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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 07.09.2016, 17:43   #1
Thing
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Standard Louisette

Louisette


Schwelgerisch
wühlte sie sich
in mein weißes Fleisch,
das verlockend
hingebreitet war.

Mit ihren scharfen Zähnchen
arbeitete sie sich satt,
sie dehnte, zog, wölbte
sich mein Fleisch
nach ihrer Lust.

Nun bin ich müde
mit dem Rest
zu schlafen
auf der Lagerstatt.
Sie liebt mich,
sie liebt mich sehr.



o7.09. 2016
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Alt 07.09.2016, 18:00   #2
männlich dr.Frankenstein
 
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Kanibale und Liebe.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2016, 18:17   #3
Thing
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Jaja. Gut getroffen.
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Alt 10.04.2017, 15:30   #4
männlich Eisenvorhang
 
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Beiträge: 1.700

Hallo Thing

Ein spannendes Thema. Frei geschrieben.
"hinbereitet" gefällt mir besonders.

Mich erinnert es an die SS Mentalität und das ganze KZ-Gelage.

vlg


EV
Eisenvorhang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2017, 15:43   #5
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
das verlockend
hingebreitet war.
klingt interessant...ich überlege und denke an zwei-D. sie hatte ihren körper hingebreitet...kann man das so sagen? was breitet man hin, weil hinbreiten ist ein neo. ausgebreitet, verbreitet...


Zitat:
sie dehnte, zog, wölbte
sich mein Fleisch
nach ihrer Lust.
kann sich jemand dein fleisch wölben schatz? dann müsst es ein alien in deiner bauchöhle oder in deinem gewebe - ein riesen tumor - sein. hast du das so gemeint?
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Alt 11.04.2017, 10:17   #6
männlich Georg C. Peter
 
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Die Zähne erinnern mich eher etwas an Draculas Töchter. Aber durchaus verlockend und gerne gelesen! Lg Georg
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Alt 11.04.2017, 11:38   #7
weiblich Unar die Weise
 
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Standard Hallo Thing,

das Gedicht muss ich noch würdigen.
Interessantes Thema.

Habs gerne gelesen, hallt auch noch nach.


Gruß, Unar.
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Alt 12.04.2017, 12:11   #8
männlich Ralfchen
 
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ich sehe meine frage noch nicht beantwortet liebes dingeLING

Geändert von Ralfchen (12.04.2017 um 13:30 Uhr)
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Alt 12.04.2017, 13:28   #9
Thing
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Standard Liebe Freunde -

es geht um das Fallbeil, dessen Gebrauch Louis (nicht Guillotin) aus humanitäten Gründen empfohlen hatte.
Anfangs wurde überlegt, ob man dem Gerät nicht den Namen des Arztes Louis geben solle.

Guillotin beantragte am 10. Oktober 1789 die Einführung eines mechanischen Enthauptungsgeräts, um grausame und entehrende Hinrichtungsarten abzuschaffen. Unterstützt wurde er dabei durch den Henker von Paris, Charles Henri Sanson, der die Nachteile der Enthauptung mit dem Schwert plastisch beschrieb. Die Nationalversammlung beauftragte den königlichen Leibarzt Antoine Louis, ein Gutachten darüber zu erstellen. Am 17. März 1792 legte Louis einen Entwurf vor, der das Fallbeil von Halifax zum Vorbild hatte. Im Gutachten hieß es: „Eine solche, niemals versagende Maschine wird sich leicht herstellen lassen.“ Am 20. März 1792 wurde dem Antrag stattgegeben. Die Debatte um die später so genannte Guillotine war von einem leidenschaftlichen Streit um die Todesstrafe begleitet. Guillotin litt unter der Verwendung seines Namens für dieses Instrument, denn er hatte es weder erfunden noch seiner Anwendung bei Kapitalverbrechern beigewohnt. Er hatte lediglich dessen Einführung und Gebrauch aus humanitären Gründen empfohlen.

(Quelle: Wikipedia).

Unblutige Grüße
von
Thing
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Alt 12.04.2017, 13:31   #10
männlich Ralfchen
 
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ok sehr gut. wusstest du das die guillotine von einem deutschen - dem klavierbauer Heinrich Schmidt, ein Deutscher und Hausmusik-Freund des chellospielenden Henkers - erfunden wurde schatz?
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2017, 13:37   #11
Thing
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Jaha!

Im Grunde waren alle derartigen Hinrichtungsmaschinen Fallbeile, die Unterschiede waren nicht besonders groß
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2017, 13:58   #12
männlich Ralfchen
 
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stimmt schatz. was für ein sanfter tod.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 23:41   #13
weiblich Ex-Letreo71
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Beiträge: 4.052

Das ist schrechklich makaber, liebes Thing, aber sehr raffiniert.

Großes Kompliment!

Lieben Gruß

Letreo
Ex-Letreo71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2017, 12:31   #14
Thing
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Liebe Letreo,

ich bin ein ausgesprochener Gegner der Todesstrafe. Ganz gleich mit welcher Methode: Hinrichtungen sollten weltweit geächtet werden.
Die besonders schreckliche Hinrichtung der DuBarry hat mich angeregt, die paar Verse zu schreiben.

Für das rege Interesse sei Euch gedankt

von
Thing
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