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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 23.06.2018, 09:18   #1
männlich gelberhund
 
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Standard Gott und der Geist der Tiere

Ich habe nach längerem Nachdenken und Beobachten zu der Einsicht gewonnen daß Gott wenigstens zum Teil ein Kollektivgeist ist. Er gebar das Leben und das Leben gebiert ihn. Und da nicht nur Menschen leben, hat Gott auch viel vom Geist der Tiere und Pflanzen in sich.

Ich glaube daß Tiere intelligenter und aufmerksamer sind als es die populäre Wissenschaft heute meistens darstellt. Man muß ein Gefühl dafür bekommen von welcher Art das Bewußtsein der Tiere ist. So ein Minibewußtsein muß immer da sein da die Instinkte nicht völlig selbständig agieren können sondern gelenkt werden müssen. Ich dachte daran daß es eigentlich erwiesen ist daß Tiere wie Hunde etwa nachts träumen und auch tagsüber nicht abgestellt sind wenn sie sich im Korb ausruhen. In diesen Träumen wechseln sie von Gedanken und Bildern die die Tiere annehmen, oder die sie nicht haben wollen, und so sind Tiere auch fähig in ihrem kleineren geistlichen Rahmen sich zu entscheiden.

Wenn man Tiere verstehen will muß man sich auf ihr Level begeben und ihren Verstand akzeptieren. Ich kann einen Hund nicht zum Menschen machen, das schafft ein Hund nicht, aber ein Mensch kann zeitweise wie ein Hund versuchen zu denken. Die menschliche intellektuelle Überlegenheit über das Tierreich darf uns nicht so arrogant machen, dann verlieren wir wieder das was uns auszeichnet. Wohl ist der Mensch in der Lage die Natur auch zu beherrschen um zu überleben und es gut zu haben, doch, und da sehe ich auch alte Religionsvorstellungen im Spiel, wir sind auch Diener und Gärtner der Natur.

Irgendwann wird es darauf hinauslaufen daß der Mensch in den Kosmos zieht und Leben säht. Es wird einmal unsere Aufgabe sein Planeten wie den Mars wieder zu beleben. Wir müssen viel Wissen sammeln und brauchen auch noch neue Technik. Aber wir haben Zeit, nichts drängt uns und wir können auch noch warten und sparen. Es wird etwa notwendig sein daß der Mensch das Pflanzengeheimnis knackt und billig und einfach Sauerstoff herstellen kann und auch Wassersynthese bringt. Wenn das dann klappt können Mond und Mars belebt werden. Raumfahrt sollte uns wieder begeistern.

Von Tieren können wir lernen daß es nicht notwendig ist daß es Kriege gibt. Vögel kämpfen nicht miteinander. Wölfe fressen Schafe, gehen sich aber nie gegenseitig an die Kehle aus Freßlust. Es gibt einen extravaganten Frieden in der Natur der rein evolutionär gar nicht zu erklären ist. Bzw, Evolution bedeutet nicht nur Nahrungsstreit sondern auch Kooperation.

In Gott muß man sehen daß der Tiergeist dem Menschen auch etwas hart vorkommen kann. Gott sucht nach uns und betrachtet uns oft aus anderen Augen als wir es als Mensch gewohnt sind. Ich habe sogar schon erlebt daß es gestunken hat wie im Hasenstall als ich betete. Doch dann half mir Gott und ich lernte etwa nette Frauen kennen. Gott ist freundlich, doch er ist auch selbstbewußt und kann einem indifferent vorkommen. Das ist so denn wir denken uns Gott am liebsten als mitleidigen Weihnachtsmann. Aber Gott ist auch Größe und scheint sich oft zu fragen warum der Mensch nicht die kühle Einsicht der Tiere in das Leben besitzt und sich so quält manchmal.

Ich lese nicht mehr sehr viel in der Bibel. Wenn ich Gott brauche, dann gehe ich in die Natur. Im stillen Kämmerlein geht auch viel aber wenn ich richtig erschöpft bin muß ich draußen schlafen und nomadisch leben. Ich kann mich nicht von der Geldverdienwelt so vereinnahmen lassen. Um gerecht zu bleiben suche ich nicht nach mehr Geld und klage da auch nicht. Es ist richtig daß die Arbeitenden viel mehr als ich haben. Aber ich habe trotzdem noch kommunistische Tendenzen. Ich hätte immer noch gerne Fortschritt in der Welt und daß wir im Guten ankommen. So den Realismus daß das Leben hart ist und so bleiben muß, den will ich nicht. Es muß auch Inspirierendes und Neues geben, und das kommt auch immer. Es ist wie in der Wirtschaft, es gibt Konjunkturphasen im Geist und Rezessionen. Es gibt auch eine Weltevolution an der Gott beteiligt ist. Die Welt will sich ausbreiten und glücklich sein und sich vermehren. Evolution ist nicht einfach ein Naturgesetz sondern auch ein geistiger Wille der allem innewohnt. Die Sonne scheint und Steine bleiben liegen. Alles ist aus Wille gemacht und alles spricht zu Gott.

Alles Gute!

Daniel
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Alt 27.06.2018, 00:16   #2
männlich andaristan
 
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Tiere sind die einzigen Wesen, zu denen ich Bezug aufbauen kann. Sie sind treu. Sie freuen sich, wenn man heimkehrt, sie trösten einen, wenn man es am nötigsten hat, sie beißen einen, wenn man ihnen blöd kommt. Sie haben zweierlei, was den Menschen verlustig gegangen ist. Absolute Ehrlichkeit. Unverfälschte Wiedergabe von Emotionen. Magst du sie, mögen sie dich auch.
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2018, 16:59   #3
männlich Eisenvorhang
 
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Was schreibst du da fürn Mist?! Tiere haben kein Bewusstsein und sind nur niedere Wesen.

Das sind antiquierte Ansichten und Menschen die so denken tun mir leid.

Ich mag auch Tiere und sehe in ihnen wahre Freunde.
Im Vergleich zum Tier hat der Mensch kein Bewusstsein.
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Alt 29.06.2018, 00:08   #4
männlich dr.Frankenstein
 
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Hä wieso kein Bewusstsein.
Was ist denn Bewusstsein?
Er wollte den Tiergeist Gottes erklären, dazu hatte ich ihn angeregt, durch einen anderen Beitrag.

Tiere haben ja gewisse rituelle Handlungen, die wir Instinkte nennen. Das gleiche meinen auch Indianerpriester oder welche aus dem Ayahuscawald.... Wir müssen uns nur wieder an die Rituale erinnern.

Rituelle Handlung beim Hund ist ja das vergraben. Das er sogar unter Kissen macht. Oder Revier markieren, was mit einem heiligen Ernst durchgeführt wird..zu wissen wann Paarungszeit ist. Dir fällt bestimmt noch mehr ein.... Ernsthafte Rituale des Hundes, mit diesen Ritualen verbindet er sich mit seinem Hundsein, mit dem großen Hundegeist.
Man kann versuchen ihm das abzutrainieren, aber es wird trotzdem noch da sein bei seinen Nachkommen.

So haben auch alle anderen Tiere Rituale die ihnen angeboren sind.
Wie besondere Nestbauarte....
Welchen Sinn hat die Sucht der Elster nach Glitzer? Eine Art heiliges Artefakt das sie ins Nest schmeißt.

Wenn die Tiere aus irgendeinem Grund ihre Rituale nicht mehr machen können, werden sie verrückt. Vögel fliegen auch im Käfig nach Süden....

Und so geht es uns Menschen... Der Geist des Hintergründigen Gottes ist uns verloren gegangen, der Geist der instinktiven Rituale.
Desswegen verlieren wir auch das Verständnis der Natur schon seit der letzten 2000 Jahre oder so.
Weil die Kirche als Religion die garnicht zu uns passt, die Menschen zu Mitgliedern Roms erzog. Zu Mitgliedern eines großen Reichs dem sie dienten. Da das aber auch zur Verblödung führte, zerfiel das.... Wie das Konzept der moslimischen Kultur.

Innerhalb dieser Zeit wurde das Christentum ja öffter gewandelt, mit Heidnischen Bräuchen, die dann weg kamen, wieder neu kamen u.s.w.
Aber daraus entstammen die Menschen die wieder von so einer Welt träumen wie Rom, aber eben in der Art der Christen als Paradies für alle die Teil Roms sind, also der Vereinigten Staaten Kultur...
Und jetzt wo wieder alles feststehend ist, zerfällt Rom wieder an Verblödung und diesmal ohne irgendeine Ideologie für alle.
Darum steht dem Erinnerungsvermögen in die Tiefe der Vergangenheit der Instinkte die Tür weit offen.
Wir sind nur noch mit einem dünnen Band an ein Auto gebunden dem wir folgen.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 09:08   #5
männlich Eisenvorhang
 
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Mit Bewusstsein ist gemeint, dass der Mensch sich als autonomes Wesen erkennt und versteht.

Hierbei handelt es sich um den "Ich"-Begriff.

Tiere haben das angeblich nicht.
Ich stehe dieser Haltung stramm entgegen! Habe ein Leben lang Erfahrung mit Tiere... Kann ich sagen, dass das definitiv nicht stimmt.

vlg
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Alt 29.06.2018, 10:23   #6
männlich gelberhund
 
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Das habe ich doch versucht darzustellen, daß Tiere intelligenter sind als es die meisten annehmen. Les doch meine Nachricht mal genau durch und erschreck nicht darüber daß ich sagen Tiere sind kleiner als Menschen, denn das sind sie durchaus. Sie brauchen Hilfe bei intellektuellen Dingen, ihnen fehlt ja Schrift und Hände und Schule. Die Evolution bewirkt einerseits daß Intelligenzsteigerung angenommen wird. Wenn man aber zuviel grübelt geht die Lebenslust fort, also unterdrückt das sowieso sehr harte Evolutionsgesetz auch manchmal die Intelligenzsteigerung. Ich meine die Intelligenz und unser Wissen wird ja nicht mit vererbt. Deswegen erzählen wir Menschen uns ja soviel weil wir Wissen aufheben wollen. Tiere machen das prinzipiell auch, es geht aber nicht immer so gut. Sie haben ein geringeres Vokabular als wir mit ihren Lauten und Gesten. Sie denken ja auch wortlos meistens. Man muß Tiere erst entzünden, ihnen Kunststückchen beibringen und so. Und mit Futter belohnen. Ich denke mir das so daß Tiere oft und tief träumen, und weniger wach sind irgendwie, auf intellektuelle Sachen bezogen. Der Intelligenzwille im Lebewesen muß bei ihnen erst noch aktiviert werden. Beobachte mal viele Vögel, manche der Tiere haben eine ganz andere Aura und sind aktiviert und dann kann man einiges mit ihnen machen. Andere Tiere dagegen sind tief im Traum und im biologischen Leben und schalten sich ab intellektuell, oder packen es nicht.
gelberhund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 14:11   #7
männlich Eisenvorhang
 
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Dich meinte ich mit der Kritik nicht gelberhund.
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Alt 01.07.2018, 17:27   #8
männlich andaristan
 
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@Eisenvorhang:

Meine Ansichten sind meine Ansichten und deine Ansichten, ja, die scheren mich genau einen Dreck, bist ja schließlich ein Mensch. Also das niedrigste Wesen von allen.
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Alt 01.07.2018, 17:52   #9
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"Tiere haben kein Bewusstsein ... im Vergleich zum Tier hat der Mensch kein Bewusstsein" ... Bist du dir eigentlich darüber im Bewusstsein, dass du mich in meiner Meinung bewusst bestätigst?
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Alt 01.07.2018, 18:19   #10
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von andaristan Beitrag anzeigen
Meine Ansichten sind meine Ansichten und deine Ansichten, ja, die scheren mich genau einen Dreck, bist ja schließlich ein Mensch. Also das niedrigste Wesen von allen.
Easy, easy, andaristan. Das ist nicht der richtige Ton. Hier wird sowieso um Dinge gestritten, die sich ganz anders verhalten.

Erstens: Es herrschte lange Zeit die Überzeugung vor, dass kein Tier ein Bewusstsein hat, das dem Bewusstsein des Menschen gleicht, also dass Tiere keinen Begriff von einem eigenen Ich haben. Demnach haben Tiere keine Idee von der Zukunft, erkennen sich selbst nicht im Spiegel, wissen nicht um ihre Sterblichkeit und können auch nicht philosophieren oder Götter kreieren. Als ein Indikator für Bewusstsein gilt außerdem die Sprache, und nur Menschen haben eine Sprache (jetzt komme mir niemand mit Wellensittichen oder Gimpeln, die nichts weiter als Imitatoren sind).

Zweitens: Inzwischen ist man in der Forschung weiter gekommen. Definitiv wurde festgestellt, dass Raben eine Menge Anzeichen dafür vorweisen, über ein Ich-Bewusstsein zu verfügen. Offensichtlich ist man gerade dabei, dies auch an einigen anderen Tiergattungen festzustellen.

Drittens: Die Verhaltensforschung ist hier erst am Anfang. Man darf gespannt sein, was noch weiter verifiziert werden kann. Das Thema ist jedenfalls spannend.

Viertens: Wie Tiere "ticken", hängt von ihrer Art und Größe ab. Eine Ameise oder Biene braucht kein Ich-Bewusstsein. Was könnte ein Insekt damit anfangen? Nichts. Einer Ameise kann es egal sein, ob sie über einen Waldweg oder ein Menschenbein krabbelt, es sind für sie nichts weiter als Landschaften, die man für den eigenen Insektenstaat nutzen kann oder nicht.

Fünftens: Der Mensch ist nicht das niedrigste Tier von allen, sondern aufgrund seines Gehirns und seiner extrem erfinderischen und handwerklichen Begabungen, seiner Fähigkeit zur Abstraktion und seines enormen aggressiven Potentials das höchste und gefährlichste Wesen, auch das gemeinste, verlogenste und brutalste Wesen. Deswegen braucht der Mensch Kontrolle und Kultur, Instinkte allein genügen nicht mehr.

Ende der Vorlesung.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2018, 18:27   #11
männlich andaristan
 
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"Was schreibst du da fürn Mist" ist auch nicht gerade ein höflicher Ton. Aber es stimmt. Ich bin leicht reizbar. Ich hege eine gewisse Abneigung gegenüber Diskussionen. Meine Schuld, dass ich da reingeraten bin.

Gute Nacht.
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Alt 01.07.2018, 18:34   #12
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von andaristan Beitrag anzeigen
"Was schreibst du da fürn Mist" ist auch nicht gerade ein höflicher Ton. Aber es stimmt. Ich bin leicht reizbar.
Macht nichts. Ich hätte mich nicht eingeschaltet, wenn hier nicht in der Sache selbst Unfug geschrieben wurde. Da wird mehr Meinung als Wissen vertreten. Ich hoffe, ich konnte etwas Ordnung in das Thema bringen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2018, 01:30   #13
männlich dr.Frankenstein
 
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Leute die wissen nachreden sind nichts weiter als imitatoren wie wellensittiche... Solänger sie nischt selber raus findn.

Es giebt zwai bewußtsainstüpen. Das Primäre Bewusstsain däs Mohmennts und dassss seKundere die Momente in einen Zusammenhang mit sich und Zukunft und fährganngenhait zu bringen. Etwas das vorher der instinkt, woher er das auch immer wusste gemacht hat, übernimmt jetzt das sekundere bäwußtsein, welches Sprache u.s.w. erfordert um sich eine eigne Fantasiewelt aus angeblichem Wissen zu verschaffen.
Solange es etwas nutzt um dem Momentanen Bewusstsein zu dienen, ist es doch gut.
Man kann sich ja auch der Illusion hingeben, das eigne wissen sei besser als das der anderen... Und sich dann über andere ärgern die dinge falsch machen die man selber richtig zu machen meint und daraus gleich die sache eines ganzen Landes, wenn nicht gleich der ganzen Welt machen. In unserem Bewusstsein ist eben auch viel Wahnhaftes aus der Zeit in der die Kunst bewusst Kontrolle über die Instinkte zu bekommen, das ging ja nicht einfachso und Grundlos.
Warum können wir denn ereignisse planen, oder erkennen: Ah, bald wachsen Äpfel.
Warum erkennen wir das?

Das ist das einzigste Wissen das was nutzt, ob du dabei über Nietzsche oder Löw oder Fred fatschki nachdenkst. Oder ich.

Es ist nicht von bezahlten Leuten überprüft worden ob es nicht stimmt. Also stimmt es.
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Alt 02.07.2018, 21:37   #14
männlich Eisenvorhang
 
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Zitat:
Zitat von andaristan Beitrag anzeigen
@Eisenvorhang:

Meine Ansichten sind meine Ansichten und deine Ansichten, ja, die scheren mich genau einen Dreck, bist ja schließlich ein Mensch. Also das niedrigste Wesen von allen.
What ever.

Vlg Ev
Eisenvorhang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2018, 14:38   #15
Thing
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Erstens: Es herrschte lange Zeit die Überzeugung vor, dass kein Tier ein Bewusstsein hat, das dem Bewusstsein des Menschen gleicht, also dass Tiere keinen Begriff von einem eigenen Ich haben.

Zweitens: Inzwischen ist man in der Forschung weiter gekommen. Definitiv wurde festgestellt, dass Raben eine Menge Anzeichen dafür vorweisen, über ein Ich-Bewusstsein zu verfügen. Offensichtlich ist man gerade dabei, dies auch an einigen anderen Tiergattungen festzustellen.



Fünftens: Der Mensch ist nicht das niedrigste Tier von allen, sondern aufgrund seines Gehirns und seiner extrem erfinderischen und handwerklichen Begabungen, seiner Fähigkeit zur Abstraktion und seines enormen aggressiven Potentials das höchste und gefährlichste Wesen, auch das gemeinste, verlogenste und brutalste Wesen. Deswegen braucht der Mensch Kontrolle und Kultur, Instinkte allein genügen nicht mehr.

Ende der Vorlesung.
Hallo, Ilka-Maria -

hab herzlichen Dank für die profunde Vorlesung!

Deinen letzen Absatz kann ich leider nur zu gut bestätigen.
Das einzige Tier, das das Habitat einer anderen Tierart unwiederbringlich zerstört, ist das Raubtier Mensch.

Es ist erwiesen, daß Kühe, denen man ihre Kälber wegnimmt, Tränen vergießen.

Es ist erwiesen (gefilmt), daß nicht nur Eisbären und Elefanten (sic!) verzweifelt und viele Stunden lang versuchen, tote "Familienangehörige" wieder zum Bewegen/Lebendigwerden anzuregen.

Falls und wenn sie kein Bewußtsein ihrer Endlichkeit haben - das ist doch eine Gnade!

Gruß
von
Thing
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Alt 03.07.2018, 16:38   #16
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Das einzige Tier, das das Habitat einer anderen Tierart unwiederbringlich zerstört, ist das Raubtier Mensch.
Bist du sicher? ich denke an die eingeschleppten Tierarten, die unseren heimischen Tierarten den Lebensraum wegnehmen. Zum Beispiel das Squirrel, das unserem roten Eichhörnchen überlegen ist. Am Flußufer in Offenbach sind die Nilgänse zu einer Plage geworden. Die Tigermücke bereitet uns inzwischen Sorge, weil sie Krankheitserreger überträgt, mit denen wir bislang nichts zu tun hatten.

Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Es ist erwiesen, daß Kühe, denen man ihre Kälber wegnimmt, Tränen vergießen.
Das ist kein Beweis für ein Bewusstsein von sich selbst. Rabenvögel haben, nach dem bisher Festgestellten, ein Bewusstsein, vergießen aber keine Tränen.
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Alt 03.07.2018, 16:40   #17
männlich Eisenvorhang
 
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Was sind wir Menschen denn mit unseren Überverstand?

Alles was nicht wie der Mensch funktioniert, oder anders funktioniert oder nicht erklärbar ist, ist nicht auf unserer Höhe, nicht vorhanden oder minderwertiger.

Ich finde Ameisen und Termiten weitaus komplexer entwickelt als Menschen und das ist nur das für uns sichtbare, das sich beobachten lässt.
Fledermäuse sind auch richtig krass.

Das was uns Menschen von anderen in erster Linie unterscheidet sind Hände, die Physiologie und die Anatomie.

Uns fehlen Vergleiche - es ist einfach nicht möglich Tiere vollständig zu erforschen geschweige denn zu verstehen.

Im Gegenteil! Wir scheitern selbst an einfachsten Dingen im alltäglichen Leben und das obwohl wir so "klug" sind.

Das beginnt bei Lug & Trug und endet noch lande nicht bei Krieg.

Wir Menschen sind nicht höher oder breiter, tiefer oder weiter.
Wir Menschen sind anders, genauso wie Tiere anders sind.

Mir scheint, als ob Diversität nicht verstanden wird und immer ist der Mensch das Maß der Dinge.

Das alles was Ilka aufzählt, sind alles nur Dinge, die der Mensch nach seiner menschlichen Perzeption bewertet.

Weil Tiere Dinge nicht wie die Menschen tun.

Wer erwartet, dass ein Affe unbedingt Strömungsmechanik studieren muss, damit er eine gleiche Entwicklung besitzt wie ein Mensch, der erwartet auch, dass Gott ihn von seinen Sünden freispricht, wenn er bei Tante Inas Pizza-Hood mal zwei Euro mehr Trinkgeld gibt.

Jedes Lebewesen besitzt die adäquate Entwicklung für sein Leben - das nach einem Maßstab zu bewerten macht die Entwicklung vom Mensch rückständig und mitnichten fortschrittlich.

vlg

EV
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Alt 03.07.2018, 17:10   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Was sind wir Menschen denn mit unseren Überverstand?
Der Mensch hat keinen "Überverstand", sonst wäre er Gott. Sein Supremat beruht einzig auf seinem Großhirn, das ihn befähigt hat, trotz eines Mangels an natürlichen Waffen, also im Zustand höchster Verwundbarkeit, wehrhaft zu sein, lernfähig, abstraktionsfähig, zunkunftsorientiert und aufgrund seiner sozialisierbarkeit kulturfähig zu sein.

Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Alles was nicht wie der Mensch funktioniert, oder anders funktioniert oder nicht erklärbar ist, ist nicht auf unserer Höhe, nicht vorhanden oder minderwertiger.
Das stimmt nicht. Der Mensch ist seit Jahrtausenden bestrebt, alles zu erklären und zu verstehen. Anders hätte er nicht überleben können. Der Mensch ist ein staunendes Wesen, was man an jedem Kind verifizieren kann. Der Mensch war sich immer bewusst, dass er von der Natur, der Flora wie der Fauna, abhängig ist. Deshalb war er ein Sammler und Nomade, der Früchte pflückte und mit den Tieren zog, bevor er sesshaft wurde. Die frühen Götter waren Tiergötter.

Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Ich finde Ameisen und Termiten weitaus komplexer entwickelt als Menschen und das ist nur das für uns sichtbare, das sich beobachten lässt.
Fledermäuse sind auch richtig krass.
Nein, das sind sie nicht. Sie funktionieren nur, solange sie in ihrer Welt bleiben und nicht gestört werden. Sie folgen nämlich nur ihren Instinkten und somit ihrem genetischen Programm. Eine Fledermaus, die sich in dein Badezimmer verirrt hat, findet von selbst nicht mehr hinaus. Du lässt sie sterben, oder du fängst sie ein und bringst sie zu einer Auffangstation für freilebende Tiere. Die Fledermaus ist in diesem Moment völlig von deinem Verantwortungsgefühl abhängig. Nebenbei bemerkt: Fledermäuse sind Träger des Tollwurtvirus.

Das komplexeste Lebewesen ist und bleibt der Mensch. Er hat Sprache, denkt abstrakt und kann Böses von Gutem unterscheiden. Das sind intellektuelle Leistungen, mit denen sich kein Tier messen kann.
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Alt 04.07.2018, 14:06   #19
Thing
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Bist du sicher? ich denke an die eingeschleppten Tierarten, die unseren heimischen Tierarten den Lebensraum wegnehmen. Zum Beispiel das Squirrel, das unserem roten Eichhörnchen überlegen ist. Am Flußufer in Offenbach sind die Nilgänse zu einer Plage geworden. Die Tigermücke bereitet uns inzwischen Sorge, weil sie Krankheitserreger überträgt, mit denen wir bislang nichts zu tun hatten.



Das ist kein Beweis für ein Bewusstsein von sich selbst. Rabenvögel haben, nach dem bisher Festgestellten, ein Bewusstsein, vergießen aber keine Tränen.
Rabenvögel verfügen nicht über Tränendrüsen.
Meine Beispiele solllen zeigen, daß Tiere nicht einfach seelenlose Geschöpfe sind, denen man persönliche Gefühle absprechen muß.

Die von Dir erwähnten Verdrängungen sind a) ein natürlicher Prozeß und b) zum größten Teil uns selbst anzulasten.
Wenn ein Flugzeug, mit exotischen Produkten beladen, in einem Tag von weiß Gott wo zu uns kommt - wer kann Einschleppungen vermeiden?
Jedoch die flächendeckende Zubetonierung von Fluren (Lebensraumraub diverser Tier- und Pflanzenarten) haben wir selbst zu verantworten.

LG
von
Thing
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Alt 04.07.2018, 15:58   #20
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Meine Beispiele solllen zeigen, daß Tiere nicht einfach seelenlose Geschöpfe sind, denen man persönliche Gefühle absprechen muß.
Das ist richtig und wird heute kaum noch bestritten werden können. Aber seelisches Empfinden hat nichts mit einem Ich-Bewusstsein zu tun. Das ist ein anderes Feld. Meine Katze hatte ein Seelenleben, was sie deutlich in vielen Reaktionen zeigte. Aber sie konnte sich nicht als ein Ich im Spiegel erkennen.

Gerade habe ich eine Doku gesehen, in der es um dieses Thema ging. Darin wurde anhand von Tests gezeigt, dass auch Kinder - und sie haben vom ersten Babyschrei an ein Seelenleben - sich erst ab einem gewissen Alter im Spiegel als ihr Ich erkennen können, weil das ein sehr komplexer Lernprozess ist.
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Alt 04.07.2018, 16:25   #21
männlich dr.Frankenstein
 
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Primaten sind auch die einzigen Tiere die das Verhalten anderer spiegeln können, zu denen wir ja zählen. In diesem Prozess mit mehr Hirnschleim, haben wir dann wohl erkannt das wir uns selber imitieren. Desswegen auch Identität, identisch mit dem Spiegelbild. Was wohl der erste Schritt war das eigne Verhalten zu beobachten.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2018, 19:52   #22
weiblich Ilka-Maria
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Wie der Zufall spielt: Habe vorhin in der ZDF-Mediathek nachgesehen, wer gestern bei Markus Lanz eingeladen war, und da saß der Verhaltsforscher Norbert Sachser, der zum Thema "Tier und Bewusstsein" über den Stand der Forschung berichtete. Für Interessenten hier der Link:

https://www.zdf.de/gesellschaft/mark...-2018-100.html

Sachser war als Letzer in der Runde dran, sein Beitrag beginnt bei Minute 54:23.


Zitat:
Dr.Frankenstein:
Primaten sind auch die einzigen Tiere die das Verhalten anderer spiegeln können

Nachdem, was Sachser zu berichten weiß, stimmt das offensichtlich nicht.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2018, 00:38   #23
männlich dr.Frankenstein
 
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Da muss ich zum Wochenende kucken, hier hab ich Afrikainternet. Mal sehen. Wer kann es denn noch? Mach doch nicht so spannend?
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
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