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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 08.10.2016, 12:52   #1
männlich Vorschlagfüller
 
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Dabei seit: 10/2016
Beiträge: 2

Standard Im Herbst

Moin, ich hab kürzlich mal in einem sentimental-literarischem Anflug ein Gedicht geschrieben und wollte mal eine ungefilterte Meinung, was ihr so davon haltet...


Im Herbst

Leises Schwappen kleiner Wellen
gegen die Mauern der Gracht.
Flüsternde Überlebende vergangener Momente
erzählen Geschichten - langsam und sacht.

Kühles Grau dominiert die Sicht,
schwache Sonnenschimmer schwinden.
Die drohend lauernde Nacht
verdrängt langsam das restliche Licht.

Bäume beerdigen braune Blätter
in des Windes wehender Fülle,
die letzten Reste vergangenen Sommers
verlassen die Welt, ihre sterbende Hülle.

Doch die Bäume selbst bleiben
und trotzen dem Grau,
überstehen das Weiß
und streben ins Blau.

(Wer Baum ist, wer Blatt,
weißt du das genau?)

Über die letzten zwei Zeilen bin ich mir noch etwas unsicher (sind vllt etwas offensichtlich), der Rest ist aber fertig.


LG Vorschlagfüller

______________________________________

Lyrik die ist, wer weiß das denn nicht,
Hart aber Herzlich, wie ein Schlag ins Gesicht!

(Inspiriert durch Toxpack)
Vorschlagfüller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2016, 13:15   #2
weiblich victim of the night
 
Benutzerbild von victim of the night
 
Dabei seit: 07/2006
Ort: Mon Choisy
Beiträge: 4.086

Zitat:
Zitat von Vorschlagfüller Beitrag anzeigen
wollte mal eine ungefilterte Meinung, was ihr so davon haltet...
Nichts.

Zitat:
Zitat von Vorschlagfüller Beitrag anzeigen
(Wer Baum ist, wer Blatt,
weißt du das genau?)
Ich denke schon, dass ich einen Baum von einem Blatt unterscheiden kann.
Oder wer verrottet und wer bleibt.
Du nicht?
Ich hoffe, du hast keine weiteren sentimental-literarischen Anflüge, die dich zum Schreiben bringen.

Corazon
victim of the night ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2016, 14:38   #3
Thing
R.I.P.
 
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Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Standard Hallo, Vorschlaggfüller -

sei herzlich willkommen auf Poetry!
Hier wird es Dir gefallen, wir sind ein munteres Völkchen von Hobbydichtern, von A - Z kannnst Du eine Überfülle von Gedichten und Kommentaren lesen.
Schade, daß Du so rüde abgefertigt wurdest. Aber es sind nur wenige, die keine Umgangsformen haben.
Mir als Herbstgedichtfan gefällt Dein Gedicht recht gut.
Ich hab ein paar Änderungen vorgenommen. Schau sie Dir mal an.

Freundlichen Gruß
von
Thing



Zitat:
Zitat von Vorschlagfüller Beitrag anzeigen

Im Herbst

Leises Schwappen kleiner Wellen
gegen die Mauern der Gracht.
Überlebende vergangener Momente
erzählen Geschichten - langsam und sacht.

Kühles Grau verhängt die Sicht,
schwache Sonnenschimmer schwinden.
Die drohend nahende Nacht
verdrängt langsam das restliche Licht.

Bäume beerdigen braune Blätter
in des Windes wehender Fülle,
die letzten Reste vergangenen Sommers
verlassen die Welt, ihre sterbende Hülle.

Doch die Bäume selbst bleiben
und trotzen dem Grau,
überstehen das Weiß
und streben ins Blau.

(Wer Baum ist, wer Blatt,
weißt du das genau?)
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2016, 15:29   #4
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.392

Hallo Vorschlaggfüller,
sei willkommen!
Dass Du als erste Reaktion auf Dein Gedicht eines mit dem Vorschlaghammer verpasst bekommen hast, liegt vielleicht an Deinem "einladenden" Nicknamen.
Nimm es mit Humor, manchmal will die böse Corazon nur spielen und wer zuckt, hat schon verloren.
Dein Gedicht:

Nicht durchweg gereimt - was meinen Sinnen manchmal ganz gut tut.
Ich geh mal ans Eingemachte: 1. Strophe, 1. Vers: Leises Schwappen - wozu dann noch "kleiner " Wellen? Große Wellen in einer Gracht? Und wenn - würden die dann laut schwappen?
1. Strophe, 4. Vers: Mir machts nichts, aber bei "sanft" sträuben sich so manche zu ofr sanft gestreichelte Haare.
2. Strophe: Dreimal werde ich über die Sichtverhältnisse informiert (Das dominierende Grau/das Schwinden schwacher Sonnenschimmer/das durch die "drohend lauernde" Nacht langsam verdrängte restliche Licht). Das ist m.E. zu dick aufgetragen. Zum "Bild", das Du malst: Sonne schwindet - o.k., das sieht so aus und kann auch so geschildert werden. Unerklärt bleibt, warum die anbrechende Dunkelheit "droht" und "lauert". Wenn die Nacht "lauert", kann sie nix verdrängen. Verdrängt die Nacht das Licht? Man kann es so stehen lassen, aber die schwindenden Sonnenschimmer sagen doch schon genau, was da passiert.

So dies könnte ich jetzt weitermachen. Will ich aber nicht. Nimm meine kleine Kritik als Anstoß, über Dein Gedicht nachzudenken.
Sei nicht sauer, ich wünsche weiterhin frohes Schaffen,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2016, 00:46   #5
männlich Vorschlagfüller
 
Benutzerbild von Vorschlagfüller
 
Dabei seit: 10/2016
Beiträge: 2

@Corazon
Du gibst dich hier als diese Person, die jeglicher Forumsbesucher liebt: Nett, zuvorkommend, aufgeschlossen, helfend. Zudem habe ich noch nie so freundliche Worte zu einem ersten Versuch bekommen, ich sollte vermutlich täglich solche Gedichte schreiben und sie dir alle schicken, damit du dich weiterhin so freuen und deine gute Laune so in die Welt herausschreien kannst. Ich gehe auf deinen absolut inkompetenten Beitrag allerdings nicht weiter ein, weil ich dann den Füller gegen einen Hammer tauschen müsste und das darf man leider nicht... Ich hoffe, deine Aufmerksamkeitsheischenden Beiträge sind zukünftig nicht mehr in Threads zu finden, in welchen sich Leute unterhalten wollen, ohne sich gegenseitig abzuwatschen.

@thing
Yo, klingt auch nicht schlecht, hat iwie eine besseren Sprachfluss und geschicktere Wortwahl, danke. Geht allerdings etwas am Ziel des Gedichts vorbei.

@Heinz
Danke, ist interessant zu lesen, schade dass du nicht weiter gemacht hast. Ich hab mich hier nicht angemeldet, um Lob einzuheimsen, was mit dem so ca. ersten ernsten Gedicht sowieso nicht zu erwarten war. Ich sehe deine Kritikpunkte sehr wohl ein, mir war allerdings die zweite Ebene hinter dem Gedicht wichtiger als mich nicht zu wiederholen. Wenn man so schreibt, dann hat man eben nur die eigenen Gedanken vor sich und alles ist recht stimmig, die Bedeutung einzelner satzteile ist einem bewusst und man vergisst, die Ansätze zur Interpretation einer zweiten Ebene einzubauen oder man lässt sie weg, weil man das Gefühl, das eigentlich beschrieben werden soll, etwas verstecken will und nur für jemand erkennbar machen, der sich damit ganz auseinander setzt.
Das Gedicht war eher symbolisch gedacht, es sollte einen menschlichen Zustand beschreiben, den Zustand vor einer schwierigen Entscheidung, bei der man manches zurücklassen muss aber anderes mitnehmen kann. Deswegen auch verschiedene Aspekte gleicher Situation, mit denen ich Zustände und Entscheidungsgründe verdeutlichen wollte. Ein Gedicht nur über den Herbst hätte ich ganz bestimmt anders geschrieben

Zu deinen Anmerkungen:
Es gibt große Wellen in einer Gracht und auch laute kleine, liegt ein bisschen an der Geschwindigkeit... Kann man beim angeln ganz gut kennenlernen.
Sacht, nich sanft... Is schon ein Unterschied

Die Sichtverhältnisse sind Blickwinkel:
Ich hab überwiegend Grau -> es sieht schwierig aus
Ich hab noch paar vergehende Sonnenstrahlen -> gibt noch positive Punkte, aber es werden weniger
Es wird bald Nacht -> bald wirds eng, weil das Problem größer wird und die Hoffnung kleiner, die Lösung schwieriger

So, ich hoffe, das ganze etwas sentimentale Geschreibsel macht jetzt etwas mehr Sinn und auf zweite Meinungen bin ich weiterhin gespannt.
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Stichworte
gedicht, herbst, kühl

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