und gleichzeitig umhaute, traf mich der Blitz und Amors Pfeil. Worauf mein Körper sofort reagierte und vereinnahmt wurde. Von Gefühlen, die ich bis dahin nicht in dieser Intensität erlebte oder empfand, was mich völlig überrumpelte und gleichzeitig überraschte.
Als du zu dir kamst, was nur für wenige Sekunden war. Flackerten deine Augenlieder kurz auf. Wobei ich instinktiv deine Hände nahm, sie streichelte und Aufmunternde Worte zum Besten gab. Aber du sie nicht hören konntest, aber ich trotzdem weiter sprach, um meine flatternden Nerven zu beruhigen. Erleichtert und froh atmete ich auf, als endlich der Rettungswagen eintraf.
Was in letzter Distanz war, du warst mehr Tod, als lebendig, als sie dich im Krankenwagen verstauten. Durcheinander und allein mit meinem Zweifel blieb ich zurück und betete, du mögest es schaffen.
Immer wieder sah ich die Szene vor mir, wie sie sich ans innere Auge drängte, sobald ich die Augen schloss. Kein Auge machte ich, in der Nacht zu, wobei ich immerzu, nur an dich denken musste und daher beschloss ins Krankenhaus zu gehen, um mir Gewissheit zu holen, es dir gut ginge.
Die Abweisung im Krankenhaus stimmte mich traurig und mich verzweifeln ließ. Dann standst du einfach vor mir, in voller Größe und Schönheit, sowie Manneskraft.
Mein Herz rutschte eine Etage tiefer und schlug Purzelbäume, dich wohlauf zu sehen, was mich wiederum glücklich stimmte. Der gestrige Abend setzte dem Ganzen die Krone auf. Deine liebevolle Art, Begeisterung und Leidenschaft, warfen mich aus der Bahn, das Essen, ein Gaumenschmaus.
Ja, lieber Timo, auch ich kann sagen, mich hat es erwischt, was ich nie für möglich hielt! Liebe auf den ersten Blick! Mein Körper schreit nach dir, ich will dich hier und jetzt und ich werde deine Frau! Ohne dich kann ich nicht mehr sein!“
Es waren keine Worte mehr nötig, davon sind genug gesagt. Timo schloss Lisa in seine Arme, küsste sie hingebungsvoll, hob sie hoch und trug sie in sein Schlafzimmer, in sein breites und einladendes Bett. Liebkosten sich, dabei fiel eine Hülle nach der anderen, langsam und mit bedacht, bis es keiner von beiden mehr aushielt und liebten sich heiß und innig, die ganze Nacht.

Das finanzielle stellte für Timo kein Problem dar, denn gut versorgt wusste er sich von seinen Eltern und somit genügend Rücklagen erbte, aber trotz alledem nicht mit Geld um sich warf, sondern kalkulierte gut, bevor er es ausgab und somit seinen Traum bewahrheiten ließ.
Lisa kündigte den Schob im Büro, zog bei Timo ein und arbeiten Seite an Seite am Projekt Pensionsbauernhof. Was im Dorf und unmittelbaren Umgebung, einschlug, wie eine Bombe.
Alsbald waren die Auftragsbücher voll und mussten Jonglieren, um ihren Gästen gerecht zu werden.
Was wiederum Personal Einstellungen erforderte und Arbeitsplätze schaffte, was für diese kleine Region zum Vorteil und Segen war.
Von Erfolg gesegnet und somit ihr Konzept aufging, war die Endscheidung goldrichtig.
Das Elternhaus von Lisa funktionierten sie als Gästehaus um und bot eine Zusatzeinnahme, was wiederum zurückgelegt wurde, für die nachkommende Generation, die Timo und Lisa in Aussicht stellten und planten.
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Alt 17.09.2019, 21:23   #2
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hallo Rosalie -

das ist ein maximal verblödeter quargel der den truthahnpreis für 2019 auf der idiotenskala der deutschen prosa verdient.

gute nacht
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2019, 12:10   #3
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Standard Danke!

Danke für die BLumen!
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Alt 18.09.2019, 13:46   #4
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
das ist ein maximal verblödeter quargel der den truthahnpreis für 2019 auf der idiotenskala der deutschen prosa verdient.
Ralfchen, wenn du weiterhin bei diesem Ausdrucksstil bleibst, wird das Konsequenzen haben. Es ist allmählich genug.

@Rosalie
Nimm den Golden Turkey Award als Kompliment, denn wer ihn bekommt, hat es geschafft, einen Film zu drehen, der es in den Verleih oder zumindest ins Fernsehen geschafft hat.

Zu deiner Story:

Man merkt ihr an, dass du eine ungeübte Schreiberin bist. Der Text liest sich wie ein Brainstorming, um eine Idee festzuhalten, und das ist für eine Blaupause erst einmal nicht schlecht.

Ich kann nicht viel zum gesamten Text sagen, weil ich nur das erste Kapitel gelesen habe. Lediglich ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind:

Die Einleitung ist mir zu langatmig, da sie mit der nachfolgenden Story nicht mehr viel zu tun hat. Die Ungeduld der Protagonistin, aus dem Büro zu kommen, und ihre Liebe zur Natur hätte man konziser darstellen können.

Du erzählst aus der Perspektive der Protagonistin, gehst dann aber urplötzlich zur Perspektive von "Timo" über. Bei diesem Charakter ist der Leser zunächst verwirrt, wer dieser Timo eigentlich ist. Du solltest darauf achten, bei der Perspektive der Protagonistin zu bleiben.

Das Setzen der Kommata wäre zu überprüfen, ebenso die Groß- und Kleinschreibung.

Einige Adjektive und Verben sind unpassend gewählt. Was ist ein "erprobtes" Stehenbleiben? Wieso ist ein banaler Augenzeugenbericht etwas, das man "preisgibt", als handele es sich um ein Geheimnis oder einen Verrat?

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen kannst du ein wenig mehr anfangen als mit Ralfchens - längst legendären - Rüpelhaftigkeit.

Besten Gruß
Ilka
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Alt 18.09.2019, 15:22   #5
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Zitat:
Zitat von Rosalie Beitrag anzeigen
Danke für die BLumen!
gerne...

https://up.picr.de/36787727gf.jpg
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2019, 15:28   #6
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Beiträge: 5


Standard Liebe Ilka-Maria

Danke für deine ehliche Meinung! Wie du schon bemerkt hast, bin ich noch ungeübt und danke dir für deine gutgemeinen Ratschläge.
Rosalie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2019, 00:43   #7
männlich Ralfchen
 
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hallo Rosalie -

ich habe deinen text nochmals drei mal studiert und muss meine meinung ändern: du bist zwar ungeübt und dein text strotzt nur so von karies und parodontitis, aber in dir schläft das genie zur großen dichterin/autorin. höre auf die wunderbare Ilka und deine text werden in den nächsten monaten zu TV-serien verarbeitet.

dein bewunderer
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2019, 08:05   #8
weiblich DieSilbermöwe
 
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Hallo Rosalie,

wenn am Anfang der Geschichte schon eine Zusammenfassung bzw. Erklärung steht, um was es geht plus Hinweis darauf, wie die Geschichte endet, habe ich schon keine Lust mehr, den ersten Satz zu lesen....

Ein Klappentext ist nur bei einem Roman interessant und auch da sollte nicht sehr viel verraten werden.

LG DieSilbermöwe
DieSilbermöwe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2019, 09:40   #9
weiblich Rosalie
 
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Beiträge: 5


Standard Hallo Ralfchen

Ich danke dir, dass du nun einen weicheren Ton angeschlagen hast!
Aller Anfang ist halt schwer und bin für eine ehrliche, unverletzliche Meinung immer offen und dankbar und weiß es zu schätzen.
L.G. Rosalie
Rosalie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2019, 09:47   #10
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Beiträge: 5


Standard Hallo DieSilbermöwe

Danke für deinen Hinweis! Ich werde es berücksichtigen und stimme dir zu.
L.G. Rosalie
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