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Humorvolles und Verborgenes Humorvolle oder rätselhafte Gedichte zum Schmunzeln oder Grübeln.

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Alt 06.01.2019, 21:45   #1
männlich Heinz
 
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Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.279

Standard Fortsetzung: Heinrich, der Hermundure

5. Aventure (wahre Liebe)

Wie herrlich kühlte mir ein frischer Hauch
vom Sevansee die sonnenwarme Haut.
Ein zarter Duft von Blüten des Jasmin
und das Bouquet von tausend roten Rosen
erweckten und erfrischten meine Sinne.
Der Sonne Scheideblick verschönt den Anblick
der ach so Geliebten mit goldenen Strahlen;
ich wünschte, die Zeiger der Uhren verhielten
die Schritte, denn allzu behende vergehen
die Stunden, wenn Herzen sich finden, das Pochen
der Pulse dem Rhythmus des andern ganz gleich ist.

Heute, Liebliche, will ich deine Küsse
spüren, deine Seufzer der Liebe hören,
tief und wortlos sinken, fragenden Augen
Antworten geben.

Ein gefiederter Pfeil durchbohrt die Herzen -
Amor lacht, denn tödliche Wunden will er
niemals reißen, nimmer blutende Risse
schuldhaft bewirken.

Rasch entfernt nun der Jüngling Rock und Bluse,
auch die andern störenden Hüllen, schamlos
schmiegen sich die Leiber, gierig ergreifen
Hände die Brüste.

Nardendüfte beleben alle Sinne,
blind im Purpurnebel versuchen Hände
Weg und Ziel zu finden, glücklich zu werden,
träumend von Liebe.
Heinz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 13:29   #2
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.240

Lieber Heinz,

metrisch und bildlich sehr gut gemacht. (Aber das erwartet man bei Dir ja schon.) Mir fehlt da aber inhaltlich ein bischen was. Doch bevor ich mich mit der falschen Fahne aus dem Fenster hänge, muss ich Dich fragen, wie findet man die 4. Aventure? Selbst mit poetry-Suchfunktion habe ich da nichts gefunden. Vielleicht liegt es ja an dieser fehlenden Aventure, dass es mir so erscheint, als legte unser Held, die Dame seiner "wahren Liebe" einfach mal so um, weil sie gerade da und der Schauplatz so auch so aphrodisiakisch war.
Wer hat da eines so bedeutenden Helden wahre Liebe errungen und warum? Das möchte die geneigte Leserschaft doch wissen! Selbst die bunten Blätter meiner Oma haben da mehr erzählt über die Liebe unter Königskindern.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 18:32   #3
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.279

Liebe Alte Lyrikerin,
es ist eine Plage mit Fortsetzungsgedichten. Ich habe es gefunden (und wenn das ganze Ding fertig ist, bring ich es an einem Stück - und vielleicht beantworten sich dann Deine Fragen von selbst).


4. Aventure (zarte Bande, wilde Jahre)

Im Wonnemonat Mai kam Barbara im Kirschenblütenregen,
ihr Gang und ihre Blicke konnten schnell sein junges Herz bewegen.
Vergessen waren schnell Helene, Ilse, Monika, Brigitte,
und Barbara war bald sein Alpha, Omega und Lebensmitte.

Sie war dem Verliebten ein Anker in schäumender See,
er glaubte, in ihr die Erfüllung der heimlichsten Träume
zu sehen und wusste noch nicht, dass es manchmal nur Schäume,
nur Trugbilder sind, und er kannte die Strophe des Herzogs
aus Verdis berühmtester Oper noch nicht, die verkündet
und Männern das Fürchten wohl lehret: La donna è mobile!

So kam es, dass Heinrich, der maßlos Enttäuschte, sein Herz
mit Ringen aus Eisen umgab, um in Zukunft den Schmerz
vermeiden zu können, den Frauen in Seelen erzeugen.
Dem Schicksal, den Reizen von Weibern erneut zu verfallen,
dem wollte der Held der Erzählung bestimmt sich nicht beugen;
er wildert mit Ehrgeiz, er treibt es genüsslich mit allen
und hütet sich achtsam vor weiblichen Listen und Krallen.

Er knüpfte die zartesten Bande in Sachsen, in Bayern,
in Ländern des Westens und Nordens und später in Polen,
in Frankreich, Italien, in Moskau, da ließ er sich feiern,
im kühlen Britannien war immer am meisten zu holen.
Das Beste geschah bei den Mädeln der Hermundisuren ,
es machte ihm Spaß, auf des Rennsteiges Höhen den Huren
zu zeigen, wo wirklich der Hammer den Amboss zum Klingen,
die Vögel zum Singen erregt und auf des Milanes Schwingen
gelang es Jungheinrich den Lohn für die Lieb zu erringen.

Liebe Grüße,
Heinz
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