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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 24.03.2014, 19:20   #1
weiblich Schneehuhn
 
Dabei seit: 01/2014
Beiträge: 46

Standard In der Heide

Gesang erklingt am frühen Morgen,
begrüßt den Tag auf zarte Weise.
Noch ist das Sonnenlicht verborgen,
der Mond beendet seine Reise.

Der letzte Stern verblaßt soeben,
von fern des Kuckucks Rufen dringt.
Gesang der Amsel ist voll Leben,
der Buchfink oft laut schmetternd singt.

Im Stall ertönen erste Laute,
die Lämmer üben sanft Gewalt,
ein Hirtenhund liegt bei der Raupe,
denn in der Heide ist es kalt.

Ein Kater lauert an dem Pfosten,
die erste Biene summt im Stock,
der Kranich fliegt gezielt nach Osten,
gelangweilt blökt der Schnuckenbock.

Die Hitze brennt, es kräht der Hahn,
ein kühler Bach sorgt für Erfrischung.
Hoch oben rüttelt ein Milan,
die Maus geht schnell in Deckung.

Wacholderbusch verziert die Heide,
die Blütezeit ist noch sehr fern.
Ein Pferd aus Dülmen liebt die Weide,
das Grün der Buchen seh`ich gern.

Die Heidelandschaft wird erhellt
vom Licht des Mondes und der Sterne.
Des Käuzchens Schrei gedenkt einer Welt,
die liegt noch in recht weiter Ferne.
Schneehuhn.
Schneehuhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 23:11   #2
weiblich victim of the night
 
Benutzerbild von victim of the night
 
Dabei seit: 07/2006
Ort: Mon Choisy
Beiträge: 4.086

Hallo Schneehuhn,

ich kannte deine Gedichte noch gar nicht, ich bin durch deinen Kommentar beim Comandante neugierig geworden und hab mal geschaut.
Ich hab's sonst nicht so mit der Natur, aber deine Gedicht ist so voller Frische, Humor und Ehrlickeit, das macht wirklich Spass beim Lesen.
Kompliment von

Corazon
victim of the night ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 23:59   #3
weiblich Schneehuhn
 
Dabei seit: 01/2014
Beiträge: 46

Hey Corazon, danke für Deinen Kommentar. Ich versuchte einfach, die Beobachtungen während des Tages in der Heide in Worte zu faßen. Mir gefallen Naturbeobachtungen sehr, kann man an ihnen doch erkennen, daß es außer unserer Menschenwelt noch andere Welten gibt. Herzlichen Gruss, Schneehuhn.
Schneehuhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2014, 00:00   #4
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Standard Hallo, Schneehuhn -

ein wunderschönes Naturgedicht, das ich Wort für Wort begleitet und genossen habe.
Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, am Text ein wenig - nach meinem Gusto - zu drechseln.
Gerade deswegen, weil er mich so angerührt hat (ich liebe die Heide!).

Du wirst es mir nicht übelnehmen -
ich habe nichts zertrümmert oder zerstört, ließ lediglich meine Stimmung zu Wort kommen.

Ich erinnere mich dank Deines Gedichts an Wanderungen durch die Heide.


Herzlichen Gruß
von
Thing




Zitat:
Zitat von Schneehuhn Beitrag anzeigen
Gesang erklingt am frühen Morgen,
begrüßt den Tag auf zarte Weise.
Noch ist das Sonnenlicht verborgen,
der Mond beendet seine Reise.

Der letzte Stern verblaßt soeben,
von fern des Kuckucks Rufen dringt.
Gesang der Amsel ist voll Leben,
der Buchfink wieder schmetternd singt.

Im Stall ertönen erste Laute,
die Lämmer üben sanft Gewalt,
ein Hirtenhund liegt bei der Raupe,
denn in der Heide ist es kalt.

Ein Kater lauert dort am Pfosten;
die erste Biene summt im Stock,
der Kranich fliegt als Pfeil nach Osten;
gelangweilt blökt der Schnuckenbock.

Die Hitze brennt, es kräht der Hahn,
ein kühler Bach sorgt für Erfrischung.
Hoch oben rüttelt ein Milan,
die Maus sucht Löcher in der Böschung.

Wacholderbusch verziert die Heide,
die Blütezeit ist noch sehr fern.
Ein Pferd aus Dülmen liebt die Weide.
Wie hab das Buchengrün ich gern!

Die Heidelandschaft wird erhellt
vom Licht des Mondes und der Sterne.
Des Käuzchens Schrei gemahnt an eine Welt;
sie liegt in weiter, weiter Ferne.





Schneehuhn.
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2014, 00:22   #5
weiblich Schneehuhn
 
Dabei seit: 01/2014
Beiträge: 46

Hallo Thing, Deine gezielten Veränderungen des Gedichtes gefallen mir und zeigen den Könner. Mein Favorit ist Wilsede mit Totengrund und Büsenbach, am liebsten im März, wenn kaum Menschen vor Ort sind.Gruss, Schneehuhn
Schneehuhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2014, 00:31   #6
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Diese "Menschenleere"
und wirklich persönliche Einsamkeit (positiv gesehen!) haben mich verzaubert.
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2014, 00:43   #7
weiblich Schneehuhn
 
Dabei seit: 01/2014
Beiträge: 46

Das kann ich nachvollziehen, Thing. Mich reizt nicht Cayman, mir reicht Witthöfts in Wilsede mit Vogelgesang und Schnuckengeblöke, dem Tau auf der Heide und der geheimnisvollen Ausstrahlung der Landschaft bei Sonnenuntergang. Das ist der Maserati der Seele. Gruß, Schneehuhn
Schneehuhn ist offline   Mit Zitat antworten
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