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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 25.04.2015, 15:37   #1
männlich Wolfmozart
 
Benutzerbild von Wolfmozart
 
Dabei seit: 04/2012
Alter: 55
Beiträge: 1.265

Standard Lied Leben

Es kriecht Krieg aus unsren Augen
Menschenkrieg im Weltenall
Jeder muss den Göttern glauben
Oder es droht Fall

Freund voll Liebe und Gewissen
Wenn ich Deine Augen seh
Wie sie all die Menschen küssen
Tut das Herz mir weh

Krieger mit dem Feuerschwert
Sehe Dein Gesicht
Sehe Deinen hohen Wert
Glaub die Lüge nicht

Höre all die vielen Leute
Wie sie mich beschwören
Erdgefüllte Schlangenhäute
Kann euch nicht mehr hören!

Kann mich nicht mehr sehen
Dasein ist doch Trug
Wohin soll ich gehen
Nehmen welchen Zug?

Milde schleicht die Zeit sich ein
Lässt dich einen Schreiber sein
Stiehlt dir einen Augenblick -
Ob zu deinem Glück?

Oh, mein Schicksal ist besiegelt
Komm ihm nicht mehr aus
Diese Welt ist unverriegelt
Unser einzges Haus!

Welches Leiden! Welches Leiden
Unerreichter Schmerz
Doch schon morgen schweben Freuden
Um ein lustges Herz

Lüge ist der Imperator
All von unserm Tun
Doch die Strenge des Diktators
Lässt uns nächtlich ruhn

Seifenblase Deiner Zunge
Spuck den Honig aus
Blas das "H" aus Deiner Lunge
Mir zum Ohrenschmaus

Seh Dein stilles Kind
An die Brust gedrückt
Draußen tanzt im Wind
Leben wie verrückt

Sieben Siegeln kleben mir
Noch auf meinem Herz
Alles möcht ich sagen Dir
Reden wie im Scherz

Einmal wirst Du eine Blume
Flechten in Dein Haar
Unter Deinem Schuh die Krume
Dann Dein Liebster war

Heia, hüh! Lass dich nicht rügen
Ackergaul im Morgenrot!
Wollen noch ein Stückchen pflügen
Eh' er kommt, der Bruder Tod.

Geändert von Wolfmozart (25.04.2015 um 18:50 Uhr)
Wolfmozart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2015, 16:14   #2
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Lieber wolfmozart,


welch ein ungewöhnliches Gedicht aus Deiner Feder!
Du hast es mühelos geschafft, mich zu überraschen.
Ein komplexer, dennoch überhaupt nicht überbordender Text - ein straff gespannter Bogen vom Anfang bis zum Ende, mit deutlichem "Zenith".
Mit wohlüberlegten Metaphern, wenn auch unsicherer Interpunktion.
Es juckt mich in den Fingern, meine Anregungen dazulassen; aber ich will nicht vorgreifen.

Angenehm berührten Gruß
v.
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2015, 18:52   #3
männlich Wolfmozart
 
Benutzerbild von Wolfmozart
 
Dabei seit: 04/2012
Alter: 55
Beiträge: 1.265

Hab die letzte Zeile ganz unten noch korrigiert, die war noch verbesserungs-würdig.

Deine Anregungen, Thing, sind mir willkommen

wolfmozart
Wolfmozart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2015, 02:07   #4
männlich Zebastianz
 
Benutzerbild von Zebastianz
 
Dabei seit: 04/2015
Ort: Bad Oldesloe
Alter: 40
Beiträge: 121

Hallo wolfmozart,
Mir gefällt des Gedicht sehr gut, obwohl ich weder Freund starker Komprimierung, noch vieler Metaphern bin. Hier scheint alles ganz gut zu passen. Ich verstehe folgende Passage nicht:

Zitat:
Zitat von wolfmozart Beitrag anzeigen

Seh Dein stilles Kind
An die Brust gedrückt
Draußen tanzt im Wind
Leben wie verrückt

Sieben Siegeln kleben mir
Noch auf meinem Herz
Alles möcht ich sagen Dir
Reden wie im Scherz
Was sagst Du damit?

Liebe Grüße,
Sebastian
Zebastianz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2015, 15:09   #5
männlich Wolfmozart
 
Benutzerbild von Wolfmozart
 
Dabei seit: 04/2012
Alter: 55
Beiträge: 1.265

Hallo Zebastianz,

Also der Vers mit dem stillen Kind ist eine Momentaufnahme einer Stimmung, da hab ich nicht viel Sinn hineingelegt.

Der zweite Vers mit den sieben Siegeln beagt, dass ich das wirklich Tiefgehende und Heilige zu niemanden sage, weil mir da die entsprechenden Anprechpartner dafür fehlen. Kommt einer, dann kann / möchte man dem alles sagen was einem am Herzen liegt.

Danke fürs Kommentieren.

Dank auch dir Thing für dieses so wunderbare Lob. Ich freu mich!

LG wolfmozart
Wolfmozart ist offline   Mit Zitat antworten
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