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Alt 22.12.2008, 12:29   #1
Stella88
 
Dabei seit: 12/2008
Beiträge: 3


Standard ansehen und liebe

Als Lilly dreizehn Jahre alt war, begann der neue Lebensabschnitt. Es war nur die einfache Frage, ob sie in die Jugenddisko dürfe. Pädagogisch auf dem Laufenden, erlaubte ihre Mutter dies natürlich, und so unternahm Lilly ihren ersten Diskobesuch. Sie fand es weder berauschend toll, noch so mies, dass sie beschlossen hätte, Veranstaltungen dieser Art zu meiden. Nein, Lilly schloss sich demokratisch den Meinungen ihrer Freundinnen an und ging auch zur nächstenJugenddisko. Früher war sie eher jemand, der laute Musik und flimmerndes Licht mied. Nun war sie keinesfalls ein Mitläufer, Gott bewahre. Aber so schlimm war es nicht und sich total gegen den Strom zu stellen, war ja auch wieder sinnlos, wie wenig Spass würde ds Leben dann wohl noch machen?!

Also ging Lilly mit und als eine ihrer Freundinnen davon anfing, wie langweilig die Jugenddisko doch sei, fiel einer anderen ein, dass ihr Bruder Türsteher im "Night Sky" sei. An dieser Selle kamen Lilly erste Zweifel: Ob ihre Mutter das erlauben würde? Doch, kräftig unterstützt von ihren Freundinnen, kam sie zu der Ansicht, dass man sich auch mal in ein Abenteuer stürzen müsse, es sei ja nicht direkt eine Lüge, nur eine etwas verdrehte Wahrheit.

Aus dem einen Besuch wurde ein regelmäßiger Diskogang, natürlich alles ganz geheim. Mama durfte ja nichts wissen, und solange es nur um solche Kleinigkeiten ging, war das schon in Ordnung. Mit der Zeit wanderte dann auch schon mal eine Bierflasche herum, an der schüchtern kichernd genippt wurde. Dabei blieb es natürlich nicht, sodass man auch mal mit einem Brummschädel aufwachte, und sich fragte, was passiert war. Eine Sucht wurde natürlich nie daraus, auch blieb es bei dem gelegntlichen Partyjoint. Jungs wurden zwar mal angelächelt, und flirten machte einfach Spass, aber einen festen Freund gab es nie.

Alles lief normal, bis Lilly siebzehn Jahre alt war. Es war Freitag, das "Night Sky" sah immer noch so aus, wie vor vier Jahren, alles, was sich geändert hatte war, dass man nicht mehr den großen Bruder der Freundin brauchte, um reinzukommen, und seit einem Jahr wusste auch die Mutter immer, wo sie war.

An diesem Freitag tanzte Lilly vor sich hin, nicht wie sonst mit einer Freundin zusammen kichernd, nein, irgendetwas war anders. Plötzlich spürte sie eine Bewegung am Arm. Ein Kribbeln und gleichzeitig ein Schauer überliefen Lillys Haut. Ihr wurde heiß und kalt zugleich, und doch war es ein angenehmes Gefühl. Irgendwie hatte diese Berührung eine Veränderung in ihr hervorgerufen, mit der sie nichts anzufangen wusste, niemand würde das. Und dann sah sie in diese beiden Augen, und wusste, dass sie sich für immer in ihnen verloren hatte. Wie selbstverständlich nahm sie dieses wunderschöne Gesicht in ihre Hände. Als sich ihre Lippen berührten, lösten sie damit einen Skandal aus, doch in diesem einen Augenblick nahmen sie nichts mehr wahr. Die Welt schien gleichzeitig stehen zu bleiben und sich wahnsinnig schnell um sie zu drehen.

Lilly und Sine gingen Hand in Hand aus der Disko und kamen nie wieder.
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Alt 07.01.2009, 19:20   #2
weiblich Orange
 
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Alter: 28
Beiträge: 92


Hi!
Ganz ehrlich ich kann mit deiner Geschichte nicht sonderlich viel anfangen. Ich persönlich kann keine eindeutige Linie darin erkennen.
Die ersten Absätze sind in einem etwas angestaubtem "Vorgeschichtenstil" geschrieben. Viel zu kurz, zu knapp, mehr wie eine Zeitungsmeldung, der Erzähler allwissend. Erst in dem letzten Absatz scheint deine Geschichte wirklich zu beginnen. Aber auch das ist klischeehaft. Wieso ist schon vorher alles anders? Nur wenn einen jemand - man weiß nicht mal wer - schon ein Kribbeln?! Der letzte Satz des Absatzes ist unlogisch. Meiner Meinung nach sollte man mit sich widersprechenden Äußerungen vorsichtig sein. ( Vielleicht: Die Welt schien stehen zu bleiben aber vielleicht drehte sie sich auch wahnsinnig schnell um sie, oder so, nur ein Vorschlag) Außerdem scheint mir dieses verlieben und alle Konventionen aufgeben, etwas übertrieben romantisch und klischeehaft.
Insgesamt fand ich den Namen Sine (aber vielleicht ist das Absicht) etwas ungeschickt gewählt. Ich musste z.B. erst goggeln um raußzufinden ob es ein Jungen oder ein Mädchenname ist.
Ganz gut gefällt mir das Wortspiel in der Überschrift. Wobei es zu der recht wenig ausgeführten Thematik in der Geschichte nicht passt.
Sonnige Grüße
Orange
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