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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 16.01.2018, 19:35   #1
männlich Wrobel
 
Dabei seit: 01/2018
Alter: 20
Beiträge: 23

Standard (Un)bändiger Sturm

Es war am Meere da traf ich dich
Du warst die Sonne, du warst das Licht
Ich war der Sturm, raubte die Sicht
Sturmvoll verhangen umloderte mich
Finsterer Zorn auf des Erden Gesicht

Gefühlvoll umarmtest du diese Glut
Und schwächer und schwächer wurde die Flut
Wurde der Hass und wurde die Wut
Licht und Schatten wurden zu eins
Ich wurde zur Sonne und wurde so deins

Der Tag wurde heller, die Nacht verschwand
Unruhige Zeiten, in Liebe gebannt
Es schien uns für ewig
Doch war es ein Käfig
Das erkannt ich zu spät
Da ich dachte nicht alles vergeht

Den wie soll es sein dass der Sturm versiegt
Es liegt nicht an dir, mein Charakter es liegt
An ihm, seinem unruhigen Geist
Du wolltest mich Fesseln, es wirkte so dreist
Ich muss entfesseln, Ich muss erbeben
Ansonsten könnt ich nicht leben
Könnt nirgends entfalten
Und meinen geist nicht erhalten

Die Ruhe, sie war nur das Aug
Des zestörerisch Übels,
Hinterlässt nur Staub
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Alt 17.01.2018, 20:09   #2
weiblich Unar die Weise
 
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Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.848

Standard Werter Wrobel,

Ich habe mich mal an deine Zeilen gewagt.
Ob du etwas davon brauchen kannst, musst du selbst entscheiden.
Ich hab mich jedenfalls gern damit beschäftigt.
Hier und da habe ich Worte "entstümmelt".
Die letzten drei Zeilen bräuchte es für mich nicht.


Zitat:
Zitat von Wrobel Beitrag anzeigen

Es war am Meer da traf ich dich
Du warst die Sonne, du warst das Licht
Ich war der Sturm, raubte die Sicht
Sturmvoll verhangen, umloderte mich
Finsterer Zorn auf der Erde Gesicht

Gefühlvoll umarmtest du diese Glut
Und schwächer und schwächer wurde die Flut
Wurde der Hass und wurde die Wut
Licht und Schatten wurden eins
Ich wurde zur Sonne und wurde so deins

Der Tag wurde heller, die Nacht verschwand
Unruhige Zeiten, in Liebe gebannt
Es schien uns für ewig
Doch war es ein Käfig
Dies erkannte ich zu spät
Da ich dachte, dass es nie vergeht

Denn wie soll es sein, dass der Sturm versiegt
Es liegt nicht an dir, weil es an meinem Wesen liegt
An mir und meinem unruhigen Ich
Wolltest mich ewig binden, das ist nichts für mich

Ich muss entfesseln, ich muss erbeben
Ansonsten könnte ich nicht leben
Könnte mich nirgends entfalten
Und meinen Geist nicht erhalten
Unargruß
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2018, 22:41   #3
männlich Wrobel
 
Dabei seit: 01/2018
Alter: 20
Beiträge: 23

Vielen Dank nochmals, viele deiner Kritikpunkte kann ich 100%ig nachvollziehen, andere weniger. Jedoch ist mir noch unklar, warum die letzten 3 Zeilen deines Erachtens heraus gestrichen werden sollten. Kannst du mir das bitte erklären? (:
Wrobel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2018, 22:59   #4
weiblich Unar die Weise
 
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Dabei seit: 10/2016
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Alter: 37
Beiträge: 4.848

Ich bräuchte sie nicht, weil doch so alles gesagt ist.
Ich kann sie nämlich gar nicht deuten, oder irgendwie mit dem Gedicht in Verbindung bringen.

Die Ruhe hinterlässt nur Staub?

Welche Ruhe denn? Hier gehts doch um Sturm und unruhige Zeiten.
Und einen unruhigen Geist, der der auch sein will.
Wenn dann jetzt Ruhe kommt/ist und die zerstörerisch ist/war, ist das ja das Gegenteil von dem, was der unstete Geist erreichen will, oder?

Für mich widerspricht sich das.
Oder ich habs nicht kapiert.

Manches habe ich geändert, um Dopplungen von Begriffen zu vermeiden, anderes nur, wegen Groß- oder Kleinschreibung. Manches wegen dem Klang.
Und ich persönlich mag das nicht: am Meere, erkannt ich, könnt ich.
Warum da ein e, wo es nicht sein muss und dort sind sie weg, obwohl sie nicht stören? Das meine ich mit Verstümmelung.
Bei deinem Gedicht muss das ja nicht des Klanges, oder des Rhythmus wegen so sein.
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2018, 23:45   #5
männlich Wrobel
 
Dabei seit: 01/2018
Alter: 20
Beiträge: 23

mhmm ja, die letzten Strophen nutze ich meistens immer dazu, das Gesicht herunter zu brechen, jedenfalls versuche ich es. Am Anfang scheint es dem lyrischen Ich gut zu gehen, er denkt die Liebe ist "für ewig" und sein Sturm sei gebannt, was aber natürlich seinem Charakter widersprechen würde, was er jedoch erst später begreift. Das ist die Ruhe von der ich spreche.
Und
Zitat:
das zerstörerisch Übel
, also er selber mit seinen Taten(Sturm) hinterlässt Staub, also eine trostlose, kahle und traurigere Landschaft als zuvor. Verstehst du was ich meine?
Und was du angesprochen hast mit dem Meere und erkannt ich, etc.
Ich versuche immer das Ruhige durch sanftere eher weniger harte und mehr klangvollere Worte zu unterstützen, also Meere, was für mich viel ruhiger, fließender und verliebter sich anhört, ja fast schon kitschig und im krassen Gegensatz dazu in unruhigen Zeiten diese Unruhe auch im Gedicht auszuleben: z.B
Zitat:
Es liegt nicht an dir, mein Charakter es liegt
An ihm, seinem unruhigen Geist
wo ich finde dass dies durch diesen "Verssprung" erreicht werden konnte. Ich hoffe man versteht was ich meine, bzw. wäre ich über Kritik dankbar ob man jetzt, wo man die Intention dahinter kennt, diese Art und Weise für sinnvoll erachtet und ob sie auch die richtige Wirkung entfacht.
Wrobel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2018, 23:55   #6
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.848

Weiß nicht,lass uns mal auf andere Meinungen warten.
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Alt 18.01.2018, 01:31   #7
männlich Eisenvorhang
 
Dabei seit: 04/2017
Beiträge: 1.748

Zitat:
Zitat von Wrobel Beitrag anzeigen
Es war am Meere da traf ich dich
xXxXxxXxX
Du warst die Sonne, du warst das Licht
xXxXxxXxX
Ich war der Sturm, raubte die Sicht
xXxXXxxX
Sturmvoll verhangen umloderte mich
XxxXxxXxxX
Finsterer Zorn auf des Erden Gesicht
XxxXxxXxxX

Gefühlvoll umarmtest du diese Glut
xXxxXxxXxX
Und schwächer und schwächer wurde die Flut
xXxxXxXxxX
Wurde der Hass und wurde die Wut
XxxXxXxxX
Licht und Schatten wurden zu eins
XxXxXxX
Ich wurde zur Sonne und wurde so deins
xXxxXxxXxxX

Der Tag wurde heller, die Nacht verschwand
Unruhige Zeiten, in Liebe gebannt
Es schien uns für ewig
Doch war es ein Käfig
Das erkannt ich zu spät
Da ich dachte nicht alles vergeht

Den wie soll es sein dass der Sturm versiegt
Es liegt nicht an dir, mein Charakter es liegt
An ihm, seinem unruhigen Geist
Du wolltest mich Fesseln, es wirkte so dreist
Ich muss entfesseln, Ich muss erbeben
Ansonsten könnt ich nicht leben
Könnt nirgends entfalten
Und meinen geist nicht erhalten

Die Ruhe, sie war nur das Aug
Des zestörerisch Übels,
Hinterlässt nur Staub
Hi Wrobel,

im Moment lerne ich auch meine Gedanken in halbwegs korrektem Deutsch in dichterischer Fassung zu pressen.

Es gibt einige Verse, die sehr schön sind und viele sind einfach Quatsch.

Schön ist beispielsweise der:

"Ich wurde zur Sonne und wurde so deins"

theoretisch könntest Du das auch wie folgt schreiben:
"Ich wurde zur Sonne, so wurde ich Deins".

Klingt runder.

Die Metrik - ja, da stimmt einiges nicht. Aber derart Metrikveressen bin ich auch nicht.

Nimm Dir das Gedicht nochmal zur Brust.
Es lohnt sich!

vlg
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Stichworte
liebe, romantik, sturm

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