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Schreibwerkstatt / Hilfe Gedichte und diverse Texte, an denen noch gefeilt werden muss.

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Alt 26.03.2016, 21:25   #1
männlich Aurelius
 
Dabei seit: 03/2016
Beiträge: 2

Standard [Feedback] Poetry Slam

Hallo werte Poeten-Gemeinde,
ich habe den folgenden Text als einen Poetry Slam konzipiert und würde mich über jede Art von Feedback sehr freuen.
###
Ignoranz: Kenne ich nicht. Ist mir egal


Wir Menschen nutzen uns ab. Wir verkümmern und zwar nicht äußerlich, obwohl es auch viele Humanoide gibt welche in diese Kategorie fallen. Nein, wir verkümmern innerlich und zwar emotional.

Als ich letztens zwecks meines Nebenjobs als Vollzeit Schnorrer durch die Innenstadt flanierte hielt ich immer wieder rechts und links an um Passanten nach Kleingeld zu fragen. Ich traf dabei auf eine Vielzahl der unterschiedlichsten Menschen. Menschen in allen Formen und Farb ... ähhm, in allen Formen und Migrationshintergründen. Und ob wohl ich Mensch zu Hauf traf, so hatte ich am Ende des Tages nicht einen Cent mehr.
Wie kaltherzig muss ein Mensch sein um einem Jugendlichen in Markenklamotten kein Geld zu geben, so das ich mich ums Arbeiten drücken kann. 10Cent sind kein großer Verlust. Und 10cent, von 10 Leuten sind schon ein Euro Gewinn für mich.

Und nicht einer von euch hat auch nur ein Wort mir mir gewechselt. Ich bin ein Mensch so wie du, oh fremder Passant. Ich habe Mund und Augen so wie du. Und doch, sobald ich komme und um etwas bitte, so werden deine Augen kalt, dein Mund schmal und deine Brieftasche so verschlossen wie dein Herz.

Du weißt nichts von mir außer wie ich aussehe. Reicht dir das?
Ok meine enge Hose, mein iPhone und mein selbstgemachter Jutebeutel lassen schon einiges erahnen aber du sollst einen Hipster nie nach seinem Jutebeutel beurteilen.
Du weißt nichts von mir. Ich könnte auch Teilzeitschnorrer sein und das Geld brauchen um meiner dementen Tante zu helfen die vergessen hat was Modegeschmack ist und nun immer Sandalen mit Socken trägt.

Doch ich schnorre nicht nur auf der Straße herum. Nein, natürlich nicht. Manchmal gehe ich auch zu Fremden nach Hause. Die Reaktionen dort fallen meist sehr ähnlich aus, egal bei wem ich gerade bin.
„Wer sind sie? Wie sind sie in mein Haus gekommen? Hilfe, Polizei!“
Und während ich nun auf die Polizei warte, bewundere ich eure Flatscreens und eure Pelzmäntel und frage mich wieso ihr mir 10cent verweigert.
[Also abgesehen davon das ich sie nicht brauche. Aber das ist ein freies Land und wenn irgendwelche Idioten auf der Straße gegen Ausländer hetzen dürfen, dann darf ich auch betteln. Aber nun wieder zurück zum Thema:]
Wir nutzen uns ab. Wir sind die ersten die Hilfe planen, und die ersten die diese Hilfe bis ins Nirwana aufschieben zusammen mit unseren Neujahrsvorsätzen.
Wir nutzen uns ab, denn wir sind Ignorant. Wir scheren uns nicht um die Probleme anderer solange sie nicht zu unseren Problemen werden.
Und deshalb sage ich, Leute, wir hocken alle im selben Boot. Und wenn es Löcher gibt gehen wir unter. Alle zusammen.
Und je mehr Geld ihr in den Taschen habt, desto schneller sinkt ihr. Deshalb nutzt was ihr habt lieber zur Verstärkung des Bootes anstatt eure Kabine zu dekorieren.
Aurelius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2016, 16:04   #2
weiblich Booknerd
 
Dabei seit: 03/2016
Ort: Hamburg
Alter: 18
Beiträge: 1

Standard Ich find's gut.

Hi, ich finde die Idee und deinen Schreibstil schön, aber ich hätte einige Ergänzungen ect. was ich vielleicht gemacht hätte.

Also man könnte einen Bezug herstellen zwischen den 10 Cents und was nur wäre, wenn du das Geld, dass du bekommst spenden würdest, weil man ja nie weiß, was für ein Mensch dahintersteckt.

Das ,,Aber nun wieder zurück zum Thema'' würde ich weglassen und einfach: ,,Wir Menschen nutzen uns ab'' reinklatschen.

,,Und deshalb sage ich, Leute, wir hocken alle im selben Boot. Und wenn es Löcher gibt gehen wir unter. Alle zusammen.
Und je mehr Geld ihr in den Taschen habt, desto schneller sinkt ihr. Deshalb nutzt was ihr habt lieber zur Verstärkung des Bootes anstatt eure Kabine zu dekorieren.''[Das mit dem Geld ist gut]

Mit dem Boot würde ich eine Verbindung zu den Flüchtlingen setzen. Vielleicht so was wie: Wir hocken alle im selben Boot. Wenn wir im Boot hocken, dann ist es unwichtig, wie viel Empfang dein Handy hat, wie groß dein Flatscreens zu Hause ist, ob Hollister oder doch lieber Abercrombie. Und wenn es Löcher gibt, gehen wir unter. Alle zusammen. Menschen in allen Formen und Farb ...

Jo, hoffe ich konnte helfen
Booknerd ist offline   Mit Zitat antworten
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