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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 13.10.2016, 20:08   #1
weiblich Sonnenkind
 
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Ort: Kufstein
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Beiträge: 5

Standard Engel auf Erden

Ein blindes Taumeln, ein Suchen und Frieren
nach Ankern lechzen, nach Sicherheit gieren

das Glück in Zukunft, Prunk und Macht
die Wahrheit im Dunkeln, die Vorsicht wacht

wie Bettler, nehmen und nehmen nur
prahlen und strahlen, dank Treueschwur

jeder will haben, doch keiner ist
sich seiner Selbst, im Kern gewiss

der andere scheint das Paradies zu sein,
nur miteinander nicht mehr so klein

nicht mehr nutzlos und unsichtbar,
in eigenen Augen, wird Unwahres wahr

die Illusion vom Glück zu zweit,
stirbt nicht in echt, durch Streit und Leid

Augen, die nur Masken sehen
die Essenz, noch nicht verstehen

Ohren, die nur Wohlklang lauschen
sich selbst an Unwahrheit berauschen

Lippen, die nur Nettes sagen
vermeiden Klagen - umgehen "Schaden"

Köpfe, die stets überlegen
was hat mir der Andere zu geben

Herzen, die sich fragen
was werde "ich", davon haben

der Eigennutzen ist der Grund,
warum die Gefühle, fließen nicht rund

der Andere soll, der Andere muss
zu beider Beteiligten, Verdruss

des Anderen Glücks von Nutzen sein,
Verbundenheit zum bloßen Schein

die Lust war da - auf ein weißes Blatt
doch die bunte Gestalt, die haben wir satt

unserer Erwartung nicht gerecht werdend,
das Geliebte am Gegenüber, zunehmend sterbend

nach vielen "Anderen" fragt man sich,
welche Verantwortung, trage denn ich?

was bin ich im Stande wirklich zu geben,
wofür liebe ich mich und mein Leben?

die Erkenntnis auch bitter schmeckt,
die Essenz erkannt, die Wahrheit entdeckt

den Weg einmal begangen,
gibt es nichts mehr zu bangen

Angst weicht totalem Vertrauen,
spürst, auf Dich ist es zu bauen

Zweifel sind überwunden,
denn Du hast Dich gefunden

weißt nun, dass Du bist
getragen von Liebe und Licht
leicht und frei am Schweben,
jegliches Verlangen erloschen,
nach weltlichem zu streben

Dein Funke wärmt die Massen,
nichts kannst Du mehr hassen

nichts kannst mehr begehren,
alle mit Gleichmaß ehren

empfindest weder gesteigerte Lust,
noch tiefgreifenden Frust

bist eins mit Dir und allem Leben,
ohne Bedingung, lieben und geben

keine Grenzen, keine Unterschiede
keine Wollust, keine Triebe

Romantik und Wahrheit kennen sich nicht,
Dich dürstet nach wirklich tiefer Einsicht

fragwürdig die Komödie und Albernheit,
Dein Geist ist zu so viel mehr bereit

der Mensch als Spiegel, kann für Dich nun
in seinem Wirken, gänzlich ruhn

durchdrungen von bedingungsloser Akzeptanz,
geht's Du nicht mehr in Resonanz

ohne Polaritäten, vertraust auf alles Geschehen
als Teil eines Großen und Ganzen, unwesentlich zu verstehen

heilsame Erkenntnis setzt nun ein,
niemandem brauchen wir böse zu sein

was wir tolerierten, haben wir bekommen
Illusionen starben, Neutralität ist gewonnen

wo Eigenverantwortung gelebt und präsent,
dort ist Schuld nicht existent

für alle Suchenden bist Du nun, ein leuchtendes Mysterium
mutig, allein zu stehen, Wege der Wahrheit zu gehen

im Kern Deiner Selbst, unantastbar
durch Authentizität, Dein Sein so wahr

Du fragst Dich nun, was bleibt zu tun?
auf dieser Welt, wo tobt der Kampf um Macht und Geld

Du empfindest relativ,
für Dich läuft hier, gar nichts mehr schief

es ist so, wie es sein soll
kein Grund für Angst, Kummer und Groll

schenke Vertrauen, wo Zweifel dominieren
helfe dort, wo andere es nicht riskieren

sei ein Licht in der Dunkelheit,
jede Seele braucht ihre Zeit

ein Vermittler sei, für jede Nation
Verbundenheit ist, der Menschen höchster Lohn

als Gefährte sei klar, doch übe Geduld
trage sorgfältig ab, die Dogmen der Schuld

lebe Liebe als Vorbild und glaube daran,
dass ein Jeder es Dir gleichtun kann

Wehmut an das alte Sein,
kann Dich beschweren, wie ein Stein

vertraue darauf, dass jeder Schritt
Dich doch bringt, nach Hause zurück

Erinnere Dich stets daran,
keine Seele erhält Prüfungen,
die sie nicht bewältigen kann!

Und tobt in uns auch noch so Krieg,
stets sind wir, unseres Glückes Schmied.


A. Sonnenkind
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Alt 13.10.2016, 21:57   #2
männlich dr.Frankenstein
 
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Ja stimmt vielleicht.

Aber um zu helfen, musst ja etwas nicht akzeptieren.... und im Endeffekt ist der Engel auch eine Maskerade und auch irgendwelches Glück schmieden zu wollen, oder?

Wenn ich alles akzeptieren soll wie es ist, muss ich ja auch mich so akzeptieren.
Wenn ich nun nicht in der Lage bin zu helfen, dann bin ich auch deprimiert.
Jeder hat doch seine persönlichen Fähigkeiten und wenn du gut Helfen und Glück schmieden kannst, dann verlang es doch nicht von anderen, sonst sind wir ja wieder am Anfang.
Akzeptanz kommt für mich aus dem kennenlernen, dem nicht prüfen ob meine Theorie stimmt, sondern mich überzeugen, dass keine Theorie mir Sicherheit bringen kann und das die Wirklichkeit ein totales Chaos ist.
Klar kannst irgendwie immer Glück schmieden. Es kommt aber nicht drauf an, man kann ja auch sehr gut ohne Glück schmieden.

Es gibt auch genug Prüfungen die ich nicht bewältige und dabei bin ich nich mit schlimmen Gestraft.

Motivation. Ein Motiv in das das Objekt verwandelt wird. Zu richtiger Motivation bedarf es dieses bunte Wesen, nicht als weißes Blatt zu sehn, es möchte vielleicht gerne weiter eine Maske tragen.
Und das was das Wesen verlangt ist eher die Projektion eines Mangels aus früheren Zeiten.

Es ist garnicht wirklich an den anderen gerichtet. Sich davon angegriffen zu fühlen oder zu flüchten ist ja eine Identifikation.

Es gibt meiner Meinung nach kein Allgemeinrezept. Ein Spatz kann doch auch glücklich sein, und der hilft nie jemandem.
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Alt 13.10.2016, 22:09   #3
weiblich Sonnenkind
 
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Interessant... wie Du das wahrnimmst.
Vollkommen richtig, um andere voll und ganz akzeptieren zu können, ist es Voraussetzung, dass man sich gänzlich akzeptiert.

Ich denke, die größte Hilfe von allen, ist die, dass man andere so sein lässt, wie sie eben sind.

Ohne Erwartungen, ohne jmd oder etwas ändern zu wollen, einfach sein und sein lassen. Das geht halt erst, wenn man sich selbst so annimmt und liebt, wie man eben ist. Ohne Verurteilung.

Doch einige tendieren (noch) dazu alles Unglück, für alles Unglück was ihnen widerfährt, die Verantwortung abzugeben....sie im Außen zu suchen...und reflektieren sich selbst nicht im Mindesten.

Wie viel Unfrieden gäbe es, würde jeder an sich selbst und nicht an anderen arbeiten? ;-)
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Alt 14.10.2016, 11:29   #4
männlich dr.Frankenstein
 
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Zitat:
Zweifel sind überwunden,
denn Du hast Dich gefunden
Wenn alle an sich arbeiten? Woran arbeiten sie denn dann? Um an sich zu arbeiten brauchst ja Anforderungen den du gerecht werden willst, oder nicht?

Menschen arbeiten doch eher gemeinsam an großen Projekten. Und da schaltet das Rudeldenken ein.
Das Projekt ist in mancher Leute Liebe eine Idealvorstellung auf die sie mit dem Partner hinarbeiten wollen, aber sie sagen nix davon.
sondern nörgeln nur an den Stellen die die Idealvorstellung unmöglich machen.
Das ist eher das Problem, so übertriebene Ideal Vorstellungen, etwas riesiges.

Wenn zB. Jemand nie mit dir spazieren geht, aber du wünscht es dir so. Wirst irgendwann die Person anfangen ein bisschen zu hassen.
Klar kann man jeden so lassen. Aber man kann ja etwas anbieten.
Manchmal kannst ja aus irgendwelchen Forderungen was über dich lernen, oder nicht.

Ich versuch da zu unterscheiden, ich glaube von jedem kann man etwas lernen. Und alles andere betrachte ich einfach als persönliche Meinung der Person, viele bekommen das ja garnicht mit, das sie andere fertig machen. Sie übertragen einfach ihre Ängste.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 14:35   #5
weiblich Sonnenkind
 
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Hmmmm. Du machst dir ja richtig Gedanken....schön!
Das Wort Arbeiten beschreibt womöglich nicht im Kern, worauf ich hinaus will. Es ist mehr ein "sich selbst erkennen" - und in diesem SO SEIN achten und würdigen. Automatisch achtet man alle anderen ebenfalls in ihren SO SEIN. Die besagten Zweifel im Zitat, beziehen sich auf sich selbst. Man ist nicht mehr abhängig von der Meinung anderer, nicht mehr bemüht um jeden Preis zu gefallen, sich anzupassen, den anderen gerecht werdend.
Man ist, wie man ist - man tut sich selbst gutes, ist dadurch zufrieden und erwartet nicht mehr von anderen, sie sollen einen glücklich machen bzw. die eigenen Bedürfnisse befriedigen. Ein solcher hat viel zu geben, und es schlichtweg nicht mehr nötig, aus einer inneren Bedürftigkeit heraus, zu nehmen. Er gibt, weil er die Fülle hat - und sucht nicht im Aussen nach ERFÜLLUNG.
Darf ich Dein Beispiel aufgreifen, mit dem spazieren gehen? Gut: Natürlich kann man sich von einem Menschen alles wünschen, aber führt die Nicht-Erfüllung dieses Wunsches dann zur Enttäuschung, zu Frustration oder gar Hassgefühlen (wie du beschrieben hast), darf man sich selbst schon mal fragen, wieso man sein persönliches Glücksempfinden so von einer anderen Person abhängig macht. Zum Einen, wenn ich von Herzen gern spazieren gehe, brauche ich niemanden dazu. Eine Begleitung wäre maximal eine Aufwertung, aber nicht die elementare Basis, für mein Zufriedenheitsgefühl bei etwas, was mir Freude macht. Zum Anderen, womöglich geht jemand anders gerne mit mir....vielleicht ist die Fixierung auf die eine Person kontraproduktiv..?
Du hast das ganz treffend geschrieben....: Man kann ja was anbieten. Und wenn der jenige Mensch nicht viel anzubieten hat? Weil er selbst kaum was zu geben hat und eigentlich auch nur aufs NEHMEN fixiert ist, aus besagter Bedürftigkeit heraus? Dann greifen sich jeweils zwei Bettler in die Tasche des anderen und wundern sich, warum da nix zu holen ist.
Und...an dem ZIEL LIEBE - ist meines Erachtens nach nur zu "arbeiten" dann sinnvoll, wenn jeder, der Beteiligten, sich selbst und sein Verhalten reflektiert und gegebenenfalls - achtsamer, aufmerksamer, liebevoller und respektvoller - mit sich und dem Gegenüber umgeht. Denn...oftmals spiegeln uns unsere Gegenüber einfach die eigenen gefühlten "Schwächen" oder , sozusagen alles, was wir an uns selbst nicht mögen , uns selbst nicht erlauben oder auch alles, wozu wir uns selbst zwingen, obwohl wir eigentlich nicht wollen. Jeder Konflikt birgt eine große Chance zu persönlichem Wachstum, die Bereitschaft vorausgesetzt, wachsen zu wollen.
Sonnenkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 22:29   #6
männlich dr.Frankenstein
 
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Ja, stimmt, kann ich nachvollziehen.
Sich fragen warum man gerade so auf die Person fixiert ist. In dem Moment ist es doch aber gerade so das ich dann etwas zu geben hab, das nicht gewollt wird.
Zarathustra kommt ja vom Berge und ist übervoll von etwas das er zu geben hat und auf dem Markt lachen sie ihn aus, weil sie nicht haben wollen was er zu geben hat.
Manchmal wenn jemand etwas zu geben hat ist es vielleicht auch wichtig einmal ja zu sagen und mitzumachen, wie im "ja sager". Ich glaube damit macht man anderen eine große Freude und zeigt das man sie mag wie sie sind.
Dazu muss besagter man auch nehmen können.
Es ist aber oft wie du schön beschreibst der willen im weg.
Ich will jetz "das" darum kann ich da nicht mitmachen oder das bin nicht ich.
So sind wir oft blind für die Dinge die wir geschenkt bekommen, die andere uns gern geben würden.
Etwas anzunehmen ist als würde jemand dir einen Schatz überreichen. Ich hab schon einige Schätze bekommen.
Und auch gegeben. Jeder freut sich doch wenn er etwas kann das jemandem etwas bedeutet.

Mir gefällt deine Philosophie und ich hoffe du kannst sie auch umsetzen. Ich scheitere oft, an Momenten in denen dann doch irgendetwas durchkommt an diesen Ansprüchen an die Wirklichkeit. An Idealen, aber Ideale sind ja wie Sterne, um sich daran zu orientieren. Aber erreichen kann man sie nie. Was nich schlimm ist.

Solange wie die Ideale etwas schönes bewirken ist es doch schön oder?
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 22:49   #7
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Und tobt in uns auch noch so Krieg,
stets sind wir, unseres Glückes Schmied.


Alleine dieser Satz, den dir deine Oma irgendwann im Gitterbett eingetrichtert hat stößt mich von deinen Zeilen ab.

Ich habe jetzt einmal so willkürlich copy paste gemacht:

Ein blindes Taumeln, ein Suchen und Frieren
nach Ankern lechzen, nach Sicherheit gieren

das Glück in Zukunft, Prunk und Macht
die Wahrheit im Dunkeln, die Vorsicht wacht

wie Bettler, nehmen und nehmen nur
prahlen und strahlen, dank Treueschwur

jeder will haben, doch keiner ist
sich seiner Selbst, im Kern gewiss

der andere scheint das Paradies zu sein,
nur miteinander nicht mehr so klein

nicht mehr nutzlos und unsichtbar,
in eigenen Augen, wird Unwahres wahr

die Illusion vom Glück zu zweit,
stirbt nicht in echt, durch Streit und Leid


Ich nehme an, dass du denkst, dass das ein Gedicht ist, weil du einen Wikipediapaarreim benützt.
Das ist es nicht.

Extrahiere aus diesem Wust das z.B.:

Ohren, die nur Wohlklang lauschen
sich selbst an Unwahrheit berauschen


Lippen, die nur Nettes sagen
vermeiden Klagen - umgehen "Schaden"


Setze dich !wirklich! damit außeinander.

Dann beginne ein Gedicht zu schreiben.
Denn ich weiß zum Teufel nicht, was du mir verklickern willst.
Ich könnte da genauso einfügen:

Der Bauer holt den besten Schrot,
für Mutters selbstgemachtes Brot

Zurück zum Start, und bei dir eher in die Kreidezeit

Lieben Gruß

Gem
Gemini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 23:03   #8
weiblich Sonnenkind
 
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Hallo Mister Unbekannt,
Ja, ich kann sehr gut nachfühlen was Du meinst. Erlaube mir eine kleine Differenzierung, die ich, anhand eigener Erfahrung, für mich erkannt habe. Zum Einen, ja - es kommt vor, dass Menschen (noch) nicht annehmen können. Liegt meines Erachtens nach daran, dass sie ein Thema mit Macht und Kontrolle nicht bewältigt haben. Sie haben offenbar Angst davor, in dem sie einen Vorschlag oder ein Angebot annehmen würden, darauf eingingen, die Situation nicht mehr kontrollieren zu können oder möglicherweise sogar, die andere Person. Thema LOSLASSEN und ZULASSEN. Zudem kommt ein wahrscheinlich ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl, welches sie veranlasst, daraufhin in der Schuld des anderen zu stehen. Soll heißen: jetzt erwartet der/die bestimmt auch irgendwas von mir. So weit so gut - die Themen des anderen müssen uns nicht beschäftigen, wir können sie nicht ändern - obliegt dem Individuum allein. Aber.... Gesetz dem Falle, dass wir zwar ein Angebot/eine Einladung aussprechen, diese jedoch insgeheim unserem Zwecke dienen soll (Beispiel spaziergang: alleine würden wir uns einsam fühlen und BRAUCHEN den anderen dazu oder womöglich irgend jemand anderen...Hauptsache wen), dann fühlt sich unser Gegenüber benutzt. Auf ganz subtile Art, kann er es selbst nicht so äußern oder definieren aber reagiert mit Ablehnung. Instinktiv. Gefühle und Gedanken übertragen sich immer auf unser Gegenüber.... sie haben große Macht. Der andere spürt also, die Bedürftigkeit und aufgrund der Bedrängnis, denn schließlich hängt das Glückempfinden des anderen von der Antwort an, gerät er unter Druck und flüchtet. Soll heißen, geht nicht mit! Denn, niemand möchte gerne Mittel zum Zweck sein, sondern aufgrund seinerselbst, frei und willig, eingeladen werden.
Kenne dieses Thema persönlich all zu gut. Als ein ehemaliger Partner von mir dann tatsächlich des öfteren alleine spazieren gegangen ist, weder enttäuscht von meiner Absage War, noch deprimiert zurück kam und mir dann von tollen Erlebnissen berichtet hatte, dauerte es nicht lange und ich begann IHN, zu Spaziergängen einzuladen. :-) Druck erzeugt nunmal Gegendruck. Das Geheimnis besteht darin loslassen.... jeder hat nunmal seine Hobbys und Vorlieben. Aber von Herzen loszulassen. Nicht berechnend oder aus taktischen Gründen, wirklich und wahrhaftig. Dann kommt alles von allein, was man sich wünscht. Das geht allerdings erst, wenn man nicht mehr BRAUCHT.
Mir persönlich gelingt es mittlerweile ganz gut, mir selbst treu zu bleiben. Nobody is perfekt ;-) Aber ich zitiere Dich, wenn ich schreibe, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann, wenn man offen ist und bleibt. Ich lerne ständig dazu.... und ich glaube die größte Weisheit besteht darin, zu wissen, dass man nie alles wissen wird. Für mich persönlich kein Dilemma - ich brauch nicht alles zu wissen, mir reicht es zu vertrauen. Lg
Sonnenkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 23:17   #9
weiblich Sonnenkind
 
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Hallo Gem,
die Zeilen, jede für sich, stammen nicht von meiner Oma. Auch nicht von Wikipedia. Ich kann Deine destruktive Kritik nicht wirklich nachvollziehen. Das ist eine GEDICHT-SEITE und Gedanken sind schließlich frei. Ich hege nicht den Anspruch, dass jemand meine Gedanken oder Ansichten teilt. Doch nehme Ich mir das Recht, mich frei zu äußern. Lass Dich nicht daran stören, keiner zwingt Dich zu lesen.
Ich Wünsch Dir alles liebe,
Viele Grüße aus der Steinzeit....
Sonnenkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2016, 02:20   #10
männlich Gemini
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Honey, du hast wirklich viel zu sagen, was ja nicht schlecht ist.
Aber merke auf!
Ein Gedicht lebt mit der Reduktion.
Die Kunst besteht darin, mit wenig, viel zu sagen.
Du schreibst mit viel, wenig.

Zitat

keiner zwingt Dich zu lesen.


Und niemand dich zu schreiben.

Gem
Gemini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2016, 22:43   #11
männlich dr.Frankenstein
 
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Musste ich erstmal wirken lassen, stimmt wenn dus so sagst kann ich diese Art von Sicht verstehen.
Das man sich dann unterdrückt fühlt, nur weil jemand nich allein sein will. Ja da fühlt man sich so ersetzbar.

Misses Sonnenkind

Das ist vielleicht dann mein Problem, es nicht in so einer Tiefe zu begreifen. Mir kommt es so vor als währe immer alles ersetzbar, durch etwas anderes.
Bis jetz hab ich immer gleich alles mitgemacht, hab mir mühe gegeben rauszufinden bei was ich mitmachen kann...
Aber wirklich eingeblickt hab ich noch nie, ich seh andere eher als Spielgefährten.... und danach beurteile ich, mit wem man spielen kann mag ich.
An Spazieren haperts nicht. Eher daran das ich perfekt die Lücke dessen was fehlt ausfüllen kann und aber trotzdem bunt bleiben will und das darfst de denn nich.

Das mit dem Loslassen kapier ich.
Ich bin vielleicht einfach IIdentitätslos also wirklich Mister Unbekannt.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
seele, selbsterkenntnis, wahrhaftigkeit

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