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Tanka-, Haiku- & Senryu-Gedichte Ursprünglich japanische Gedichtformen mit wachsender Beliebtheit.

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Alt 16.12.2019, 12:36   #1
weiblich Frau K.
 
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Standard Nebelleben

Weißer Atem
legt sich übers Land
Silhouetten tanzen

© Frau K.
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Alt 06.01.2020, 20:03   #2
weiblich Silver
 
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Standard Sehr schön

Du zeichnest ein sehr schönes Bild mit nur wenigen Worten.
Gefällt mir gut.

Danke LG Silver

Geändert von Silver (06.01.2020 um 20:04 Uhr) Grund: Änderung
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Alt 09.01.2020, 17:23   #3
weiblich Frau K.
 
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Herzlichen Dank Silver


LG Frau K.
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Alt 05.03.2020, 10:05   #4
männlich Wolle
 
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Gefällt mir sehr!

Gruß von Wolle
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Alt 28.06.2020, 15:39   #5
weiblich Frau K.
 
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Hallo Wolle,

vielen Dank.



LG Frau K.
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Alt 30.06.2020, 19:34   #6
weiblich Demoreness
 
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sehr ansprechend
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Alt 02.07.2020, 18:44   #7
weiblich Frau K.
 
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Dankeschön Demoreness


LG Frau K.
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Alt 02.07.2020, 19:40   #8
männlich Pjotr
 
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Bodennebel als weißen Atem zu bezeichnen, finde ich auch schön.

Tatsächlich kam diese Feuchtigkeit auch einmal aus der Erde, aus dem Grundwasser; der Planet hat sie in seine Hülle hinauf geatmet, und da legt er sich nieder, der Atem, bis die Erde ihn wieder einatmet, während sie duscht.
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Alt 05.07.2020, 11:42   #9
weiblich Frau K.
 
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Hallo Pjotr,

vielen Dank.


Es war ein real gesehener Augenblick den ich verwortet habe und der in seiner Mystik seinesgleichen sucht.



LG Frau K.
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Alt 05.07.2020, 12:01   #10
weiblich Ilka-Maria
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Ich kann mich nicht völlig anschließen. So schön die Idee und das Anfangsbild ist, stört mich das Verb "tanzen". Dieses Herbstbild, das ich in den ersten beiden Zeilen zu erkennen meine, passt für mich mit dieser "Agilität" nicht zusammen. Tanzende Silhouetten stelle ich mir eher bei großer Hitze vor, wenn die Luft flimmert.

Mir hätte "träumen", "frösteln", "schlummern", "ruhen" oder dergleichen besser gefallen.

LG
Ilka
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Alt 05.07.2020, 14:09   #11
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Ich denke, unter dem Titel "Nebelleben" kann man zweierlei verstehen: Das Leben der Nebelwolke selbst (Ilkas Betrachtung), oder im Nebel agierende Lebewesen. Ich denke an zweitere Betrachtung. Es ist von Silhouetten die Rede, also von dunklen Objekten in einer weißen Wolke. Zwei visuell gegensätzliche Sachen; das eine ist weiß und ruhig, das andere ist dunkel und tanzend. Das könnten beispielsweise Leute sein, die über die Straße zur Bushaltestelle hetzen.

Diese japanische Lyrik-Form verleitet einen allerdings zu der Annahme, die letzte Zeile sei eine inhaltliche Zusammenfassung der vorigen Zeilen, sodass die Nebelwolke selbst die Silhouetten erzeuge. So betrachtet verstehe ich Ilkas Einwand. Somit ist nicht nur das "tanzend" sondern auch die "Silhouette" unpassend, weil die nicht weiß ist. Die letzte Zeile ist eine zusätzliche Begebenheit und kann daher keine Zusammenfassung im japanischen Stil darstellen. Also der ganze Inhalt passt wohl nicht ganz zum japanischen Format?
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Alt 05.07.2020, 15:18   #12
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
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Also der ganze Inhalt passt wohl nicht ganz zum japanischen Format?
Welches japanische Format soll es denn sein? Ein Haiku ist es nicht, und mit anderen Formen kenne ich mich nicht aus.

Mir ist eigentlich egal, zu wem die Silhouetten gehören und ob sie weiß, grau oder sonstwie sind, denn sie sind in jedem Fall schemenhaft. Mein einziger Einwand geht dahin, dass "tanzen" nicht zu dem ruhigen Bild der ersten beiden Zeilen passt - für mich ist das jedenfalls ein Widerspruch.
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Alt 05.07.2020, 15:46   #13
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Du meinst die Verbindung von "legen" zu "tanzen" passt nicht? Ja, diesen Einwand verstehe ich auch -- wenn man es verbinden möchte.

Mit "japanischem Stil" meine ich folgendes: Knappe Formulierungen, gesetzt in etwa drei Zeilen, und die letzte Zeile ist eine Zusammenfassung oder das Ergebnis der vorigen Zeilen mit anderen Worten.

1. weiß
2. legen
Ergebnis: tanzen <-- passt nicht zu "legen"

1. weiß
2. legen
Ergebnis: silhouette <-- passt nicht zu "weiß"

Damit die dritte Zeile als eigenständige Zusatzinfo anstatt als Ergebnis verstanden werden kann, müsste man diesen japanischen Stil wohl vermeiden. Vielleicht hilft es, eine vierte Zeile hinzuzufügen?
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Alt 05.07.2020, 16:03   #14
weiblich Ilka-Maria
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Das beantwortet meine Frage nicht. Um welchen "japanischen Stil" handelt es sich deiner Meinung nach? Wie nennt man ihn bzw. an welche japanische Gedichtform lehnt sich der Dreizeiler an?
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Alt 05.07.2020, 16:18   #15
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Ich habe Deine Frage dahingehend beantwortet, dass ich nicht behaupte, dies entspräche einer bestimmten Norm aus einem Schulbuch. Sondern ich spreche von Stil, und ich empfinde diesen Stil als japanisch. Was ich als japanischen Stil empfinde, habe ich erläutert (knappe Formulierungen, zwei Zeilen für zwei Prämissen, das Ergebnis in der letzten Zeile).
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Alt 05.07.2020, 17:33   #16
weiblich Ilka-Maria
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Knappe Formulierungen gibt es in der Lyrik jeder Sprache, das ist also keine plausible Erklärung. Und "Stil" ist ein unscharfer Sammelbegriff. Ich kann an dem Dreizeiler jedenfalls nichts "Japanisches" erkennen. Aber danke für deinen Versuch.
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Alt 05.07.2020, 19:08   #17
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Woran liegt das, dass Du meine Kommentare ständig in den falschen Hals bekommst? Liest Du meine Kommentare nicht vollständig oder drücke ich mich unklar aus?

Was Du mir da gerade schreibst, klingt wie eine Verteidigung -- gegen eine nichtexistente Gegenargumentation. Ich stimme Dir doch in allem zu. Nochmal: Ich stimme Dir in allem zu. Verstehst Du? Ich stimme Dir in allem zu.

Worauf Du nicht eingehst, ist meine Erläuterung, warum ich das als "japanisch" empfinde. Die "knappe Formulierung" ist nur eines von mehreren Merkmalen, also natürlich nicht hinreichend. Als "japanisches" Kernprinzip sehe ich das: Zwei Zeilen als Prämissen, letzte Zeile als Ergebnis.

Von mir aus kann man das statt "japanisch" auch "wolpertingerisch" nennen. Mir gehts nie um Begrifflichkeiten, sondern um das, was jemand meint. Und was ich meine, habe ich erläutert, nämlich, dass der Text als "2-Prämissen-1-Ergebnis"-Stil aufgefasst werden könnte, was zur Folge hat, dass der Leser den "ruhigen Nebel" im Ergebnis als "tanzende Silhouette" sehen könnte, was natürlich dann nicht passt.


P.S.: Dieser Faden befindet sich in der Rubrik mit der Überschrift "Tanka-, Haiku- & Senryu-Gedichte - Ursprünglich japanische Gedichtformen mit wachsender Beliebtheit." -- Also schon die Rubrik an sich könnte den Leser veranlassen, die "tanzende Silhouette" in der letzten Zeile auf den "ruhigen Nebel" zu beziehen (was natürlich nicht passt). Das sind die Punkte, warum ich Ilkas Einwand verstehe. Leider kann oder will Ilka nicht verstehen, dass ich sie verstehe.

Und ja, klar ist der Dreizeiler oben nicht im "japanischen Stil", eben weil die dritte und zweite Zeile inhaltlich nicht zusammenpassen. Man könnte vermuten, der Dreizeiler sollte "japanischen Stils" sein (was ja dann zu Ilkas berechtigten Einwand führt), zumal er in dieser Rubrik steht. Ich habe nicht behauptet, dieser Stil träfe auf diesen Dreizeiler tatsächlich zu.
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Alt 05.07.2020, 19:36   #18
weiblich Ilka-Maria
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Ich bekomme nichts in den falschen Hals, sondern ich habe lediglich meine Meinung zu einem Dreizeiler und einem nichtpassenden Verb kundgetan. Mehr stand nicht in meiner Absicht.
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Alt 08.07.2020, 09:15   #19
weiblich Frau K.
 
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Hallo Ilka und Pjotr,

zunächst ein mal fein, dass dir lieben Ilka zumindest die Grundidee gefällt.


Zur Silhouette:


www.duden.de/rechtschreibung/Silhouette


http://www.wortbedeutung.info/Silhouette/


Festgestellt wurde von euch: ein Haiku ist es nicht, was ich nicht gedacht hätte.

Da ich mich weitestgehend in meinem Text nach Haikuart, oder wie Pjotr so nett sagte: im japanischen Stil – an die Vorgabe eines Haikus halten wollte, muss es ein Schatten(Um)riss eines Gebildes aus der Natur sein. Was ich nun gesehen habe, sollte klar sein – einen Baum, genauer gesagt, sich im leichten Wind auf und ab bewegende Zweige, dessen Blätter „tanzten“.


Tanzen passt aber nicht zu legen, heißt: etwas eher Passives kann nicht so sehr aktiv sein und scheint daher paradox. Sei es drum –



Mein Fazit: Ich behalte meine „Haikus“ wohl besser für mich oder schleiche mich in einen Faden ein, in dem man es nicht ganz so genau nimmt.


LG Frau K.
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