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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 22.10.2012, 00:04   #1
männlich MaInStRe4m
 
Dabei seit: 10/2012
Alter: 27
Beiträge: 20

Standard Tod oder Qualen?

Tod oder Qualen?

Früher bin ich mal glücklich gewesen,
Doch ich musste mir endlich gestehen,
Dass ich viele Probleme verdrenge,
Diese treiben mich nun in die Enge.

Damals lebte ich in den Tag hinein,
Ohne einen Gedanken an Morgen,
Ich werde mir nie verzeihn,
Mein Leben ist perfekt verdorben.

Meine Gedanken drehen sich um das Eine,
Wie ich loskomme von dieser Leine,
Wie kann ich mich befrein,
Ohne es öffentlich zu beschrein?

Sollte ich weglaufen,
Mich mit allen fetzen,
Wieder Anfangen zu Saufen,
Oder dem Ganzen ein Ende setzen?
MaInStRe4m ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2012, 11:52   #2
weiblich Poetibus
 
Benutzerbild von Poetibus
 
Dabei seit: 09/2012
Ort: Einfach geradeaus und dann links abbiegen.
Alter: 51
Beiträge: 562

Hallo, MaInStRe4m,

ich finde das Gedicht erzählt eine "alte" Geschichte (nicht negativ, im Sinne von "bekannt"), in meiner Familie gab's gleich Zwei.

Den Inhalt betreffend: LI (LyrischesIch), reiß das Ruder herum. Vor allem, ja, öffentlich. Scham ist falsch und überhaupt nicht angebracht. Außer Tod und Qualen gibt es auch den Erfolg. Nicht aufgeben!

Was die "Form" betrifft: Der Wechsel zwischen Kreuz- und Paarreim ist völlig in Ordnung. Nur beeinträchtigen ein paar Fehler die "Wirkung", wenn ich darf, zeige ich's mal auf:

Zitat:
Tod oder Qualen?

Früher bin ich mal glücklich gewesen,
Doch ich musste mir endlich gestehen,
- kein Fehler, du reimst mit Assonanzen, nur der "Wechsel" zwischen Assonanz/unreinen/reinen Reimen irritiert dann beim Lesen ein wenig, es wäre für den Leser angenehmer, bei einer "Linie" zu bleiben
Dass ich viele Probleme verdrenge, - verdränge
Diese treiben mich nun in die Enge.

Damals lebte ich in den Tag hinein,
Ohne einen Gedanken an Morgen.
- Hier einen Punkt, der Satz ist zu Ende / Morgen-verdorben
Ich werde mir nie verzeihn,
Mein Leben ist perfekt verdorben.
- gefällt mir gut, diese Stelle, ein Oxymoron (rhetorisches Stilmittel)

Meine Gedanken drehen sich um das Eine,
Wie ich loskomme von dieser Leine. - Auch hier ein Punkt
Wie kann ich mich befrein, - hier wäre es besser für den "Klang", auf die Elisionen zu verzichten: befreien - beschreien
Ohne es öffentlich zu beschrein?

Sollte ich weglaufen, - weglaufen: Xxx
Mich mit allen fetzen,
Wieder Anfangen zu Saufen,
- saufen: Xx
Oder dem Ganzen ein Ende setzen?
Ich weiß (noch) nicht, inwiefern du "metrisch interessiert" bist, daher lasse ich das mal außen vor.

Gerne gelesen.

Freundlichen Gruß,

Poetibus
Poetibus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2012, 14:49   #3
männlich MaInStRe4m
 
Dabei seit: 10/2012
Alter: 27
Beiträge: 20

Vielen Dank für deine wiedermal ausführliche Antwort.

Ich werde deine Verbesserungsvorschläge auf jeden Fall bei meinem nächsten Gedicht einfließen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
MaInStReAm
MaInStRe4m ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
alkohol, saufen, tod

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