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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 11.10.2016, 03:37   #1
männlich nimmilonely
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Mainz
Alter: 30
Beiträge: 855

Standard Ab und an

Ich kann es nicht in Worte fassen,
umschreibe vage, lyrisch dicht.
Die eine ungeklärte Frage,
die ab und an im Herzen sticht,

die ab und zu zu Unbehagen,
zu ungezähmten Zögern führt.
Ich bleibe wach, um noch zu warten,
zu warten, weil doch etwas spürt,

etwas in mir, das ich nicht kenne
und nicht erklären, fassen kann,
es spürt, dass ich nicht schlafen werde,
dass ich nur ahnend schreiben kann,

worüber ich so lang gegrübelt,
solange angstvoll nachgedacht.
Es ist in mir, ich kanns nicht ändern,
es sitzt bei mir in jeder Nacht,

auf meiner Schulter, wartet leise
und lächelt stumm und ahnungsvoll.
Ich kenne es, bin ihm verbunden,
es ist mein Engel und mein Troll.

Denn ohne es wäre ich heute
nicht der, der ich zu sein vermag.
Auch wenn es mich in vielem hindert,
es lehrt mich doch mit jedem Schlag

und jeder ungenutzten Chance.
Es sagt: Ich kenne diese Welt.
Ich weiß, wolang die Hasen laufen
und schnippe, wenn der Groschen fällt.

Bin deine Flügel und der Brocken,
der dich dem Grund verbunden hält.
Bin diese dumme kleine Junge,
der weiß und darum keine Fragen stellt.

Ich bin Experte, Ratschlagkönig,
regiere streng, effizient.
Ich flute alles voll mit Tränen,
damit versehentlich nichts entbrennt

und Schaden, ja, gar Tote fordert.
Wir gehen jenem aus dem Weg,
das von uns blinde Wagnis fordert
und unbeholfnes Hoffen pflegt.

Da sitze ich und warte leise
und spüre dieses Kribbeln nicht.
Ich spür es nicht, es ist nicht wirklich,
ich glaub nicht dem, was es verspricht.

Die Worte wandeln hin zu Versen,
aus Versen werden Strophen dann.
Ich schreibe auf, was ich vermute,
doch letztlich nicht begreifen kann.

Am Ende stehen ein paar Zeilen
und ein Gedicht, das schön verfließt.
Der Inhalt lässt sich schwerlich fassen
für einen der es einmal liest

und überlegt, was es bedeuten,
worin der Sinn darin nun liegt
und welche Qual dem kleinen Dichter
so schwer auf seiner Seele wiegt.

Ich kann es nicht in Worte fassen,
umschreibe vage, lyrisch dicht.
Die eine ungeklärte Frage,
die ab und an im Herzen sticht.
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