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Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt.

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Alt 26.11.2019, 09:31   #1
männlich Wortklauber
 
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Standard Die Frau von heute

Die Frau von heute steht ihren Mann
Wie man unschwer erkennen kann
Selbstbewusst und zielgerichtet
Wird die Arbeit allerorts verrichtet.

Daheim warten Haushalt und Kind
Auch das erledigt sie geschwind
Allein der richtige Partner fehlt
Der sich ihr abends zugesellt.

Der Kram ruht nun auf ihren Schultern
Ganz anders war das noch bei Muttern
Der Mann war Hausherr und Ernährer
Für seine Frau der geliebte Verehrer.

Die Frauen sind heute emanzipiert
Weshalb Mann schnell den Mut verliert
Das Rollenspiel hat seinen Preis
Groß und trainiert macht Frauchen heiß.

Durchschnittsmann bedeutet Krise
Sucht andernorts seine Spielwiese
Die Frau fordert den Mann heraus
Der zieht bei Muttern gar nicht aus.
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Alt 26.11.2019, 10:34   #2
weiblich Ilka-Maria
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Guten Morgen, Wortklauber,

dein Gedicht besteht aus einer Aneinanderreihung von Klischees, lässt aber nicht erkennen, ob es als Kritik an den heutigen Beziehungsverhältnissen und Familienstrukturen gedacht ist. Eine eindeutige Wertung konnte ich nicht erkennen. Also unter welchem Gesichtspunkt hast du diesen Stoff bearbeitet? Was soll das Gedicht dem Leser mitteilen?

Unterschwellig scheint der "modernen" Frau als "Multi-Tasking-Superweib" Bewunderung entgegengebracht zu werden, während der Mann als ewiges Mutterbübchen wenig oder gar keine Achtung mehr genießt. Ist das Gedicht so auszulegen? Oder was hast du dir gedacht?

VG
Ilka
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Alt 26.11.2019, 11:22   #3
männlich Heinz
 
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Hallo Wortklauber,
die Vergiftung des Frauenlobs beginnt mit dem ersten Vers:
"Die Frau von heute steht ihren Mann".
Der Rest, siehe Ilka-Maria, ist an Schwachsinn kaum zu überbieten. Beispiel:
"Die Frauen sind heute emanzipiert
Weshalb Mann schnell den Mut verliert".
Welcher Mann verliert schnell den Mut, weil die Frauen heute emanzipiert sind?
Vielleicht sollte die Sorte Männer, die Du wohl im Hinterkopf hast, sich die Mühe machen, selbst an ihrer Emanzipation zu arbeiten.
Ein "Gedicht" ohne Hand und Fuß, beide Körperteile werden durch Klischees ersetzt.
Gruß,
Heinz
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Alt 26.11.2019, 11:36   #4
männlich Ralfchen
 
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hhhhhhhhhhhhh...eure kommis sind wirklich treffend:

Wortklauber ist ein Mutterbübchen,
und rasend scharf im Oberstübchen.
Er predigt hier von Männerfrauen
anstatt von scharfen Männerklauen.

Der Text brüllt nach nem Antonym
das schreib ich sehr bald - ungestüm.
Doch vorher muss ich apertü -
noch schnell zur Physiotherapie.
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Alt 26.11.2019, 12:07   #5
weiblich Ilka-Maria
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Wie war das eigentlich in den vierziger und fünfziger Jahren? Damals rollte die Emanzipationswelle noch nicht in voller Stärke über Deutschland, sie gewann erst in den 70ern und 80ern an Fahrt. Okay, den Frauen waren viele Rechte verwehrt, aber wer nahm das bei Kriegsende und in den Aufbaujahren ernst? Die Männer waren gefallen, in Kriegsgefangenschaft oder kamen als seelisch und körperlich unheilbar Angeschlagene nach Hause zurück. Den Frauen, allein auf sich gestellt, blieb gar nichts anderes übrig als anzupacken, Trümmer wegzuräumen, Essen zu organisieren, sich allein um die Kinder zu kümmern, zu arbeiten, um Geld zu verdienen usw. Selbst dann, wenn Ehemann, Vater und Bruder nach Hause zurückkehrten und arbeitsfähig waren, war in den deutschen Großstädten jede Menge zu tun. Ohne die Frauen wäre das gar nicht zu bewältigen gewesen, ja man musste sogar aus dem Ausland Arbeitskräfte holen. Wer pochte noch darauf, dass Frauen nur mit Erlaubnis ihrer Männer arbeiten durften? Nur kleingeistige Emporkömmlinge wollten sich damit dicke tun, von dieser Einschränkung Gebrauch zu machen.

Und wen wundert es, dass sich diese Schraube nicht mehr zurückdrehen ließ? Als aufgebaut war und man die Frauen wieder an Haus und Herd binden wollte, ging es mit der Gegenwehr richtig los - die logische Konsequenz eines verheerenden Kriegs und seiner langwierigen Auswirkungen.
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Alt 26.11.2019, 14:07   #6
männlich Wortklauber
 
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Ich beschreibe ein Frauenbild von heute, wie ich es aus Beobachtung meines Bekanntenkreises, Gesprächen etc. kenne.
Die Abfolge von Klischees entspricht ja der modernen Frau - sie hat sich in all die Rollen ja selbst hineingedrängt! Den Spagat Beruf-Familie-Liebesleben schaffen viele nicht und etwas bleibt auf der Strecke.
Und die Männer? Mein Stiefsohn und seine Freunde quälen sich regelmäßig im Sportstudio...ohne Mukis und Sixpack geht gar nichts! Und die jungen Frauen quälen sich gleichermaßen ... die junge Generation erfüllt Klischees und tastet sich an Idole heran.
Der Durchschnittsmann scheint nicht wirklich gefragt und ist verunsichert. Und Pension Mama ist bequem und billig.

Lg Wortklauber
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Alt 26.11.2019, 14:12   #7
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Und die Männer? Mein Stiefsohn und seine Freunde quälen sich regelmäßig im Sportstudio...ohne Mukis und Sixpack geht gar nichts! Und die jungen Frauen quälen sich gleichermaßen ... die junge Generation erfüllt Klischees und tastet sich an Idole heran.
da liegst du völlig falsch. dein frauenbild von heute liegt total daneben WK. ich habe genug mit jungen frauen über deren erlebnisse ausgetauscht. und der mann mit dem sixpack ist absolut uninteressant. frauen wollen ganz etwas anderes. und glaube mir: das stimmt. und das gleiche hörte ich auch von den söhnen meiner freunde. ein normaler sportlicher mann passt. manche frauen haben sogar kein problem mit einem kleinen bauch und speck um die hüften. die sixpacker machen fraune nur unsicher weil sie dann ebenso nach perfektion streben müssen. also summary: dein beitrag liegt 100pro daneben. wer dir den schmarrn erzählt steht nicht in der realen welt, sondern ist teil einer extrem eitlen gruppe junger menschen.
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Alt 26.11.2019, 14:51   #8
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Die Abfolge von Klischees entspricht ja der modernen Frau - sie hat sich in all die Rollen ja selbst hineingedrängt!
Woran machst du das fest? So einfach liegen die Dinge doch gar nicht, und eigentlich müsstest du das wissen, denn du hast die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts selbst erlebt. Die Frauenemanzipation ist nicht über Nacht wie eine Naturgewalt über die westlichen Gesellschaften gerollt, sondern sie war ein langsamer Prozess, der auf politischen Veränderungen (z.B. Liberalisierung des Scheidungsgesestzes in den 70ern), Publikationen in Sachen sexuelle Befreiung der Frau (Oswalt Kolle, Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir), Kindererziehung (Alice Miller, Summerhill Project), einen stärkeren Zugang von Mädchen und Frauen zu mehr Bildung und auf der Beschäftigung mit freier Liebe und offenen Beziehungen beruhte (Erich Fromm, Peter Lauster, Zusammenleben in Kommunen). Zudem boomte die Industrie (trotz einiger Rückschläge), man brauchte die Frauen also in der Wirtschaft. Die Frau von heute wurde vor allem deshalb „emanzipiert“ und strebte eine bessere Ausbildung an, weil das Warenangebot lockte, man also Geld verdienen wollte, und weil sie wegen der geänderten Scheidungsgesetze im Falle, dass ihre Ehe kaputt ging, zum Überleben gerüstet war. Das ging so weit, dass Frauen, die gerne Kinder hatten und zu Hause bleiben wollten, geächtet, wenn nicht gar für blemblem erklärt wurden.

Die Frauenemanzipation unterlag keineswegs einem Konsens, sondern war zum Teil durch politische und gesellschaftliche Veränderungen erzwungen, nicht zuletzt auch durch die Grünen und die Friedensbewegung. Wer sich ein Stück Konservativismus bewahren wollte, wurde als „Faschistenschwein“ beschimpft, und das denke ich mir jetzt nicht schnell mal so aus, sondern das habe ich mit eigenen Ohren gehört.

Ich gehöre selbst zu den Frauen, die schon aufgrund ihrer Erziehung empanzipiert dachten, wenn auch nicht in der Form, wie sie sich in der Realität vollzog. Ein großer Teil davon ist allerdings auch bei mir auf die politischen Entwicklungen jener Zeit zurückzuführen, nicht allein auf die Sufragetten, Alice Schwarzer und Zeitschriften wie „Emma“ oder „Courage“.

Und dann gibt es noch eine andere Erfahrung: Wenn ein Mann in guter Position und reich ist, muss er sich weder Muskeln heranzüchten, noch gut aussehen oder „sich selbst optimieren“ und auch keine Uniform tragen. Mit Geld und Macht sind selbst die schönsten Frauen zu ködern. Mein Ex-Boss hat vor ein paar Jahren eine Russin geheiratet, bildschön, Pianistin und 30 Jahre jünger als er.
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Alt 26.11.2019, 15:06   #9
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Mit Geld und Macht sind selbst die schönsten Frauen zu ködern. Mein Ex-Boss hat vor ein paar Jahren eine Russin geheiratet, bildschön, Pianistin und 30 Jahre jünger als er.
ganz genau so ist es. was auch in einem anderen blickwinkel gefunden werden kann: wie soll eine junge frau mit ein, (oder zwei kindern), geschieden von einem idioten und gauner, mit dem sie jeden monat um die alimente streiten muss ihr leben fristen? die billigste wohnung in wien kostet (wiener wohnen) warm mit internet 600€/monatlich. nun nimm mal eine ausgebildetet kindergärtnerin, wie Jessi, die im neuen job gestern um 350€ weniger von diesem arschloch-chef bekommt, weil der zwar eben um diesen betrag (=kollektivertrag-mindestgehalt) mehr versprach und nun die beiden neuen mitarbeiterinnen reinlegen will. sie hat ein 12J tochter die in einer guten schule ist. ihr take-home war gestern 1100€. die wohnung warm 700€. wie soll diese junge frau ein halbwegs angenehmes leben ohne stress führen? nun hat sie mich und das ist wie sie immer wieder sagt, ihr jackpot. und das viele junge frauen dann nebenbei im escort-bizz landen, darf niemanden wundern. und dort ist die konkurrenz enorm, denn da sind bereits die ganzen hübschen jungen frauen aus rumänien etc. in unseren systemen stimmt vieles nicht, vor allem sehe ich das auch in diesen scharfen einkommensunterschiede gegenüber deutschland und schweiz etwa.

zusammenfassend unser lieber freund WK hat entweder selbst ein völlig verzerrtes bild der realität, oder wird mit völlig einseitigen information durchgefüttert, die in randgruppen entstehen.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2019, 15:33   #10
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Das ist sie:

https://shop.organophon.de/musikerin...erina-kitaeva/
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Alt 26.11.2019, 17:16   #11
männlich Ralfchen
 
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bezaubernde person
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Alt 26.11.2019, 17:32   #12
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Unser Ralfchen, ein Krösus der junge Frauen mit Geld an sich bindet, von diesem Männerbild war nicht die Rede.
Wenige Jungfamilien funktionieren problemlos, meist bleibt einer auf der Strecke und wirft das Handtuch. Der Druck ist enorm : Stress in der Arbeit, Stress zuhause mit den Kindern und Zeit für Liebe sollte auch noch bleiben. Jeder will zurecht autark sein, nur hat man dann die ganze Last zu tragen. Die Ansprüche der heutigen jungen Menschen werden immer größer. Und wenn Frau mit Kind dann plötzlich alleine dasteht und horrende Miete und Lebenskosten zahlen muss, dann ist der Traum zu Ende.

Lg Wortklauber
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Alt 26.11.2019, 18:40   #13
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Zitat:
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Unser Ralfchen, ein Krösus der junge Frauen mit Geld an sich bindet, von diesem Männerbild war nicht die Rede.
nein nicht in deinem text WK. sondern im beitrag von Ilka. und ich muss dir nochmals den vorwurf machen, dass du keine ahnung von den mechanismen und funktionalitäten von beziehungen (seien sie nun modern oder altmodisch) hast. leider. meine geliebte frau arbeitete 16 jahre ihres lebens und ich wollte, dass sie damit aufhört und ein leben ohne druck und mobbing geniesst. sie war im vor-vor-letzten job die sekretärin des vorstandes einer baugenossenschaft, der sie - das hatte sie mir erst jahrzehnt später erzählt - angemacht hatte und mir ihr im sommer an die alte donau schwimmen ging um sie im bikini zu sehen. so also? ich habe unser leben also seit ihrem 29. lebensjahr finanziert. und das war eine liebesbeziehung. sie musste nicht mehr arbeiten und konnte tun und machen was sie will. wo also ist der unterschied zwischen einer jungen geliebten die ein paar tausend € von mir im monat bekommt und der situation mit meiner frau? ausser dass meine frau mich liebte und ich sie und ich ein traum von einem jungen gott war? heute werde ich nicht mehr geliebt und die jungen frauen sind nur wegen dem geld bei mir. und das spielt mir nicht die geringste rolle. abgesehen davon würde keine bei mir bleiben oder immer wieder zu mir zurückgekommen sein, wenn ich ein unangenehmer ungustiöser mann wäre. und abgesehen davon: die mädchen verlangen von den anderen reichen typen wesentlich mehr als von mir. darauf kannst du gift nehmen.

und bitte erspare mir die dämlichkeit mich als krösus zu bezeichnen, denn dann weißt du nichts über diese geschichtliche person. ich gebe einer jungen frau ein wirtschaftsgeld/taschengeld wie es auch mit einer 70jährigen wäre, mit der z.b. du ev. seit jahren in einer partnerschaftlichen beziehung stehst und die eventuell wenig oder kaum geld hat. nur bist du in einer ganz anderen situation als ich. so ist das. bedauerlicher weise sehe ich: hast du weder von frauen noch von deren lebensbedingungen auch nur die geringste ahnung.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2019, 18:48   #14
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Zitat:
Zitat von Wortklauber Beitrag anzeigen
Und wenn Frau mit Kind dann plötzlich alleine dasteht und horrende Miete und Lebenskosten zahlen muss, dann ist der Traum zu Ende.
Das betrifft nicht nur Frauen, sondern auch alleinerziehende Männer. Außerdem ist eine Trennung (oder auch der Verlust des Partners durch Tod) nur eine der Katastrophen im Leben, die einen Menschen treffen können. Nichts in einem Lebenslauf und an den Lebensverhältnissen ist in Kupfer geritzt, alles kann sich ändern. Wer hohe Ansprüche stellt und beispielsweise einen Kredit für ein Haus aufnimmt, dann aber den Job verliert, muss sich der Situation anpassen. Die Risiken schwerwiegender Entscheidungen kennt man schließlich vorher.

Genau deshalb lassen sich die jungen Männer nicht mehr so leicht auf eine Familiengründung ein. Die liberalen Scheidungsgesetze und die Schnelligkeit, mit der Ehen in die Brüche gehen, mahnen die Männer zur Vorsicht, zumal sie bei den heutigen Arbeits- und Verdienstverhältnissen das Stemmen von Alimenten kaum noch schaffen können, ohne an ihre finanziellen Grenzen zu stoßen. Außerdem haben sie ganz schlechte Karten bei den Frauen, wenn sie nicht ein tolles Auto, einen Superjob und ein hohes Einkommen haben. Das Dilemma ist, dass jeder die romantische, immerwährende Liebe haben will, aber niemand mehr an sie glaubt, von den pragmatischen und berechnenden Gründen für eine Eheschließung aber zurückschreckt. Also bleibt man lieber gleich im "Hotel Mama".
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Alt 26.11.2019, 18:53   #15
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Zitat:
.Wenige Jungfamilien funktionieren problemlos, meist bleibt einer auf der Strecke und wirft das Handtuch. Der Druck ist enorm : Stress in der Arbeit, Stress zuhause mit den Kindern und Zeit für Liebe sollte auch noch bleiben. Jeder will zurecht autark sein, nur hat man dann die ganze Last zu tragen. Die Ansprüche der heutigen jungen Menschen werden immer größer. Und wenn Frau mit Kind dann plötzlich alleine dasteht und horrende Miete und Lebenskosten zahlen muss, dann ist der Traum zu Ende.
Habe ich selbst vor über 25 Jahren so erlebt und ich gebe dir vollkommen recht, lieber Wortklauber.

Auch wenn das Gedicht technisch wackelt.... S1, 4 und 5 sind allerdings noch ganz gut gelungen.

LG DieSilbermöwe
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Alt 26.11.2019, 18:56   #16
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Außerdem haben sie ganz schlechte Karten bei den Frauen, wenn sie nicht ein tolles Auto, einen Superjob und ein hohes Einkommen haben. Das Dilemma ist, dass jeder die romantische, immerwährende Liebe haben will, aber niemand mehr an sie glaubt, von den pragmatischen und berechnenden Gründen für eine Eheschließung aber zurückschreckt. Also bleibt man lieber gleich im "Hotel Mama".
absolut richtig - und ehrlich: ich verstehe die jungen frauen. Jessi hatte für die renovierung der gemeinsamen wohnung mit ihrem mann und Töchterchen 20K kredit aufgenommen. dann hatte sie sich von ihm getrennt und er hat die wohnung und sie den kredit, weil er ein stück scheiße ist und ihr nur nach streit und gerichtsdrohungen die alimente bezahlt und sogar ein u-boot ist um sich davon zu drücken. und? da soll ich nicht die kreditrate zahlen? ich könnte ihr die 20K natürlich zur liquidation geben aber das wäre disproportional. es geht auch so und sie hat auf das auch niemals angespielt. ganz im gegenteil ist glücklich so wie die situation ist.
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